35: Katy Crown "New York Tigers" / "Beautiful Sinnners" - vom Jugendbuch zur spicy Romance
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Ich spreche mit der Spiegelbestsellerautorin über ihre Sports Romance New York Tigers, die Dark-Reverse-Harem-Reihe Beautiful Sinners, starke Frauenfiguren, Humor, Spice und darüber, wie ihre Figuren beim Schreiben manchmal einfach selbst das Kommando übernehmen. Außerdem erzählt Katy, wie sie Verlag und Selfpublishing miteinander verbindet, wie sie mit Schreibblockaden umgeht und woran sie gerade arbeitet.
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Mehr über Katy
- Homepage: katy-crown-autorin.de
Kapitel und Transkript
00:27Katy Crown im Interview: Autorin von Dark Romance & Romantasy, Fun Fact, Weg zum Schreiben & Studium
Jenni (00:27) Ich freue mich, dich zu einer neuen Folge des Passion and Words Vodcast begrüßen zu dürfen. In diesem Vodcast führe ich Interviews mit handverlesenen deutschsprachigen Romans Autorinnen, Sprecherinnen und anderen Playern aus der Szene und dabei querbe durch alle Subgenres wie Romantisi, Dark Roman, Sports Roman, New Adult und so weiter und so weiter. Und wir sprechen über die Bücher, das Schreiben oder eben das Sprechen, je nachdem, und alles drum herum, was
dich als Leserin vielleicht interessieren könnte. wenn du keine Folge mehr verpassen willst, dann klick doch einfach auf den Folge-Button. Ich bin Jennifer Rolle, Lektorin, Bloggerin, Wattcasterin und freue mich riesig, dass du wieder eingeschaltet auch noch eine kurze Ankündigung vorweg. Meine heutige Gästin und ich haben auch wieder ein Gewinnspiel zusammen und wie immer weitere Hinweise am Ende des Interviews.
Aber jetzt zu meiner heutigen Gästin. Sie kann Romans rauf und runter. Sie schreibt Dark Romans, sie schreibt Dark Romantasy, aber sie schreibt auch Contemporary. Also Office Romans, Sports Romans zum Beispiel und ihre Geschichten sind, ich würde sagen, teils leicht, teils sehr emotional, teils nerven, zerfetzen, spannend und immer haben sie den perfekten Plot und ja, dann ist es auch kein Wunder, dass sie schon in ein oder anderen Bestseller gelandet hat und ich bin
riesig froh und dankbar, dass sie heute hier im Vodcast ist und mit mir plaudern mag. Hallo Katy Crown!
Katy (01:58) Hallo!
Jenni (01:58) Vielleicht magst du dich mal kurz vorstellen und bisschen was über dich erzählen, dass wir dich kennenlernen können, dich ein bisschen einordnen können.
Katy (02:06) Ja, du hast ja schon viel gesagt. bin Katy Crown. Ich habe ein paar Bücher geschrieben, die alle irgendwie mehr oder weniger mit Romance zu tun haben. Ja, was gibt es sonst noch über mich zu erzählen? Gar nicht so viel, glaube ich. Genau, ich bin privat momentan Studentin im Master in Literaturwissenschaften, habe zwei kleine Kinder und lebe in Nähe von Frankfurt am Main. wie man an der Masse der Bücher, die ich so schreibe, geschrieben hat.
vielleicht auch sehen kann, ist das meine Hauptbeschäftigung, dass ich nämlich möglichst jede freie Minute mit schreiben verbringe.
Jenni (02:41) wenn denn noch was bleibt neben Studium, Kindern
Katy (02:44) Ja, geht schon irgendwie.
Jenni (02:47) Es gibt ja noch Nächte.
Katy (02:49) Genau, wer
braucht schon Schlaf? Kein Mensch.
Jenni (02:52) Erschlafen kannst du noch, wenn du tot bist.
Katy (02:55) Ja, schreiben nicht mehr.
Jenni (02:57) Eben, eben, eben, eben, eben. Gib uns doch mal ein Fun Fact zu dir.
Katy (03:05) Bei meiner ersten Spicy Scene, als ich die geschrieben habe, habe ich mir die Augen zugehalten.
Jenni (03:10) Wie geht das denn tippen und Augen zu halten? Das heißt kannst du 10 Finger...
Katy (03:13) Ich hab mit einer Hand
getippt und mit der anderen mir die Augen zugehalten, weil ich dachte, ich will das nicht sehen. Aber ich musste es schreiben, es gehört so in den Platt. Und die Protagonisten haben mich nicht gehen lassen. Vorher kam ich aus dem Jugendbuch und nein, warum, warum tut ihr das? Und dann hab ich mich offensichtlich so dran gewöhnt, dass ich jetzt Bücher mit Spice schreibe.
Jenni (03:33) und Super Spice, aber da kommen wir noch drauf. Aber wie bist du denn überhaupt zum Schreiben gekommen? hab gehört, also Jugendbuch hast du gerade gesagt, das heißt du kommst eigentlich aus einer ganz anderen Schiene?
Katy (03:46) ich schreibe eigentlich schon, ich sage immer so schön, seit ich einen Stift halten kann. Meine erste Kurzgeschichte habe ich meiner Oma diktiert, weil ich selbst noch nicht schreiben konnte.
Jenni (03:55) NISCHER EBST!
Katy (03:56) Doch, die saß am Küchentisch und musste mitschreiben, weil ich was zu erzählen hatte und ich konnte selbst das noch nicht aufschreiben. Das musste meine Oma dann für mich machen. Genau und seitdem bin ich da so langsam quasi mitgewachsen. Das hat erst angefangen mit Kurzgeschichten, dann logischerweise für Kinder, weil das alles war, was ich halt kannte. Und dann bin ich da so langsam
Immer weiter mit dem, was ich gelesen habe, ist es auch gewachsen, was ich dann so geschrieben habe. Meinen ersten Roman habe ich angefangen zu schreiben, da war ich 13. Bis ich den dann schließlich in der finalen Fassung zu Ende geschrieben hatte. Ich habe den mehrfach neu angefangen, mehrfach komplett über einen Haufen geworfen, viele tausend Wörter versenkt, wenn ich zehntausende, hunderttausende, keine Ahnung, bis die finale Version mit 150.000 Wörtern dann fertig war, war ich 19.
Ja, und das war eher in Richtung Jugendbuch. Mein Debüt ist vor zehn Jahren erschienen unter einem ganz anderen Pseudonym damals. Das war auch... es sind schon zwölf Jahre mittlerweile. nein, 24 war das. Genau. Ja, das war ein Jugendbuch, Romantasy. Obwohl, heute würde man wahrscheinlich sagen New Adult. gab es damals in der Ausgestaltung noch nicht. Die Protagonistin
Jenni (05:02) Mhm.
Katy (05:03) war gerade irgendwie 18. Ja.
Jenni (05:10) Das heißt, du noch mal was anderes gelernt oder gemacht oder hast du immer nur geschrieben seit der Schulzeit und dich damit ernährte?
Katy (05:20) Naja, also ich hab so Leute in meinem Umfeld, sagen, liebevoll, ich sammle Abschlüsse, das stimmt auch ein bisschen. Ich hab im Ursprung mal Bankkaufrau gelernt, hab einen Bankfachwirt gemacht, hab danach Modedesign im Diplom studiert, hab einen Bachelor... genau,
Jenni (05:34) Das ist ganz was anderes!
Katy (05:36) ich hab einen Bachelor in Kulturwissenschaften gemacht und bin jetzt, wie gesagt, im Master eingeschrieben aktuell.
Jenni (05:42) Also das ist eigentlich so auch ein Hobby von dir zu studieren und und weiterzubilden.
Katy (05:49) Ich bin halt einfach neugierig und da ist es ein schöner Weg, nebenbei noch Informationen zu beschaffen, sich auf ein
Jenni (05:53) Mhm. Mhm.
Katy (05:55) bestimmtes Feld zu fokussieren. Wobei der Autorin natürlich auch ein toller Job ist, da kann man auch sehr viel Rechercheleistungen irgendwie reinstecken und das dann auch wunderbar in die Bücher verpacken.
Jenni (06:07) Absolut, absolut. Aber das heißt, du bist vom Beruf dann immer Studentin gewesen bisher.
Katy (06:14) Nee, ich hab immer nebenberuflich studiert. Ich hab nebenberuflich studiert, genau.
Jenni (06:15) Nee, ach du hast ja noch die Bankgeschichte. Hast
du dann auch im Bankwesen mal gearbeitet oder war das nur Ausbildung? Ja.
Katy (06:22) Ja,
ich habe lange im Bankwesen gearbeitet, also fast lange, verhältnismäßig. Ich 2... Ich werde 35 demnächst.
Jenni (06:28) So alt kannst du ja noch nicht sein, oder? Also... Haha,
das ist... Haha, da lache ich ja nur. Okay, aber das heißt, hast du eine Weile gearbeitet und hat dich aber dann
Katy (06:42) Genau.
Jenni (06:43) auf Dauer nicht glücklich gemacht.
Katy (06:45) Ja, ich bin da so bisschen, ich sag mal, durchgelaufen, hab mal hier, mal da so ein bisschen was gemacht. Ich hab Kundenberatungen gemacht. Ich hab auch mal im Formmanagement gearbeitet, größere Familienvermögen gemanagt und hab dann von da aus ein Praktikum in der Mode gemacht, weil ich ja dann Mode studiert hatte zwischendurch. Hab da designt für ein Dreivierteljahr und bin danach dann in eine kaufmännische Abteilung im Bereich Mode. Ich war zwischendurch mal beim Arbeitsamt angestellt.
Ja, also ich habe eine bunte Karriere durch.
Jenni (07:21) Ich bin ja auch so ein Typ, ich halte es auch nicht zu lange in einem Sektor aus. Ich brauche immer auch neue Anregungen. Aber das ist ja eigentlich total praktisch. Wenn man so eine Bankausbildung hat, dann kann man auch seine eigenen Finanzen bestimmt ganz gut managen und fühlt sich da halbwegs sicher.
Katy (07:40) Also ich bin tatsächlich mittlerweile, ich war früher ein totaler Zahlenmensch, das brauche ich jetzt gar nicht mehr. Ich bin froh, wenn ich es nicht machen muss, das macht aktuell mein Mann.
Jenni (07:48) Wozu hat man denn einen? Aber wenigstens kannst du es halbwegs durchschauen, was da so passiert und kennst vielleicht so ein paar Fachwörter.
07:48Recherche für Dark Romance: Foltermethoden, Horrorfilme & das A-oder-B-Spiel
Was ist denn so die interessanteste oder lustigste Recherche, die du mal für ein Buch gemacht hast? Was hat dich vielleicht mal in ein komisches Rabbit Hole des Internets geführt?
