31: Ana D. Rocky über ihre die Black-Reihe, Dark Romance und die Kunst, Bestseller zu schreiben
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Ist Dark Romance wirklich nur düster und spicy? Oder steckt viel mehr dahinter?
Im Podcast spreche ich mit Bestsellerautorin Ana D. Rocky darüber, warum sie ihre Bücher lieber Dark Psychological Romance nennt, wie sie psychische Herausforderungen authentisch aus der Innenperspektive schreibt und weshalb ihre Figuren bewusst unperfekt sind. Außerdem sprechen wir über die Entstehung der Black-Reihe, das Morata Universe und darüber, weshalb Hoffnung und Heilung für sie wichtiger sind als Dunkelheit.
Wenn du Dark Romance liebst oder verstehen möchtest, warum dieses Genre so viele Leserinnen emotional berührt, solltest du dir dieses Interview nicht entgehen lassen.
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Mehr über Ana
- Homepage: anadrocky.com
Kapitel und Transkript
00:00 Einführung in den Vodcast und die Gästin
Jenni: Ich freue mich, dass ich dich zu einer neuen Folge des Passion and Words Vodcast begrüßen darf. Ich bin Jennifer Rolle, Lektorin, Bloggerin, Vodcasterin und bevor wir in die nächste Folge einsteigen, der obligatorische Aufruf, wenn dir dieser Kanal hier gefällt, wenn du der Meinung bist, andere Menschen, die sich auch für New Adult, Dark Romance, Romantasy, also alles rund Romance interessieren, sollten diesen Kanal finden.
Jenni: dann folge ihm, denn dann wird auch gleich wieder mehr Menschen vorgeschlagen. Und noch eine Ankündigung, meine heutige Gästin und ich veranstalten zusammen ein Gewinnspiel und weitere Hinweise dazu gibt's am Ende. Also, bleibt dran. Und übrigens, ich hab noch was nachzuliefern vom letzten Mal. Ja, es gibt den Begriff Gästin, ich hab das im Duden nachgeschlagen, der Duden führt diesen Begriff. Er sagt aber auch...
Jenni: dass es eher tatsächlich selten verwendet wird. Und na ja, das ändere ich jetzt hier in diesem Podcast, denn die meisten meiner Gäste sind weiblich, dann passt das ja ganz gut. So, und jetzt zu meiner heutigen Gäste. Sie schreibt für mein Empfinden die emotionalsten Geschichten. Sie schreibt Geschichten, die psychologisch absolut tief gehen. Man steigt mit ihr in die Abgründe hinab von
Jenni: Frauen, die kurz vor einem Suizid stehen. Wir erleben mit ihr zusammen die Innenperspektive von Borderline-Menschen. Sie nimmt uns mit in verruchte Subkulturen, die uns dazu führen, selbst auch mal mehr auszuprobieren. Und ich heiße sie herzlich willkommen, Ana D. Rocky. Schön, dass du da bist.
Ana D. Rocky: Vielen, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, dass das auch geklappt hat. Wir hatten ja schon ein paar Anläufe und jetzt ist es endlich soweit. Also ich freue mich wirklich sehr, hier zu sein. Danke für deine Vorstellung, für deine einleitenden Worte. Ich sage auch noch mal ein bisschen was zu mir. Ja, ich bin Ana. Ich schreibe in der Tat Dark Psychological Romance. Ich habe ein bisschen gebraucht, genau herauszufinden, dass es genau das ist. Also ich habe...
Ana D. Rocky: Er Dark Romance gesagt, aber ich sage, nein, eigentlich ist es nicht nur Dark Romance, da gehört schon bisschen mehr zu, nämlich auch das Psychologische. Und das mache ich jetzt schon eigentlich seit, ja, kann man sagen, seit Corona, bin ich jetzt Autorin geworden oder bin Autorin, habe damals mit einer Dark Romantasy angefangen, wo aber auch schon die psychologischen Themen mit Einfluss genommen haben, eben wie du schon sagtest, mit einer Protagonistin.
Ana D. Rocky: die es im Leben nicht leicht hatte, die auch in einer sehr schwierigen Situation dann von ihrem Todesengel gerettet wurde. Und so hat sich das dann bei mir fortgeführt. Bin dann ein bisschen weg von Dark Romantasy. Ich glaube, meine bekannteste Reihe oder in das Morata-Universe, ich habe dann die Black-Reihe geschrieben, wo es eben ⁓ Flores und ihre vier Stiefbrüder geht, die den Grundstein für ein recht großes Universe gelegt haben. Ja, und ich glaube, da habe ich so meine Wurzeln.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: noch mal wirklich gefestigt, was so Dark Psychological Romance angeht, mit echter, ich sag mal so Reverse-Harem-Note, weil die zieht sich eigentlich so durch meine darauffolgenden Bücher immer durch. Genau, also sprich, ich hab immer viele Protagonistinnen drin. Seit Morata ist das so, genau, ja, und das ist so mein, ich sag mal so, was mich ausmacht. Also man liest bei mir die dunklen Themen, die aber immer eine psychologische Komponente haben, die gehen immer sehr deep, die Sachen, ja.
Jenni: Ja.
Jenni: Ja, seit Morater.
Jenni: Ja. Und das ist das, genau, das ist das, mich auch so fesselt an deinen Büchern. ich bin tatsächlich über Romeos Payne eingestiegen, allein schon der Titel und allein schon die Cover. Ich glaube, ich hätte die Bücher allein schon wegen der Cover gekauft und wegen des Titels. Es ist eine so wunderschöne Geschichte gewesen, die mich so gepackt und so gefesselt hat.
Ana D. Rocky: Das ist es mir.
Ana D. Rocky: Ja.
Jenni: Aber da kommen wir noch drauf. Erstmal bleiben wir noch ein bisschen bei dir als Mensch. Vielleicht gibst uns mal so drei Hashtags zu dir als Person. Wie würdest du dich charakterisieren?
Ana D. Rocky: Ja. Ja.
Ana D. Rocky: Ich glaube, ich bin echt eine Träumerin. Das kann man schon sagen, weil viele Dinge von mir entstehen. aus gewissen Dingen, die mein Kopf produziert, weil ich immer gerne ein Tagträumer bin. Ich bin aber auch dazu, obwohl ich diese Seite habe, ein kleiner Perfektionist. Also bin ich auch ehrlich. Das gehört für mich auch dazu, wenn ich was mache, immer irgendwie so, wie es für mich sein muss. Und ich bin nicht so die Geduldigste.
Ana D. Rocky: Das muss man eben auch dazu sagen. glaube, das ist so eine Kombination aus ja doch schon realist, aber dann im Gegensatz auch, weil dann noch totale Träumerin.
Jenni: Das eine schließt das andere nicht aus. es sind ja keine... Ich finde nicht, dass das Gegensätze sein müssen.
Jenni: Ana, bist du denn in der Zwischenzeit Vollzeitautorin oder wie, wie bist du da organisiert?
05:21 Die Verbindung zwischen Beruf und Schreiben
Ana D. Rocky: Ich bin keine Vollzeitautorin und bin also bewusst keine Vollzeitautorin. habe auch meinen, ich sag mal, Brotjob, den führe ich echt auch gern aus und habe da auch viel Herzblut reingesteckt, da anzukommen, wo man halt angekommen ist, so wie dieses Leben manchmal so spielt. Habe aber meine Stunden reduziert. Ich arbeite nicht mehr Vollzeit, ich mache halt einen Teilzeitjob, ich habe Freitags immer frei und habe mir so auch meine Freizeit geschaffen, halt auch mehr zu schreiben.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Aber für mich ist das eine ganz gute Kombination so, weil ich habe nicht den Druck, jetzt auf Kommando kreativ sein zu müssen. Und ich weiß nicht, ob ich das könnte. Also ich weiß, das ist immer ganz toll. Viele Autoren berichten sehr stolz auch zurecht, dass sie hauptberuflich Autorin sind. Und man fragt sich dann natürlich auch, na, ist das vielleicht der Weg, den du auch gehen möchtest? Aber ich sage immer, wenn ich dann morgens aufstehe oder abends ins Bett gehe und ich weiß, ich muss jetzt abliefern.
Jenni: Mhm. Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: dann weiß ich nicht, ob ich mir ganz viel von meiner Kreativität und auch von der Art und Weise, wie ich Geschichten erzähle, nehmen würde, weil meine Geschichten nicht immer so, ich sag mal so, ich will nicht einfach zu konsumieren sagen sind, sondern die haben halt immer viele ernste Themen auch drin und ich kann da nicht davon ausgehen, dass jeder Leser immer diese Themen in dem Moment gerade lesen möchte und ich glaube, das würde mir einfach wahnsinnig viel Druck machen und auch meine Art und Weise verändern, wie ich schreibe und...
Ana D. Rocky: Deshalb habe ich mich echt bewusst auch dagegen entschieden.
Jenni: Magst du denn mit uns teilen, was dein Brotjob ist, der dir offensichtlich auch viel Spaß macht?
Ana D. Rocky: Ja, also...
Ana D. Rocky: Genau, also ich bin tatsächlich, ich arbeite im Energiesektor, also beim Energiekonzern, Namen nenne ich jetzt nicht, aber genau, da habe ich halt ganz klassisch sozusagen auch so bisschen, ich will es nicht Karriere sagen, aber man hat schon auch da seine, ja, sich so bisschen verwirklicht. Und es ist halt ganz was anderes als das, ich hier so kreativ mache, aber das ergänzt sich einfach.
Jenni: Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: ganz gut. Und es gibt mir auch sehr viel. Also es gibt mir viele Möglichkeiten. Entschuldigung, Gas und Strom.
Jenni: Und in welcher Sparte bist du da?
Jenni: In welcher Sparte
Jenni: bist du da? Ja, genau, wenn das jetzt ein großer Konzern ist, bist du im Personalbereich, im Controlling, im Vertrieb, also...
Ana D. Rocky: Gas und Strom.
Ana D. Rocky: Nee,
Ana D. Rocky: das ist ein Projekt, aber ich bin im Projektmanagement tätig. Dadurch habe ich, ich glaube, ganz viel Struktur, wie man ein Projekt, also ich sag mal so, wenn man ein Buch veröffentlicht, ist das auch ein Projekt. Dadurch habe ich auch ganz viel mitgenommen, wie man solche Dinge angeht. Ob es nur ein Buch ist oder irgendwas anderes, ist eigentlich das Gleiche. Die Dinge, die man machen muss, sind ähnlich. Und das hat mir ganz viel auch gegeben.
Jenni: organisiert.
Jenni: Ja.
Jenni: Ja, das glaube ich, das glaube ich umbenommen. Ich selbst komme ja auch oder habe ja auch eine Corporate-Karriere im Prinzip und bin auch längere Zeit dann als Beraterin unterwegs gewesen. Übrigens auch viel bei Strom und Energiekonzernen kenne ich mich ganz gut aus in der Branche. Ja, und das hilft vieles. Also hilft bei vielen, also bei der ganzen Selbstorganisation und so weiter.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Hm.
Ana D. Rocky: Ja.
Jenni: Da habe ich mir auch viel daraus mitnehmen können für das, ich jetzt mache.
