34: Yvonne Matuchno zu ihrer "Die Schöne und das Biest"-Adaption
Share
In dieser Folge des Passion and Words Vodcasts spreche ich mit Debütautorin Yvonne Matuchno über ihren Romantasy-Roman „Dunkle Schwingen, Goldenes Herz“ – eine außergewöhnliche Beauty-and-the-Beast-Adaption, in der die klassische Rollenverteilung auf den Kopf gestellt wird. Wir sprechen über den Gender Swap, starke Figuren, märchenhafte Atmosphäre und darüber, warum Romance weit mehr sein kann als eine Liebesgeschichte.
Außerdem erzählt Yvonne, wie aus einem vermeintlichen Lückenfüller ihr Debüt entstand, weshalb sie ihre Romane bis ins kleinste Detail plant, welche Erfahrungen sie im Selfpublishing gesammelt hat und warum sie heute bewusster mit Kritik umgeht. Ein Gespräch über kreatives Schreiben, Romantasy, Buchliebe und den Mut, bekannte Geschichten neu zu erzählen.
Jetzt reinhören oder anschauen
Auch auf deiner Plattform als Vodcast oder Podcast erhältlich
Weitere Infos und Affiliate Links/Werbung* zum Buch
- Buch kaufen bei Amazon, Genialokal
Mehr über Yvonne
- TikTok: @yvonne_matuchno
Kapitel und Transkript
00:26Begrüßung und Vorstellung der Gästin
Jenni (00:26): Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Passion and Words Vodcast. hier bin wieder ich, Jennifer Rolle, Lektorin, Bloggerin, Vodcasterin und heute wird es wieder spannend. Aber bevor wir zum heutigen Interview Gast kommen, der obligatorische Aufruf. Klick auf den Folgebutton, dann erhältst du immer einen kleinen Ping, wenn wieder eine neue Folge online geht und außerdem
hilft das, dass auch andere Romance-Fans diesen Vodcast schneller finden. noch eine Ankündigung, meine heutige Gästin und ich veranstalten wieder ein Gewinnspiel zusammen. Und weitere Hinweise dazu gibt es wie immer gegen Ende des Interviews. So, damit ist der Vorspann und das Organisatorische überstanden und wir können uns jetzt voll
Yvonne Matuchno (01:15): Hahaha!
Jenni (01:16): und ganz zu meiner heutigen Gästin widmen.
Sie ist durch und durch vulkan eifertran, eine wunderschöne Gegend, wo ich auch schon mal einen kleinen Urlaub verbringen durfte. sie hat Hund und Katz, vielleicht mag sie uns auch noch mal im Laufe des Interviews erzählen, wie die beiden sich miteinander vertragen. Ich glaube, sie hat in einem ihrer Beiträge auf Social Media mal gesagt, dass sie älter ist, als sie aussieht.
Und sie selbst liest gerne Fantasy und Romantasy und genau das, was sie liebt, das schreibt sie auch. Und kürzlich ist ihr Debüt herausgekommen. Dunkle Schwingen, Goldenes Herz, eine sehr spannende Beauty and the Beast Adaption. Aber bevor wir da einsteigen, jetzt erstmal herzlich willkommen Yvonne Matuchno.
01:45Yvonne stellt sich und ihr Buch vor
Yvonne Matuchno (02:08): Yay! Sehr schön, dass ich heute da sein darf.
Jenni (02:11): Ich freue mich schon riesig ein bisschen mehr über dein Projekt, dein Debüt-Roma anzuerfahren und über die Hintergründe und wie du darauf gekommen bist. Aber bevor wir da einsteigen in deinem Buch, vielleicht können wir erstmal dich ein bisschen näher kennenlernen, wer du so bist, was magst so über dich erzählen?
Yvonne Matuchno (02:31): Ja, sehr gerne natürlich. komme aus der wunderschönen Vulkan-Eifel. Ich bin hier aufgewachsen, habe da zehn Jahre in Köln gelebt und Köln darf man auch nicht unterschätzen. Das sind die nettesten Menschen der Welt gefühlt. dann bin ich aber wieder zurückgezogen, denn irgendwie hat es mich zurück aufs Land gezogen und hier finde ich auch sehr viel Inspiration.
Ich wie du gesagt hast, einen Hund, der ist mein größtes Hobby sozusagen. Und jetzt muss ich mal kurz die Herzen brechen. Die kleine Katze ist leider verstorben. In der Zwischenzeit...
Ansonsten, ich seit frühester Kindheit gerne gelesen und dementsprechend irgendwann angefangen, kleine Geschichten aufzuschreiben. Das waren dann aber eher so...
Zähnen, kleine Zähnen und ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen ein Buch zu schreiben. Bis ich dann in meinem Bekanntenkreis tatsächlich, da ja es hat sich herausgestellt, jemand hat dann ein Buch eingereicht und das wurde angenommen und es war ein riesen Durchbruch und dann habe ich gesehen, mein Gott, eine Person, die ich kenne, die ist Autorin und das hat mir so Mut gemacht.
dass ich dann später gesagt habe, ist das nicht nur ein Hobby, jetzt will ich wirklich auch veröffentlichen. Anfang des Jahres hat es geklappt. Das hier ist mein Debüt-Roman, der ist im Selbstverlag erschienen und es geht fleißig weiter. Natürlich!
Jenni (04:10): Also für alle die, sorry wenn ich dich kurz unterbreche, für alle die, die das hier nicht als
Video gucken, sondern als Podcast hören, Yvonne hat gerade ihr wunderschönes Buch in die Kamera gehalten, Goldene Schwingen, Dunkles Herz,
Yvonne Matuchno (04:24): Vielen Dank Jenny, ja da sieht man, wer hier der Profi ist. Genau, also mein Debüt ist erschienen. Ich freue mich riesig und das geht natürlich auch demnächst weiter. Ansonsten, ich habe ganz lange im Projektmanagement gearbeitet und
Jenni (04:41): Nachpasst!
Yvonne Matuchno (04:41): bin jetzt allerdings, ja im Projektmanagement, im Marketing,
Jenni (04:45): Mhm.
Yvonne Matuchno (04:46): bin jetzt allerdings Museumsführerin. Ja, und das ist
Jenni (04:49): Nein, echt? In was für eine Art von Museum?
Yvonne Matuchno (04:52): dann...
in einem sozusagen gefreilicht Museum. Ich bin Museumsführerin in einer Burg.
Jenni (05:00): Nein, wie traumhaft, ist ja... Und das passt vor allem auch zu dem, was du schreibst, besonders gut.
Yvonne Matuchno (05:06): Es ist
ganz hervorragend, es macht ganz viel Spaß und Inspiration. Darüber haben wir schon geredet. Teilzeit, sodass ich ganz viel Zeit habe zum Schreiben.
Jenni (05:20): Führerin in einer Burg, da hast du doch bestimmt auch so ein paar Schlüssel zu räumen und wegen, wo man als normaler Gast nicht hinkommt.
Yvonne Matuchno (05:29): Es ist magisch, ja. Es ist ganz toll.
sehr überraschend, ich sagen, weil es gibt immer irgendwelche Ecken. Du gehst irgendwo lang und denkst dir, jetzt ist aber zu Ende, jetzt gehe ich wieder zurück und dann ist da doch noch irgendeine Treppe, die du vorher nicht kanntest und alles ist so verwinkelt und klein gehalten und dann kannst du auf einmal doch noch irgendwo in Turm hochgehen und dann ist da noch so ein kleiner Gang, der irgendwo hinführt. Ganz hervorragend,
Jenni (05:58): Wie würdest du dich denn charakterisieren? Hast du mal so drei Hashtags für uns?
06:03Yvonne in drei Hashtags
Yvonne Matuchno (06:03): Sehr gerne, natürlich. Also ich hab's eben schon angesprochen. Hashtag Dogmom. ist ein sehr großer Teil meines Lebens, der will sehr viel Aufmerksamkeit. Ich hab ihn auch lieb. Hashtag Booktravert. Ja, ich sag immer, ich bin eigentlich eher introvertiert, glaubt man oft vielleicht nicht.
Aber ich mag meine Me-Time und dann mache ich daraus nochmal das Book Travert. Denn das ist auch ein riesiger Teil meines Lebens. Nicht nur das Schreiben, sondern natürlich auch generell das Lesen und das sich umgeben mit Büchern. Also ich treffe mich auch ganz oft mit Freundinnen auf Bücherschopping-Dates oder im Buchclub oder sowas.
Jenni (06:47): Teure Dates, oder?
Yvonne Matuchno (06:49): Das teure Dates, wir sagen uns dann
Jenni (06:51): Haha
Yvonne Matuchno (06:51): oft, ja nur ein
Jenni (06:54): Ein Buch, jenis klar. Also bei einem Drink ist es, ich glaub da kommt man manchmal besser weg als ein Buchshopping.
Yvonne Matuchno (07:01): Ja,
definitiv. Naja. der letzte Hashtag, das wäre Hashtag... Abenteurerin.
Jenni (07:11): Mhm.
Yvonne Matuchno (07:13): Weil ich glaube ich noch nie einen Strandurlaub gemacht habe. Ich brauche immer Action und Abenteuer.
Jenni (07:20): Naja, am Strand könnte man ja auch Abenteuer haben mit tauchen, schnorcheln, surfen lernen.
Yvonne Matuchno (07:26): Das stimmt,
Strandurlaub im Sinne von einfach am Strand liegen. Das ist schön. Für zwei Stunden mag ich das auch sehr gerne.
Jenni (07:34): Mhm.
Yvonne Matuchno (07:35): Aber ich brauche danach wieder wie zum Beispiel Schnorscheln oder Tauchen oder, hey, da ist doch eine Höhle, lass uns da mal reingehen und die entdecken.
Jenni (07:43): Mhm.
Yvonne Matuchno (07:44): Also im Herzen bin ich immer noch zwölf Jahre alt und möchte einfach alles ausprobieren und entdecken.
Jenni (07:49): Mhm.
Yvonne Matuchno (07:51): also als Kind wollte ich auch was immer. Also ich wollte werden, was auch immer, Indiana Jones.
oder Lebercroft waren. so in die Richtung. Hat leider nicht funktioniert.
Jenni (07:59): Aha. Das passt ja dann.
Naja, das tust du jetzt in deiner Fantasie. Das, vielleicht nicht im Job... Obwohl, dein Job, finde ich, ist auch schon ziemlich abenteurerisch. Also, wer kann schon von sich behaupten,
Yvonne Matuchno (08:11): Hahaha!