Katy (08:11) Also ich glaube, die größten Abgründe haben sich mir beim Recherchieren aufgetan, als ich für Beautiful Sinners recherchiert habe und nach Folterwerkzeugen gesucht habe, die jetzt nicht so ganz... Also ich wollte jetzt nicht bei dem klassischen Klappmesser irgendwie bleiben, sondern Ghost ist ja so ein bisschen spezieller und hatte da auch andere Vorstellungen und das sollte ein bisschen gewiefter sein, was der so im Repertoire hat und dann habe ich mich da...
mal so durchgegoogelt. Das konnte schon sehr schnell sehr stark eskalieren. Da habe ich dann irgendwann gedacht, jetzt klopft gleich jemand und holt mich ab. Zum Glück ist das nicht passiert. Ja.
Jenni (08:54) Ist irgendeine Foltermethode dabei gewesen, die du jetzt vielleicht nicht verwendet hast, wo du sagst, so, buh, halleluja, irgendwas in Erinnerung geblieben?
Katy (09:03) Ähm... Nee, so spontan, glaube ich, habe ich die... Also ich bin ja auch großer Saw-Fan gewesen und hab da auch einiges abgeleitet, jaja.
Jenni (09:13) kommt das her.
Katy (09:16) Genau, also das war schon teils sehr kreativ und das so ein bisschen mit dem, was man so über mittelalterliche Foltermethoden im Internet nachlesen konnte zu kombinieren, hat schon ein schönes Szenen ergeben, doch?
Jenni (09:27) Ja, das merkt man in deinen Büchern auch, dass du ein Horrorfilm-Fan bist. Stimmt das?
Katy (09:33) Ich war als Jugendliche ein sehr großer Horrorfilmfan. Mittlerweile muss ich da bisschen aufpassen. ich zu viele Horrorfilme nacheinander gucke, ich paranoid. Dann drehe ich mich an jeder Ecke zehnmal und denke mir so, hm, ich weiß nicht. Aber von daher ist das jetzt nicht mehr ganz so ausgeprägt. Aber als Teenie habe ich auch die komplette Nightmare on Elm Street-Reiher am Stück verschlungen.
Jenni (09:59) Gott, die war
heftig. die war heftig.
Katy (10:01) Ja.
Jenni (10:03) In der Tat. Ich glaub, das ist auch die einzige Horrorreihe, die ich jemals geguckt habe. Ich glaub, danach war ich geheilt.
Katy (10:09) Ja,
glaube ich, das ist auch schon wirklich so oberes Ende, würde ich sagen.
Jenni (10:16) Ich spiele mit meinen Gästen ja immer das A- oder B-Spiel. Das heißt, ich werde dir gleich zwei Alternativen präsentieren und du sagst dann, welche Alternative du präferierst und darfst uns das gerne auch erzählen, woran du da gerade gedacht hast und was dich an dem einen mehr reizt als an dem anderen. Und das erste Alternativenpärchen lautet Städtetrip oder einsame Insel.
Katy (10:42) Städtetrip.
Das ist ziemlich einfach. der Stadt kann ich sehr viel mehr Eindrücke mitnehmen als auf einer einsamen Insel. Ich glaube, auf einer einsamen Insel wird mir zu schnell langweilig. Ich bin jemand, der sich viel beschäftigen muss. Und wenn ich jetzt auf einer Insel ein Laptop dabei hätte, würde ich vielleicht auch sagen, ich nehme die Insel und schreibe da ganz viel. Aber wenn ich jetzt wirklich an Urlaub denke und würde mal, das habe ich glaube ich seit keine Ahnung, ich weiß nicht, wann ich den letzten Urlaub gemacht habe, in dem ich kein Laptop dabei hatte. Aber ansonsten würde ich tatsächlich auf den Städte-Trip.
Weil genau, halte ich sonst nicht so lange aus, mich da irgendwo hinzusetzen und nur am Strand zu entspannen.
Jenni (11:19) Also der Typ hummelt mir hinter, will was erleben, was sehen, lernen, erfahren. Nächstes Alternativenpärchen. Hackbraten oder Gemüseauflauf?
Katy (11:30) Gemüseauflauf ganz klar. Ich bin absolut kein Fan von Hackbraten.
Jenni (11:34) Wegen Fleisch an sich oder wegen Hackbrat?
Katy (11:37) Wegen Hackbraten.
Jenni (11:39) Okay,
aber du isst schon Fleisch.
Katy (11:43) Ja, ich habe es tatsächlich auch mal eine Zeit lang mit vegan probiert, aber das war nicht so, das hat nicht so funktioniert. Dafür war ich dann doch zu, ja, habe ich mich dann doch zu sehr verleiten lassen.
Jenni (11:56) Das ist ja auch keine 0-1-Entscheidung. Man kann ja auch sagen, man macht
Katy (11:58) Ja.
Jenni (11:59) einfach bisschen weniger hiervon, ein bisschen mehr davon. ist ja auch okay. Eifersüchtig oder vollkommen gelassen?
Katy (12:09) Ich würde jetzt mal sagen vollkommen gelassen.
glaube, wenn genug Vertrauen da ist, dann ist auch der Grund für Eifersucht relativ gering und von daher, ja.
Jenni (12:19) schön entspannt. Dann gehen wir mal so in die Richtung Book Boyfriend, Irrpsychopath oder liebevoller Golden Retriever.
Katy (12:30) situationsabhängig, ne? Also ich hab ja beides schon geschrieben und wenn ich mich jetzt für eins entscheiden müsste, was ich, ähm, also wenn ich jetzt sagen müsste, ich darf nur noch eins von beiden schreiben, würde ich, einen Psychopathen nehmen.
Jenni (12:43) Deine Psychopathen haben auch echt was. Die sind teilweise so irre. Ja,
Katy (12:45) Die machen auch viel zu viel Spaß.
Jenni (12:48) die machen wirklich viel Spaß. Kann ich gut verstehen. Obwohl, meine, so ein Connor ist ja kein Psychopath, aber auch der hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, der Grumpy.
Katy (13:01) Ja, das ist ja eher so typus Bad Boy, aber da hatte ich auch Spaß, ja, mit dem hatte ich auch viel Spaß.
Jenni (13:06) Das ist fast mein Lieblingscharakter aus deinen Büchern. So, letztes Alternativenpärchen. Spanking oder Knifeplay?
Katy (13:20) Das ist schwierig. würde, glaube ich, jetzt auch wenn ich für eins entscheiden müsste, würde ich Knifeplay wählen.
Jenni (13:26) Im eigenen Leben oder im Leben deiner
Katy (13:28) In den Brüchen. In den Brüchen.
Jenni (13:29) Protagonisten in den Büchern.
Das ist ja einfach noch was anderes als in der Realität.
Katy (13:38) Ja.
13:39Pseudonym als Autorin: Katy Crown, Verlags-Bootcamp & ein Name für mehrere Genres
Jenni (13:39) Ja, gut, dann lass uns doch mal zu deinem Pseudonym kommen. Katy Crown, du hast gesagt, du hast früher auch unter einem anderen Pseudonym geschrieben. Wie hat sich denn das so entwickelt? Was war der Grund für Katy Crown? Und was mich auch daran interessieren würde, ist, du schreibst ja im Prinzip
zwei bis drei unterschiedliche Subgenres unter dem Namen. Das könnte man theoretisch ja auch noch mal unterteilen, machen ja manche. Was ist da so deine Strategie dahinter?
Katy (14:11) naja, warum ich das nicht unterteile, relativ einfach. Dann müsste ich mehrere Social Media Profile und Websites und so weiter füttern und den Marketingaufwand für zwei bis drei Profile zu betreiben. Das muss jetzt nicht so unbedingt sein, wenn ich es auch irgendwie hinkriege, das mit einem zu machen. Also deshalb ist es eins und nicht mehrere. Wo der Name herkommt, das ist ein bisschen, da muss ich ein bisschen ausholen. Ich war damals
habe ich mich mit meinem ersten Pseudonym bei einem Verlag beworben, der so eine Art Bootcamp gemacht hat mit den Autoren, die sich dort beworben hatten und hat die hinterher in Gemeinschaftspseudonyme geschickt. Und dann haben wir gemeinschaftlich in einem Pseudonym aber jeder sein eigenes Buch geschrieben. Das war ein bisschen kompliziert. Da wollte ich dann irgendwann raus und ich möchte bitte was eigenes machen. Und dann haben die mich gebeten, praktisch eine Liste zu machen mit Namen, die ich dann vorschlagen.
sollte und daraufhin habe ich ja mit dem Verlag gemeinsam den Namen ausgewählt. Die wollten ursprünglich dann ganz was anderes und haben einen völlig anderen Vorschlag gemacht. Den habe ich aber kategorisch abgelehnt, weil er mit mir so gar nichts zu tun hatte. Genau und so habe ich jetzt ein sehr wildes Wortspiel mit meinem reellen Nachnamen
Jenni (15:30) okay.
Katy (15:30) gewählt für den Nachnamen meines Pseudonyms und der Vorname Katy habe ich als
von Katharina von dem Namen meiner Uroma gewählt.
Jenni (15:40) Das kannte ich ja auch noch gar nicht. Gemeinschaftspsäudonyme.
Das heißt, da steht dann gar keine bestimmte Person dahinter, sondern das ist dann nur ein bestimmter Stil? Oder worauf verpflichtet man sich denn da als Autorin bei so einem Gemeinschaftspsäudonym?
Katy (15:57) es gab so eine Art Trollpool, aus dem wir wählen konnten, was wir schreiben. Das bezog sich hauptsächlich auf Romance, also Boss-Romance, Sports-Romance, sowas war da gerade sehr aktuell. Das war dann der Bereich, auf den wir uns dann festlegen sollten. Stilistisch waren meine Kollegin und ich uns nicht so wahnsinnig ähnlich. Also ich glaube, wer wusste, dass das zwei Autorinnen sind, der hat auch gesehen, dass es zwei verschiedene Stile waren.
Das hat sich noch ein bisschen dadurch verkompliziert, dass es damals kein richtiges Lektorat gab, sondern dass wir uns gegenseitig lektorieren sollten, was vielleicht funktioniert hätte, wenn man miteinander hätte reden können. Was auch ein bisschen schwierig war. Es gibt ja immer wieder Autoren, denken, dass jede Anmerkung zum Buch gleich bedeutet, man selbst kann nicht schreiben.
Und dann auf so einer Basis Kritik aneinander üben zu müssen, ein bisschen schwierig.
Jenni (16:58) Ja, kenne ich.
Katy (17:00) Ja,
man muss halt mit der Kritik wachsen, die man bekommt. Man muss da auch reinwachsen,
Jenni (17:03) Ja.
Katy (17:04) dass man sich eben kritisieren lassen muss und dass man mit einem Lektor auch arbeiten muss. Und dass der einem ja gar nichts Böses will, vor allem.
Jenni (17:11) Ja, absolut. Das sind dann so die Feinheiten der Kommunikation, das ist manchmal herausfordernd.