Ana D. Rocky: Das ist auch so. Ich erlebe das hier, wenn man das mal vergleicht, zum Beispiel mit Bloggergruppen. Ich bin ja auch einen Freund davon, eine Stammblogger-Truppe zu haben. Ich arbeite gerne sehr eng und längerfristig mit Menschen zusammen, weil ich finde, da kann man viel auch gemeinsam bewegen. Und ich war lange auch Abteilungsleitung, kann man auch so sagen. Und da habe ich das gleich, also auch noch auf der anderen Seite gemacht, weil ich finde, mit Menschen zusammenzuarbeiten, egal wo, hat immer auch eine große Verantwortung, die man halt miteinander trägt.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Und das hat mir auch ganz viel gegeben, wie kommuniziere ich, wie gehe ich mit Menschen ⁓ Finde ich immer super, super wichtig, weil das ist meistens immer der Dreh- und Angelpunkt für alles in meiner Wahrnehmung.
Jenni: Da sagst du was. Jetzt hast du vorhin gesagt, du bist seit Corona am Schreiben. Was hat dich denn zum Schreiben gebracht? Wie ist es dazu gekommen?
09:23 Der Weg zum Schreiben und die Entstehung von Romeos Payne
Ana D. Rocky: Ja, ja, das ist so.
Ana D. Rocky: Hm? Hm?
Ana D. Rocky: Also eigentlich war schon immer klar, dass irgendwas in meinem Leben noch fehlt. Das wusste ich schon recht früh und ich weiß, dass meine Mama immer gesagt hat, hey, du kannst ja wahnsinnig gut irgendwie Texte formulieren oder auf den Punkt bringen, was Leute fühlen. Also ich hatte schon immer eine Gabe, sagte sie auch, Gefühle zu transportieren, Emotionen vor allen Dingen das.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Und ich wusste aber nie so richtig, was will ich jetzt. Also, dass ich viel geträumt habe und mir meiner Freundin damals unendlich viele Geschichten erzählt habe, war klar. Also, das war schon immer so mein Steckenpferd. Aber ich konnte das noch nicht so kanalisieren. Und durch Corona hatte ich halt mehr Zeit, weil ich nicht mehr pendeln musste. Also, ich musste beruflich auch immer viel pendeln. Und das ist halt weggefallen. Und dadurch habe ich halt Romeos Payne damals auch zu zweit geschrieben mit einer Autorin, die ja nicht mehr aktiv ist. Und ja.
Jenni: Okay.
Ana D. Rocky: Dadurch hatte sich das dann ergeben, gemeinschaftlich dieses Projekt zu machen. Und dadurch ist halt ganz viel entstanden in mir. Ich wusste auf einmal, das ist genau das, was ich weitermachen möchte, weil mir das so viel gegeben hat. Und genau das war dieser Knubbel in meinem Bauch, sag ich immer, der immer da war. Ich konnte ihn nicht benennen, aber dann wusste ich das.
Jenni: Ja.
Jenni: Also das heißt, du hast praktisch die Lücke in deinem Leben füllen können mit dem Schreiben. ist... Romeos Payne hast du mit Pam Crow geschrieben. Ihr habt euch Namen euch Letter Symphonic genannt.
Ana D. Rocky: Ja, absolut. Genau.
Ana D. Rocky: Genau, mit Pancrote.
Ana D. Rocky: Jaja, genau, haben
Ana D. Rocky: wir ja.
Jenni: Und
Jenni: das hat er damals den Eindruck auf mich gemacht, als ob das eben so praktisch so was fürs Leben ist. Aber es hat sich ja dann offensichtlich ja auseinander entwickelt.
Ana D. Rocky: Ja, hat es sich und den Eindruck, also das hatten wir beide vor. Ich glaube, das war auch der, der, der, ähm, die Ursprungsgedanke. Aber wie das Leben einfach manchmal so spielt, verändern sich Dinge, Perspektiven und, ähm, an die Öffentlichkeit zu gehen, ist auch etwas, was verändert und wo man gar nicht auch vorbereitet ist, was da kommt, Und wie viel Arbeit es einfach ist, sich zu positionieren und, äh, dass Leute ...
Jenni: Mh.
Ana D. Rocky: das Buch finden, dass man gesehen wird. Und das ist einfach etwas, wo wir verschiedene Ansichten hinterher hatten, was auch gar nicht schlimm ist. Das war eine wunderschöne Zeit. Es hat mir wahnsinnig viel gegeben. Und das hat mich auch überhaupt erst dazu gebracht, wo ich jetzt bin. Also ich bin unendlich dankbar, diese Zeit gehabt zu haben. Und dann war das für mich noch mal so eine Art von, ich muss mich neu erfinden, weil als dann klar war, wir gehen getrennte Wege.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: musste ich erst mal gucken, okay, wie geht es jetzt für mich weiter. Und dann hat sich ja in mir drin Black Summer gebildet. Ich hatte gar kein Skript. Ich wusste nicht, dass das fünf Bände sind. Ich wusste nicht, dass das ein Universe wird. Ich hatte gar keine Ahnung, wie das werden soll. Ich hatte nur das Gefühl für diese Protagonisten. Und das hat sich dann, ja ... hat dann vieles ins Rollen gebracht.
Jenni: lässt sich halt auch nicht planen, immer alles. Obwohl man das als Projektmanagerin bestimmt gerne möchte, aber...
Ana D. Rocky: Nein, nichts, lässt sich überhaupt nicht planen.
Ana D. Rocky: Ja,
Ana D. Rocky: absolut. Ich bin da ein Freund von, ich mag gerne Struktur, dass ich weiß, wo will ich hin und wie mache ich gewisse Dinge. Aber solche Sachen im Leben lassen sich nicht planen. ist auch so. Aber mittlerweile stehe ich also auf dem Standpunkt, dass eine Tür schließt sich, andere öffnen sich und manches musste genauso passieren. Das weiß man an dem Moment nicht, aber hinterher ist es meistens immer für etwas gut.
Jenni: Ja.
Jenni: Irgendwas entsteht wieder neu und anders und das ist dann auch wieder aufregend und bringt einen weiter und bringt neue Erfahrungen. Was ich immer total spannend finde an Autoren zu fragen ist, welchen Suchbegriff aus deinem Verlauf würdest du niemals ohne den Satz, ich recherchiere für ein Roman, zeigen?
Ana D. Rocky: Ja. Genau. Ja.
Ana D. Rocky: ⁓ mein Gott, da muss ich echt mal überlegen, was ich da eingegeben habe, alles. ich glaube schon, ich weiß gar nicht, ob meine Suchbegriffe so wahnsinnig schwierig sind, so wahnsinnig
Ana D. Rocky: ich mich, also wo ich, ich natürlich schon, also sagen wir es mal so, wenn man auch gewisse explizite Szenen schreibt, und das ist in meinen Büchern ja der Fall, und man ja selber jetzt nicht, da bin ich offen und ehrlich, diese ganzen Dinge da einmal durchgemacht hat, da weiß man das nicht, da muss man nach recherchieren, ne? So. Und ich glaube, diese Suchbegriffe möchte ich natürlich nicht mit allen teilen.
Jenni: Das heißt, du möchtest sie auch nicht mit uns heute hier teilen.
Ana D. Rocky: Nein.
14:21 Ana D. Rockys als Mensch
Jenni: Dann mal die nächste Frage. Wenn man die Bücher gelesen hat, kann man sich das eine oder andere denken. Liest du denn eigentlich auch privat gerne und beeinflusst dich das beim Schreiben?
Ana D. Rocky: Aber ihr könnt es euch ja denken.
Ana D. Rocky: Ich habe früher unheimlich gern gelesen. Da habe ich auch Dark Romance gelesen, New Adult, also diese ganzen Sachen. Ich war echt immer ein guter Buchhandlungs-, also ich war immer viel in Buchhandlungen, weil ich das Print immer toll fand, sich Bücher anzugucken und auch so was zu lesen. Aber seit ich Autoren bin, mache ich das gar nicht mehr. Also A geht meine ganze Zeit in meine eigenen Geschichten rein. Ich habe einfach nicht mehr die Zeit oder ich, nee, ich.
Jenni: Mhm.
Jenni: Aha.
Jenni: Mmh.
Ana D. Rocky: nehme sie mir einfach nicht. Ich investiere sie in andere Dinge. Aber ich vermeide auch bewusst Dark Romance zu lesen oder ähnliches, weil ich immer das Gefühl habe, es würde mich eventuell beeinflussen. Ich möchte einfach in meinem Kopf sein und ja. Ich glaube, ich würde Psycho-Thriller lesen können, aber nicht ähnliches oder nicht ähnliche Genre.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Deine Geschichte erzählen. Aha. Ja.
Jenni: Ja, okay. Ich spiele mit meinen Gästinnen immer gerne das A oder B-Spiel. Weiß nicht, ob du das schon mitgekriegt hast. Sprich, ich werde dir gleich zwei Alternativen nennen und du darfst dich dann für eine dieser beiden Alternativen entscheiden und uns gerne auch erzählen, was dich dazu bewogen hat, diese Alternative auszuwählen.
Jenni: Erstes Alternative-Pärchen. Amrum oder Aruba?
Ana D. Rocky: Weil ich einfach das Klima unheimlich gerne mag. Ich mag den Wind, ich mag die See, ich auch das Raue und das andere wäre mir einfach auf Dauer zu warm.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Zu warm. Das heißt, die Temperaturen gerade sind auch nicht so richtig was für dich.
Ana D. Rocky: Ich mag den Frühsommer, ich mag auch wieder den Spätsommer, ich mag den Herbst total gern, aber ich bin überhaupt kein Hochsommermensch. Das ist mir einfach nichts.
Jenni: Nächstes Alternativenpärchen. Weißwurstfrühstück oder französisches Frühstück?
Ana D. Rocky: Französisches Frühstück. Hat einfach mehr Flair.
Jenni: Bist du... Hat
Jenni: mehr Flair. So, sein Croissant mit Milchkaffee und...
Ana D. Rocky: Ist einfach schöner, genau. Ich mag gerne englisches Frühstück, das
Ana D. Rocky: schon, das esse ich gerne. Aber wenn ich mich zwischen Weißbrust und Croissants entscheide, machen es immer die Croissants. Das Rennen.
Jenni: Dann nehmen wir die Crosshows. Frankfurter Buchmesse oder Buchpassion Köln.
Ana D. Rocky: Buch-Passion Köln. Ich bin nicht so, also Frankfurt der Buchmesse ist toll, keine Frage, aber ich mag das persönliche lieber und ich war auf beiden Messen schon und ich weiß, ich einmal, als ich das erste Mal auf der FBM war, fluchtartig irgendwann das Feld geräumt habe, weil es mir zu extrem war. Doch das war, es war einer, ich glaube, das war ein Jahr gewesen, da war das extrem voll, da gab
Jenni: Lieber!
Jenni: Mhm. Mhm. Mhm.
Jenni: Krass!
Ana D. Rocky: gab es kein Vor, kein Zurück, fand ich ganz unangenehm. Und Buchpassionen habe ich auch schon miterleben dürfen, bin dieses Jahr übrigens auch da, so nebenbei. Und ja, finde ich einfach angenehmer vom Ambiente.
Jenni: Ja. ⁓ ja.
Jenni: Das ist Wahnsinn!
Jenni: Mhm.
Jenni: So, dann kommen wir mal langsam in die Richtung der Bookboyfriends. Sixpack oder Knackarsch?
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Ich glaube, ich nehme den Knackarsch.
Jenni: Hätte ich auch genommen.