Jenni (08:13): in einer Burg zu Hause zu sein, sozusagen, und dort Menschen durchzuführen?
Yvonne Matuchno (08:18): Ja, ja, ja, ich mag meinen Job auch sehr gerne. Sowohl den Pro-Job als auch den Schreiberling-Job.
Jenni (08:25): Stimmt, das ist ja auch ein Job.
Ich hab ja schon in der Einleitung gesagt, du liest gerne Fantasy und Romantasy. Ist das etwas, was dich auch beim Schreiben beeinflusst?
Yvonne Matuchno (08:38): Absolut. bei dem Schreiben von meinem Debüt, da habe ich ganz mit Absicht lauter Bücher gelesen, die so ein bisschen denselben
ich den Stil hatte. Es ist ein bisschen poetischer, magischer, mystischer. Es ist sehr märchenhaft geschrieben. Es gibt durchaus Leute, die finden das nicht so ansprechend. Aber ich wollte nicht unbedingt einen Thriller währenddessen lesen. Zumindest ist es bei mir so, automatisch übernimmst du das, adaptierst das.
Jenni (09:14): Ja.
Yvonne Matuchno (09:15): Deswegen habe ich da bewusst lauter Sachen, Hörbücher gehört und gelesen in dieser Schreibweise.
Jenni (09:24): Mhm.
Yvonne Matuchno (09:24): Schreibphase vom Debüt, die mich da sofort mit reingezogen haben. Dieses atmosphärische...
Jenni (09:29): Also diese Stimmung.
Yvonne Matuchno (09:31): Ja, und Zwischenbüchern. wenn ich ein Buch beendet habe
Jenni (09:36): Mhm.
Yvonne Matuchno (09:37): und dann weiß ich, okay, jetzt wird ein neues Buchprojekt angefangen, das ich schreibe, dann brauche ich was anderes. Dann versuche ich wirklich, was ganz anderes zu lesen, so was Neues. Es ist ganz doll erfrischend, wenn man dann mal...
nicht wieder dieses x-te Robentzy Buch liest. Ich liebe Robentzy, ich liebe Fantasy, aber dann dazwischen durch nochmal irgendwie... Ich hab jetzt Dungeon Paula Carl angefangen.
Lese ich normalerweise nicht und ich liebe es. Es ist was komplett anderes, es macht Spaß und es bringt einen so bisschen raus aus der Komfortzone und das wissen wir, Komfortzone, das ist ein wunderbarer Ort, da wächst nicht so viel. Wir müssen es raus wagen und mal was Neues ausprobieren und deswegen lese ich tatsächlich nicht nur ausgewählt, nicht nur ausgewählt, Fantasy und Romantasy, sondern oft auch quer Beat.
Jenni (10:33): Das tollste finde ich an Romans ist ja, dass es ein Wahnsinns-Spektrum ist. Das wird ja mit allen möglichen anderen Genres
Yvonne Matuchno (10:39): Total!
Jenni (10:40): gekreuzt. Das heißt, du kannst Liebesgeschichte in allen möglichen Settings bekommen. Von Dark bis rosa rot, von No Spies bis ganz viel Spies. Und du kannst bekommen Sachen, eher
Yvonne Matuchno (10:50): Mhm.
Jenni (10:51): Thriller-Charakter haben oder Sachen, die eher ganz leicht sind. Sachen, die total tiefschürfend sind und...
total anspruchsvoll sind und Sachen die wirklich nur so dahin kletchern und dich unterhalten von irgendwas zum Lachen oder was zum Weinen also das ist ja, bittet ja alles möglich in dieses Genre und ich mag das auch total gerne diese Abwechslung.
Yvonne Matuchno (11:12): Das ist genial.
Ganz genau. Romance ist halt ungleich Romance.
Jenni (11:18): mhm
Yvonne Matuchno (11:21): Ich glaube, ist noch so ein Wandel. Der muss noch in ein paar Köpfen... Ich gucke jetzt mal in die Richtung von den großen Literaturpreisen. Muss das noch ein bisschen ein Wandel entstehen.
Jenni (11:33): Gut, ja,
diese Diskussion will ich hier lieber nicht aufmachen, sonst fange ich an, mich nur aufzuregen.
Ne, genau, wir wollen uns lieber
Yvonne Matuchno (11:41): Ganz genau, darum sind wir nicht hier.
11:43Entweder-oder: Book Boyfriend Edition
Jenni (11:44): erfreuen an dem Genre und alle, die das Genre
Yvonne Matuchno (11:47): Mhm.
Jenni (11:47): nicht verstehen und es verurteilen, ohne es je gelesen zu haben, will ich gar nicht erst drüber reden.
Du hast es ja vielleicht mitbekommen, ich spiele mit meinen Gästen gerne das A oder B Spiel, vielleicht auch nochmal ein paar andere Themen rein zu bekommen.
Yvonne Matuchno (12:06): Natürlich.
Jenni (12:08): ich habe mir hier ein paar Sachen rausgesucht, die ja erst vielleicht so bisschen allgemeiner zu dir sind, aber dann auch mehr in Richtung Bookboyfriend gehen. Und wir starten mal mit der Frage Lakritz oder Marzipan?
Yvonne Matuchno (12:26): Marzipan. Ganz einfach.
Jenni (12:27): Ja,
ganz einfach. Da scheinen sich ja die Geister.
Yvonne Matuchno (12:32): Für mich
ist das ganz einfach.
Jenni (12:34): Also du magst auch Marzipan tatsächlich. Das ist nicht nur
Yvonne Matuchno (12:38): Total.
Jenni (12:39): so das kleinere Übel, sondern...
Yvonne Matuchno (12:42): Ich liebe Marzipan, ja. Lakritz ist okay, aber Marzipan, Sofort.
Jenni (12:44): Ja, ich...
Ja, mich kann man zum Beispiel mit beiden jagen, also ich finde das Beides ganz ganz furchtbar. Und es ist das Schlimmste, wenn man dann zu Weihnachten immer diese ganzen Marzipan-Sachen geschenkt bekommt und ich will gar nicht weiß, was ich damit machen soll. Mit dieser ganzen Schokolade kann man ja auch Schoko-Fondue machen, aber... oder das irgendwie verbacken oder so, aber Marzipan ist echt schwierig.
Yvonne Matuchno (13:13): Ja, siehst du, wenn man sich gut mit den Nachbarn versteht, könnte man einfach das an die Nachbarn weitergeben. Das mache ich auch immer gern. Ja, das wäre perfekt. Also würde ich dir sofort abnehmen.
Jenni (13:20): Ja, schade, dass wir nicht benachbarten wohnen müssen. Also zwischen Hamburg und Eifel. Ja, das wäre perfekt.
So, nächste Frage. Und jetzt wirst du mich spannend, da du ja schon so gesagt hast, von wegen Abenteuer. Bin ich mal gespannt, was du antwortest. Alpen oder Aruba?
Yvonne Matuchno (13:39): Also die Sache ist, die ich liebe, ist zu wandern. Und deswegen würde ich, glaube ich, sagen Alpen. Ich habe auch so ein ganz heimeliges Bild von den Alpen. Aber da kann man auch ganz viele Sachen, glaube ich, so spannend erleben. Und es ist eine wunderschöne Natur. Deswegen sage ich tatsächlich die Alpen.
Jenni (14:00): Ich hätte es auch nicht anders erwartet nach dem, was du vorher schon erzählt hast.
Yvonne Matuchno (14:06): Ja, jetzt habe ich deine Stimme im Kopf, die mir sagt, aber man kann ja überall irgendwas Schönes und Abenteuerliches erleben. Daher.
Jenni (14:13): Ja gut, Aruba
ist glaube ich auch so ein Surfer-Paradies, wenn ich mich da richtig orientiert bin. Ich glaube es gehört zu diesen ABC-Inseln
Yvonne Matuchno (14:20): Ich habe nicht die geringste Ahnung. Aber wir glauben das jetzt mal.
Jenni (14:26): mit Curaçao und so weiter. Ich glaube gerade Aruba ist
Yvonne Matuchno (14:31): Mh.
Jenni (14:32): vor allem bei Surfern aus irgendwelchen Gründen sehr beliebt, aber da ich keine Surferin bin, weiß ich das auch nur aus zweiter Hand.
Yvonne Matuchno (14:41): Ich
war auch noch nie surfen, aber vielleicht irgendwann mal.
Jenni (14:45): Als Abenteurerin muss man ja auch mal das eine oder andere ausprobiert haben.
Yvonne Matuchno (14:49): Even,
Jenni (14:53): Nächste Frage. E-Book oder physisches Buch? Auch da kann ich mir fast die Antwort schon denken, wenn du sagst, du gehst mit deinen Besties immer Bookshopping machen, aber vielleicht irre ich mich ja auch.
Yvonne Matuchno (15:04): Ja,
doch, du liegst da sehr wahrscheinlich richtig das Printbuch. Ich versuche allerdings immer meine Bücher, die ich hier habe...
Das, was nachkommt, dann muss was gehen. Also ich versuche, wenn ein Buch mich nicht vollends überzeugt hat, dass ich das dann weitergebe. Ich habe immer dankbare Abnehmerinnen und dementsprechend funktioniert das ganz
Jenni (15:28): Das ist gut.
Yvonne Matuchno (15:30): gut. Ja, weil ich habe, mir fehlt der Platz.
Jenni (15:34): Mhm.
Yvonne Matuchno (15:35): du kannst mich jetzt moralisch loben auf jeden Fall, dass ich nicht mich dem Konsum hingebe, aber das wäre gelogen. Mir fehlt einfach der Platz. Wenn ich könnte, würde ich hier alle Bücher behalten und eine kleine Bibliothek
aufmachen,
Und da
sind die 200 bis 300 E-Books auf meinem Kindle noch nicht mit reingerechnet. Es ist wie es ist.
Jenni (15:54): Mhm. Mhm. Ja. Und sind die auch alle gelesen
oder bist du so jemand, der auch so einen sehr hohen Supp hat?
Yvonne Matuchno (16:02): Ich habe einen sehr hohen Sub. Ich habe einmal nachgezählt. Wir sind ungefähr bei 300 Stück jetzt. Die Zuhörenden, die können ja jetzt mal vielleicht in die Kommentare schreiben, wie hoch es bei ihnen ist. Weil einige sagen, ach 300, das ist ja gar nichts. Und dann fühle ich mich immer gut.