Katy (17:20) Ja, da reicht auch manchmal vielleicht ein Missverständnis, damit sich das irgendwie aufschaukelt.
Jenni (17:25) Und schreibst du aktuell noch unter anderen Namen oder ist das jetzt dein Pseudonym und da runterschreibst jetzt schon die letzten? Keine Ahnung, was war das, zwölf Jahre oder?
Katy (17:34) Also angefangen, wie gesagt, habe ich mit einem anderen Pseudonym. Das jetzige nutze ich seit 21, also seit Heaven. Das war das erste Projekt, die erste
Jenni (17:39) Mhm. Mhm.
Katy (17:43) Reihe unter diesem Pseudonym. Genau, und seitdem schreibe ich nur unter Katy Crown, ja.
Jenni (17:48) Und? Lohnt es sich nochmal die anderen Pseudonyme zu erwähnen, dass man da nochmal guckt oder die anderen nachdenken?
Katy (17:52) Da ist nichts mehr online.
Jenni (17:54) ist nichts mehr online. Okay, gut, dann schließen wir das Kapitel einfach.
17:54Bücher von Katy Crown: Humor, Backstories & Figuren, die ihre Geschichte selbst erzählen
So jetzt, wenn wir jetzt mal zu deinen Büchern kommen. Ich habe ja schon eine Einleitung gesagt, du schreibst Dark Romance, du schreibst Dark Romantasy. Ein Buch, ich von dir gelesen habe, das lässt sich vielleicht sogar eher dem Horror zuordnen, denn da fehlt im Moment noch so ein Happy End.
Schreibst du Contemporary Romance mit Sports und Office Kontexten? was würdest du denn sagen, gibt es da irgendwie was Verbindendes bei deinen Büchern? Irgendwas Typisches, was man in deinen Büchern immer wieder findet, was so ganz typisch für dich ist?
Katy (18:37) Also alle Bücher haben einen ähnlichen Humor, der die Story ein bisschen mitträgt. Ich mache gerne in unpassenden Situationen unpassende Witze. Oder meine Protagonisten machen das gerne, vielleicht finden wir uns da auch gegenseitig. Und ansonsten schreibe ich am liebsten über starke Frauenfiguren.
Jenni (18:55) Die Bücher, die ich jetzt von dir gelesen habe, würde ich auch sagen, es gibt häufig irgendwie eine schmerzhafte Backstory, aber du bist nicht der Typ, der das dann jetzt aufarbeiten muss in den Büchern. Da wird nichts analysiert oder aufgearbeitet oder geheilt in dem Sinne. Da finden sich einfach Menschen, die zusammenpassen und man hat gute Laune und bei einem Schmerz, den es dann vielleicht auch gibt, ist es doch eher kurzweite.
geht es eher kurzweilig zu in deinen Büchern.
Katy (19:27) Ja, ich würde sagen, ist mehr mal weniger Thema, dass es eben diese Backstories gibt. Ja, manchmal wird der Protagonist auch mit dieser Vergangenheit noch so bisschen ausgesöhnt.
Jenni (19:37) Mhm.
Katy (19:38) Manchmal ist es vielleicht auch einfach, man als, ich sag mal, als der Partner dazu oder die Partnerin dann eben mit der Person
arbeiten, leben muss, die aus dieser Vergangenheit eben rausresultiert, also dass da gar nicht die Heilung in dem Sinne stattfinden muss, weil die Figuren sich gegenseitig einfach so nehmen, sie sind und das akzeptieren, dass es da eben auch eine schmerzhafte
Jenni (20:04) Mmh. Mmh.
Katy (20:06) Backstory gibt.
Jenni (20:08) die vielleicht auch dazu führt, dass jemand heute so ist wie er ist. das ist dann auch total in Ordnung. Ja und du hast es auch schon gesagt, Figuren reißen teilweise auch sehr viele Sprüche und sind sehr provozierend und teilweise auch ein bisschen irre, teilweise ein bisschen skurril, teilweise sehr schlagfertig.
Wie kriegst du das in deinen Büchern? Ist das ein Teil von dir? Hast du davon Anteile in dir? Bist du auch sehr schlagfertig zum Beispiel im echten Leben oder wo kommt das her?
Katy (20:48) Ich ich bin nur auf dem Papier so schlagfertig. Nein, es liegt an den Protagonisten. Ich glaube nicht, dass da viel von mir drin steckt. Wobei mittlerweile färbt das, glaube ich, ein bisschen ab. Ich hab letztens auch gesagt, ich glaube, ich hab zu lange an Ari geschrieben, irgendwie hat die bisschen abgefärbt. Ja, also so langsam bedingt sich's irgendwie gegenseitig. Aber eigentlich war ich nie so wahnsinnig schlagfertig. Nein.
Jenni (21:12) Aber wie gelingt dir das dann in den Büchern? Wie machst du das?
Katy (21:16) Ich hab keine Ahnung, die Figuren sind teilweise einfach da. Also Ghost zum Beispiel saß einfach auf meinem Schreibtisch und wollte geschrieben werden. Der war sehr penetrant, der ging da nicht weg und ich hatte noch ein anderes Buch zu Ende zu schreiben.
Jenni (21:27) Das ist auch eine Marke der Typ, der ist echt unglaublich.
Katy (21:31) Ja, und der war auch wirklich von Anfang an so. Der war da und hat gesagt, du schreibst jetzt meine Geschichte und ich hab da jetzt keine Zeit für. Ja, das ist ihm voll egal. Er ist auch nur ein Einzelband. Er schwört, er ist nur ein Einzelband. Die Reihe hatte vier Bände hinterher.
Jenni (21:41) Ne klar. Ja.
Und ich hab's so genossen und insbesondere super gut gesprochen von Tilbeck. ich, das ist wie, also die haben sich gesucht und gefunden. ich, ja, ist genauso in meinem Kopf mit der Stimme.
Katy (21:57) Genau, habe das Hörbuch auch gehört und ich habe das so gefeiert. Ich hatte so einen Spaß an jeder einzelnen Szene, dann über... Also die Sprecher sind alle toll, Also alle wahnsinnig toll, aber Ghost mit Tilbeck, war schon richtig stark.
Jenni (22:13) Das ist wie eins.
Katy (22:16) Mhm.
Jenni (22:17) Gibt es denn eine Figur in deinen Büchern, der du dich denn vielleicht auch gut identifizieren könntest? Also gibt es da eine darunter?
Katy (22:27) Die Figur, die mir persönlich am nächsten ist, ist Hope aus New York Tigers.
Jenni (22:34) Also du bist nicht so der romantische Typ.
Katy (22:37) Genau. Das könnte eins zu eins ich sein, ja.
Jenni (22:38) Das ist ja...
Ich hatte Anna Rush im Interview und sie sagte auch, sie sei eigentlich gar nicht so der romantische Typ, schreibt aber auch eine Romance nach der nächsten. Lustig, ist irgendwie ein Paradoxon.
Katy (22:57) Ja gut,
Romantik ist ja auch so bisschen Auslegungssache, das merkt man ja an Hope
Jenni (22:59) Ja.
Katy (23:00) und Conner auch ein bisschen, dass sie eben Romantik für sich einfach definieren.
Jenni (23:06) jeder hat so seine Art von Romantik.
Gibt es denn etwas, was du ganz grundsätzlich jetzt mal bei deinen Büchern dir wünscht, was deine Leserin daraus mitnehmen oder empfinden oder denken im Anschluss an deine Bücher?
Katy (23:23) Sie sollen in erster Linie Spaß machen. Ich habe beim Schreiben Spaß. Warum sollte man den nicht auch beim Lesen haben sollen? Ansonsten freue ich mich, wenn die Frauen, die das lesen, hinterher das Gefühl haben, sie haben von der Protagonistin ein bisschen was mitgenommen und fühlen sich selbst vielleicht bisschen gestärkt. Also ein ganz kleiner
Jenni (23:43) Das ist...
Katy (23:44) feministischer Moment vielleicht, aber manchmal braucht man den ja auch.
23:48New York Tigers: Sports Romance mit Mason & April, Connor & Hope, Dean & Sydney
Jenni (23:48) Absolut, das mag ich total gern an deinen Frauenfiguren, dass die alle sehr tough sind und nicht alles mit sich machen lassen oder sich vor allem auch nicht unterkriegen lassen bei den doch teilweise sehr dominanten Männern, die du ihnen gegenüberstellst.
Aber dann lass uns doch mal zu deiner neuen Sports Romance kommen, den New York Tigers. Da gibt es drei Bände von.
der dritte Band ist am 11. August erschienen. Drei Bände von drei Männern.
die bei den New York Tigers spielen und miteinander befreundet sind und der Reihe nach ihr Herz verlieren, obwohl sie eigentlich ganz schöne Playboys sind. Was hat dich denn zu dieser Reihe inspiriert? Wie ist es zu dieser Reihe gekommen?
Katy (24:38) Die Reihe ist damals gestartet in diesem Bootcamp, von dem ich erzählt habe. gab es ja diesen, da haben wir ja so Inspirationen bekommen. Und dann hieß es so, schreibt vielleicht mal sowas oder sowas in der Richtung. Und ich habe auf dieser Liste gesehen, Football und dann war Mason da. Also der erste,
Jenni (24:55) Okay.
Katy (24:56) der New York Tigers und der war gleich erstmal da mit seinem Ferrari und ist April in dieses Café gebrittert. Und ich dachte mir so, was zur Hölle passiert hier?
Ja, und dann bin ich denen einfach gefolgt und mit Mason ist ja dann auch sehr schnell Connor aufgetreten, der beste Freund von Mason. Ja, und die braucht neben dien dieses ausgleichende Individuum dazwischen drin, der die so ein bisschen runter bringt. Genau, während ja Mason eher so der ganz klassische Macho ist und Connor, der Grumpy, der gibt ja so gar nichts auf.
andere und auf die Gefühle anderer manchmal auch nicht so richtig, weil er das glaube ich manchmal auch einfach nicht checkt. Genau und Dean ist ja das absolute Gegenteil, der ist ja der Golden Retriever da drin.
Jenni (25:42) drei sehr unterschiedliche Charaktere auf jeden Fall. das heißt, wie lange gehst du jetzt schon schwanger dann mit diesen Geschichten? Wann war dieses Bootcamp?
Katy (25:52) Die waren schon mal
veröffentlicht, die sind jetzt neu aufgelegt worden. Ja.
Jenni (25:55) Ach so, deshalb!
Okay, das war mir gar nicht so transparent gewesen. Ich hatte mir das bei Amazon angeguckt, da wird gar nicht deutlich, dass das eine Reihe ist. Normalerweise kann man unter dem Titel immer sehen, dass das zu einer Reihe gehört. ist diesmal gar nicht der Fall. Darum habe ich den zweiten Band vor dem ersten gelesen, was bisschen holprig war am Anfang, wo ich nicht so ganz reingekommen bin. Aber vielleicht können wir der Reihe nach mal durchgehen. Der erste Band ist April und Mason.