Jenni: Ich
Jenni: glaube, brauchst du auch gar nicht zu begründen. weiß, was du meinst. So und dann die spiciest Frage. Spreizstange oder Ballgag?
Ana D. Rocky: Nummer eins.
Jenni: Nummer eins, Spreizstange.
Ana D. Rocky: Mhm. Mhm. Jupp.
Jenni: und den Mund lieber frei haben.
Jenni: Okay, gut, dann gehen wir mal rüber zu deinen Büchern. Also, du nennst deinen Genre, das ist ja eigentlich was ganz Individuelles, nicht? Du nennst es manchmal Deep Romance, du nennst es manchmal Sensual Romance oder Psychological Romance oder Dark Psychological Romance.
Ana D. Rocky: Mhm.
Ana D. Rocky: Genau.
Ana D. Rocky: Mhm.
18:37 Die Themen in Ana D. Rockys Büchern
Jenni: Was würdest du denn sagen, worum es grundsätzlich geht in deinen Büchern? Was ist der Schwerpunkt?
Ana D. Rocky: Der Schwerpunkt ist durchaus immer, dass meine Protagonisten in der Regel immer, also oft, einen Trauma haben. Das kann sehr vielfältig sein. Es kann eine Suchterkrankung sein. Es kann auch mal in Richtung Missbrauch gehen oder in Richtung Zwänge. Also das ganze Psychologische spielt immer eine Rolle. Und das sind so die Schwerpunkte, dass ich das A immer sehr, sehr echt auch erzähle, aber ich in den Geschichten trotzdem nie den Mut verliere.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: den Mut zu vermitteln, das eine Sache ist, die man nicht verschweigen darf und man trotzdem heilen kann auf seine ganz persönliche Art und Weise.
Ana D. Rocky: Das muss nicht immer der gesellschaftlichen Norm entsprechen, sondern es kann eine ganz eigene Art von Heilung sein. Und das ist mir einfach immer wichtig. Also das ist so der Kern des Ganzen. Und deshalb ist es für mich wahnsinnig schwierig, das auch irgendwie zu beschreiben. Deshalb hast du gerade ein paar Namen aufgezählt, die ich immer genommen hatte. wie vermittel ich den Menschen denn, was ich mache?
Jenni: Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: Wenn ich nur Dark Romance drauf schreibe und das nur meine ich gar nicht wertend, dann finden meine Bücher vielleicht nicht die richtigen Leser. Sie erwarten dann bei einer Reverse-Harem-Story, die ich geschrieben habe, nicht diese emotionale und psychologische Tiefe.
Jenni: Aber das ist es einfach nicht. Ja, ja.
Jenni: Ja, und diese Dramatik auch.
Ana D. Rocky: Und
Ana D. Rocky: das ist für mich manchmal wirklich so die Herausforderung, die Menschen auch da anzusprechen und ihnen keine Erwartungshaltung mitzugeben, die sie am Ende in Büchern nicht bekommen und sind dann enttäuscht oder Sonstiges. Und deshalb versuche ich das immer mittlerweile ganz klar auch zu machen und auch zu sagen, für wen sind meine Bücher jetzt an der Stelle nicht geeignet.
Jenni: Hmm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Also sie sind nicht mal so eben schnell zur Unterhaltung, zum wegkonsumieren. Dafür ist es nicht geeignet.
Ana D. Rocky: Nein, das sind sie nicht. Das sind
Ana D. Rocky: sie also überhaupt. ist aber auch kein Buch. Auch Romeos Payne damals, würde ich vielleicht sagen, ist noch ein bisschen seichter geschrieben. Also es geht nicht ganz so tief, also auf eine andere Art und Weise. Aber die Bücher, ich meine, nehmen wir mal Ultra. Ultra ist ein sehr, also die beiden Bücher, die sind sehr intensiv. Da sind sehr viele intensive Themen drin und die sind, die muss man wollen. Das muss man wollen.
Jenni: Mmh.
Jenni: Mmh.
Ana D. Rocky: Das
Ana D. Rocky: Lesen dazu, das kann man nicht mal eben sich abends auf das Sofa setzen und sagen, ich lese jetzt einfach mal Ultra und dann habe ich halt diese Themen darin. Das kann auch triggern. Man muss sich darauf einlassen. Das ist immer die Message, die ich mitgebe. Sich echt Zeit nehmen.
Jenni: Mhm.
Jenni: Und wo beziehst du da die Inspiration her für deine Geschichten?
21:14 Inspiration und kreative Prozesse
Ana D. Rocky: Also ich gucke und habe mich gerne serien, das kann ich schon sagen. jetzt mittlerweile deutlich weniger, aber früher habe ich das gerne gemacht und da haben sich so ein paar Sachen inspiriert. Generell inspiriert mich das Leben, was ich so draußen wahrnehme. Ich gehe immer mit offenen Augen durch die Welt und sehe Sachen und spüre gewisse Schwingungen und die setzen sich dann einfach fest und was ich festsetze.
Ana D. Rocky: Das kommt irgendwann auch immer wieder in meinen Büchern. Das kommt irgendwann vor. Das ist einfach nur mal so. Also so kann man das sagen.
Jenni: Mir ist aufgefallen, dass sich in deinen Büchern auch immer mal wieder so christliche Motive oder dass sie sowas enthalten. Also bei Romeos Payne ist ja die ganze Rahmenhandlung, spielt sich ja in so einer christlich angehauchten Gedankenwelt ab. Aber auch die Black-Reihe, da gibt es immer wieder
Ana D. Rocky: Hm?
Ana D. Rocky: Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: Ja.
Jenni: Anspielung auf christliche Mythologie und da habe ich mich gefragt ob du eine besondere Beziehung dazu hast. Bist du religiös oder was für eine Beziehung hast du auch zur christlichen Mythologie?
Ana D. Rocky: Also ich glaube, das ist gar nicht, dass ich jetzt so eine wahnsinnige Beziehung zu Religionen habe. Ich habe einfach einen wahnsinnigen Bezug zu den, manchmal zu den grundlegenden Fragestellungen dieser Welt. Also ich sag mal so, diesem Sinn, was ergibt Sinn, wo will ich hin, was ist meine Aufgabe. Das klingt immer so pathetisch.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Aber ich glaube, das ist so die Suche nach gewissen Sachen und das spiegelt sich wieder. Und bei Romeos Payne war halt auch Pam Crow mit bei. Also sie hatte auch ganz stark noch diesen Kontext mit reingebracht. Das heißt, und trotzdem ist es für mich aber immer so die Frage, wer will ich im Leben sein? Was darf ich sein, wenn ich halt nicht der Normen spreche? Und wie kann ich trotzdem glücklich sein? Also das sind so diese Motive, die mich immer sehr stark prägen, weil
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Ich glaube vor diesem Struggle, wenn man als Heranwachsender ist, meine Protagonisten sind ja in der Regel immer noch jünger, die sind ja jetzt alle noch sozusagen im Aufbau als junge Erwachsene. Dieser Struggle, den kennt glaube ich jeder von uns, wo man hin möchte, wenn man sich selber noch nicht gefunden hat. Genau.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Und was mir auch aufgefallen ist, das fängt allerdings erst im Morata-Universe richtig an. Deine vielen Anspielungen auf Filme und Musik. Jetzt hast du eben schon gesagt, du guckst sehr gerne Serien. Also du musst dich ja wahnsinnig gut auskennen. Zu jedem Buch gibt es auch eine Playlist mit Songs und
Jenni: Das wirkt so, als ob du ein richtiger Film- und Musikjunkie bist.
23:45 Einflüsse von Musik und Film
Ana D. Rocky: Also Musikjunkie unterschreibe ich sofort. Meine ganzen Bücher entstehen zu den Liedern in der Playlist. Also jedes Lied, was man da findet, habe ich gehört während des Schreibprozesses. Und ich höre Schreibe immer mit Musik. Das geht gar nicht anders. Das ist für mich die Inspiration. ich brauche Lieder, ⁓ das transportieren zu können. Ich sage immer so, die Welt ist aus.
Jenni: ⁓ ja.
Ana D. Rocky: Also es wird leise und dann auch mein, es kann so laut auf meinen Ohren sein, es ist egal, aber es ist dann einfach der Tunnel. Also ich gelange durch Musik in den Tunnel. Und Filme, ja, also ich gucke jetzt wirklich wenig Serien mittlerweile noch, aber früher habe ich gewisse Filme einfach total inspiriert oder auch nicht mehr losgelassen.
Ana D. Rocky: Und dadurch habe ich so Gefühl in mir entwickelt. ich meine, mein Nachname sagt es ja schon, Rocky. Also das ist mein Pseudonym. Ich bin ja ein wahnsinniger Sylvester Stallone Fan. habe auch die Rocky-Filme, habe mich durch meine Kindheit Jugend begleitet und da habe ich ganz viel rausgenommen, so vom, wie ich auch meine Geschichten schreiben möchte. Also ich glaube, ist so, bei Rocky war es ja der Underdog, der es ja irgendwie auch geschafft hat. Und genau so, wenn man das mal so überträgt auf meine Geschichten, ist es ja eine ähnliche Komponente, nur ein bisschen anders gelagert.
Jenni: Da kommt der Name her. Ja, spannend. Hätte man auch drauf kommen können, aber ich hatte jetzt andere Assoziation.
Ana D. Rocky: Mh.
Ana D. Rocky: Du
Ana D. Rocky: siehst es im Hintergrund da, der hier Rocky Balboa. Siehst du es da hinten? Genau, ja. Das war von Anfang an klar. Ich wusste, als ich sage, ich werde jetzt Autorin, ich möchte gerne schreiben, war mir sofort klar, mein Pseudonym heißt. Das hat auch einen tiefen Sinn dahinter. Weil ich mich da so identifizieren kann. Die Filme haben mich wahnsinnig geprägt. immer noch. Ich glaube, das wird auch nie aufhören.
Jenni: Ja, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt.
Jenni: Und hast du da ein bevorzugtes Musikgenre, was du hörst?
Ana D. Rocky: Ja, ich bin tatsächlich eher so der Metalcore-Hörer. Also ich höre gerne Alternative auch, diese Richtung New Metal. Also ich bin jetzt auch, ich kann das sagen, ich bin auch so in den 40ern mittlerweile und als ich damals jung war, da kam gerade diese Musikrichtung New Metal so raus und das hat mich auch wahnsinnig geprägt und die höre ich halt immer noch viel, ja, mittlerweile mit neuen Einflüssen auch, aber ja, so in die Richtung geht das.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Es ist manchmal nicht ganz einfach in deinen Büchern. Du arbeitest da viel mit Zitaten und das hat manchmal dann schon so ein bisschen was von Insider-Sprüchen. Und da immer mitzukommen ist manchmal als Leserin nicht ganz einfach, wenn man nicht in dem gleichen, wie soll ich sagen, wenn man eher vielleicht in anderen Musikgenres unterwegs ist oder vielleicht auch nicht ganz so bewandert ist, was das angeht. Das muss man vielleicht so bisschen dazu sagen.
26:40 Sprache und Ausdruck in der Literatur
Ana D. Rocky: Mh.
Ana D. Rocky: Hm?
Jenni: dass man sich darauf einlassen können muss.