Jenni (16:24): Wir machen eine Challenge draus, wer den höchsten Sub hat gewinnt noch was extra. So, dann gehen wir mal in Richtung Book Boyfriend. Krieger oder Magier?
Yvonne Matuchno (16:41): Magie!
Jenni (16:43): Magier... Was reizt dich denn besonders
Yvonne Matuchno (16:44): Hmm.
Jenni (16:45): am Magier im Gegensatz zum Krieger?
Yvonne Matuchno (16:51): Das ist in meinem Kopf. Das sind reine Vorurteile, dass ich mir denke, so ein Magier, der ist vielleicht, der hört besser zu, der ist eher so vielleicht so ein Green Flag Boyfriend. Er ist belesen, er mag vielleicht Bücher. Das
Jenni (17:04): Wow!
Yvonne Matuchno (17:04): kann alles, muss ja alles gar nicht stimmen, aber in meinem Kopf ist das so. Und beim Krieger, da denke ich mir, das ist dann vielleicht jemand, der ein bisschen grober geschaffen ist. Ja, dementsprechend.
Jenni (17:14): Also du stehst eher auf die feingeistigen
Green Flags.
Yvonne Matuchno (17:19): Es ist ja mein Traum, ich wirklich jemanden habe, mit dem ich dann über Bücher philosophieren kann.
Jenni (17:25): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (17:26): Wunderbar.
Jenni (17:29): Lebst du diesen Traum oder bist du noch auf der Suche? Müssen wir hier eine Partnerbörse eröffnen?
Yvonne Matuchno (17:36): Ich bin momentan nicht in einer Beziehung. Vielleicht haben einfach die ganzen Buchboyfriends in meinem Kopf meine Erwartungen viel zu hoch gehangen. Sehr schwierig dagegen anzukommen.
Jenni (17:46): schwierig dagegen anzukommen als Mann wahrscheinlich.
Yvonne Matuchno (17:51): Aber ich denke mir, wenn es sein soll, dann soll es sein. Also kein
Jenni (17:57): Also.
Yvonne Matuchno (17:58): Stress und keine harten Gefühle, was das angeht.
Jenni (18:02): Also die Magier da draußen, falls ihr hier zuhört und glaubt, das könnte passen, meldet euch bei
Yvonne Matuchno (18:05): Ja.
Jenni (18:07): Yvonne. Letzte Frage. Dunkle Haare oder blonde Haare? Jetzt bin ich gespannt. Jetzt bin ich so gespannt.
Yvonne Matuchno (18:18): Ich finde das eine sehr schwere Frage, weil wir reden ja jetzt gerade über Bookboyfriends und ich habe das Gefühl es gibt so ein Prozent blonde Bookboyfriends und der Rest ist alles dunkelhaarig.
Jenni (18:27): Ja, das ist wenig, ne? Ja.
Yvonne Matuchno (18:31): Ja, meine eigenen Bookboyfriends in meinen Büchern, haben bisher auch alle dunkle Haare, fällt mir jetzt auf. Also Schande über mich. Aber dementsprechend würde ich sagen dann halt die dunklen Haare.
Jenni (18:43): Ja, die dunklen Haare. Ich stehe auch total auf dunkle Haare. Scheint irgendwie die Mehrheit
am liebsten zu mögen.
Yvonne Matuchno (18:48): Ja, es scheint so.
Jenni (18:51): Obwohl in der Realität ist das gar nicht so. Es gibt ja auch sehr schöne Männer, die blond sind. Aber...
Yvonne Matuchno (18:57): Ja, das ist ja auch
wieder diese Sache mit den Büchern. Wir lesen das und natürlich ist in den meisten Romantisi- und Romance-Büchern natürlich sagt man dann immer, ach, der gut aussehende Love Interest. In echten Lieben gibt es so viele verschiedene Facetten an Menschen und da hat es ja die wenigste Bedeutung, also das Aussehen hat die kleinste Bedeutung, hoffe ich doch mal.
denn es sollte halt auch den Charakter ankommen im echten Leben. Und deswegen kann man das ja sehr schlecht übertragen.
Jenni (19:32): Naja, wie das bei Büchern auch ist, man guckt halt erst auf das Cover und das muss schon mal irgendwie ansprechend sein, dann schlägt
Yvonne Matuchno (19:36): auf das Cover.
Jenni (19:40): man es auf und wenn es da nicht passt, dann hilft auch das beste Cover nichts.
So, jetzt bei deinem Namen, Yvonne Matuchno, hatte ich so das Gefühl, dass das
Das klingt nicht wie ein Pseudonym, das ist ein echter Name,
19:44Name, Herkunft und Pseudonym
Yvonne Matuchno (19:55): Das ist mein echter Name.
Jenni (19:56): Mhm. Genau.
Yvonne Matuchno (19:57): Es gibt viele Leute, gefragt haben, ist das ein Pseudonym? Wie kommst du denn darauf? Nein, das ist mein echter Name. Es ist ein ukrainischer Name. Ich habe allerdings keinen Kontakt mehr zu irgendwelchen ukrainischen Verwandtschaften.
Jenni (20:15): Ja.
Yvonne Matuchno (20:16): Das ist so lange her, es da keine Verbindungen mehr gibt zu der Ukraine.
Jenni (20:23): Also auf Ukraine wäre ich jetzt überhaupt nicht gekommen. hätte jetzt irgendwas an Spanien oder was weiß ich nicht gedacht, aber...
Yvonne Matuchno (20:27): Spanisch, ja.
Das denken die meisten Leute, sagen dann ist das ein spanischer Name. Manche sagen auch Italienisch. Nein, und dann sag ich immer, haha, es ist ein ukrainischer Name. Das ist eine spannende Geschichte tatsächlich, weil meine Vorfahren väterlicherseits, die sind im, ich meine es war der Erste Weltkrieg, sind die nach Deutschland gekommen und ein Teil von denen
wie das so ist, einer geht da hin, einer geht da hin, die waren dann an der französischen Grenze, ganz lange auf der französischen Seite. mein Vater ist Franzose und der ist aber dann sehr früh nach Deutschland gekommen und lebt seitdem in Deutschland.
Jenni (21:15): Bist du zweisprachig aufgewachsen?
Yvonne Matuchno (21:17): Ich wünschte es, es wäre sehr schön. Aber nein.
Jenni (21:21): Nein, aber eine gewisse Affinität zum Französischen...
Yvonne Matuchno (21:23): Ich
spreche nicht Französisch.
Jenni (21:26): Ja, nee klar.
So schlimm kann es nicht sein, aber eine gewisse Affinität scheint ja
Yvonne Matuchno (21:31): Das war's
Jenni (21:33): da zu sein, wenn man auch dein Buch liest.
Yvonne Matuchno (21:36): Es ist sehr lustig, es ist ein reiner Zufall. Ich wollte nah an dem Original bleiben und habe dann gedacht,
Jenni (21:44): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (21:45): dann mache ich das Ganze in dem französischen Setting. Aber das Wunderbare daran ist ja, dass ich in meiner Familie dementsprechend Muttersprachler habe, die drüber gucken können und die mir irgendwelche Infos geben können bei der Namensrecherche. Die Namen haben tatsächlich Bedeutungen.
Also sind Telling Names, die sagen irgendetwas über die Person aus und das ist natürlich dann so ein kleiner Bonus, den ich hatte.
Jenni (22:16): Aber bleiben wir noch mal ganz kurz bei deinem Pseudonym.
Yvonne Matuchno (22:19): Gern.
Jenni (22:20): In dem Genre hat ja fast, also haben ja ganz ganz viele Pseudonym. Hast du darüber mal nachgedacht, dir auch ein Pseudonym zu suchen oder war das nie für dich relevant oder interessant?
Yvonne Matuchno (22:34): Ich habe drüber nachgedacht und ich habe tatsächlich eine kleine Rundfrage gestartet
Jenni (22:40): Mhm.
Yvonne Matuchno (22:41): und die meisten Leute aus meinem Umfeld haben gesagt, nö, der Name ist doch super, nimm den doch einfach. Und
Jenni (22:47): Mhm.
Yvonne Matuchno (22:48): dementsprechend habe ich mich dann dazu entschieden, ja dann bleibt es halt bei meinem eigentlichen Namen.
Ja, vielleicht werde ich ja irgendwann nochmal irgendwie einen anderen Genre was rausbringen und da habe ich ganz viele Ideen auch für
Jenni (23:00): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (23:03): Pseudonyme. Das ist ja auch ganz toll, dass man sich so neu erfinden kann.
Jenni (23:06): Ja,
ja, meine, Pseudonyme haben ja wahnsinniges Potenzial. Du kannst dadurch richtige Marken schaffen und kannst
Yvonne Matuchno (23:15): Hmm?
Jenni (23:16): auch praktisch dir damit noch leichter die Erlaubnis geben, mal was ganz anderes zu machen als das, was du bisher gemacht hast. ja, das
Yvonne Matuchno (23:23): Ganz genau,
Jenni (23:25): hat auch schon Vorteile irgendwo.
Yvonne Matuchno (23:28): Absolut.
23:29Dunkle Schwingen, Goldenes Herz
Jenni (23:29): Aber dann kommen wir doch mal auf dein Buch, Dunkles Schwingen, Goldene Herz. Magst du für uns mal kurz zusammenfassen worum es geht? Vielleicht auch für die, Beauty and the Beast nicht so gut kennen. Ich habe extra nochmal den Film geguckt,
Yvonne Matuchno (23:40): Natürlich!
Jenni (23:43): zumindest den Disney Film,
Yvonne Matuchno (23:45): Ja.
Jenni (23:49): Zeichentrick sagt man ja. Sagt man das eigentlich noch? Ich weiß gar nicht. Kommt noch aus einer Zeit, es Zeichentrick gab.
Yvonne Matuchno (23:52): doch ich würde sagen Zeischentrick, ja das darf man das darf man sagen das ist glaube ich korrekt.
Jenni (23:59): Also zumindest wissen alle, was gemeint
ist. Ich hab's extra nochmal geguckt und hab da erst dann hinterher gemerkt, wie gut du dich an die Vorlage gehalten hast und was du alles so adaptiert hast. Das fand ich ganz interessant. Das war mir vorher nicht so bewusst. Man kennt ja das Thema und weiß grundsätzlich so grob, worum es geht.
Yvonne Matuchno (24:16): Mhm.
Jenni (24:17): ja, vielleicht kannst du mal erzählen, wie du das in deinem Buch umgesetzt hast.
Yvonne Matuchno (24:19): Natürlich.