Kerne der Geschichte. ist ein absoluter Macho. Fährt er mit seinem Ferrari ins Café und dann? Worum geht's dann?
Katy (26:36) Mason kann nicht so richtig zugeben, dass das sein Fehler ist und April ist schon so ein bisschen verzweifelt gewesen, bevor das passiert, weil sie finanziell struggled und sich den Traum vom eigenen Kaffee gerade so ein bisschen, ja, den sieht sie schon schwinden, weil eben die finanzielle Lage nicht mehr gegeben ist. Das Kaffee ist ein bisschen marode schon bevor Mason das zerstört. Genau und Mason
telefoniert in dem Moment, dem er in dieses Café fährt mit seinem Manager und bekommt von dem gesagt, er muss jetzt sein Playboy-Image mal ablegen, weil das langsam kein gutes Licht mehr auf die gesamte Mannschaft wirft und er soll mal gucken, dass er das irgendwie regelt. Und dann ist Mason so pfiffig und denkt sich, naja, komm, sie braucht Geld, er braucht eine Freundin und schließt dann mit ihr einen Deal. April ist ein bisschen überrumpelt, findet den wahnsinnig charmant, irgendwie auch sehr ansehnlich, aber unglaublich frech und lässt sich da trotzdem reinquatschen, weil sie eben das Geld einfach braucht und...
den trotzdem auch irgendwie so bisschen spannend findet. dann gibt es eine Fake-Beziehung, in der die beiden
Jenni (27:40) Mhm.
Katy (27:40) dann auch in der gleichen Wohnung landen und entsprechend sehr oft aneinander rasseln können.
Jenni (27:45) Ich hab mich so weggeschmissen über die Szene, er dann sagt, das das Café hier schon immer. Wieso fährst du dein Café in mein Ferrari?
Katy (27:55) Ja, das ist...
Jenni (27:56) Ein Typ echt unglaublich!
ja, es ist wunderbar, wie die beiden dann umeinander herum tanzen. Aber wir wollen ja nicht zu viel verraten.
Und dann kommen Connor und Hope. Connor
Katy (28:16) Mhm.
Jenni (28:16) taucht ja auch schon im ersten Band, wird ja auch schon mal erwähnt, aber der kriegt dann jetzt hier eine eigene Geschichte, die ist aber ganz anders.
Katy (28:26) Genau, also Conor und Hope sind jeweils die besten Freunde von Mason und April. Hope ist ganz am Anfang im ersten Band schon mal so bisschen dabei. Die unterstützt April mit ihrem Kaffee und so. Und die beiden Frauen kennen sich schon sehr lange und entsprechend hat Hope natürlich auch mit Mason zu tun und darüber dann auch mit Conor, den sie aber schon vom College kennt. Weil Hope cheerleaderin war und Conor so ein kleines
Cheerleaderinnen Bingo gespielt hat. Der hat sich also einen Spaß draus gemacht, die Cheerleaderinnen der Reihe nach anderen sportlichen Aktivitäten zuzuführen.
Jenni (29:05) Hahahaha
Katy (29:08) Ja, und hat da unter anderem dann auch versucht, Hop zu erobern. Sie hat sich von ihm dann nicht so richtig überzeugen lassen, bis dann zu einer Halloween Party sie maskiert auf
ist und er sie dann da ein bisschen anspricht und das sehr schnell eskaliert zwischen den beiden. Genau, aber Connor weiß nicht, wen er sich da ausgewählt hat. und Hope belauscht danach ein Gespräch, indem sie praktisch versteht, dass sie sowieso für ihn nur eine Nummer ist, was er aber in dem Sinne gar nicht so meint. Ja.
Genau und dann trennen sich die Wege der beiden. Er schmachtet ihr noch so bisschen hinterher, glaubt aber er hat es bei ihr sowieso nie zu irgendwas gebracht und hakt das für sich so ein bisschen ab. Und sie ist nicht ganz so versöhnlich mit ihm unterwegs. Sie ist da sehr ungenädig und nachdem die beiden dann aufeinandertreffen, weil sie Mason und April bei der Eröffnungsfeier des Cafés helfen müssen und April es schafft alle Kuchen zu verbrennen und
Connor und Hope dann in den nächsten, ja, also gucken müssen, dass sie das Problem irgendwie lösen und dafür zum Einkaufen fahren müssen und einen Platten haben, kochen dann die Emotionen der beiden ein wenig hoch.
Jenni (30:34) Ich hab die Wortgefechte zwischen den Beinen, die ich so gefeiert und wir sind dann trotzdem wieder miteinander gelandet. Das ist unglaublich. Und dann kommen noch ein paar mehr Verwicklungen mit dazu, die wir jetzt hier nicht spoilern wollen, aber es ist sehr, sehr spannend auf jeden Fall. Für mich war das die lustigste Story aus dieser Trilogie.
Katy (30:56) Ja, ich hatte mit den beiden auch wirklich viel Spaß.
Jenni (31:02) Und dann kommt Dean und Sydney.
Katy (31:04) Mhm.
Ja, Dean ist der Golden Red River, der nette Kerl, eigentlich schon immer so der Typ, der gerne eine nette Frau an seiner Seite will. Der möchte eigentlich gerne ein ganz normales Leben. Das ist so der typische Kerl für ein Vorstadthäuschen mit Garten und Hund.
und hat sich dafür eigentlich schon sehr früh Sydney ausgesucht und das am College schon, da sind die beiden schon ein Pärchen, beziehungsweise sind dabei gerade so richtig in diesen Pärchen-Modus durchzustarten und dann fällt Dean eine wilde Nacht von ein paar Wochen zuvor auf die Füße und er fühlt sich verpflichtet, die Folgen davon dann auch ohne Sydney zu lösen.
und die beiden begegnen sich aber in ihrem weiteren Leben halt ständig wieder, weil Sydney Cheerleaderin bei den Tigers ist und die eben bei den Tigers spielt.
Jenni (32:09) Unglaublich schmerzhaft. Alle
Katy (32:11) Hmm.
Jenni (32:14) drei. Also in allen drei Bänden hast du es hingekriegt, die Emotionen sehr hochkochen zu lassen. gerade dieser Band. Wow.
Katy (32:26) Ja, der war auch wirklich schwer zu schreiben, weil das eben so intensiv ist zwischen den beiden.
Jenni (32:31) jetzt hast du ja vorhin schon gesagt, also wenn du dich von all deinen Figuren mit irgendeiner identifizieren würdest oder mit der du dich am meisten identifizierst ist Hope, ist das dann auch deine Lieblingsfigur in dieser Trilogie oder ist das noch eine andere?
Katy (32:45) in der Trilogie.
Ich glaube, Mason hat mich da am meisten überzeugt,
Jenni (32:55) So so.
Katy (32:55) weil der mich einfach richtig in diese Welt gezogen hat und mit dem, die Geschichten stammen im Prinzip von ihm, die haben mit ihm angefangen. Man merkt, ich bin so ein bisschen wild mit meinen Geschichten. Ja, ich habe Stimme im Kopf und schreibe die Geschichten auch dazu. Genau, und Mason war der, der am gesprächigsten war.
Jenni (33:15) Ich glaube, gibt es einen Begriff in der Psychologie für...
Katy (33:19) Ja,
glaube, solange sich das nur aufs Aufschreiben bezieht, ist das nicht so dramatisch.
Ich hab das sonst in meinem Alltag nicht, hab das nur, wenn ich schreibe.
Jenni (33:26) Sei nochmal einschreckend dazu gesagt, nicht dass gleich die Männchen mit den weißen Jacken kommen.
Katy (33:29) Ja, genau,
genau.
Jenni (33:31) Gibt es auch eine Figur unter denen aus dieser Trilogie, die dich besonders genervt hat oder es dir besonders schwer gemacht hat?
Katy (33:38) Da geben sich Din und Sidney wenig. Die hätte ich beide zwischendurch ganz gern mal geschüttelt.
Jenni (33:44) Mhm. Mhm. Mhm.
Katy (33:45) Weil die
sich so sehr nicht auf die Füße treten wollen gegenseitig, dass das einfach schon schwierig wurde. Da nicht mal zu sagen, sei halt auch mal nicht ganz so korrekt. Versuch mal nicht ganz so viel Rücksicht auf ihn zu nehmen, sondern oder auf sie und vielleicht auch mal über deine Gefühle zu sprechen und dann...
Jenni (34:04) Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Katy (34:09) kommt ihr euch
Jenni (34:09) Mhm.
Katy (34:10) vielleicht auch ein Stück näher, weil jeder dachte immer so, vielleicht ich will dem anderen da jetzt nicht irgendwie zu nahe treten. Ich will da keine schlechten Gefühle in dem anderen auslösen. Und die wünschen sich beide nur das Beste. Und das ist das Problem.
Jenni (34:21) Die nicht unter Druck setzen und...
Ja, ja, ja, ja, Die sind zu gut füreinander. oder? Ja, also ich hab's, ich hab's sehr genossen. Es hat mich zerstört und wieder zusammengesetzt. Ich hab herzlich gelacht bei dieser Reihe und mit gefiebert. Es hat meine Nerven zerfetzt. Also es war wirklich, war wirklich super gute Unterhaltung. Ich hab's sehr, genossen.
Aber du schreibst ja nicht nur Sports Romance sondern du bist ja auch auf der dunklen Seite der Macht unterwegs.
Katy (34:58) Mhm.
35:00Was ist Dark Romance? Graue Zonen, Safe Word, Consent & Triggerwarnungen
Jenni (35:00) Und ich hatte gedacht, wir könnten ja...
da auch noch mal bisschen reingucken in die Dark-Romance-Schiene, weil wir ja auch was aus deinem Dark-Romance-Sortiment verlosen werden. Vielleicht können wir aber erstmal darüber einsteigen, Dark-Romance ist so ein dehnbarer Was verstehst du denn unter Dark-Romance?
Katy (35:21) Für mich sind Dark Romances Romance Geschichten, denen ein gewisser Spannungsfaktor da ist, der nicht jetzt nur aus der zwischenmenschlichen Beziehung kommt, sondern auch so ein bisschen aus dem Umfeld. Also die haben entweder miteinander ein entsprechendes Potenzial da eine große Spannung rauszuholen. Genau, oder eben wie gesagt das Umfeld, meist beides. Es ist jetzt nicht so, dass ich sage, der Mann muss der Antagonist von ihr sein praktisch.
Jenni (35:46) Mhm. Mhm.
Katy (35:52) Aber entweder ist er eben in einem kriminellen Milieu unterwegs oder
Jenni (35:57) Mhm.