Ana D. Rocky: Genau, das ist so. Also das ist sowieso etwas, was ich weiß. Also ich habe einen sehr besonderen Schreibstil. Den liebt man oder man kommt mit dem nicht klar. Und das ist mittlerweile auch für mich völlig in Ordnung. Es gab eine Zeit, natürlich, dahinter fragt man sich das, wenn man Jungautorin ist und man bekommt das gespiegelt. Da rechnet man ja gar nicht mit, weil man schreibt ja, wie man schreibt. Also ich schreibe ja nicht so, weil ich dachte, das gehört sich so, sondern ich schreibe so, weil es aus mir rauskommt. Und der hat aber
Jenni: Hmm.
Ana D. Rocky: Der bewegt so viele Menschen, weil der so emotional ist und weil ich eben auch genau mit diesen Sachen arbeite. Ich arbeite sehr viel mit Poesie und trotzdem auch ganz viel mit knallharten Beschreibungen. Und das ist so eine Kombination, die gibt es nicht so oft. Also das ist etwas, was mir ganz oft gespiegelt wird. Aber da kommt auch einfach nicht jeder mit klar, was auch vollkommen in Ordnung ist. Weil immer dann, wenn man eine Handschrift hat, sag ich mal so, die eckt immer an. Also das weiß ich auch die Themen-Ecken an.
Jenni: Mmh.
Jenni: Genau,
Jenni: ja, es ist kein Mainstream.
Ana D. Rocky: Das ist normal. Man muss sich einfach... Es ist kein Mainstream. Das
Ana D. Rocky: ist auch in Ordnung für mich, weil ich möchte ja gerne... Ich schreibe ja, weil ich für mich was ausdrucken möchte. wenn mir dann Menschen spiegeln, sie lassen sich meine Buchzitate tätowieren, und das haben ganz viele mittlerweile gemacht, ist das für mich einfach so ein wahnsinnig großes Kompliment.
Ana D. Rocky: weil ich ja nicht schreibe, zu sagen, das ist wirklich so, ich schreibe ja nicht, zu sagen, ich bin jetzt morgen irgendwo Platz eins. Das ist nicht mein Anspruch, sondern mein Anspruch ist, ich schreibe etwas, was aus mir rauskommt. Und wenn das die Menschen dann bewegt, ist das für mich einfach das größte Kompliment. Und dann dürfen die Leute auch sagen, ich komme mit Ana D. Rocky nicht klar. Also das gehört einfach dazu.
Jenni: Das zweite, was ich in anderen Rezensionen gelesen habe, was manche ein bisschen schwierig fanden, ist, dass du auch immer wieder englische Wörter einwebst und viel nutzt. Du hast sogar für Phoenix einen ganzen Songtext auf Englisch verfasst. Alle Achtung! Hast du eine besondere Verbindung zur englischen Sprache? Musst du im Job viel Englisch sprechen oder woher kommt das?
Ana D. Rocky: Mmh.
Ana D. Rocky: Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Auch das.
Ana D. Rocky: Genau, also ich muss im Job auch Englisch sprechen. Das schon, aber ich finde manche Bezeichnung auf Englisch einfach schöner. Das gibt noch mal einen anderen Spirit. Und ich habe bei dem Song von Phoenix beides gemacht. Also ich habe den sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und ich habe im Buch den extra hinten rein nochmal auf Deutsch gepackt. Also in beiden Varianten, weil ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Aber wenn man sich das anguckt, man vergleicht einmal Deutsch, einmal Englisch, klingt Englisch für mich wirklich besser.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mmh.
Jenni: Mmh. Ja.
Jenni: ist
Ana D. Rocky: Und in Situationen Buch,
Jenni: ja flüssiger.
Ana D. Rocky: dann ist das manchmal so, dann kann ich nochmal ganz anders ausdrücken, was in der Situation gerade wichtig ist. Und dann switche ich schon mal auf Englisch. Ich versuche das mittlerweile, weil ich weiß, dass das nicht so einfach ist, nicht so lang zu machen, aber so ganz, dass ich aus meinen Büchern nie rausbekomme, weil das ja auch eine Art ist, ich trans... Emotionen transportiere. Das kann ich nicht über die deutsche Sprache.
Jenni: Mmh.
Jenni: Mmh.
Jenni: Die Ultradilogie ist durchaus bisschen BDSM-lastig und ungewöhnlich kinky für eine Romance. Romance ist ja sonst eher so ein bisschen Mainstream Spice, würde ich mal sagen.
30:27 BDSM und unkonventionelle Themen in Romance
Ana D. Rocky: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: Mhm, ja.
Jenni: Hast du eine besondere Verbindung zu dieser Szene? Kennst dich da besonders gut aus oder ist das genau das, was man in deinem Suchverlauf bei Google sehen würde?
Ana D. Rocky: Genau.
Ana D. Rocky: Also habe ich, ich habe da keinen Bezug zu, bin ich auch offen und ehrlich, habe ich nicht. Aber das hindert mich nicht daran, so etwas zu schreiben, weil es zu den Protagonisten in dem Fall passt. Und dann recherchiere ich einfach, damit ich das auch weiß. Aber ja, Ultra ist so. Ich weiß auch, dass...
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm. Mhm.
Ana D. Rocky: dass auch das dazu führte, dass man damit erst warm werden musste. Wobei, muss, man darf ja offen sprechen, mich hat das bisschen gewundert, weil das Genre Dark Romance da gibt es so viel drin. Auch so viele brutale, harte Sachen. Und dann kommen einfach so etwas unkonventionelle BDSM-Sachen, wo es trotzdem auf Augenhöhe passiert. Und genau da findet dann manchmal so ein, was hab ich da gelesen, Und das ist etwas, was ich manchmal nicht verstehe, weil es passiert immer auf Augenhöhe.
Jenni: Mmh.
Jenni: Hm.
31:43 Die Suche nach dem richtigen Buch
Ana D. Rocky: Niemand wird gegen seinen Willen, muss irgendwas gegen seinen Willen machen. Und trotzdem scheint es die Menschen nochmal ganz anders zu packen. Sie können eher Brutalität lesen, und da bin ich offen und ehrlich, als wenn sie etwas lesen, was im Schlafzimmer vielleicht nicht dem Mainstream entspricht. Das habe ich ganz oft, dass ich das Gefühl habe, aber ihr lest doch Dark Romance, ihr müsstet doch normalerweise damit auch klarkommen. Aber sie kommen eher mit Brutalität klar.
Jenni: Mh.
Jenni: Meinst du, man spricht?
Jenni: Mmh.
Ana D. Rocky: Und das ist etwas, was mich manchmal bisschen verwundert, ich ehrlich sagen. Aber okay, das ist so,
Jenni: Mhm.
Jenni: Mmh.
Jenni: Ja, glaube auch, dass aber manche Bücher eben auch an die falschen Leser geraten oder umgekehrt. Also man kann das in den Rezensionen glaube ich auch immer ziemlich gut rauslesen, ob jemand da sich verirrt hat oder ob jemand richtig ist im Genre oder auch so, wenn zum Beispiel, keine Ahnung, sich jemand beschwert über Happy Ends, wo ich denke so...
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Nein.
Ana D. Rocky: Genau. Ja, absolut.
Jenni: Ja sorry, dann darfst du keine Romance lesen. Das ist ja nun gerade mal das definierende Kriterium einer Romance, dass es ein Happy End gibt und das ist auch der Grund, warum ich das so gerne lese, weil ich keine Lust habe, mir meine Stimmung versauen zu lassen von Büchern, sondern im Gegenteil, ich möchte etwas haben, was mich erquickt und nicht irgendwas, was mich runterzieht die ganze Zeit.
Ana D. Rocky: Genau.
Ana D. Rocky: Ja, das ist so.
Ana D. Rocky: Ich glaube, deshalb ist es ganz wichtig, das auch reinzuschreiben, worum es geht und was man ... Deshalb mache ich das ja mittlerweile, was erwartet dich bei meinen Büchern, das gibt es immer vorne vor. Aber jeder Leser ist auch in der Verantwortung, das zu lesen und dann für sich zu entscheiden oder auch ein Buch abzubrechen, wenn er merkt, es ist nichts.
Jenni: Hmm.
Jenni: Abzubrechen, genau.
Ana D. Rocky: für ihn und das passiert ja auch nicht immer, sondern es wird durchgezogen und da kann ich natürlich auch als Autorin nicht mehr viel machen, sondern ja.
Jenni: Ja.
Jenni: Ja. Ja, aber das,
Jenni: das, ich meine, gerade Romance ist ja nun auch ein Sektor, der, der unglaublich breit ist, Also von rosarot bis dunkeldark, von, äh, keine Ahnung, von, von, Sports-Romans über Mafia-Romans, äh, extrem spicy bis überhaupt kein Spice, äh, also da, gibt ja alles mögliche, ne? Ähm, gibt die humorvollen oder gibt eben die sehr, sehr deepen, gibt die sehr dunklen, gewalt...
Ana D. Rocky: absolut.
Jenni: tätigen und und so weiter und das ist genau der grund warum ich irgendwann gesagt habe meine güte ich lande immer mal wieder beim ist mir auch viel passiert dass du kannst am klappen text teilweise ja nicht ablesen was dich wirklich erwartet und ich bin sehr viel bei bei Romance büchern gelandet wo ich gesagt habe ich habe eigentlich was anderes erhofft und nicht das da drin gefunden was ich was ich jetzt für den moment gesucht habe und das ist genau der grund warum ich meine rezensionsplattform gegründet habe wo ich nämlich die bücher die ich lese
Ana D. Rocky: Kanal.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Das kannst du nicht gemacht.
Ana D. Rocky: Mhm.
Ana D. Rocky: Mmh.
Ana D. Rocky: Ja.
Jenni: noch mal viel konkreter Einstufe nach bestimmten Kriterien, die für mich zumindest eine Relevanz haben, zu entscheiden, ist das jetzt gerade das Buch, was ich lesen möchte oder möchte ich eher was anderes lesen? Weil das findest du so nicht. Teilweise, wenn du bei Amazon guckst, wie Bücher da, die sind teilweise nicht mal in einem richtigen Genre eingeordnet. Also es ist wirklich dramatisch schlecht, teilweise herauszufinden, wird das Buch...
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Absolut.
Ana D. Rocky: Ja.
Jenni: ungefähr das erfüllen, ich, was ich suche oder nicht, dann liest du tausende von Rezensionen und findest trotzdem nicht die Information drin. Dann hast du vielleicht Lust auf was besonders spicyes, speisiges, aber findest keine Information darüber, weil darüber redet man ja nicht. du suchst, ja, oder du suchst irgendwas, was vielleicht eher ein Golden Retriever Book Boyfriend ist oder du suchst eher den Toxic Book Boyfriend.
Jenni: Und diese Informationen findest du einfach nicht so ohne weiteres. Und das ist genau der Grund, ich meine Rezensionsplattform gegründet habe, es anderen leichter zu machen. es ist ja, man muss ja sagen, wir sagen jetzt zu Lapita, naja, dann sollen sie es halt nicht weiterlesen. Ja, sollen sie auf keinen Fall. Wenn das Buch nicht das erfüllt, was sie sich wünschen, sollen Leserinnen auf keinen Fall weiterlesen. Aber auf der anderen Seite, du steckst ja auch unglaublich viel Geld rein. Das läppert sich ja.
Ana D. Rocky: Richtig.
Ana D. Rocky: Das ist
Ana D. Rocky: richtig. Das ist richtig.