Natürlich, es ist eine Beauty and the Beast Adaption, der er halt der Schöne ist und sie das Beast. Es geht Eliott, der in einer kleinen Stadt lebt und sich dort sehr eingeengt fühlt. Er leidet sehr unter dem Druck, den sein Vater auf ihn ausübt und er fühlt sich da total deplatziert. Und dann bekommt er die Nachricht, dass er bitte verwalter werden soll in einem mysteriösen, halb verfallenen Schloss.
Und dann macht er das auch, denn er möchte ja jede Möglichkeit nutzen, da rauszukommen aus diesem kleinen Ort. Ja, und dieses Schloss, das ist aber bewohnt von lauter sprechenden Raben. Er freundet sich mit denen an und dann findet er heraus, dass die alle verzaubert sind und ein Fluch über diesem Schloss liegt. Na ja, und wie soll es anders sein? Es gibt eine frostige Prinzessin, das ist übrigens kein Rabe, aber sie ist halt auch
das Biest in der Geschichte. Sie sieht auch nicht ganz menschlich aus. Zusammen müssen die dann herausfinden, wie man diesen Fluch brechen kann.
Jenni (25:34): Mhm.
Und im
Prinzip das Spannende daran ist ja dieser Gender Swap, dass du praktisch das umgedreht hast. Er ist der
Yvonne Matuchno (25:43): Genau.
Jenni (25:43): Guterherzige, der Gutaussehende, der sanftmütige und sie die...
Yvonne Matuchno (25:53): Raviate!
Jenni (25:55): Sie sieht nicht nur verändert aus, sie sieht vielleicht ein bisschen biestig aus, sondern auch...
Sie auch entsprechende Kräfte dazu, also körperliche Kräfte.
Yvonne Matuchno (26:05): Hm?
Jenni (26:06): Kann ihn retten aus Situationen
Yvonne Matuchno (26:08): Ja.
Jenni (26:09): heraus. Wie bist du auf die Idee gekommen, also das mal zu versuchen, so eine Geschichte umzuschreiben oder umzudrehen?
Yvonne Matuchno (26:18): Mmh.
Also ich habe Dunkle Schwingen, Goldes Herz als Lückenfüller geschrieben, denn ich kam bei dem Buch, das ich eigentlich zu der Zeit geschrieben habe, ich kam nicht mehr weiter und dann hing ich da und hab gedacht, ich brauch was ganz anderes. Was schreib ich denn? Und dann hatte ich Lust auf eine Märchenadaption. Ich hatte kurz vorher die Schönen und das Biest gesehen und dachte mir, ich mag das. Disney hat auch einen besonderen Platz in meinem Herzen. Da hängen
viele Kindheitserinnerungen dran. wenn man das heutzutage sieht, da habe ich mich so gefragt, ja wieso muss denn immer die Frau sich aufopfern
Jenni (26:59): Mhm.
Yvonne Matuchno (27:00): und er ist immer das Biest und sie guckt immer über diese harte Schale hinweg, über dieses biestige Aussehen und dann
Jenni (27:05): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (27:08): entdeckt sie dieses Herz, dieses goldene Herz in seiner Brust. Und dann dachte ich mir so, nee, komm, das machen wir jetzt anders. Also ich meine, wie toll ist das denn als Autorin, dass man
als ich denken kann, nee, komm lass uns das mal anders machen. Und so ist diese Idee entstanden. Und das Schöne ist an einer Märchenadaption, dass man sich ja so daran orientieren kann, wie war denn das Original und das, man ein bisschen anders machen will, das kann man anders machen und das, was einem gefallen hat, das kann man übernehmen. Daher dachte ich, ist doch das perfekte Buch, über dieses andere Buch hinweg zu kommen sozusagen. Und das Lustige ist,
dass ich das andere Buch, das ist das, was als nächstes rauskommt, das habe ich also früher angefangen als mein Debüt und werde es jetzt als zweites veröffentlichen. A Drowning Fate.
Jenni (28:00): Das höre ich übrigens nicht zum ersten Mal von Debütautorinnen, ja.
Yvonne Matuchno (28:03): Wirklich?
Jenni (28:05): Das erzählen mir einige. Ich habe jetzt gerade, ich glaube das ist auch schon hochgeladen, das Gespräch mit Corinna Kallar. Kannst du ja gerne mal rein? Ach nee, nicht.
Yvonne Matuchno (28:14): Auf jeden Fall.
Jenni (28:16): Nee, gar nicht wahr. Das kommt erst am 5.8. Auch Debütautorin und sie hing auch fest in ihrem eigentlichen Buch, was sie schreiben wollte und hatte so viel im
Yvonne Matuchno (28:23): Mhm.
Jenni (28:26): Kopf dazu und dann hat jeder Schreibkaufsch gesagt,
Weißt du was, mach doch erst mal was Kleines, eine kleine Schreibübung. Da ist zwar auch ziemlich fetter Schinken in drei Bänden draus geworden, aber ja, das ist offensichtlich, scheint das ganz gut zu sein. Vielleicht erstmal auch etwas zu schreiben, wo dann auch nicht das komplette Herz so dran hängt, sondern...
Yvonne Matuchno (28:49): Ja,
das ist total lustig, weil das Buch ist mir so dermaßen ans Herz gewachsen. Also während es gewachsen ist, ist es mir auch ans Herz gewachsen.
Jenni (28:58): Mmh.
Yvonne Matuchno (29:00): Du hast es ja gelesen und ich liebe Charakterfokus in Büchern. Und Iliot ist mir als Charakter so dermaßen ans Herz gewachsen, weil der wirklich so ein verträumter, liebenswerter Charakter ist. Und ich habe es so genossen.
diese kleinen Szenen zu schreiben, wo er so bisschen Tag träumt und sich
Jenni (29:23): Mhm.
Yvonne Matuchno (29:24): Sachen vorstellt, die so ganz surreal sind in unserem Alltag. Dass er sich vorstellt, er kommt nach Hause nach langer Zeit und er stellt sich vor, dass das Haus weint, weil er nach Hause kommt und das Haus hätte sich aber gewünscht, dass er einen Platz finden würde, in den er endlich hineinpasst. Und diese kleinen Stellen, das hat so Spaß gemacht.
es als Lückenfüller am Anfang hätte herhalten sollen, ist mir dieses Buch dermaßen ans Herz gewachsen.
Jenni (29:57): Mein Lieblingscharakter ist ja... ach Gott, wie hieß sie denn noch? Der Rabe, der ihn aufliest. Die Reben. Eveline, genau. Eveline war mein Lieblingscharakter,
Yvonne Matuchno (30:02): Ja, Eveline. Eveline.
Jenni (30:07): wie sie ihn Hase nennt.
Yvonne Matuchno (30:11): Du bist nicht alleine, das so angeht. Evelyn ist der Fan-Favorite. Ich kann
Jenni (30:16): Ja.
Yvonne Matuchno (30:16): es auch verstehen. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht, generell die Raben. Die waren super.
Jenni (30:21): Ja, absolut. Also für alle, die Beauty and the Beast kennen, die Raben sind im Prinzip analog zu den entsprechenden Einrichtungsgegenständen, also auch verzauberte
Yvonne Matuchno (30:33): Kanal.
Jenni (30:34): Menschen letztendlich, genau wie bei Beauty and the Beast, bloß bei dir sind es Raben, anstatt irgendwelche candelabra oder Tassen, Kanen und solche Sachen.
Yvonne Matuchno (30:43): Genau.
Jenni (30:45): Genau.
haben auch irgendwo eine schöne Nebenrolle, die das Ganze auch bisschen witzig machen.
Yvonne Matuchno (30:53): Ja genau, ist Comic Relief vom Feinsten und deswegen macht es auch so Spaß diese Raben zu schreiben. Es ist ja auch ein jetzt nicht ganz so düsteres Buch und die Raben machen da sehr viel, die Stimmung ein bisschen oben zu halten. Deswegen glaube ich sind das auch so die Fan-Favorites.
Jenni (31:17): Jetzt hast du dich relativ eng an die Vorlage gehalten,
Yvonne Matuchno (31:21): Mhm.
Jenni (31:22): von dem Spannungsbogen her und von den Grundcharakteren, die es so gibt in dem Buch, auch wenn die anders besetzt sind. Wo war es dir denn wichtig, eigene Note zu setzen, außer jetzt nur den Gender Swap? Gab es noch irgendwas anderes, was dir wichtig war, wo du gesagt hast, das möchte ich explizit anders machen
Yvonne Matuchno (31:43): Ja, auf jeden Fall die Geschichte zwischen Eliott und seiner Familie, also mein Protagonist Eliott, der von zu Hause weggeht, das ist also auch eine Coming of Age Geschichte, wie er lernt für sich selbst einzustehen. Und dieser Konflikt mit seiner Familie, auf die eine oder andere Weise hat er also einen Konflikt mit allen seinen Familienmitgliedern. Und das ist ja etwas, das haben wir in dem Original überhaupt
nicht. Da gibt es sozusagen nur die Liebesgeschichte und dann noch so ein ganz bisschen halt diese aber sehr liebevolle Beziehung zu Bell und ihr Vater, wohingegen ich halt noch bisschen größer diesen Coming-of-age-Charakter herausstellen wollte, dass Eliott sich abkapselt und halt nicht nur diese Love Story drin ist, sondern dass es auch etwas ist, wo man vielleicht auf anderer Seite sich selbst drin wiederfindet in
Konflikten mit Familie oder in Dynamiken, die sich in einer Familie entwickeln können.
Jenni (32:49): Auf welche Schwierigkeiten bist du denn gestoßen dabei, praktisch das alles zu adaptieren irgendwo? Also gab's Schwierigkeiten dabei.
Yvonne Matuchno (33:01): Ja?
Irgendwann bin ich durcheinander gekommen, was die Ereignisse anbelangt, wann ich wo welche Szene einbaue. Aber zum Glück gibt es ja etwas, das nennt sich ein Lektorat. Und meine Lektorin hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Deswegen danke an Johanna. Sie hat mir da immer wieder gesagt, hier gehst du gerade wieder vom Pfad ab, geh nochmal zurück, du wolltest doch die Geschichte erzählen.
Ich glaube, aber auch etwas, das kommt ganz automatisch.
Da brauchen wir einfach als Schreiberlinge, brauchen wir jemand, von außen auf die Geschichte drauf guckt und sagt,
Jenni (33:48): Ja.
Yvonne Matuchno (33:49): du erzählst eine schöne Geschichte, aber du erzählst nicht die Geschichte, die du erzählen willst. Ja, und daher
Jenni (33:54): Ja, ganz normal.