Katy (36:00) es gibt sonst eine gewisse Bedrohung von außen oder sowas. Also für mich ist die Dark Romance eigentlich eher so ein bisschen der Mittelweg zwischen Romance und Thriller.
Jenni (36:12) Mhm.
Gibt es für dich Grenzen bei Dark Romans, wo du sagst, das schreibe ich nicht mehr da, das geht mir zu weit?
Katy (36:20) Also ich würde keine klare Rap-Szene schreiben.
Ja, es gibt graue Zonen, aber auch da finde ich, so eine graue Zone muss von ihrer Seite aus schon auch eindeutig als das definiert sein, dass sie das so will. Er muss jetzt vielleicht nicht so ganz explizit fragen, darf ich dich küssen, darf ich dich anfassen, darf ich.
Jenni (36:41) Mmh.
Katy (36:43) Aber es sollte schon auch klar sein, dass sie entweder einen Exit hat und immer über ein Safe Word praktisch sagen kann, so jetzt ist aber Schluss und er muss das auch immer akzeptieren.
Oder eben, ja, dass das schon sehr geguckt wird, dass sie da auch, ich sag mal, dabei bleibt. Man kann Grenzen ausloten, man kann auch über eine Grenze ein bisschen drüber gehen, aber das sollte immer mein Verständnis von beiden sein. Ich weiß, ich hab Bücher, in denen steht auch drin, dass das Non-Con ist. Bei Bloody Games zum Beispiel steht drin, es ist Non-Con. Da steht es aber aus dem simplen Grund drin, dass er sie vorher eben nicht fragt. Also die machen so eine Art Spiel da draußen und wenn sie dieses Spiel verliert, praktisch dann ...
Genau, er hat ihr dann was weggenommen und ergibt ihr das erst wieder, wenn sie sich darauf einlässt, dass sie mit dem jetzt halt intim wird. Und deshalb ist es
Jenni (37:30) Mhm.
Katy (37:31) eigentlich ja jetzt in erster Linie nicht so freiwillig, aber sie findet das trotzdem
Jenni (37:35) Hmm.
Katy (37:36) gut und hat eigentlich vorher mit ihm auch schon was gehabt und will das eigentlich auch. Aber es ist so bisschen eine graue Zone, deshalb steht Noncon dran, es ist aber kein Noncon.
Jenni (37:42) Grau zu, oder?
Katy (37:46) Also zumindest nicht im klassischen Sinne, nicht so
Jenni (37:48) Ja.
Katy (37:49) der nimmt sich einfach was er will und ja.
Jenni (37:53) Ja, auf meiner Rezensionsplattform weise ich das auch aus. Das das Besondere an meiner Rezension ist, dass ich nicht nur einen Text schreibe, wie ich das Buch fand, sondern das Besondere an meiner Rezension ist, dass ich vor allem auch eine Kategorisierung unten drunter habe.
wo Menschen sich noch ein bisschen besser orientieren können, ist das was für sie oder ist das nicht was für sie, wenn sie zu bestimmten Punkten vor allem was wissen wollen. Und das ist auch eine Kategorie dabei, eine Aussage darüber zu treffen, ist es Con, ist Dubcon, Noncon oder CNC. Und es ist manchmal echt gar nicht so einfach, das zu klassifizieren, ob es schon mehr das ist oder ob es eher das ist. Da sind die Übergänge manchmal fließend.
kann ich verstehen.
Katy (38:38) Genau,
und damit ich da niemandem auf den Schlips trete, ich's einfach ganz klar so kategorisiert, damit sich hinterher niemand irgendwie überrascht fühlt von dieser Szene.
Jenni (38:46) Also im Zweifel eher ein bisschen strenger ausgelegt als ein bisschen weicher.
Katy (38:56) Ja klar, die Triggerwarnung ist ja auch eine gewisse Verantwortung dem Leser gegenüber und wenn der hinterher sagt, naja so schlimm war es gar nicht, dann ist gut. Aber wenn ich jetzt was
Jenni (39:03) Mmh.
Katy (39:04) sehr viel softer verkaufe, als es hinterher passiert, dann habe ich im Zweifel
Jenni (39:07) Mmh.
Katy (39:07) jemanden irgendwie auf den falschen Fuß erwischt und das will ich natürlich gar nicht. Ich möchte jetzt nicht, dass sich da jemand irgendwie
Jenni (39:10) Mmh, das ist ...
Katy (39:13) unwohl fühlt beim Lesen.
39:15Beautiful Sinners: Dark Reverse Harem um eine Hackerin & eine kriminelle Organisation in Boston
Jenni (39:15) Ja, das ist gar nicht so einfach. Gibt es denn auch bei deinen Dark-Romance-Geschichten etwas, was die gemeinsam haben, wo du sagst, das ist so typisch für meine Dark-Romance-Geschichten?
Katy (39:28) Da ist es genauso der Humor und die starken Frauenfiguren, würde ich sagen, ja.
Jenni (39:33) Die sich da auch selbst in Folterszenen irgendwie nicht brechen lassen und ihre Foltermeister noch weiter provozieren. Ich habe mich echt weggeschmissen, bei Beautiful Sinners. Vielleicht können wir das mal als Beispiel nehmen, als schönes Beispiel für deine Schreibe. Worum geht es bei Beautiful Sinners? Magst du das mal für uns so ein bisschen zusammenfassen?
Katy (39:56) Ja, Beautiful Sinners ist eine Dark Revers Harem Story über eine kriminelle Organisation in Boston, die drei Chefs hat in dem Sinne, ist Ghost der Oberboss und die anderen beiden, Stone und Kill, sind seine rechte Hand. Und die
werden von einer Hackerin angegriffen bzw. kriegen einen Hackerangriff zu spüren, von dem sie denken, der kommt natürlich von einem Mann. Und durch kämmen Halbbosten nach diesem Hacker, bis dann irgendwer, denen die Adresse gibt, unter der sie suchen sollen, zu dem Zeitpunkt hat Kill aber schon eine attraktive Dame kennengelernt, die er eigentlich zu bespaßen gedacht hat und das auch in Teilen tut.
Genau, und sie ist ein bisschen lidiert nach dieser Geschichte und er dachte dann so, bringt die nach Hause und stellt fest, dass er sie zu dieser Adresse des Hackers bringt und möchte sie eigentlich nur befragen, weil er herausfinden möchte, wer jetzt dieser Hacker ist und ob sie den vielleicht kennt und in dem Moment fällt irgendwie auf, dass sie in ihrer sehr kleinen, sehr minimalistisch eingerichteten Kellerwohnung einen High-End-Computer stehen hat. Das ist...
Dezent verdächtig, deshalb nehmen die Männer sie dann mit. Und da Ari auch die Klappe nicht halten kann und ständig weiter an den Herren rum provoziert und die sich das nicht so richtig gefallen lassen wollen, entstehen da sehr schnell Spannungen, die Ari dann auch in ihrer tollen 5-Sterne-Suite aka kleine Gefängniszelle im Schlachthaus der Jungs sehr ausgeprägt nutzt.
Jenni (41:48) Man weiß ja zum Ende Band 1 immer noch nicht, ob sie der Hacker ist oder nicht, aber man kann sagen, das sind ganz schöne Machos, einer Frau das nicht zutrauen. Ja, die Jungs
Katy (41:54) Mhm. Ja.
Jenni (41:58) da. Also sie war...
Katy (41:59) Ja, sie ist klein und hat rosa Haare.
Jenni (42:00) Ja, aber da kommt sie ganz nach dir. Du hast ja auch ein bisschen rosa.
Katy (42:06) Ja, ich finde auch, die Protagonistinnen können ja nicht immer nur blond oder brünett oder schwarzhaarig sein. bisschen Varianz dürfen auch Protagonistinnen haben.
Jenni (42:16) Ich glaube, ist schon irgendwie ein Trend. glaube, die aktuelle Protagonistin von Sally Dark hat glaube ich blaue Haare, wenn ich mich richtig erinnere. Also es ist auch gern genommen. Und du trägst es ja auch selbst.
Katy (42:28) Ich habe auch ganz viele bunte. Ich habe auch eine mit blauen Haaren. Ja, ich habe auch eine Protagonistin
mit blauen Haaren. Das ist bei Blue River. Die hat blaue Haare und bei den Hockeys ist tatsächlich auch eine dabei mit grün. Also so mit grün trägt sie.
Jenni (42:44) Ich finde es voll cool. Meine Friseurin meinte es sei aber gar nicht so einfach die Farbe in den Haaren zu halten. Das wäscht sich relativ schnell raus. Wie häufig musst du nachfärben?
Katy (42:54) Ach, das geht eigentlich relativ schnell zum Glück. daher ist es nicht ganz so wild, dass man das so alle zwei Wochen vielleicht... Ja. Ja, aber ich mach das wie Shampoo einfach nur rein und dann... Alles gut. Geht ganz schnell.
Jenni (43:08) Lohnt sich auf jeden Fall für die Optik. Tja, also meine Lieblingsfigur war ja tatsächlich Ari, die eventuelle Hackerin und Ghost definitiv auch. Also wie du es vor allem hingekriegt hast, den Jungs so unterschiedliche Stimmen zu geben, da kommen ja noch mehr Jungs dazu. sind ja nicht nur die drei.
sondern da kommen ja in den nächsten Bänden auch noch ein paar mehr dazu, die auch jeweils eine ganz eigene Figur und Stimme haben. Aber Ghost ist so irre, das ist so ein irrer Aber wer ist deine Lieblingsfigur aus dieser Reihe?
Katy (43:46) Ja, das ist schwierig. Also ich hab sowohl Ari sehr gemocht als auch... Also Ghost ist halt wahnsinnig komplex.
Und das hat auch wahnsinnig viel Spaß gemacht, den zu schreiben und es hat so jeder seine eigenen Qualitäten. Und dann gibt es diesen einen Protagonisten, der später dazu kommt, der ist wahnsinnig lustig, aber
Jenni (44:08) Mhm.
Katy (44:08) auch gleichzeitig
Ja, der hatte dann auch so Moment, da hätte ich ihn gerne mal geschlagen.
Und das sehr leidenschaftlich. Na
Jenni (44:16) Hahahaha
Katy (44:17) ja, gut, vielleicht hätte ich Lucian das übernehmen lassen sollen. Der hätte das sicherlich gerne gemacht. das... also Cole war dann schon auch sehr ambivalent auch in seinen Sympathien und so beim Schreiben auch. Da hatte ich auch meine Alphalese-Rinnen. Ich habe ein ganz tolles Team, das mich immer sehr eng begleitet bei meinen Büchern. Und die haben dann auch irgendwann gemeint, so können wir ihn schütteln, auf den Kopf stellen und vielleicht kann Ghostie ihn auch mal ganz kurz haben.