Jenni: Und das
Jenni: ist Zeit und Geld, da reinfließen in so ein Buch. Und naja, das war zumindest mal so der Hintergedanke für meine Rezensionsplattform.
Ana D. Rocky: Ja, finde ich auch vollkommen legitim und vollkommen fain auch sehr gut. Bücher sollen ja den Menschen auch irgendwo bereichern. Egal, ob es nur ein ernstes Buch ist, ein lustiges Buch, ein spicyes Buch. Das am Ende, soll es ja irgendwas bewirken.
Ana D. Rocky: Und wenn man dann einfach das falsche Buch bekommt und das nicht auslösen kann, ist das für alle Seiten unbefriedigend. Und wie kann man das verbessern? Deshalb ist es auch so schwierig, manchmal das richtige Genre zu finden, damit man den Leuten auch sagt, das ist ungefähr, stell dir das vor. ist beliebig kompliziert, ja.
Jenni: Ja.
Jenni: Mhm. Ja. Ja. Das ist, also...
Jenni: Diese Genres werden ja, ich hab hier, ich hab hier ein Buch mir gekauft, ⁓ nochmal auch für meine Rezensionsplattform bessere, ja, Taxonomie zu finden. Das ist Buchgenres kompakt, Damit ich also auch meine, die Bücher richtig einsortiere.
Ana D. Rocky: Mhm.
Ana D. Rocky: ⁓ ja.
Jenni: Da wird noch von Chiclit gesprochen und von Nackenbeißerromanen, wo ich dachte, meine herren, ist von, keine Ahnung, das von 19, man hat das Gefühl, das von 1950 das Buch. Also, damit kann ich überhaupt anfangen, das hilft mir null. Also wirklich. Ja, so hießen diese, ja, so Spicy Romance hießen von früher auch häufig Nackenbeißerromanen genannt.
Ana D. Rocky: ...
Ana D. Rocky: Nichts. Okay, Nackenbeißer Roman soll ich aber auch zum ersten Mal.
Ana D. Rocky: Okay.
Jenni: Also vor allem auch, und das finde ich auch sehr despektierlich, muss ich sagen. Also davon mal abgesehen. Aber so ist das ja häufig mit Literatur, die Frauen interessiert, dass das sehr abgewertet wird.
Ana D. Rocky: Hm, ist es.
Ana D. Rocky: Ja, absolut.
Ana D. Rocky: Ja, leider ist das so.
37:43 Recherche und Fantasie in der Literatur
Jenni: Ach je. Okay, aber wir sind ein bisschen vom Thema abgekommen. Wir waren ja beim Thema eigentlich BDSM und Kinki und dass du das recherchierst. Da würde mich mal interessieren in Sachen Recherche. Du führst uns ja durchaus auch in sehr spezielle Subkulturen, auch aus exklusiven Clubs mit Hinterzimmern.
Jenni: Basiert das auf gewissen Rechercheergebnissen oder entspringt das komplett deiner Fantasie, was du dir da ausdenkst?
Ana D. Rocky: Also das ist wirklich Recherche, was ist so, also es gibt es ja. Es gibt es ja in der normalen Welt sowas und das kriegt man ja auch mit Reportagen mit oder das Internet ist voll davon und das recherchiere ich, aber vieles auch einfach meine Vorstellung, wie das gerade zu dieser Geschichte passt. ja. Also kann man schon so sagen.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Also halb halb. Ja, das sind teilweise Etablissements wo man denkt, das würde ich auch mal ausprobieren. das klingt spannend. Was man sonst eher so aus Reportagen kennenlernt, das hat dann manchmal doch eher so einen Schmuddelcharakter gefühlt.
Ana D. Rocky: High Five, ja ja.
Ana D. Rocky: Also
Ana D. Rocky: ich kann es sagen, ich war selber auch noch nicht. Also ich kann das genauso offen sagen. Ich kann euch also nicht sagen, wie das da abläuft. Es ist nur meine Vorstellung, wenn es so wäre, dass es dann so ablaufen soll. So, das ist auch wieder so, stelle ich mir das dann zumindest vor. es hat für mich oder so wäre es schön.
Jenni: Oder so wäre es schön, wenn es so laufen würde.
Jenni: Kommen wir noch mal zu deinen Figuren. Kannst du sagen, was deine Figuren ausmacht? Was ist dir wichtig bei deinen Figuren?
39:23 Unperfekte Charaktere und ihre Bedeutung
Ana D. Rocky: Also mir ist total wichtig bei meinen Figuren, dass das keine perfekten Menschen sind. Dass die in sich genau Unsicherheiten transportieren oder auch gewisses Struggle. sie, gerade bei Männern, ich meine, ich hab natürlich immer auch interessante Männer da drin, sprich, die auch gerne gelesen werden, wo man sich gerne auch so als Bookboyfriend für diese Zeit des Buches drin verliebt. Und trotzdem...
Ana D. Rocky: Zeichne ich nicht so, also ich sage recht wenig, der hat jetzt Bauchmuskeln von hier bis zum Mond oder diese ganzen Standardsachen. Die Größe oder so, nimm mal das so. Das lasse ich alles außen vor, weil das möchte ich bei den Figuren, ich möchte sie nicht so perfekt darstellen, das möchte ich auch bei den Frauen nicht, weil ich das immer wichtig finde, etwas Unperfektes zu zeigen. Ich glaube, das ist so das Wort, was es dann gibt.
Ana D. Rocky: wenn ich meine Figuren beschreiben müsste, Unperfekte, das ehrliche Rohe dass sie keinen Blatt vorm Mund nehmen und auch sagen, was sie denken, auch wenn das nicht immer nett ist. Das ist mir bei den Figuren immer total wichtig. Und auch bei den Frauen, dass sie auch sagen, was sie möchten.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Auch welche Bedürfnisse sie haben. Das ist mir auch wichtig. auch Frauen dürfen Bedürfnisse haben, die jetzt vielleicht nicht des normalen Schlafzimmers in Klammern entsprechen. Und sie sagen das und formulieren das auch. Und da erlebe ich auch, dass das nicht immer so leicht... Also, dass mir viele auch geschrieben haben schon, Mensch, dadurch habe ich noch mal eine ganz andere Sicht auf viele Dinge bekommen, weil sie haben sich das getraut und ich habe für mich reflektiert und traue mich das auf einmal auch.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Und das ist so schön. Und da merke ich immer noch, dass gerade bei Frauen das immer noch nicht so ist. Also Männer dürfen das eher formulieren als eine Frau. Oder sie machen es. Also ich kann das nicht genau sagen, aber ich kann immer nur das mitgeben, als ich als Feedback bekomme, dass diese Figuren auch transportieren, sei mutig, trau dich. Es ist in Ordnung, wenn du das gerade so fühlst und auch aussprichst.
Jenni: Oder sie machen es einfach, was sie wollen.
Jenni: Mmh.
Jenni: Jetzt haben ja viele deine Figuren, das haben wir ja schon jetzt hinlänglich besprochen, durchaus auch psychische Herausforderungen. Und du beschreibst es wahnsinnig realistisch aus der Innenperspektive dieser Menschen, was die erleben, was in ihrem Kopf vorgeht, wie sich das anfühlt. Und da habe ich mich gefragt, wie du das schaffst, dich da so rein zu versetzen.
Jenni: mein Praktikum in der Psychiatrie gemacht oder auch recherchiert oder woher nimmst du das?
41:37 Emotionale Tiefe und psychische Herausforderungen
Ana D. Rocky: Also
Ana D. Rocky: ich habe ein wahnsinniges Gespür in mir drin für Emotionen. Also ich glaube, das liegt daran, weil ich auch manchmal überlegt habe, okay, habe ich vielleicht in mir drin selbst eine Art von Hochsensibilität, also dass ich einfach gewisse Dinge sehr stark spüre und ich habe also diese Tendenz, das zu tun. Ich merke halt ganz viele Schwingungen und die es mir dann an einigen Stellen nicht immer leicht machen, mit so viel Eindrücken umzugehen, aber auf der anderen Seite kann ich dadurch
Jenni: Mmh.
Ana D. Rocky: Nuancen wahrnehmen, die vielleicht nicht immer so wahrgenommen werden. Und das hilft mir. Und ich interessiere mich dafür. Ich war schon immer jemand, der zwar nicht im medizinischen Bereich arbeitet, aber ich habe mich schon als junges Mädchen viel mit diesen Sachen auseinandergesetzt. Mit der Psyche. Auch mit meiner eigenen. Weil man ja selber auch, wenn man heranwächst, Struggle hat. Auch Unsicherheiten, Zweifel. Und die haben mich einfach dazu befähigt, glaube ich, sowas sehr sensibel schreiben zu können. Und natürlich...
Ana D. Rocky: habe ich jetzt in meiner, ich kann das sagen, in meiner Familie zum Beispiel keinen Menschen mit Borderline-Störung. Da lese ich natürlich auch drüber, weil ich wichtig finde, mich zu informieren über wirklich auch Erfahrungsberichte von Menschen, die betroffen sind. Und trotzdem kann ich das irgendwie auch fühlen. Also ich kann ganz viel fühlen, was ich schreibe und das, glaube ich, merkt man, wenn man das liest, weil es sich dann so echt anfühlt. Das ist, weil ich das fühle, obwohl ich es selber nicht erlebt habe. Also das...
Ana D. Rocky: kann man vielleicht so beschreiben.
43:37 Anas Lieblings-Bookboyfriends
Jenni: Genau, du schreibst relativ viel Reverse Harem, in letzter Zeit ja fast ausschließlich. Hast du darunter einen Bookboyfriend? Gibt's da einen dabei unter den ganzen vielen schicken Jungs, wo du sagst, das ist dein absoluter Liebling?
Ana D. Rocky: Mhm.
Ana D. Rocky: Ich habe das auch schon meinen Lesern gesagt, weil sie das auch wissen wollten. Bei der Black-Reihe war einfach Phoenix so ein Charakter, der hat es mir wahnsinnig angetan. Man hat ja Charaktere, schreibst du und die entwickeln sich in deinem Kopf und es sind welche, die sind sofort da. Und er war sofort da. Und das hat sich so bei mir festgesetzt, so seine Art, wie er war, diese Zerrissenheit, aber auch dieses weiche, melancholische, aber trotzdem das Dreckige, das war einfach total interessant. Und dann habe ich ja auch Ultra geschrieben und da kam Ash dazu.
Jenni: Mhm. Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Und dann habe ich auch in Atomic weitergeführt. das ist ja nochmal, also das spielen ja alle irgendwie eine Rolle. Und der hat es tatsächlich geschafft, als jemand, von außen reingekommen ist, mich noch so zu faszinieren mit seiner Art. Ja.
Jenni: Ja, also
Jenni: in Ultra kommt er für mich jetzt noch nicht so raus. Da muss ich wohl doch nochmal weiterlesen.
Ana D. Rocky: Nee, der kommt also... Ja, ja, also der hat in der Atomic seine Sternstunde, ne? Also das ist schon
Ana D. Rocky: so. Und jetzt in Black Empire, was ja auch jetzt rauskommt, am 4.11. sozusagen das Finale von den drei Mädels, da haben die ja alle eine Rolle. Und das wird nochmal absolut spannend, ja.