Yvonne Matuchno (33:58): ist es ganz normal, aber es ist halt auch so wichtig, dass wir Leute draufgucken lassen und diese Kritik annehmen. Also nicht alle Kritiken müssen angenommen werden, wenn man jemanden vertraut,
dann kann man auch gerne mal eine Kritik annehmen.
Jenni (34:14): Nö, es gibt Dinge, also jetzt aus der Sicht der Lektoren heraus, es gibt Dinge, die du anmerkst, wo du relativ klar sagen kannst, das ist falsch oder richtig. Es gibt viele,
Yvonne Matuchno (34:25): Mmh.
Jenni (34:25): viele andere Dinge, wo du sagen kannst, achte mal da drauf oder normalerweise ist das erfolgreicher als das oder so Feedback von außen, hier fehlt die Spannung oder
Yvonne Matuchno (34:36): Ja.
Jenni (34:37): hier geht es durcheinander oder das ist unlogisch oder so.
Weil man das selber gar nicht so merkt, ich kenne es auch selber vom
Yvonne Matuchno (34:44): Mmh.
Jenni (34:44): Schreiben, dass dir halt einfach total der Abstand, du kannst es halt gar nicht mehr beurteilen, wie jemand
Yvonne Matuchno (34:50): Mmh.
Jenni (34:51): von außen es wahrnimmt, was du da verpräziert hast. Insofern brauchst
Yvonne Matuchno (34:52): Mhm. Ja.
Jenni (34:55): du halt jemanden, der das mit einem professionellen Blick von außen sich nochmal anguckt. besten.
Yvonne Matuchno (35:01): Ganz genau.
Jenni (35:04): Jetzt haben wir schon über Lieblingsfiguren gesprochen, nee, ich wollte noch mal kurz zurück. Das heißt,
Dieser Gender Swap interessiert mich immer ganz besonders. Das war also kein Problem, das umzuschreiben. Da gab es keine Verwicklung oder nichts, unpassend dann gewesen wäre. Weil mein Traum ist es, Beispiel Grinsmärchen, die einmal komplett umzuschreiben. Also Rapunzel andersrum oder Froschkönigin.
Yvonne Matuchno (35:29): Ja? Finde ich wunderbar.
Jenni (35:33): Das wäre so mein Traum. Oder auch manche. Ich bin zum Beispiel Operliebhaberin.
Wenn ich mir vorstelle, die ganzen Opern einmal umzuschreiben, die kommen ja auch alle aus noch... Also wir leben ja immer noch,
Yvonne Matuchno (35:45): Mmh. Mmh.
Jenni (35:47): häufig auch heute noch, die klassischen Geschlechterrollen, vielleicht
Yvonne Matuchno (35:49): Ja.
Jenni (35:50): nicht mehr ganz so, aber die Opern kommen ja aus einer Zeit, wo das noch viel krasser war. Und das alles einmal umzudrehen, da hätte ich so eine Lust drauf. Aber ich
Yvonne Matuchno (36:00): Ja, ich kann's
Jenni (36:01): glaube, es wäre manchmal nicht ganz einfach oder nicht ganz... Es würde einfach
Yvonne Matuchno (36:04): Mhm.
Jenni (36:05): an manchen Ecken nicht hinhauen, glaube ich.
Yvonne Matuchno (36:07): Ja, ich gebe dir absolut recht bei beiden Sachen. Ich würde auch gerne so viele Sachen mal umdrehen. Und es ist auch sehr schwer. Tatsächlich habe ich mir das überlegt. Also ich habe ganz viele Zähnen, bin ich im Kopf durchgegangen und habe geguckt und habe gemerkt, wir sind halt so...
Wir haben das gelernt, wie eine Frau zu sein hat, wie ein Mann zu sein hat. das
Jenni (36:31): Mmh.
Yvonne Matuchno (36:32): wird immer weiter aufgebrochen. Aber wir sind immer noch nicht so weit, dass wir eine Handlung sowohl auf eine Frau als auch auf einen Mann anwenden können.
Jenni (36:41): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (36:44): Ich habe viele Zähnen mir durchgegangen und habe dann entschieden, so kann ich nicht machen. Oder Sachen, mit denen eine Frau durchkommen würde, die funktionieren bei einem Mann nicht. Und andersrum natürlich
Jenni (36:56): Mhm.
Yvonne Matuchno (36:57): genauso.
Jenni (36:58): Mhm.
Yvonne Matuchno (36:58): Ich musste gucken, ist Eliot zu weinerlich? Kommt er immer noch positiv drüber? Ich habe ganz
Jenni (37:05): Mhm.
Yvonne Matuchno (37:06): oft meine Lektorin gefragt, ist der zu weinerlich? Und dann sagt sie, nö, finde ich gar nicht. Und ich war so erleichtert,
Jenni (37:11): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (37:13): weil ich diese Angst hatte, er dadurch, dass er die Rolle des Schönen einnimmt,
Jenni (37:20): Mhm.
Yvonne Matuchno (37:20): dass er unlikable wird.
Jenni (37:22): Mhm.
Yvonne Matuchno (37:23): Und andersrum war es aber genauso, dass ich ganz doll aufpassen musste,
die durchaus frostig ist, sie nicht so ganz bißig darzustellen. Weil dann kommen wir auch oft in eine Kategorie, die dann vielleicht gar nicht mehr so ansprechend ist. Das ist immer noch so. Ich glaube, wenn man da einfach mit einem gewissen Auge dran geht, dann kann man das aber vermeiden.
Jenni (37:50): Ich hatte hier mal eine Autorin zu Gast, die Olivia Colm, die Zephyk Romans schreibt und ich habe das ein oder andere Buch von ihr gelesen
was ich total interessant fand, ist, dass mich eben manche ihrer Frauenfiguren, sag ich mal, wie soll ich sagen, die haben sich halt verhalten, wie ich normalerweise vielleicht eher das von einem Mann erwarten würde. Und das hat sich total komisch angefühlt. da ist mir erstmal so wie Schuppen aus den Haaren gefallen sozusagen.
wie stark wir doch immer noch bestimmte Erwartungen auch daran haben, wie sich Männer
Yvonne Matuchno (38:32): Mhm. Ja.
Jenni (38:34): verhalten dürfen, können, sollen und Frauen auf der anderen Seite, dass manches einfach irgendwie nicht zusammenpasst in unserem Kopf, in unseren Stereotypen.
Yvonne Matuchno (38:41): Ja, ja genau.
Ja
genau. das ist auch meine Erfahrung und ich erwische mich da auch selbst manchmal bei, dass ich dann merke, meine Erwartungshaltung war eine andere. Ich denke, das ist ja auch in Ordnung, solange wir da mit offenen Augen halt rumlaufen und wissen, ja, das muss nicht so sein eigentlich. Ich bin jetzt gerade, ich gucke mir das gerade durch die Brille der Gesellschaft an, aber es ist ja auch vollkommen in Ordnung, wenn eine
Frau irgendwas macht, was man eher von einem Mann erwarten würde. Eigentlich ist das ja voll in Ordnung. Wir wollen ja dahin kommen, wo wir eine Gleichberechtigung haben und das gilt ja auch in der Literatur so. Daher, ich denke, mit der Zeit
Jenni (39:29): Ja.
Yvonne Matuchno (39:31): wird sich das aufpröseln.
Jenni (39:33): gleichzeitig, wenn du zu weit weg bist von dem, was irgendwie andockt bei den Menschen, funktioniert es halt auch nicht. Das ist halt das Problem.
Yvonne Matuchno (39:41): Ja genau,
es ist ein Spagat. Wie schafft man es denn, sich selbst treu zu bleiben und zum Beispiel so ein Gender-Zwepp zu schreiben und es trotzdem für die Öffentlichkeit ansprechbar zu machen.
Jenni (40:01): Siehst du da für dich auch so ein oder war der Hintergrund auch so ein gewisser Erziehungsauftrag oder ein Beitrag zum, zur keine Ahnung, zur Gleichberechtigung der Frau oder hattest du andere Motivationen, das einfach nur aus Spaß, das umzudrehen?
Yvonne Matuchno (40:15): Also, ich... In meinem Freundeskreis sagen viele oft zu mir, dass ich sehr politisch korrekt bin. Und ich glaube schon, dass ich darauf achte und dass ich das versuche, raus in die Welt zu tragen. Aber es ist auch anstrengend und deswegen habe ich da auch gar keine Lust drauf, einen Bildungsauftrag in die Welt rauszutragen, sondern ich...
wollte durch eine Geschichte nochmal darauf aufmerksam machen, dass eben nicht die Frau sich aufopfern muss wie in dem Original. Also gucken wir uns mal das Original an. Wie gesagt, ist immer noch sehr viel Liebe in meinem Herzen für diese Geschichte. Aber wenn man es kritisch hinterfragt, ist das eine Frau, die wird gefangen gehalten in einem Kerker und wird dann gezwungen mit einem Mann, der sich anbrüllt, der sich schlecht behandelt, zu Abend zu essen und dann
Dadurch, dass sie aber dann nachgibt sozusagen und sich ihm doch annähert und ihm eine Chance gibt, dadurch wird er dann gerettet, weil er dann entdeckt, wow, ich, also natürlich ist es auch eine Geschichte über,
sich selbst hinaus zu wachsen.
Jenni (41:31): Mhm.
Yvonne Matuchno (41:31): der Sicht des Beasts natürlich auch, dass man sich besser hat. Und das ist auch voll in Ordnung. Es ist halt immer die Frau, die sich
Jenni (41:42): Mhm.
Yvonne Matuchno (41:43): aufopfern muss und die dieses Gute herausholen muss. Genau.
Jenni (41:46): sich zurücknehmen muss und Verständnis haben muss, empathisch sein
muss.
Yvonne Matuchno (41:51): Genau, und
es ist auch immer die Frau, halt schön dabei aussehen muss. Und der Mann ist das Beast. Und der darf dann auch mal aussehen wie ein Beast. Und dann dachte ich mir so, hm, nee, ich will das jetzt umdrehen. Aber das schreibe ich mir jetzt nicht auf die Fahne, dass das jetzt unbedingt auch in den nächsten Büchern oder sowas thematisiert wird. Das ist etwas, das ist mir wichtig. Auch in diesem Buch ganz besonders wichtig gewesen.
Und wen es angesprochen hat oder wer es mochte, das freut mich natürlich dann.