Nee, nee, gib ihm noch einen Moment. dann entwickelt er sich ja auch wieder anders. Ich finde, dass jeder von denen so viele Facetten hat, fand ich ganz toll und ganz spannend. Und ich liebe diese Reihe sehr und ich hab die wahnsinnig gern geschrieben. Deshalb ist es echt schwer festzulegen, wen ich da am liebsten mochte.
Jenni (45:01) Ja, das verstehe ich. Im ersten Band glaubt man fast, es geht nur ums Pimpern, aber das ist gar nicht so. Es wird wahnsinnig komplex, die ganze Geschichte, die ganzen Zusammenhänge, die Backstories, wie alles miteinander verwoben ist. Und ich fand die Lösung, ich hab am Ende über die Lösung, ich hab mich so amüsiert, ich fand's so genial. Also darauf wäre ich nie gekommen, dass du so was schreibst. Ich fand's voll lustig.
wie das Ganze dann ausgeht. Aber das ist die Reihe, die wir auch nachher verlosen werden. Sagen wir nachher ein bisschen mehr zu. Also, könnt ihr euch auch was freuen. Dann lass uns doch mal zu diesem Spice-Thema kommen, wo du am Anfang sagtest,
45:45Spicy Szenen schreiben: Stellenwert von Spice, Hörbuch-Erlebnis & Spice in der Partnerschaft
Katy (45:45) Mhm.
Jenni (45:45) dass du so mit geschlossenen Augen deine erste Szene geschrieben hast. Heute habe ich eher so das Gefühl...
dass du überall, wo es irgendwie möglich ist, Spice irgendwie reinbringst in deine Bücher. Man hat so das Gefühl, das macht dir Spaß oder... Erzähl mal, für einen Stellenwert haben Spicey-Szenen für dich?
Katy (46:04) Also sie müssen natürlich zur Geschichte passen. Ich schreib die jetzt nicht zum Selbstzweck, sondern das muss schon zu den Protagonisten auch passen. Aber gerade wenn die Protagonisten eben so...
ja, ich sag mal, offen sind, wie sie das teilweise auch sein müssen für die Gags, die sie halt machen, dann ist man sehr schnell dabei, dass die auch sehr selbstbewusst eben in die Richtung gehen, dass sie sagen, sie wollen sich gegenseitig und dann wird das schwierig, jetzt noch eine Story zu entwerfen, in der sie das dann nicht können.
Je nachdem, wen man da so fragt. mein, Shadow in Haunted ist ja öfters mal, der war so schnell zwischendurch entkleidet, dass ich überhaupt nicht mitkam.
Jenni (46:45) Ist das dann für dich eine Freude, runterzuschreiben, was die Protagonisten so einflüstern und vormachen oder ist das nach wie vor so, Gott, muss ich das jetzt auch noch machen?
Katy (46:56) Also meistens habe ich schon Spaß dran bei Beautiful Sinners. ich ab und zu mal den Moment, ich dachte, das kannst du doch so nicht schreiben. Das kannst du doch nicht machen. Das ist doch viel zu irre, sperren dich doch ein, wenn du das aufschreibst. Dann hatte ich meine Alphas neben dran und hab gesagt, Mädels, also so würde das jetzt weitergehen und die alle so, ja, mach mal. Ich weiß nicht. Okay. Okay, ich hab
Jenni (47:12) Ja, ja, ja!
Katy (47:15) ein bisschen Angst, aber ich mach das jetzt.
Jenni (47:17) die Beautiful Sinners zumindest hast du die hinterher auch mal angehört als Hörbuch. Hörst du deine Bücher sonst auch, wenn die vertont werden, die hinterher mal an?
Katy (47:24) Ja, ich hab meine Hörbücher alle gehört, ich bin nur mit Death Games noch nicht ganz durchgekommen, weil ich da erst was anderes zu Ende hören wollte.
Jenni (47:32) Und wie fühlt sich das dann an? Also insbesondere aus den spicy Szenen, die man selber so geschrieben hat, anzuhören?
Katy (47:38) Also ich kann das relativ gut ausblenden, dass das von mir ist.
Jenni (47:43) okay.
Katy (47:44) Ja, also ich genieße das dann auf der der Hörerseite, sag ich mal so. Ich nehme das dann einfach hin, wie ich ein normales Hörbuch von jemand anderem auch hören würde.
Jenni (47:51) Mhm. Mhm.
Katy (47:53) je nachdem, also gerade wenn man dann natürlich hört, wie besonders gute, also ganz, ganz tolle Sprecher das eben vertonen, wie jetzt Tilbeck als Ghost oder
Jenni (48:01) Mhm. Mhm.
Katy (48:02) auch die anderen in den Sinners. Da ja, da hat sich mein Autorenherzchen dann schon sehr wohl gefühlt zu sagen, das ist mein Buch.
Genau, ich würde jetzt nie sagen, ich bin irgendwie stolz auf das, was ich schreibe oder so, der Moment, in dem man denkt, so, ja, ist schon schön, wenn man das von jemand anderem gelesen hört, und wie toll auch die Figuren zum Leben erweckt wurden und
Jenni (48:25) Mhm.
Katy (48:25) so, das hat mich dann für die Figuren einfach wahnsinnig gefreut.
Jenni (48:30) Wer übrigens auch noch mal ein Interview mit Til Beck oder Kivo Adler hören möchte oder auch Carlos Lunes, die waren alle bei mir auch hier schon zu Gast im Interview, könnt ihr also alle euch noch mal anhören, die nämlich auch bei Beautiful Sinners mit sprechen unter anderem.
Wenn man das jetzt mal vergleicht mit anderen Autorinnen und wie die ihre Spice-Szenen so schreiben, dann habe ich das Gefühl, die gibt es relativ häufig. Spicey-Szenen, deine Protagonisten sind da sehr aktiv. Aber du beschreibst es jetzt nicht in allen Details und über Seiten, Seiten, Seiten, Seiten hast du da so eine bestimmte Strategie oder bestimmte Gedanken im Kopf, was dir wichtig ist an solchen Szenen?
Katy (49:13) Also mir persönlich ist die Tension im Vorfeld wichtiger als den Akt an sich in Einzelheiten auszuführen. Ich meine,
Jenni (49:18) Mhm. Mhm. Mhm.
Katy (49:21) ich finde es jetzt relativ unspektakulär, dann einfach zu schreiben so rein, raus, rein, raus, rein, raus. Finde ich jetzt irgendwie unspektakulär, das so aufzuschreiben. Von daher versuche ich dann das ein bisschen genau über Spannung und über die Gefühle der Protagonisten, über so ein bisschen...
Ja, das ganze Drumherum ein bisschen mehr zu gestalten als dieses
Jenni (49:40) Mhm. Mhm.
Katy (49:43) Schnöde, ja, den Akt an sich so schnöde wie möglich irgendwie wiederzugeben. gesagt, das habe ich jetzt persönlich keinen Spaß dran, sondern eher so an der Spannung. Aber es ist genau. Ja, weil ich finde, es kann sich auch
Jenni (49:55) ist drum herum.
Katy (49:59) jeder was darunter vorstellen, was da so technisch passiert. Deshalb muss ich das jetzt nicht so klein klein ausführen. Ich muss auch kein Zentimetermaß nehmen, das
Körperteil des Herren halten. ist für mich jetzt auch eher befremdlich, wenn ich da sehr intensive Beschreibungen lese, so optische Zusammenfassungen von dem, was man da so an bestimmten Stellen sieht, bin ich jetzt auch kein Fan von. Ich brauche jetzt nicht die letzte Ader noch beschrieben haben. Mach ich dann entsprechend auch nicht.
Jenni (50:28) Jetzt hatte ich aber bei dieser New York Tigers Reihe das Gefühl, da hätte vielleicht sogar noch mehr Spice reingepasst. Da gab es so manche Szenen, wo ich dachte, hier blendet sie aus, das macht sie sonst nicht. Gab es da eine Vorgabe vom Verlag oder war das einfach so?
Katy (50:48) Also ich sag mal, ich bin in das Thema Spice ja auch eher reingewachsen, dadurch dass es die Stories mir so hergegeben haben und das war eben eine der ersten Reihen, in der ich sehr aktiv mit eben diesem Spice in der Story an sich gearbeitet habe. Ich habe vorher unter meinem alten Pseudonym noch eine BDSM-Reihe geschrieben. So gerade als das mit Fifty Shades of Grey aufkam, ich kam
Jenni (51:12) Mhm.
Katy (51:12) auch eigentlich da nur zu, weil meine damalige Verlegerin gesagt hat, ach...
Unsere kleine süße Jugendbuchautorin, kannst sowas bestimmt nicht. Lass das mal, das ist nichts für dich.
Jenni (51:22) sich produzieren lassen.
Katy (51:23) Und ich dachte mir so, das werden
wir jetzt sehen. Und habe es ausprobiert und ja, hier bin ich.
Jenni (51:31) Wie lustig, wie man so manchmal kommt zu manchen Themen. Wenn ich wagte, nicht gewinnt. Auf jeden
Katy (51:37) Ja, eben.
Jenni (51:38) Mir hat eine...
Eine Hörerin von meinem Vodcast hat mir eine Frage mitgegeben, die ich mal stellen soll, meine InterviewpartnerInnen. Und zwar die Frage, wenn man sich so viel mit Spice beschäftigt, hat man da in real life überhaupt noch Interesse dran oder leidet dann die Partnerschaft oder ist es sogar eher animierend?
Katy (52:00) Ich hab zwei kleine Kinder, hab für so was keine Zeit.
Jenni (52:05) wie die Phasen so sind im Leben. Also, das heißt, du lebst es im Moment auf Papier aus.
Katy (52:13) Ja.
52:13Schreiballtag als Autorin: Zeitmanagement, Plotten oder Drauflosschreiben & Schreibblockaden
Jenni (52:13) Was mich jetzt noch mal interessieren wie du dich beim beim Schreiben so organisierst. Wie koordinierst du das mit deinen beiden kleinen Kindern und deinem Studium noch nebenbei? Wann schreibst du? Wie schreibst du das? Hast du irgendwelche Routinen oder Rituale?
Katy (52:29) ich schreibe eigentlich immer. Also immer wenn es irgendwie gerade geht, das heißt mittlerweile schreibe ich viel am Handy. Der Kleine lässt sich noch in der Trage schön immer in den Schlaf tragen. Das heißt den habe ich dann an mir hängen und schreibe hinter dem vorbei praktisch am Handy. Manchmal diktiere ich auch je nachdem.
Jenni (52:52) ist aber anstrengend.
Katy (52:53) ja, also es ist schon angenehmer mit Tastatur natürlich. Ja wenn es dann
Jenni (52:58) Definitiv.