Jenni: Ja. Gibt es denn
Jenni: auch einen darunter, der dich besonders genervt hat oder der sich einfach schwer schreiben ließ
Ana D. Rocky: Also ich glaube und das ist so, ich bin am Anfang in mir drin nicht so mit Angel warm geworden. Der hat gebraucht, bis der sich entwickelt hat. Und ich glaube das hat man in Büchern auch angelesen. Man hat es gemerkt. Also der hat sich von Buch zu Buch in der Blackreihe entwickelt. Das ist mir sehr schwer gefallen. Und dann war der auf einmal da. Genau, aber es hat gebraucht.
Jenni: Aha.
Jenni: Stimmt.
45:34 Erfolg und Druck als Bestsellerautorin
Ana D. Rocky: He ja.
Jenni: Man hat erst zum Schluss auch ihn greifen können, was er durchgemacht hat oder wo er herkommt mit seinen Deine Bücher haben ja auch durchaus die Bestsellerlisten gestürmt. Atomic ist ja gleich durch die Decke gegangen.
Ana D. Rocky: Ja, genau.
Ana D. Rocky: Ja, genau. Richtig.
Jenni: Wie fühlt sich das an?
Ana D. Rocky: Also absolut unwirklich. Wirklich. Ich habe, ich kenne beide Seiten. weiß, als Black damals rauskam, hatte ich 0,0 Erwartungshaltung an irgendwas. Dann kam Black Summer und es eingeschlagen wie eine Bombe, weil das gab es in der Form damals noch nicht. Das kam 2.23 raus und hatte irgendwie, glaube ich, den richtigen Moment entdeckt für so eine Art Literatur. Und dadurch kam halt...
Jenni: Mmh.
Ana D. Rocky: unendlich viel nach und jedes Buch, was erschienen ist, war, was das E-Book angeht, in den Kindle-Charts auf Platz eins und zwar von allen. Und zwar jedes E-Book, das war für mich so unwirklich, weil ich das überhaupt nicht greifen konnte, weil ich gar keine Erwartungshaltung an irgendwas hatte. Und dann kam Ultra. Und wenn man so, bin ich ehrlich so eine Erwartung, wenn man so was weiß, wie das funktionieren kann, hat man ja in sich drin plötzlich eine Erwartungshaltung an das eigene Können. Und dann bringst du was raus und dann sind die Leser verhaltener.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: Und das war für mich auch eine lehrreiche Zeit. Also ich weiß auch, wie das ist, wenn man das nicht mehr hat in der Form, weil sich Leser erst mal umstellen müssen, die noch nicht so folgen wollen, noch etwas nicht loslassen können. Und das war aber gut, weil das hat mich wieder geerdet. Das war wichtig. Und dann kam Atomic. Damit habe ich also wieder anknüpfen können.
Ana D. Rocky: Und es ist aber gesünder. Also für mich war das gesünder dann im Kopf, weil ich was besser für mich einordnen konnte. jetzt mit Black Empire, was ja zur Vorbestellung war, das ist ja noch mehr eingeschlagen. Womit ich auch wieder und nicht gerechnet habe in der Form. Also aber ich mittlerweile freue ich freue mich sehr darüber. Also ich freue mich, dass meine Bücher auch die Menschen daraus erreichen können. Aber ich sage mir immer, das ist nicht mein Maß aller Dinge, nicht mehr.
Ana D. Rocky: Weil ich kann mich nicht von Statistiken irgendwie abhängig machen, weil du bist als Autor sonst in diesem wellenförmigen Gefangen. Das heißt, du kriegst Endorphine weg, Endorphine weg. Und wenn man das nicht versucht auszutarieren, dann ist ganz schnell in einem drin irgendwas kaputt. Und da muss man aufpassen.
Jenni: Mhm.
Jenni: Ja und auch die Balance zu finden zwischen dem, die Leser lesen wollen und dem, was man selber schreiben möchte. Ich glaube, der Druck nimmt dann halt unheimlich zu, wenn man erstmal so einen Erfolg hatte, zu gucken, okay, was muss ich als nächstes tun, die Leserwünsche zu befriedigen.
Ana D. Rocky: Ja, ich weiß.
Ana D. Rocky: Und da muss man sich fragen, das ist halt auch meine Art, wie ich mit diesen Dingen umgehe. Was will man denn? Also möchte man immer, und ich sage immer, der Esel, der hinter der Möhre herrennt, das klingt irgendwie banal, aber ist so, möchte man immer der Autor sein, also ich für mich, der hinter der Erfolgsmöhre herrennt, weil er meint, ist nur wer, wenn er jetzt irgendwo irgendwelche Chart-Platzierungen stürmt. Das möchte ich für mich als Autorin nicht, sondern ich möchte gerne schreiben und auch das schreiben, was ich schön finde. Und wenn es dann ein Leser da draußen berührt,
Ana D. Rocky: ist das sehr schön. Aber es darf nicht zum Motor werden, dass man immer Erfolg haben möchte, weil Erfolg ist nicht irgendeine Platzierung. Erfolg ist einfach schon ein Leser, den du berühren darfst, der mit der Geschichte was anfangen konnte, den du gerade erreicht hast. Das ist für mich einfach mittlerweile so. Und weil mich einige auch schon gefragt haben, hey, du hast keinen Bestseller-Sticker. Ja, ich habe keinen Bestseller-Sticker. Natürlich ist das immer noch so ein Ritterschlag. Keine Frage.
Ana D. Rocky: Aber er macht mich nicht zu einer besseren Autorin oder das tut er einfach nicht. Sondern es ist einfach nur mehr Sichtbarkeit eventuell oder einfach ein gutes Marketing. Das ist alles. Und das ist, glaube ich, wichtig, sich daran nicht zu verlieren in diesem Druck. Weil ich lese das ja überall. Ich kriege das ja auch mit, wenn viele Autoren sagen, ich bin ausgebrannt, ich brauche eine Pause oder der Druck ist zu groß. Das ist der Tatsache geschuldet, dass man irgendwie versucht, immer mithalten zu können in einer Buchbranche, die sich immer verändert.
Jenni: Besichtbarkeit, Marketing.
Jenni: Hmm.
Ana D. Rocky: Und wie will man dann immer, also man kann nicht immer, das ist utopisch, immer irgendwo oben mitschwimmen. Das funktioniert nicht, wenn man sich selber nicht verlieren möchte. Das ist also meine Sicht auf die Dinge.
Jenni: Hmm.
Jenni: Welches deiner Bücher ist dir denn besonders leicht von der Hand gegangen? Und gibt es auch eins, was dich in den Wahnsinn getrieben hat?
Ana D. Rocky: Also besonders leicht von der Hand gegangen ist mir jetzt, also man glaubt es kaum, das letzte Black Empire. Obwohl ich dachte, ich hatte einen großen Respekt vor diesem Ensemble Buch, weil es ja alles, also ich sag mal so, es knüpft an acht Bücher an und führt es zu einem, wo auch immer hin. Ich hatte gedacht, es wird schwieriger, aber es hat sich irgendwie alles gut ergeben. Das war echt gut zu schreiben.
Jenni: Mhm.
Jenni: Schön.
Ana D. Rocky: Was mir schwer gefallen ist, glaube ich, das Ende von Black Black Neverland. Ein bisschen schwieriger, weil ich ja auch noch Stränge hatte, die zu Ende führen müsste. Und da musste ich überlegen, das muss ja alles logisch sein. Und da musste man schon irgendwie fünfmal die Ecke denken und nochmal irgendwie durch den Knoten durch. Das fand ich schon teilweise echt schwer. Hab ich gedacht, hätte ich jetzt bei Black Empire auch.
Jenni: Mhm.
Jenni: ja.
Jenni: Nö.
Jenni: Herausfordernd, glaube ich.
Ana D. Rocky: Aber da hatte ich das jetzt komischerweise nicht.
51:06 Der Schreibprozess: Planung vs. Spontaneität
Jenni: Vielleicht war da alles schon so etabliert, die ganzen Figuren, die ganze Geschichte. Wie lange arbeitest du im Schnitt an so einem Buch? Kann man das so überhaupt sagen?
Ana D. Rocky: Ja, absolut.
Ana D. Rocky: Das ist unterschiedlich. Für Black Empire habe ich mich auch zurückgezogen von Social Media einmal komplett. Ich habe ich mache jetzt hier einen Break. Und das mache ich jetzt zukünftig auch immer, wenn ich schreibe, weil das super ist, sich zu konzentrieren, zu fokussieren. Aber man kann so sagen, im Durchschnitt, und das ist schon schnell. Also ich glaube, so drei, dreieinhalb Monate brauche ich für ein Buch. Das ist zügig, genau, weil ich dann aber auch wirklich jede freie Minute, die ich habe, auch schreibe und mein Laptop klebt sozusagen an meinem Körper.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Das war es schnell.
Ana D. Rocky: Dann überarbeite ich einfach. Ich schaffe so zwei Bücher im Jahr rauszubringen, aber mehr ist auch nicht drin. Das ist für mich Maximum.
Jenni: Das ist aber auch schon viel. Du arbeitest ja auch nebenbei und du hast wahrscheinlich auch noch eine Familie, die dich auch mal sehen möchte.
Ana D. Rocky: Das ist viel. Ja, genau, hat... Wo ist
Ana D. Rocky: es? Genau, das heißt, da muss ich immer gut die Balance halten. Ja, so zwei sind Maximum. Auch wenn es auch mal nur eins ist, ist es in Ordnung.
Jenni: Ja.
Jenni: Und gehörst du denn eher zu denen, die drauf losschreiben oder planst du erst mal akribisch? Ja?
Ana D. Rocky: Ich
Ana D. Rocky: muss planen. Ich brauche Struktur. Ich plane jedes Kapitel von vorne bis hinten durch. Ich kann nicht, also es geht nicht. Ich habe immer eine Excel. Ich mache das immer in Excel. Dann habe ich Kapitel 1 bis so und so und dann fange ich an. Da gibt es überall Hinweise, einen kurzen Text, wie ich mir das vorstelle. Dann gehe ich das durch und dann durchlebe ich jedes Kapitel einmal schon grob.
Jenni: Passt Projektmanagerin noch?
Jenni: Aha.
Jenni: Ja.
Ana D. Rocky: damit ich weiß, wo ich am Ende hin will. Also ich muss das einmal komplett von vorne bis hinten einmal gesehen haben, aufgeschrieben haben und dann kann ich los schreiben und dann justiere ich immer zwischendrin nochmal neu, zu gucken, ob das noch passt.
Jenni: Mhm.
Jenni: Spannend. Ich
Jenni: hatte bisher relativ wenig Autorinnen hier im Interview, die das so machen, wie du das jetzt erzählst. Viele schreiben drauf los oder kommen sehr stark vor den Charakteren und schmeißen die Situation und das entwickelt sich dann beim Schreiben. Also das ist bei ganz wenigen, die das so dezidiert einmal im Kopf vordenken.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Genau, das mache ich immer. wenn ich schreibe, merke ich natürlich jetzt, dass beim Vordenken habe ich was nicht berücksichtigt, das geht nicht. Und dann kommt natürlich das ganze Kreative mit rein. Also ich überrasche mich ja selber immer, dass ich dann Dinge mit reindringe, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Aber wenn ich das vorher mache, wüsste ich nicht, wo ich ankomme. Dann habe ich kein Ziel. Und ohne Ziel kann ich nicht schreiben.
Jenni: Ja.