Jenni (42:22): Ja, ich finde das gut. ich finde, können auch Bücher nochmal einen
Yvonne Matuchno (42:24): Das war's
Jenni (42:26): Beitrag leisten, da mal so ein bisschen zum Umdenken anzuregen, definitiv.
Yvonne Matuchno (42:31): Ja, natürlich. denke auch, Bücher sind etwas, die haben mich auch sehr geprägt oder die prägen mich auch immer noch. Es ist ganz toll, wie viel emotionale Intelligenz man erlernen kann anhand von Romanen. Und daher, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, vielleicht hilft es ja Menschen. Vielleicht findet sich jemand selbst drinnen wieder. Und wie schön ist das denn, dass man sagen kann als Autorin, ich habe damit jemandem
wie jemanden berührt im Herzen.
Jenni (43:04): Gibt es denn irgendetwas, oder... Also falls wir das jetzt nicht schon praktisch indirekt mitbesprochen haben, wäre so praktisch die abschließende Frage, was du dir wünscht, dass Leserinnen sich nach dem Ende des Buches mitnehmen oder was sollen sie fühlen oder was sollen sie denken? Gibt es da irgendeine besondere Botschaft?
Yvonne Matuchno (43:27): Ja, ich glaube, erkennst du das, man so ein Buch beendet hat und dann möchte man nur so machen? Das
Jenni (43:38): Das ist es.
Yvonne Matuchno (43:39): will ich das Leute machen. Die sollen das bitte umarmen, mein Buch. Also zum Einkuscheln und Wohlfühlen, zum Umarmen ist dieses Buch gedacht.
Jenni (43:49): Mmh.
Yvonne Matuchno (43:52): und eine Message, dabei rumkommen soll. Es ist ein Buch, steckt sehr viel von mir selbst drinnen. Und ich denke mir, in dem Moment, in dem es jemand anderes liest, dann wird es auch so bisschen zu deren Geschichte und was sie daraus mitnehmen, das gönne ich denen dann. Sie müssen nicht immer genau das mitnehmen, was ich wollte. Vielleicht haben sie auch einige Sachen ganz überlesen, weil es sie gerade nicht anspricht.
Das ist dann auch natürlich okay, es soll halt einfach ein gutes, wohliges Gefühl hinterlassen. Ich will, dass die Leute sich damit wohlfühlen.
44:31Schreibroutine und Arbeitsweise
Jenni (44:31): Jetzt hast du ja schon erzählt, das ist dein Debüt, das ist auch jetzt dennoch nicht das erste Buch, du geschrieben hast, oder das andere kommt jetzt auch bald raus, das was du eigentlich schreiben wolltest. Das heißt, du hast aber schon einige Erfahrungen auch gesammelt mit dem Schreiben und hast bestimmt auch schon so Routinen oder Rituale entwickelt, wie du das angehst und wie du dich organisierst beim Schreiben. Wie machst du das?
Yvonne Matuchno (44:57): Also...
Ich romantisiere mir das immer interessieren. Das heißt, ich habe immer irgendein tolles Getränk bei mir oder einen kleinen Snack, so Schoko, Erdbeeren oder so was. Und ansonsten blocke ich mir immer in der Regel ganze Tage zum Schreiben, weil ich da nicht so unter Druck stehe. Ich habe das Gefühl, wenn ich sage, okay, ich muss jeden Abend zwei Seiten schreiben oder so was, je nachdem, Deadline man hat, dann
Dann setzt mich das unter Druck und
Jenni (45:29): Mhm.
Yvonne Matuchno (45:30): dann kommt in der Regel nicht so was Gutes bei raus. Sondern macht es auch keinen Spaß. Deswegen versuche ich mir so gut es geht ganze Tage zu blocken. Und der Rest kommt von alleine. Das Schreiben ist zum Glück etwas, das macht mir immer noch so viel Spaß wie am Anfang.
Das merke ich halt einfach immer wieder, das fließt ganz gut. Ich schreibe sehr langsam, muss ich dazu sagen. Ich bin eine sehr langsame Schreiberin. Aber es ist selten so, dass ich gar nicht mehr weiterkomme.
Jenni (46:04): heißt, Schreibblockaden hast du bisher keine Erfahrung gemacht.
Yvonne Matuchno (46:11): Mit Plothole-Blockaden habe ich Bekanntschaft gemacht.
Jenni (46:13): mit Plushole blockieren.
Yvonne Matuchno (46:16): Also dass ich denke, Mist, ich weiß nicht, wie es weitergehen soll oder ich weiß nicht, wie ich diesen Plothole lösen soll. Und dass ich dann zum Beispiel ein komplett anderes Buch anfange, wie Dunkel Schwingen, Goldene Herz. Damit kenne ich mich aus.
Jenni (46:28): Mhm.
Yvonne Matuchno (46:33): Aber meine Devise ist, wenn ich das Gefühl habe, es läuft irgendwie gar nicht, es will nicht aus mir rauskommen, dann...
schreibe ich weiter. wenn ich merke, irgendwie die Zähne passt nicht, dann schreibe ich halt. Und hier haben sie einen Dialog über so und so und schreibe einfach weiter, weil irgendwann löst sich das dann wieder und dann kommt man wieder in den Rhythmus. es ist eine Kunst, aber es ist auch ein Handwerk.
Und man kann es auch lernen.
Jenni (47:07): Mhm.
Yvonne Matuchno (47:08): Und deswegen denke ich mir, dass für mich passt es zumindest sehr gut, dass ich einfach mich da durchbeiße und sage, ich schreibe jetzt weiter. Und dann habe ich das Gefühl, es ist doof, aber in 90 Prozent der Fälle ist es gar nicht so schlimm wie gedacht.
Jenni (47:22): Mhm, ja, kommt mir bekannt vor. Aber das heißt, du hast
Yvonne Matuchno (47:26): Hahaha!
Jenni (47:29): an diesem Buch jetzt auch vier Jahre gearbeitet, hast du irgendwann irgendwo mal erzählt.
Yvonne Matuchno (47:33): Ja.
Jenni (47:34): Hast du das Gefühl, dass du da praktisch mit zunehmender Übung jetzt auch schneller wirst oder bleibt das Tempo so? wenn du sagst, du bist eine langsame Schreiberin, ohne Kritik, nicht? Also einfach nur so aus Interesse, aus Neugier.
Yvonne Matuchno (47:47): Ich glaube der Grund, warum viele gerade beim Debüt sehr lange brauchen ist, dass sie keine Erfahrung haben.
Jenni (47:53): Hmm.
Yvonne Matuchno (47:56): Ich hatte für mein zweites Buch jetzt und für das dritte habe ich einen Verlagsvertrag und das gibt mir ganz viel Ansporn. Und dadurch, dass ich das erst auf dem Markt habe, es so bisschen wie, ja, Fuß ist in der Tür und jetzt läuft es viel besser.
Da habe ich gemerkt, mein zweites Buch, das ich ja vor meinem Debüt angefangen habe,
Jenni (48:19): Mh.
Yvonne Matuchno (48:20): das ist ja dementsprechend daran, schreibe ich ja schon viel länger.
Jenni (48:23): Mhm.
Yvonne Matuchno (48:24): Aber das dritte Buch jetzt, das habe ich dann angefangen und das habe ich dann die erste Hälfte habe ich innerhalb von ich glaube zwei Monaten habe ich die mal nebenbei so geschrieben.
Und da versuche ich jetzt dann, sobald ich wieder Zeit finde, größere Lücke im Terminkalender habe, werde ich das dann fertig schreiben und ich gehe davon aus, dass das dann auch vielleicht in einem Monat...
machbar wäre. Also es geht einiges flotter, zumindest bei mir.
Jenni (48:56): Mhm.
Und gehörst du denn zu denen, die eher so direkt drauf losschreiben oder planst du auch akribisch vorher so deine Szenen und den Ablauf und alles?
Yvonne Matuchno (49:07): Ich bin Hardcore-Planerin.
Jenni (49:09): Ja, erzähl.
Yvonne Matuchno (49:11): das ist aber auch hart gelernt. habe, also tatsächlich, jetzt kommen all die Wahrheiten auf den Tisch. Ich habe ein Manuskript finalisiert, das habe ich auch damals noch zu einem Verlag geschickt, aber eine Absage bekommen. Zum Glück eine Absage bekommen. Ich traue mich gar nicht mehr, dieses Manuskript reinzugucken. Das war das Erste, was ich beendet habe.
Die Sache ist die, dass ich dieses Buch so oft umgeschrieben habe, weil ich gemerkt habe, wenn ich nicht plane...
Dann wird das ein Riesenwirrwarr in meinem Kopf. Und ich habe erst die 10 ganz am Ende geschrieben und dann habe ich eine 10 ganz am Anfang geschrieben. Dann habe ich den Anfang nochmal umgeschrieben und dann musste ich
Jenni (49:51): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (49:54): die 10 hinten nochmal umschreiben. Dann habe ich da nochmal was geändert und musste alles andere auch nochmal ändern.
Jenni (49:57): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (49:59): Und dann habe ich mir vorgenommen, nein, das ist zu zeitintensiv. Ich kriege das nicht hin. Das ist nicht meine Art zu arbeiten. Und daraufhin habe ich dann gesagt, jetzt nur noch mit Planung und seitdem
Jenni (50:12): Da kommt die Projektmanagerin dann
durch, nicht?
Yvonne Matuchno (50:14): Da kommt sie durch, ne?
Also das ist wahr. Ich mache jetzt wirklich alles immer rigoros. Mache ich mir meine Plot Points und meine Erzählmethode, was auch immer ich dann gerade auswähle. Und schreibe mir alles wirklich noch mal als Outline auf. Okay, es beginnt damit. Dann kommt hier und da, da ist der Break into Two, also in den zweiten Akt. Dann geht es hier weiter, das ist Midpoint, dann passiert das und das und das und das. Und dann gliedere ich das noch mal
Kapitel auf und dann habe ich ein Manuskript sozusagen, wo alles
Jenni (50:47): Ja.
Yvonne Matuchno (50:48): ganz kurz so auf zwei Seiten wird dann ein Kapitel beschrieben und das muss ich dann nur noch runter tippen sozusagen. Also das hört sich jetzt sehr einfach vielleicht an. Natürlich währenddessen kleine Sachen, die ändere ich auch noch mal und da
Jenni (51:04): Mmh.
Yvonne Matuchno (51:04): muss ich dann noch mal ran. Aber so der grobe Ablauf, den kenne ich und das hilft mir enorm.