Katy (52:59) halt geht irgendwie abends. Genau, ich habe auch selten Abende, an denen ich irgendwie nur da sitze und eine Serie gucke oder sowas, sondern ich schreibe immer parallel noch. Zumindest ein bisschen. Das ist dann meistens nicht so, dass ich da abends noch, keine Ahnung, 2000 Wörter schreibe, sondern so 100, 200, 300 vielleicht mal je nachdem. Genau. Und dann eben abends im Bett noch die letzten fünf Minuten, bevor ich einschlafe, wird auch auf dem Handy noch weiter geschrieben. Wenn der Kleene zwischendurch wach wird, schreibe ich weiter.
während ich den dann im Arm habe und gucke, dass der weiter schläft. Ja, also eigentlich immer. Und das Studium ist im Moment eher so ein bisschen, das wartet darauf, dass der Kleine jetzt in die Kita-Final eingefühlt ist.
Jenni (53:43) Das klingt so, als ob es ein innerer Drang wäre, das loszuwerden und runterzuschreiben. Das ist also nichts, wozu du dich zwingen musst.
Katy (53:52) Nee, nicht. bin aber auch jemand, der es schafft sich sehr viel. Also wenn ich das Gefühl habe, ich habe da irgendwo noch fünf Minuten Freizeit übrig, dann gucke ich, dass ich noch ein neues Projekt annehme.
Jenni (54:02) bekannt vor. Man hat ja noch nicht genug.
Katy (54:05) Genau, und dann so, ach ja, das eine Buch, das krieg ich auch noch geschrieben, ist gar kein Problem. Und dann hinterher denk ich so, vielleicht hättest du doch mal so eins bis drei weniger machen sollen. Aber macht ja auch Spaß, also sonst würd ich's ja nicht machen.
Jenni (54:18) Jetzt hast du ja eben schon so durchblicken lassen bei den Erzählungen, dich die Inspiration oder die die Inspiration setzt sich einfach bei dir auf den Tisch und sagt, schreib mich jetzt runter. Bist du dann so eine von denen, die dann einfach drauf losschreiben und sich das beim Schreiben entwickelt aus den aus den Charakteren heraus und was die dir so einflüstern oder planst du auch ein bisschen?
Katy (54:43) Das kommt ganz aufs Projekt an. Ich hab bisher hauptsächlich einfach drauf losgeschrieben. Ich kann tatsächlich auch sehr schnell Geschichten entwickeln. Das heißt, man wirft mir zwei Wörter zu und das setzt meinen Kopf schon zusammen und baut sich eine ganze Story draus. hatte bei Bloody Games hat sich meine liebste Alpha-Leserin... Hallo Jesse, falls du zuhörst.
Die hat sich dann damals von mir gewünscht und sagte, ja, ich würde mir wünschen, dass du mal sowas wie Tribute von Panem schreibst, nur halt für Erwachsene mit Spice und vielleicht in der VR. Und das hat ungefähr zehn Sekunden gedauert. Und dann hatte ich diese ganze Story im Kopf und wusste, was ich schreiben
Jenni (55:21) Wow.
Katy (55:22) will. Oder hatte zumindest so einen Anfang, dass ich anfangen konnte zu schreiben. Die Details entwickeln sich immer bei Beautiful Sinners. Habe ich tatsächlich einfach mit Ghost angefangen, der gesagt hat, ich mache das schon. Komm mit, ich mache das.
Ja, genau. das ist oft bisher so gewesen, dass die Stories mich dann einfach mitgenommen haben, dass ich mich einfach drauf eingelassen hab, dass ich einfach nach und nach mich da durchgeschrieben hab, dass ich dann auch zwischendurch von den Testis die Frage gekriegt hab, wie endet's denn? ich so, keine Ahnung. Weiß ich nicht. Ja, kriegen wir ein Happy End. Keine Ahnung. Werden wir sehen, wenn wir da sind. Ja, genau. Aber mittlerweile versuche ich auch ein bisschen mehr zu planen. Also gerade jetzt die nächsten Projekte, kommen, das sind dann auch.
Bücher, die jetzt nicht mehr in kleineren Verlagen erscheinen und die großen, die möchten, dann gerne geplant haben.
Jenni (56:15) Aber ich, jetzt gerade bei Beautiful Sinners, die Geschichte wird ja so komplex. Wie machst du das einfach nur drauf losschreiben, ohne im Kopf die ganzen Zusammenhänge schon zu wissen, was da, wie machst du das?
Katy (56:27) Ich hatte zwischendurch immer mal einen kleinen Moment, ich dachte, das kann niemals aufgehen, niemals. Und hab dann mit meiner liebsten Alphaleserin mich wieder zusammengesetzt und hab gesagt, ich hab gerade so... Dann wirft sie mir Teile zu und irgendwann gibt es dann ein ganzes Bild. Das ist jetzt nicht so, dass sie dann die kompletten Ideen baut, sondern sie wirft mir dann Worte hin. Ich sag, nee, so nicht, aber anders. Und dann bauen wir uns da so gemeinschaftlich praktisch ein bisschen durch. Aber vieles davon.
kommt dann tatsächlich im Gespräch, wenn man über die Geschichte spricht, über die Geschichte nachdenkt und dann sagt sie vergiss mal nicht, du hast da noch einen offenen Faden und sowas. Also da brauche ich dann schon auch, da habe ich dann mein Team, was mich dann so bisschen noch mal einordnet und sagt wir haben da noch Fragen zu klären, aber die Lösungen, die müssen meine Protagonisten und ich dann doch schon selbst irgendwie raus basteln.
Jenni (57:18) Wow! Und schreibst du dann chronologisch oder springst du auch mal so schon zu späteren Szenen?
Katy (57:23) Ich hab zwischenzeitlich mal probiert, Szenen zu schreiben, wenn sie gerade gepasst haben. gerade so Spice-Szenen finde ich ein bisschen schwierig, je nachdem, wo man gerade ist. Ich saß letzt beim Arzt im Wartezimmer und hätte eine Spicy Scene schreiben müssen und hab da ganz kurz drüber nachgedacht, das zu machen. Aber es war ein Kardiologe und die Omi neben mir hat so bisschen auf meinem Bildschirm geschielt. Ich wollte da jetzt keine medizinischen Notfälle auslösen.
Jenni (57:49) Ich
meine, dann man wenigstens vor Ort beim Arzt gleich gewesen.
Katy (57:54) Ja, wollte jetzt trotzdem da niemanden
irgendwie verstören oder da größere Schäden verursachen. Von daher habe ich das dann bleiben lassen und habe die Szene dann übersprungen. Aber ich habe das auch dann vor einiger Zeit mal versucht, eben Szene, ich wusste, die werden so ein bisschen oder ich hatte die vielleicht auch ganz präsent im Kopf und habe gedacht, eigentlich will ich die genauso haben, wie ich die jetzt im Kopf habe und habe die dann geschrieben. Und das war ein Final dann, die dies nicht ins Buch geschafft haben. Also habe ich.
Dann damit wieder aufgehört. Jetzt lasse ich Szenen zwischendurch mal aus. wie gesagt, so ein Spicy Scene kann ich jetzt gerade nicht schreiben, ... Ja, es ist manchmal auch so bisschen ... Wenn ich in der Kita zur Eingewöhnung in der Elternecke sitze, möchte ich auch keinen Spice schreiben. Ich finde, so was muss man halt auch irgendwie bisschen durchschreiben können bis zum Schluss. Ich fange in der Spice-Szene gerne an zu schreiben und zieh die durch bis zum Schluss.
brauch sonst in den meisten anderen Szenen, ich kann auch in Action-Szenen zwischendurch gut rausgehen und sag so, jetzt mach ich hier einen Cut. Jetzt hab ich den halben Satz, manchmal mach ich auch halbe Sätze nur, weil halt gerade irgendwas ist und lass den halben Satz so stehen und mach damit später weiter. Bei Spice hab ich das eigentlich ganz gern, dass ich die zu Ende schreibe, weil ich sonst finde, das Gefühl ist schwer wiederzukriegen und das ordentlich wiederzugeben. Genau, und da such ich mir dann... Genau.
Jenni (59:06) Ja, wieder reinzukommen in diesen...
Katy (59:13) da suche ich mir dann eher Momente, in denen ich weiß, ich kann jetzt vielleicht, hoffentlich im besten Fall mal irgendwie eine halbe Stunde am Stück schreiben.
Jenni (59:20) Aber das, was du so erzählst, das klingt nicht so, als ob du schon jemals eine Schreibblockade gehabt hättest, oder?
Katy (59:27) Ich sage immer, ich glaube nicht an Schreibblockaden. Das wird mir wahrscheinlich
Jenni (59:29) Hahahaha
Katy (59:30) jetzt auf die Füße fallen, wenn ich das jetzt sage, aber ich persönlich glaube nicht an Schreibblockaden. Ich glaube dran, dass es Motivationsblockaden gibt und dass es Blockaden gibt, die mit dem Planen oder dem Nichtplanen zu tun haben können. Also dass man sich in seine eigene Geschichte verrennt. Sowas ist mir auch schon passiert. Dann bin ich aber, wie gesagt, dann habe ich so ein tolles Backup, dass ich dann zu meinen
Testlesern, Alpha-Lesern gehen kann und kann da mit denen ins Gespräch gehen und dann kommt es sehr schnell, dass ich weiß wo es hängt.
Jenni (59:58) Dann kann es einfach weitergehen.
Katy (1:00:01) Bisher hat es
immer funktioniert. gesagt, wenn ich das jetzt so ausspreche, glaube ich mal gerade auf Holz, damit mir das jetzt nicht demnächst passiert. Aber grundsätzlich, bisher
Jenni (1:00:07) Das ist
Katy (1:00:11) hatte ich das Glück, dass ich ganz einfach sagen kann, ich glaube da nicht dran, dass es Schreibblockaden gibt.
1:00:17Self-Publishing oder Verlag? Haunted, Entscheidungen & Rückschläge als Autorin
Jenni (1:00:17) Und jetzt, ich glaube du hast die Erfahrung als Verlagsaugtuchin, aber durchaus auch als Self Publisherin. Nicht so? okay.
Katy (1:00:25) Da fange ich jetzt erst an in der Richtung.
genau, Haunted ist das erste Self-Publishing Projekt, in dem ich ein komplettes... Ja.
Jenni (1:00:33) Das war das erste, was ich in die Hand gekriegt habe. Darum habe ich dich
unter Self Publishing einsortiert. Aber das heißt, ist noch gar nicht so... Das noch ganz frisch sozusagen, diese Erfahrung. okay.
Katy (1:00:41) Genau,
ist noch ganz frisch da in die Richtung. Bewege ich mich jetzt gerade erst, wie gesagt, mit Haunted das erste Mal. Da habe ich ja zwei ganz tolle Kolleginnen an der Seite, die mich so bisschen durch den Prozess führen. Genau, und ich werde jetzt auch ein Self-Publishing-Projekt angehen, so wahrscheinlich zum Ende des Jahres. Es kann aber sein, dass ich jetzt gerade noch ein paar Termine schieben und dass ich dann entsprechend ein bisschen mehr Ruhe habe, das so umzusetzen, wie ich das gerne möchte. Genau.