Jenni: Ja, super spannend. ich finde es auch... Also ich glaube, wenn ich schreiben würde, würde ich wahrscheinlich auch eher so das Machen mir vordenken, weil ich sonst gar nicht wüsste, wohin ich schreiben muss. Jaja, genau. Und schreibst du dann chronologisch die Szenen einfach runter oder springst du dann auch mal so nach Lust und Laune hin und her? Wenn du alles vorgeplant hast, müsste das ja theoretisch gehen.
Ana D. Rocky: Genau.
Ana D. Rocky: Ja, nee, kann ich nicht. Ich schreibe wirklich Kapitel für Kapitel. Ich weiß Autoren, es gibt ja welche, die schreiben dann jetzt zum Beispiel das Ende, dann fangen sie wieder in der Mitte an. Das könnte ich überhaupt gar nicht. Also es muss Kapitel für Kapitel gemacht werden. ich merke immer, wenn ich...
Jenni: Nee.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Jenni: dass man in der Stimmung drin ist.
Ana D. Rocky: Wenn ich an einem Punkt ankomme, ich dann im Kapitel merke, boah, ich kann jetzt nicht mehr schreiben, dann fange ich an wieder zu überarbeiten. Dann gehe ich wieder in die Excel zurück und denke, okay, ich muss ein bisschen überarbeiten, dann kommt der Flow wieder. Also immer wenn ich stocke, weiß ich, jetzt habe ich einen Punkt erreicht, wo ich wieder nachjustieren muss.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Hattest du schon mal so eine richtig heftige Schreibblockade?
54:46 Schreibblockaden und Überarbeitung
Ana D. Rocky: Nee, noch nicht. Also hatte ich noch nicht. Was ich aber gemerkt habe, das Schreibverhalten verändert sich, also verändert sich von Buch zu Buch. Man ist bei Romeos Payne damals, hatte ich ja keine Ahnung von irgendwas, da habe ich ja einfach geschrieben. Und da war man einfach nur in der Geschichte.
Ana D. Rocky: Mittlerweile hat man ja vieles im Kopf, die Leser, keine Ahnung, den Satzbau. Hast du irgendwie doppelte Wörter drin oder so? Also man ist ja viel sensibler für das, was man dazu Papier bringt. Also ich bin nicht mehr so locker, dass ich sage, ich schreibe einfach. Es gibt Autoren, das weiß ich, die schreiben einfach drauf los und tippen erstmal ganz unsauber ab. Und da kann dann stehen, was will sie bearbeiten, aber dann auch länger. Wenn ich das schreibe, ich schreibe schon recht sauber.
Jenni: Mmh.
Jenni: Mhm.
Jenni: So unbedarft.
Jenni: Ja.
Ana D. Rocky: Ich habe aber auch weniger Überarbeitung. weiß, na klar, ich muss das nochmal straffen an einigen Stellen, aber ich nehme mir beim Schreiben schon Zeit und schreibe das dann so, dass ich nicht mehr so viel ran muss. Das dauert halt ein bisschen länger.
Jenni: Wie hast du denn das überhaupt alles so gelernt? überhaupt auch so eine Übersicht zu machen in Excel und so. Bist du in irgendwelche Schreibworkshops gegangen oder hast du das dir selbst ausgedacht und entwickelt, dein Vorgehen?
55:53 Entwicklung des Schreibstils
Ana D. Rocky: Ich gar keine Gedanken gemacht, ich habe einfach gemacht. Also das ist immer noch so. Ich habe nicht über meinen Schreibstil nachgedacht, nicht über eine Schreibtechnik, nicht über Show, Tell, über gar nichts.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: sondern es ist einfach so entstanden. Klar, man fällt immer an seinem Handwerk. Ich nehme mir auch Kritik zu Herzen, wenn man mir sagt immer, das kann man da nicht so gut verstehen. Also das ist ja so, ich lerne ja auch aus, Dinge, die mir Leute berichten. Es nicht so, als ich da beratungsresistent, gar nicht. Aber ich mache mir keine Gedanken diese Dinge. Ich schreibe einfach. Und das macht...
Ana D. Rocky: glaube ich auch, das macht es einfacher. Also ich weiß, ich, es gibt auch noch Autorinnen, denen ich auch Kontakt habe, da weiß ich auch, die haben auch mal einen Schreibcoach gehabt, der hat dann gesagt, wie du schreibst und wo du dich noch verbessern kannst, ich glaube, das wäre Gift für mich. Weil ich dann wieder die Stimme in meinem Kopf hätte, das darfst so nicht machen. Aber wer entscheidet das am Ende? verstehst du, für mich,
Ana D. Rocky: kann das nicht. Ich kann mir da nicht jemanden reinholen, der mir sagt, du musst aber jetzt mehr das und das machen. Dann würde ich glaube ich in eine Schreiblokale rutschen.
Jenni: Ja gut, ein guter Schreibcoach würde die wahrscheinlich eher nur aufzeigen oder mit Fragen arbeiten oder dir aufzeigen, was am Markt gut funktioniert, wohl wissend, dass auch genau das Gegenteil auch mal funktionieren kann. Also es gibt ganz...
Ana D. Rocky: Aber das ist
Ana D. Rocky: ja genau der Punkt. Also ich schreibe ja auch nicht, was am Markt funktioniert. Also ich gucke ja auch nicht rechts und links und sage, es kommen gerade Military Romance an. Gut, ich schreibe jetzt morgen eine Military Romance. Das ist auch das, was ich nicht mache, weil ich kann nicht schreiben, was ich nicht fühle. Und wenn ich dann morgen eine Mafia Romance schreibe, keiner mehr eine Mafia Romance lesen möchte, schreibe ich sie ja, weil ich ja meine Zeit mit etwas fülle, was mir Spaß macht zu schreiben. Und
Ana D. Rocky: Dann denke ich auch nicht darüber nach, kommt das Buch jetzt am Markt gut an, sondern ich schreibe das und dann sehe ich weiter, wie ich das Ding vermarkte.
58:15 Der Schreiballtag einer Autorin
Jenni: Na klar, aber Empfehlungen können ja nur auf dieser Basis auch funktionieren. Und wie sieht dann so ein typischer Schreibtag bei dir aus? Wie koordinierst du das? Bist du dann so diejenige, die sich nachts ans Schreibtisch setzt oder wie machst du das dann?
Ana D. Rocky: Natürlich. Klar.
Ana D. Rocky: Genau, also ich mach das immer abends. Ich hab ja zwei Kinder noch, die sind zwar nicht mehr ganz so klein, auch schon, haben schon ein ordentliches Alter, aber trotzdem hab ich halt auch Familienleben hier. Ich hab auch so mit meinen Eltern, ja du weißt es ja auch immer noch, so ein paar Dinge, die dann auch gemanagt werden müssen. Das heißt, ich mach das dann abends. Also ich setz mich dann hier hin und kann dann schon mal ein Uhr nachts
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: sein und das heißt ich brauche nicht so viel schlaf das war schon immer so also ich bin nicht so derjenige der jetzt sieben acht stunden braucht mir reicht auch schon mal ein bisschen weniger das geht so dann mache ich das
Jenni: trotzdem mit einer reifen Leistung, wenn du tagsüber hast du noch deinen Job, dann hast du die Familie und dann nachts noch schreiben, dafür noch die Konzentration aufzubringen, das ist schon Pensum.
Ana D. Rocky: Genau. Ja, das ist schon so, klar. Und deshalb,
Ana D. Rocky: ich brauch auch meine Ruhephase. Aber jetzt hab ich ja das eine Buch beendet, meine Testleser sind dran. ich hab jetzt im Moment keinen. Ich weiß, ich werde dann zwei von meiner ganz neuen Geschichte schreiben, die ja auch bei Whisper rauskommt. Aber ich bin im Moment nicht im Schreibprozess und mir fehlt was. Ich merk das total, mir fehlt das.
Jenni: Hahahaha
Ana D. Rocky: Es ist so, als wenn man regelmäßig zum Sport geht. Ich glaube, ich mache dann halt meinen Rechner auf und gucke halt da weiter.
Jenni: zu Gewohnheiten, die gehören dann einfach. Da fehlt einem dann was. Aber das ist auch genau das, was man auch jungen Autoren immer wieder mitgibt, dass sie Gewohnheiten entwickeln müssen und nicht schieben dürfen und sagen dürfen, naja, schreib heut nicht, ich schreib dann halt morgen, weil dann schreibt man irgendwann gar nicht mehr.
Ana D. Rocky: Gewohnheit. Ja, ja, das ist so. Ja, ja.
Ana D. Rocky: Kanal.
Ana D. Rocky: Richtig. Ja,
Ana D. Rocky: Das ist so. Das kann ich ja immer nur sagen. Wenn man gerade in einem Manuskript drin ist und man hat vielleicht mal einen Hänger, jeden Tag dran setzen. Ich glaube, das gibt nichts Schlimmeres als wenn man das einfach dann zur Seite schiebt. Für mich, Dann ist man ja komplett raus. Also, Ja.
01:00:22 Herausforderungen beim Schreiben von spicy Szenen
Jenni: Absolut,
Jenni: Was die Community natürlich immer besonders interessiert, du schreibst auch sehr, deine Bücher sind teilweise sehr, spicy, wie ist das, solche Szenen zu schreiben? Gibt es da, also musst du dich dafür in bestimmte Stimmungen bringen oder wie machst du das und wie ist das für dich?
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Also ich muss echt sagen, ich finde diese Szenen am schwierigsten zu schreiben. Ich mag es also auch gar nicht immer. Also ich schreibe dir lieben gerne 100 Dialoge. Also so richtig die Tension auch total gern. Aber wenn es dann soweit ist und es geht zur Sache, ist das ehrlich anstrengend, weil ich finde diese Szenen leben ja auch davon, dass sie gut geschrieben sind und sich nicht immer wiederholen oder auch in dieser Szene trotzdem Tension noch rüber gebracht wird. Und das ist ehrlich.
Jenni: Ja.
Jenni: Okay.
Ana D. Rocky: anstrengend. Deshalb, ich schreib die gar nicht so gerne. Ich hab also auch keine Routine. Heute schreib ich die Szene. Ich brauch jetzt das und das. Sie wird geschrieben, klar, wieder mit Musik. Aber es ist nicht so, als ich sage, boah, yeah, super, die schreib ich dir jetzt mal ebenso runter. Es ist harte Arbeit, ja.
Jenni: Mhm.
Jenni: Harte Arbeit.
Jenni: Deine Bücher werden ja auch vertont, erscheinen auch als Hörbücher. Hörst du das dann auch mal, was du da so schreibst?
Ana D. Rocky: Durchaus schon, ja. Klar, wenn ich auch bisschen Promo dafür mache, dann höre ich das schon mal rein. Aber ich lese ja meine Bücher auch nicht und ich kann auch schlecht das hören, was ich schreibe. Ich schrie mir mich echt manchmal von mir selbst fremd. Das meine ich so, wie es denkt mir. Was hast du da geschrieben? Das kann doch kein... Ohne Witz. Ich kann es ganz schlecht.
01:02:03 Coverwechsel und Self-Publishing Erfahrungen
Jenni: Was mich nochmal interessieren würde, weil ich so ein Riesenfan auch von von Romeos Payne bin, ich habe da auch noch Ausgaben gefunden mit anderen Covern. Wie ist es denn dazu gekommen zu dem Coverwechsel?
Ana D. Rocky: Mh.