Jenni (51:12): Mhm.
Yvonne Matuchno (51:12): Hut
ab an alle Autoris da draußen, die das nicht so machen, weil sie es irgendwie anders hinbekommen, denn ich schaffe das nicht.
Jenni (51:22): Ja, ich finde das auch total faszinierend, weil ich glaube, ich wäre eher so wie du. Ich würde das alles vorher wahrscheinlich mir genau überlegen und schon mal planen, weil ich genau wüsste, ich würde mich total verwuzeln, wenn ich einfach nur drauf losschreibe und würde überhaupt nicht mehr klarkommen. Aber viele erzählen ja, dass ihnen das langweilig wäre. Also dieses
Wenn sie dann schon wissen, wie sich alles entwickelt, haben sie keine Lust mehr darauf, das zu schreiben, bei denen entwickelt sich die Geschichte praktisch. Sie erleben die Geschichte praktisch mit beim Schreiben und da entwickelt sich die in ihrem Kopf. Und ich finde das total faszinierend, dass Menschen in der Lage sind, sowas Gradlinies dann trotzdem zu produzieren. Weil in meinem Kopf geht das komplett durcheinander, wenn ich mir nicht irgendwie einen Fahrplan mache oder so.
Yvonne Matuchno (52:12): Ja, so geht es mir auch ganz genau. Deswegen sage ich, das ist etwas ganz Besonderes, wenn Leute das können. Ich bin sehr beeindruckt davon.
Jenni (52:19): Ja.
Ja. Ja, aber ich finde es total interessant, mal jemanden zu treffen, der das so systematisch angeht und so sehr vorher plant
Yvonne Matuchno (52:31): Ich finde es sogar toll, weil man kann sich auf Dinge freuen. Ich schreibe
Jenni (52:35): Mhm.
Yvonne Matuchno (52:36): nämlich auch chronologisch. Das heißt, wenn ich weiß, Kapitel 15, oh das wird so toll, da freue ich mich schon drauf. Und dann habe ich immer einen Ansporn. Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3 und irgendwann bin ich bei der 15 angelangt durch den Jesu. Ja, jetzt, jetzt die gute Szene.
Jenni (52:53): Super! Also ja, das wäre auch mal eine nächste Frage gewesen, ob du das dann chronologisch abarbeitest, weil so ein Fahrplan würde ja sonst auch die Gelegenheit bieten, euch zu sagen, ach, heute zieht es mich eher mal zu Kapitel 15 und morgen zieht es mich eher zu Kapitel 3 oder so.
Yvonne Matuchno (53:09): Mhm.
Ja, das wäre möglich, aber bei mir zumindest ist es so, dass ich manchmal halt auch wirklich dann Änderungen mache und genau das diese Fehler, diesen Rattenschwanz nach hinten. das zu vermeiden, möchte ich chronologisch arbeiten, weil dann schleichen sich nicht so leicht Sachen ein, die ich dann nochmal an anderen Stellen abändern muss.
Jenni (53:31): Ja, ja, absolut.
Yvonne Matuchno (53:33): Auch das habe ich gelernt. Also das
Jenni (53:35): Mhm.
Yvonne Matuchno (53:35): ist auch etwas, das habe ich mir selbst auf die Fahne geschrieben, habe gesagt, ich wollen nie, das ist zu aufregend.
aufwendig, dann bist du nur genervt von dir selbst, wenn du dann wieder Sachen abändern musst. Ich meine,
Jenni (53:43): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (53:46): muss sowieso, im Lekturat muss ich dann sowieso wieder Sachen ändern. es... Genau. Genau.
Jenni (53:49): Da ist dann immer noch genug wahrscheinlich, was einem dann irgendwie durchgegangen ist. Aber ja,
ich glaube, wie gesagt, ich kann mich da empathisch sehr, gut einfühlen. aber da erzählst du auch schon ein bisschen was, wie sich so dein
dein Stil oder ja, Stil nicht, sondern so deine Arbeitsweise entwickelt hat. was hast du denn sonst noch so gelernt zum Thema Schreiben? Was machst du heute anders als früher? Gibt es da noch weitere Erfahrungen?
Yvonne Matuchno (54:17): Ganz viel, also so viel, dass ich jetzt überlege, was ich erzählen soll und die Auswahl ist so groß, dass mir nichts einfällt. Diese Sachen, die man so kennt von Autoren. Also es hat jetzt nicht so richtig was vielleicht mit dem Schreiben an sich zu tun, aber was ich wirklich...
Was ich auch jedem oder meinem früheren Ich mitgeben würde, ist, dass nicht jede Kritik angenommen werden muss und dass man ganz genau überlegt, von wem man Kritik annimmt. Bei mir war es nämlich so im Debüt, dass ich teilweise Kritik bekommen habe und es hat mich extrem mitgenommen. Und ich habe wirklich gedacht, boah, ich kann ja gar nichts und ich bin so schlecht und wieso sollte ich überhaupt schreiben?
Stellt sich Heraros? Nicht jeder hat Ahnung von dem Genre und von der Zielgruppe und dann wenn dir ein Thriller Autor sagt, das und das solltest du ändern, jetzt nur beispielsweise, dann
Jenni (55:16): Mhm.
Yvonne Matuchno (55:17): hat er vielleicht auch keine Ahnung von Romance und vielleicht
Jenni (55:20): Mhm.
Yvonne Matuchno (55:20): ist das, das muss man noch mal in Relation sehen. Also falls hier angehende Autorinnen und Autoren zuhören, das ist auf jeden Fall etwas, das hätte ich,
mich gefreut, wenn mir das jemand gesagt hätte. Also zweifelt nicht so sehr an euch. Und was das Schreibhandwerk anbelangt.
Ein Tipp oder etwas, das ich mir selbst noch mal gesagt hätte, wäre, dass du keine Angst haben brauchst, dass das Ideen verschwinden oder dass
Jenni (55:55): Mhm.
Yvonne Matuchno (55:56): der perfekte Satz oder so etwas, nein, ich muss den sofort aufschreiben, glaube ich nicht dran. Ich glaube, das ist in uns allen irgendwo drinnen. Wenn wir gerne schreiben, dann werden wir, und selbst wenn wir den einen wunderschönen Satz dann irgendwie vergessen oder rausführen,
löschen müssen, weil er nicht reinpasst oder was auch immer, das sagt nichts aus. Das ist alles in uns drin. Wir können das wieder neu, etwas Neues schaffen, das genauso schön ist.
Jenni (56:24): Ja, dieses
rauslöschen ist glaube ich sehr, schmerzhaft.
Yvonne Matuchno (56:31): Mhm. Ja.
Jenni (56:33): aber es tut total weh.
Yvonne Matuchno (56:33): Es tut immer weh, aber es ist gut fürs Buch.
Jenni (56:37): Ja, aber fürs Buch ist es
Aber das, was du sagst, auch mit der Kritik, das habe ich auch bei manchen Rezentsenten, wo ich denke, meine Güte, du bist professioneller Rezentsent und bist nicht in der Lage, ein Genre anhand der genrespezifischen Kriterien zu bewerten. Das regt mich teilweise auf.
Du liest es natürlich in diesen Laienrezensionen bei den, keine Ahnung, Thalia, Amazon und Co. Da liest du, kannst du an den Rezensionen immer schon genau erkennen, ob das jemand ist, der bewusst auch zu einem Genre gegriffen hat oder irgendjemand, der sich verirrt hat. Das kann man sofort erkennen. Aber bei einem professionellen Rezensionen kann ich es nicht verstehen. Was da manchmal für...
Kriterien angelegt werden, ein Romans Buch zu beurteilen, wo ich denke, ja, das ist aber gar nicht das Entscheidende für ein Romans Buch. Und das bei Rezentsenten, die auch noch dafür bezahlt werden, dass sie diesen Job machen. das ist das, da kann ich mich so drüber aufregen. Das ist wie, als wenn du, wenn du irgendwie einen Couchtisch an den Kriterien eines, eines, eines Küchenblocks bewerten würdest. Also wirklich, das hat als eine mit dem anderen nichts zu tun.
Yvonne Matuchno (57:49): Ich merk, das ist ganz...
ganz viele Emotionen bei dir. Ich merke es. Aber
Jenni (57:53): Ja!
Yvonne Matuchno (57:55): ich kann es ja auch verstehen. Es ist ja auch ein hoch emotionales Thema, wenn man selbst an diesen Geschichten hängt. Und dann sagt jemand was Schlechtes darüber und ich denke mir, was? Mein
Jenni (58:04): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (58:07): Lieblingsbuch, du mochtest das nicht? Dementsprechend, das darf man nicht unterstehen.
wie emotional sowas werden kann.
Jenni (58:19): Die Menschen, über die man dann liest, werden ja Teil der eigenen Familie.
Yvonne Matuchno (58:26): Absolut.
Also ich bin ja ganz dolle davon überzeugt, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen
Jenni (58:32): Mhm.
Yvonne Matuchno (58:33): diese Liebe, ich gerade für diesen Charakter im Buch empfinde, dass es kein echter Mensch ist, aber irgendwie wir lieben sie trotzdem. Und wir weinen, wenn jemand stirbt. Ja. Ja.
Jenni (58:41): So ist es. Oh ja, hatte ich auch gerade erst wieder. Schlimm. Ich weiß gar nicht wieso, was ich überhaupt Romans nennen kann.
Oh nee.
Jetzt hast du ja dieses Debüt im Self-Publishing herausgebracht und
58:52Self-Publishing und Verlagsvertrag
Yvonne Matuchno (58:55): Mhm.
Jenni (58:56): da würde mich mal interessieren, was da so deine größte Lernerfahrung bei gewesen ist.
Yvonne Matuchno (59:01): Ich würde sagen, wie toll die Community ist.
Ich hatte furchtbar Angst davor, TikTok und Instagram zu gehen. Ich konnte mir das gar nicht vorstellen, dass ich auf Social Media aktiv bin und dann zeige ich mein Gesicht dort und muss reden. ist Horror Vorstellung. Jedenfalls ist es gar nicht so schlimm, hat sich herausgestellt. Ganz, ganz nette Menschen. Und ich habe da wirklich eine so tolle Community kennengelernt. Leute, die mich unterstützen und die ich natürlich
und
ich auch.
zurückunterstütze. ist ein geben Unternehmen. Aber diese Leute, das darf man nicht unterschätzen, wie viel die ausmachen und wie viel besser ein Buch wird, dadurch dass du jemanden hast, der sich damit auskennt. Und dann heißt es zum Beispiel, hast du schon bedacht, dass du dein Buch auch zu den Bibliotheken XY schicken musst im Self Publishing? So Sachen, weiß man ja gar nicht.