Jenni (1:01:10) Und kannst du schon sagen, was dir besser gefällt? Self-Publishing oder Verlag?
Katy (1:01:15) Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Ich bin halt so ein Typ, ich bin mit Entscheidungen nicht gut. Ich entscheide nicht gern, ich gebe sowas teilweise auch ganz gern ab. Ich habe jetzt, wie gesagt, ein Projekt bei einem größeren Verlag, bei einem Publikumsverlag. Und da hatte ich auch Gespräche, denen ich gesagt habe, ja, das könnt ihr dann entscheiden. Und dann waren die ganz überrascht und haben gesagt, wie wir dürfen das entscheiden.
bin furchtbar schlecht mit diesen Entscheidungen. Bitte entscheidet ihr das. Da haben wir dann keine Ahnung. Die haben dann mit mir zusammen fünf Titel entwickelt und so. Welche nehmen wir denn davon jetzt? Ich finde die alle gut. Entscheidet ihr euch bitte. Ich möchte das jetzt nicht entscheiden. Danke.
Jenni (1:01:53) Ja, schlimm, ne? Ja. Ja. Ja,
Kenn ich. Das geht mir auch so. Also im Prinzip bei jedem Interview, was ich rausbringe, ich auch entscheiden, welchen Titel nehme ich denn jetzt? Wie mache ich es denn jetzt? Und dann gibt so viele Möglichkeiten und man muss sich einfach irgendwann entscheiden und sagen, okay, ich nehme jetzt den Titel in der Hoffnung, dass der Aussage kräftig genug ist, auch für andere.
Katy (1:02:16) Ja, ich bin
mit so was echt furchtbar. kann mich da wirklich drin verlieren. Von daher, ich steh dann da, keine Ahnung, ne Stunde und betrachte mir zwei Titel und denke, so ist der linke oder der rechte besser? Ich weiß nicht. Mach ich das Cover jetzt in rot oder mach ich das in blau? Ich weiß nicht. Deshalb hab ich eigentlich ganz gerne einen Verlag, irgendwann sagt, okay, jetzt reicht's, wir machen das jetzt so.
Jenni (1:02:36) bin ich mal gespannt, ob du jemals was auf die Straße kriegst im Self Publishing.
Katy (1:02:41) Da bin ich jetzt auch gespannt. Es wird sich zeigen. Ich hoffe ja, aber es wird sich zeigen.
Jenni (1:02:47) Toi, toi, toi!
Katy (1:02:48) Danke.
Jenni (1:02:50) Gibt es denn irgendwas, du hast ja jetzt schon eine ganz schöne Karriere als Autorin gemacht, gibt es irgendwas, was du aus heutiger Perspektive so deinen früheren Autorinnen nicht mitgeben wollen würdest?
Katy (1:03:03) Das ist eine sehr gute Frage. Also es ist so, dass auf dem Weg als Autorin mir persönlich immer wieder größere Rückschläge in dem Sinne passiert sind und dass man die überwinden muss, dass die oft im ersten Moment aber sehr viel größer aussehen als es hinterher sind. Das wäre jetzt so vielleicht das, was ich mir selbst mitgeben würde, wenn ich pauschal neu einsteigenden Autoren einen Tipp an die Hand geben müsste, der mich jetzt
persönlich am weitesten gebracht hat, wäre das Schreiben, schreiben, schreiben immer weitermachen. Weil auch wenn ein Buch dabei ist, was jetzt nicht funktioniert, wenn ich ein Buch bei, keine Ahnung, einer Agentur vorgelegt habe und die sagen, boah nee, will ich nicht, dann kann ich das bei anderen probieren, aber wenn das Ergebnis überall ist, will ich nicht, dann kann das ja sein, dass das vielleicht einfach gerade nicht zum Markt passt oder dass ich mich vielleicht in einem anderen Genre probieren muss oder so. Aber wenn es mir ums Schreiben an sich geht, dann
muss ich vielleicht auch mal einen Haken an ein Projekt setzen, von dem ich jetzt dachte, das ist toll und ich mochte das gern. Aber es hat halt gerade keine Option, wenn ich denn zum Verlag will oder ich muss es halt selbst auflegen, klar. Aber es bringt mich dann grundsätzlich nur weiter, auch wenn ich im Self Publishing jetzt ein Buch veröffentliche, was vielleicht nicht so gut geht, dann einfach zu sagen, dann mache ich jetzt weiter, mache was anderes, mache das nächste und hänge mich jetzt da nicht so sehr dran auf, dass jetzt irgendwas vielleicht mal nicht funktioniert hat.
1:04:28Neue Genres & Projekte: Lost Academy, Fantasy-Satire, Beautiful Sinners & Katy Crown folgen
Jenni (1:04:28) Gibt es denn noch Genres, andere Genres, den du dich ausprobieren wollen würdest?
Katy (1:04:32) Ja.
Jenni (1:04:34) Ja?
Katy (1:04:35) Ja, ich
würde auch eventuell demnächst mal ein bisschen mehr in Richtung... mein Dark Romans ist für mich ja schon so bisschen dieser Zwitter zwischen Thriller und Romans, aber das dürfte auch noch ein bisschen thrillerlastiger sein. Manchmal.
Jenni (1:04:51) Mhm. Mhm.
Katy (1:04:53) Würde ich jetzt auch machen, genau, also Romanticie mache ich ja auch schon mit und ohne Dark-Anteil. Da gibt es natürlich auch verschiedenste Größenordnungen, die man da so...
ob ich jetzt in der High-Romanticie unterwegs bin oder eben in dem, ich jetzt bisher gemacht habe, eher so bisschen Urban-Romanticiemäßig. Genau, also ich könnte mir auch vorstellen, High-Fantasy-Welt zu entwerfen, die man eben mit einer Romance-Story dann belebt entsprechend. Ja, also vorstellen kann ich mir total viel, was ich für mich persönlich jetzt erst mal ausschließen würde, wären solche Cosy-Crime-Geschichten, also so der ganz klassische, ich sag mal,
Spessartkrimi oder sowas, das würde ich jetzt vielleicht nicht schreiben. Genau, genau, das wäre jetzt glaube
Jenni (1:05:37) So Regionalkrimi.
Katy (1:05:41) ich nicht mein Ding, aber vielleicht irgendwann mal, wenn ich älter bin und ja, weiß ich nicht, aber im Moment würde ich das jetzt eher ausschließen.
Jenni (1:05:52) Und magst du uns denn schon verraten, woran du aktuell arbeitest, was wir als nächstes von dir erwarten dürfen?
Katy (1:05:58) Aktuell mache ich eine Überarbeitung von Lost Academy, das ist ja schon angekündigt. Das wird im Dezember bei Lycrow erscheinen. Das ist eine... Ach, da habe ich tatsächlich eine High Fantasy Welt sogar schon entworfen. Haha, da ist sie schon. Das ist
Jenni (1:06:11) Hm.
Katy (1:06:13) eine Fantasy-Satire mit einem Dark-Reverse-H-Ram in Kombination.
Ja, es ist ganz anders. Also für alle, sagen, sie wollen mal ganz was anderes lesen und nicht so das, was jeder immer irgendwie schreibt, die sind da genau richtig, weil es bedient alle Klischees und gar keins. Weil es alle Klischees nutzt und die einmal komplett auf den Kopf dreht.
Jenni (1:06:35) Das macht neugierig.
Katy (1:06:36) Ja, also ich hatte wahnsinnig viel Spaß.
Es gibt einen Meisterdieb, der ein ganzes Gebäude zu stehlen hat. Es gibt eine Studentin, die sich in nirgendwo verliert. Es gibt einen Magier, der vergessen hat, wie man zaubert.
Ja und äh genau.
Jenni (1:06:55) Ja, das macht definitiv
neugierig, zu gucken, was dahinter steckt. Wo könnte man dir denn folgen, dann zu erfahren, dass jetzt der Moment ist, wo man wieder was Neues von dir erwerben kann?
Katy (1:07:13) Instagram, TikTok, Amazon, da gibt es ja auch eine Follow Funktion. genau.
Jenni (1:07:17) Stimmt, da kann man auch followen.
Also Instagram, TikTok. Genau, und jetzt haben wir es ja schon mehrfach Du stellst einmal deine komplette
Tetralogie ist das, Also deine vierbändige Beautiful Sinners Reihe. Einmal zur Verfügung, dass wir die hier zusammen verlosen können. Und
Katy (1:07:43) Mhm.
Jenni (1:07:43) das tun wir auf Instagram, TikTok. Genau, kannst du ja gern mal auch
Katy (1:07:47) Genau.
Jenni (1:07:49) ins Bild halten. Wow, sogar mit Farbschnitt. Herrlich. Wunderschön.
Katy (1:07:50) falte sie jetzt einmal gerade rein. ich habe sie falsch rumsortiert. Fällt mir gerade auf.
ist ein übergreifender Farbschnitt. ist eigentlich auch sehr schön. Wenn man ihn denn richtig hinhält, ist er eigentlich auch sehr schön. Also dreiseitiger Farbschnitt. Die komplette Reihe.
Jenni (1:08:05) Jetzt! Der Totenkopf! Wunderschön!
Und den verlosen wir einmal. Die Bedingungen dafür findet ihr auf Instagram, auf unser Baida-Profil und auf TikTok auf KatysProfil. Denn auf TikTok kann man keine gemeinsamen Posts
einstellen. geht nur auf Instagram. Und da haben wir uns entschieden, das Gewinnspiel dann bei dir, bei Katy, auf dem Profil läuft. Da findet ihr das, da findet ihr die Bedingungen und da könnt ihr mitmachen. Und das Gewinnspiel läuft bis zum 8.9. Genau. Tja, dann...
bleibt mir nur darauf hinzuweisen, dass dieser Vodcast alle zwei Wochen erscheint, immer an einem Mittwochmorgen. wenn dir diese Folgen gefallen hat, dann hinterlasst doch gerne einen Daumen hoch oder ein Sternchen, gerne auch ein Kommentar. Ich freue mich über jegliches Feedback, ob euch der Vodcast zu kurz ist, zu lang ist, ob ihr euch bestimmte Gäste wünscht. ich bin für alles dankbar, was ihr mir zurückmeldet ja.
Liebe Katy, schön, dass du da warst. Es hat mich riesig gefreut, dich kennenzulernen, dir bisschen zu plaudern, wie du das so machst mit deinen Büchern und dem Schreiben und was da so alles im Hintergrund passiert.
Katy (1:09:27) Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
Hat mir auch viel Spaß gemacht.
Jenni (1:09:30) Dann sehen wir uns definitiv auch nochmal wieder zum Thema Gewinnspiel.
Katy (1:09:34) Genau.
Jenni (1:09:35) Und an euch da draußen, tschüss, bis zum nächsten Mal!
Katy (1:09:38) Tschüss!
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