Ana D. Rocky: Mhm.
Ana D. Rocky: Genau, weil ich bin ja Romeos Payne via ein Self-Publishing-Projekt. Und dann bin ich ja damals zum Sternfeder-Verlag und habe die Prints auch übernehmen lassen in den Verlag rein, damit sie eben auch im Buchhandel mit einem tollen Farbschnitt zu bekommen sind. Und dann gab es einen Coverwechsel. Weil die Cover fand ich immer total schön, ich vorher hatte. Aber sie transportierten nicht so diesen Todesengel-Vibe. Das fehlte mir ein bisschen.
Jenni: ⁓ okay.
Jenni: Ja.
Jenni: Okay.
Jenni: Mmh.
Jenni: Ja.
Ana D. Rocky: Und das konnten wir damit noch ein bisschen verändern. Daher kam der Coverwechsel auch.
Jenni: okay, okay, okay. Also
Jenni: ich finde die so wunderschön, aktuellen Covers. Wie schon gesagt, das hätte ich wahrscheinlich nur nach dem Cover gekauft. Das würde mich aber nochmal interessieren mit Verlag. Du bist ja Verlagsautorin jetzt seit vielen Büchern und vorher hast du aber auch Self-Publishing-Erfahrungen gemacht. Was magst du denn lieber? Self-Publishing oder Verlag?
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Mhm. Mhm. Ja.
Ana D. Rocky: Also ich glaube, ich bin auch so ein Hybridmensch. Ich kann mir beides für mich gut vorstellen. Klar, ich habe jetzt nur Verlagsbücher, aber ich habe ja bisher auch immer das Glück, dass ich mit durch den Sternfeder Verlag einen Verlag an meiner Seite habe, der mir sehr viel Freiheiten auch gewährt. Also ich habe jetzt zum Beispiel die Hörbücher selber komplett. liegen ja in meinen, da habe ich ja die Rechte. Ich kann, ich habe ja einen eigenen Online-Shop. Also ich mache da auch alles selber. Ich gehe auch zwischendurch mal auf Messen und das forciere ich auch noch, dass ich alleine auf Messen gehe. Also ich habe einfach den
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mh.
Ana D. Rocky: den Verlag im Hintergrund und dadurch einen tollen, starken Partner auch und das ist toll. Aber ich habe nie so ganz meine Eigenständigkeit aufgegeben und das ist, weil ich auch so jemand bin, der das für sich braucht und das ist einfach schön. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, mal wieder ein komplettes Buch alleine rauszubringen, also ohne Verlag, weil das hat mir damals bei Romeos Payne so viel gegeben, dass einmal alles von A bis Z alleine machen zu müssen ganz am Anfang, weil man ein ganz anderes Verständnis bekommt.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: auch Verständnis für Dinge, die ein Verlag auch an Risiken hat. Also das weiß man dann auch anders und kann Dinge anders abschätzen.
Jenni: Mhm.
Jenni: besser anschätzen.
Jenni: Jetzt ist der Sternfeder Verlag aufgegangen im Zeilenfluss Verlag. Hatte das für dich irgendwelche Konsequenzen als Sternfederautorin?
Ana D. Rocky: Ja...
Ana D. Rocky: Ja, nur eine ganz lange Unsicherheitsperiode, ich sagen. Also das war durchaus ja schon so, als klar war, dass der Verlag von der damaligen Inhaberin verkauft werden würde oder geschlossen werden würde. War natürlich für mich ein Desaster, weil ich auf einen Schlag ja diverse Bücher hätte selber veröffentlichen müssen. Da wäre ja ein Risikakostenfaktor auf mich zugekommen, weil ich die Bücher ja auch wieder hätte in den Handel bringen wollen, auch mit Farbschnitt und dann gehst du ja in den Auflagendruck.
Jenni: Mhm.
Jenni: Ja.
Jenni: Ja.
Ana D. Rocky: So, und das war für mich schon, also ich kann jetzt aktuell, wir haben ja wieder eine Situation, wo einige Autoren in der Buchbranche mal vorstellen, ich kann das nachvollziehen, was da für Ängste hochkommen, weil man mit einem Schlag ja wirklich vor finanziellen Herausforderungen steht, die sind einfach nur mal da.
Jenni: Mmh.
Jenni: Ja.
Ana D. Rocky: Dann kam halt, da habe ich das Glück gehabt, dass der Verlag ja aufgekauft wurde vom Zeilenfluss Verlag und da war das ein tolles Miteinander. Also ich kann einfach nur sagen, wir sind herzlich aufgenommen worden. Es gab dann auch Gespräche, wie man das mit den Büchern nochmal weitermachen möchte. Black hat nochmal einen Coverwechsel bekommen. Der hat auch nochmal wirklich Anschub gebracht für das ganze Universe. Das war auf jeden Fall eine tolle Sache. Also ich kann, obwohl es
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: viele negative Erfahrungsberichte gibt auch da draußen, natürlich von Autoren mit Verlagen, kann ich jetzt nur sagen. Es ist nicht immer alles Gold, glänzt, aber wo ist es da schon? Aber es ist immer so, dass ich sagen kann, es ist in Ordnung und es funktioniert. ist ein Agieren auf Augenhöhe, was ich immer super wichtig finde.
Jenni: Mhm.
Jenni: ⁓ Schön zu hören.
Jenni: gibt's denn noch Genres, in denen du dich noch ausprobieren möchtest oder hast du da so deine Nische für dich gefunden?
01:06:15 Pläne für die Zukunft
Ana D. Rocky: Nee, tatsächlich nicht. Vielleicht möchte ich auch mal irgendwas außerhalb von Dark schreiben. Das ist nicht ausgeschlossen zu sagen, ich mache auch mal was anderes. Ich weiß nicht, ob es New Adult werden wird, ob ich ein Typ dafür bin, keine Ahnung. Ich weiß es noch nicht. Aber ich glaube, ich möchte mal im Psycho-Thriller schreiben. Ich glaube, das würde mich wirklich interessieren, so was mal zu machen, die Richtung zu gehen.
Jenni: ⁓ Aha, das kann ich mir gut vorstellen. Mhm, das könnte ich mir gut vorstellen.
Ana D. Rocky: Ich würde da noch wirklich was schreiben, ich sage auch, wie es ist, ohne Spice in der Form, weil manchmal ist Spice ja auch, es gehört ja in die Bücher rein, aber ich finde, es ist auch mal, glaube ich, sehr heilsam, wenn nicht die Erwartungshaltung ist, da muss jetzt Spice rein, sondern man kann auch einfach nur blutig schreiben oder keine Ahnung was.
Jenni: Mhm.
Jenni: Aber was dürfen wir als nächstes von dir erwarten? du noch irgendwas in der Mache oder irgendwelche Pläne schon?
Ana D. Rocky: Ja, also natürlich klar, das Universe habe ich ja schon gesagt, das kommt am 4.11., aber ich bin ja nicht nur Universe-Autorin von Morata und Co., sondern auch noch von was anderem. Das heißt, ihr werdet auf jeden Fall über den Whisper Publishing Verlag eine neue Trilogie von mir lesen. Da wird Band 1 auf jeden Fall im nächsten Jahr erscheinen. Das Cover habe ich auch schon gesehen. Das ist mega, mega schön. Das gefällt mir super gut. es ist, ja, ich will auch gar nicht so viel verraten, aber es ist natürlich auch wieder eine Story.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm. Mhm.
Jenni: Mhm.
Ana D. Rocky: die so, ich würde sagen, bisschen leichter ist als das deepe Morata-Universe und trotzdem ähnliches Genre. Und es spielt in Kalifornien, es geht drei Surfer, so und das ist eine ziemlich coole Story, Also wirklich bin ich Feuer und Flamme, die endlich auf alle loszulassen.
Jenni: Hmmmm.
Jenni: Klingt gut, klingt gut.
Jenni: Wo und wie kann man dir denn folgen, das dann mitzukriegen, wenn es soweit ist?
Ana D. Rocky: Ja, also natürlich auf Instagram und auf TikTok. Ich bin ja auf beiden Plattformen vertreten unter Ana D. Rocky. Könnt ihr mir auf jeden Fall super gern folgen und Whisper Publishing Verlag. Kennen ihr auch mittlerweile ganz viele den tollen Verlag und auch da immer gern folgen. Ich glaube, da werdet ihr bald auch schon News und Neuigkeiten mitbekommen.
Jenni: Mhm.
Jenni: Mhm.
Jenni: Und bevor wir uns verabschieden, wollen wir natürlich auch noch etwas über unser Gewinnspiel erzählen, wie versprochen. Ana, du zwei Exemplare von Atomic Blonde in den Topf geschmissen und du wirst die auch mit einer persönlichen Widmung dann an die GewinnerInnen versehen.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Ja. Richtig?
Ana D. Rocky: Ja,
Jenni: Ja, genau. sogar mit Farbschnitt. Yay.
Ana D. Rocky: Das ist das Schmuckklappchen. Genau
Ana D. Rocky: mit Fahrabschnitt, mit wunderbaren Klappen. Auf jeden Fall.
Jenni: super schick und das dann noch persönlich gewidmet
Jenni: und du legst auch noch eine Charakterkarte bei. mega cool also und wenn ihr so ein Exemplar gewinnen wollt dann geht am besten auf Instagram entweder auf Anas oder auf mein Profil da findet ihr das Gewinnspiel und die Bedingungen dafür
Ana D. Rocky: Genau, die lege ich auch noch dabei, auf jeden Fall.
Jenni: oder bei TikTok, da können wir leider nicht zusammenarbeiten, aber da wirst du das Ana veröffentlichen, den Gewinnspielpost und da könnt ihr euch dann rege beteiligen und wir freuen uns schon ganz doll auf eure Teilnahmen und wünschen euch ganz ganz viel Glück.
Ana D. Rocky: Genau.
Ana D. Rocky: Ja.
Ana D. Rocky: Daumen sind gedrückt.
Jenni: Ja,
Jenni: dann bleibt uns jetzt nichts weiter übrig, also zu verabschieden. Erstmal ganz, ganz herzlichen Dank an dich für deine Zeit und dass du hier warst und für das offene Gespräch und ich fand es total interessant, deine Perspektive zu hören auf diese
Ana D. Rocky: Vielen Dank für die Einladung. fand es auch sehr cool, euch bisschen was erzählen zu können, was in meinem Kopf drin ist. Wenn Fragen sind, könnt ihr immer in den Kommentaren auch noch mal irgendwas hinterlassen. Also mega, super gern. Ja, genau. So ist es. So ist es. Ja, absolut.
Jenni: Du bist sehr aktiv auf Social Media, wenn du nicht gerade schreibst. Da kann man dich auf jeden Fall auch erreichen.
Jenni: Gut, also dann bis zum nächsten Mal!
Ana D. Rocky: Bis
Ana D. Rocky: zum nächsten Mal. Tschüss!
*Wenn du das Buch kaufen möchtest, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du das über einen der Affiliate Links tust. Dann erhalte ich ein paar Cent Provision. – Für dich ändert sich nichts, aber du unterstützt damit meine Arbeit.
Darüber hinaus hat sich Ana D. Rocky an meinen Kosten für die Produktion dieser Vodcastfolge freiwillig beteiligt. Das war ausdrücklich keine Voraussetzung für einen Auftritt und hat keinen inhaltlichen Einfluss ausgeübt.