Jenni (1:00:04): Mhm. Mhm.
Yvonne Matuchno (1:00:06): Und wenn jemand das schon durch
gelebt hat, dann kann man sich gegenseitig helfen und es ploppen immer wieder neue Dinge auf, die man im Selfpublication beachten muss, wenn man da in einer Gruppe von netten Leuten unterwegs ist, die dasselbe durchmachen, auch wenn es nur ist, ich bin so am Ende, es ist so viel Arbeit, sich einmal kurz bei jemanden beschweren zu können, der es versteht. Das macht einen großen Unterschied.
Jenni (1:00:32): Mhm.
Aber dein neues Buch, erscheint ja, also Drowning Fate, erscheint ja jetzt im Verlag.
Yvonne Matuchno (1:00:41): Mhm.
Jenni (1:00:41): Wie ist es dazu gekommen? Also hast du gesagt, Gott, Self Publishing, das war so eine schreckliche Erfahrung, ich möchte jetzt unbedingt mein nächstes Buch im Verlag oder wie ist es dazu gekommen?
Yvonne Matuchno (1:00:53): So ganz schlimm war es nicht. Es hat sich einfach so ergeben, weil ich mein Manuskript, also ich hatte ein Manuskript fertig von A Drowning Fate, damals noch unter dem Arbeitstitel Die Wäschter des Heiligtums und
Und zu dem Zeitpunkt hatte dann der Verlag gerade die Tore geöffnet und ich hatte mich schon vorher mit denen unterhalten und das hat menschlich gut funktioniert. Die waren sehr, sehr sympathisch und dann habe ich gedacht, ja wieso denn nicht und habe dann das fertige Manuskript einmal eingesendet und das halbfertige, also damals war das halbfertig, Manuskript habe ich dann auch nochmal reingeworfen in den Topf und habe gedacht, ja vielleicht wird ja
genommen und am Ende wollten sie dann beide haben. Das hat mich natürlich sehr gefreut und das hat sich so ergeben.
Jenni (1:01:51): Mh.
Yvonne Matuchno (1:01:53): Ich finde Self Publishing macht sehr viel Spaß, weil man so viel Eigenverantwortung erträgt. im besten Sinne, man darf sehr viel selbst entscheiden, aber Verlag nimmt einem auch sehr viel Arbeit ab und das ist was
Jenni (1:02:05): Hmm.
Yvonne Matuchno (1:02:06): Schönes. Ich habe gemerkt, es war echt anstrengend im letzten Jahr alles selbst zu machen.
alle Entscheidungen selbst zu treffen. Und dann ist es halt so, dass im Verlag musst du dann auch mal dem Verlag entgegenkommen. Aber das ist für mich bisher jetzt kein Problem gewesen und man kann super mit meinen Verlegerinnen reden. Da habe ich kein Problem und daher nehme ich das doch gerne an, Teil dieser kleinen Gruppe zu sein.
Jenni (1:02:38): Aber magst uns denn schon verraten, worum es denn in deinem neuen Buch gehen wird? Darfst das? Darfst darüber sprechen?
Yvonne Matuchno (1:02:43): Ja, natürlich, Ja,
gerne.
Es geht eine junge Studentin, namens Lu.
in einer Art viktorianischer Parallelwelt. Das ist sehr angehaucht an dem viktorianischen Großbritannien. Da sucht Lou nach ihrem verschwundenen Vater. Der wird dann für tot erklärt und sie bekommt einen Brief von ihm, also als Erbe, zusammen mit einem Anhänger. Und da steht drinnen in dem Brief, dass sie den Anhänger auf jeden Fall, das ist super wichtig, zu einem Mann bringen soll.
Und dann fährt sie dahin und will diesen Anhänger übergeben und dann stellt sich heraus, diese Mann ist aber verstorben.
Und das findet sie alles sehr merkwürdig und sie glaubt auch nicht wirklich, dass ihr Vater tot ist, denn ein Leihstamm wurde ja nie gefunden. Also macht sie sich auf, ihren Vater zu suchen und verfolgt eine Reihe mysteriöser Todesfälle und wird dabei die ganze Zeit beobachtet von einem Wesen aus den Schatten heraus. Das heißt, ist, ich nenne es liebevoll, Inola Holmes trifft auf Peaky Plyners und
so bisschen Richtung Indiana Jones oder die Mumier, weil es gibt noch eine alte Kultur, die natürlich dort verloren, also fast in Vergessenheit geraten ist. ja, diese Anhänger gehören zu dieser alten Kultur und möglicherweise wurde da was ausgebuddelt, was nicht hätte ausgebuddelt werden sollen in einer archäologischen Stätte.
Und da wir hier natürlich auch über Romans reden, gibt es auch in A Trowning Fate eine Romans-Geschichte. Denn unsere Protagonistin Lou, die aus gutem Hause kommt, die verliebt sich in ihren Bodyguard.
01:02:47Ausblick: A Drowning Fate
Jenni (1:04:36): Mhhhmmm
Yvonne Matuchno (1:04:36): Möglicherweise führt das dann auch zu gewissen Problemen im Buch.
Jenni (1:04:41): Das klingt überspannend. liebe ja auch... Also das hat ja schon ein bisschen was von Suspense, dass man so bisschen eine Ermittlung miterlebt.
Yvonne Matuchno (1:04:49): Ja, ich habe tatsächlich
immer so einen Zettel, wenn ich ein Projekt schreibe. Ich habe einen Zettel neben dem Laptop kleben, wo drauf steht so ein Leitsatz. Und bei dem Projekt war es, die Lesenden sollen sich fragen, was zur Hölle geht da vor sich. Und das
Jenni (1:05:07): Ja, ja.
Yvonne Matuchno (1:05:08): habe ich durchweg hinzubekommen, dass man sich wirklich fragen soll, was ist da los? So ein richtiger Mystery-Faktor.
Jenni (1:05:18): Super,
ja mega spannend, so lese ich auch gerne.
Yvonne Matuchno (1:05:22): Mh.
01:05:23Nächstes Projekt: Cosy Romantasy
Jenni (1:05:23): Gibt es denn noch andere Genres, in denen du dich ausprobieren wollen würdest?
Yvonne Matuchno (1:05:28): ist sogar geplant. Ich würde super gerne das nächste Projekt, das ich ganz neu anfange, da möchte ich gerne eine Cosy-Geschichte draus machen.
Jenni (1:05:41): Mhm.
Yvonne Matuchno (1:05:44): Das Ganze soll natürlich auch wieder eine Romance-Geschichte sein, weil ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, ein Buch zu schreiben ohne Romance, aber ich will eine illangweilige Haar.
Jenni (1:05:51): Langweilig, oder?
Yvonne Matuchno (1:05:56): muss dazu gehören. ja, also Cosy Romantasy, das würde ich gerne als nächstes schreiben. Und da sind
Jenni (1:06:04): Mhm.
Yvonne Matuchno (1:06:04): auch schon so die ersten Ideen sind da. Eigentlich habe ich sogar schon, ja wie das so ist, bei einem total durchgeplanten Menschen. Ich habe schon alles runtergeschrieben, aber ich habe noch nicht angefangen zu schreiben. Also, ja der...
Jenni (1:06:16): Aber der Plan steht schon, das heißt, muss eigentlich
Yvonne Matuchno (1:06:18): Genau, Plan
Jenni (1:06:18): nur noch runtergezippt werden.
Yvonne Matuchno (1:06:20): steht nur, dass eigentlich den Fließtext, so den habe ich noch nicht runtergeschrieben, angefangen runterzuschreiben.
Jenni (1:06:25): Aber
das klingt ja schon mal gut, weil dann die Geschichte scheint ja schon da zu sein, da gibt es keine Verwicklung mehr, jetzt muss nur noch die Arbeit gemacht werden. Sehr, gut. gut. Nur noch. Nur noch. In Anführungsstrichen,
Yvonne Matuchno (1:06:34): Genau. Nur noch stundenweise. Nur noch der härteste Part.
Jenni (1:06:45): Wo und wie könnte man dir denn folgen, davon zu erfahren, wann dein neustes Buch...
erscheint oder auch noch mehr über deine sonstigen Erfahrungen als Autorin mitzubekommen.
Yvonne Matuchno (1:06:58): Ja,
immer gerne.
Auf TikTok und auf Instagram kann man mich sehr einfach finden unter meinem Namen Yvonne Matuchno. Und da bin ich auch eigentlich nicht jeden Tag, aber sehr oft aktiv.
Uja.
01:07:18Gewinnspiel und Verabschiedung
Jenni (1:07:18): So und jetzt zum Ende unseres Interviews. Da haben wir ja noch versprochen, dass wir über unser Gewinnspiel informieren. Denn die liebe Yvonne, die schmeißt ganz großzügig etwas in den Topf. Einmal diese wunderschöne Messerausgabe ihres Buchs, dunkle Schwingen, goldenes Zerz. Und sie hält es hier gerade auch nochmal an die Kamera mit so
Goldener Schrift und einem goldenen Farbschnitt, also wirklich ein wunder, wunderschönes Hardcover. Das ist das, was es als Platz 1 gibt. Und als Platz 2 gibt es das Buch nochmal als Taschenbuch, auch wunderschön. Also es hat im Prinzip das gleiche Cover, aber es ist halt nicht mit Farbschnitt und mit goldenen Lettern. Und wenn ihr genau wissen wollt, wie ihr das gewinnen könnt, dieses Buch, dann geht
Auf Instagram findet ihr das Gewinnspiel auf deinem Evons und meinem Profil. Da können wir das zusammen machen. Und auf TikTok wirst du das auf deinem Profil hochladen. Die ganzen Bedingungen und da könnt ihr euch dann beteiligen. Und wir machen die Auslosung praktisch nächste Woche. Aber auch diese Information findet ihr alle auf unseren Social Media Profilen. dann viel Glück in die Richtung.
Und ansonsten bleibt mir nur noch übrig, nochmal darauf hinzuweisen, dass dieser Vodcast alle zwei Wochen erscheint, immer Mittwochs morgens. Und wenn dir diese Folge hier gefallen hat, dann hinterlasst doch gerne ein Sternchen oder einen Daumen hoch und auch gerne einen Kommentar. Wir wollen ja noch wissen, wie hoch dein Sub ist. schreib uns, mal gucken, wer gewinnt. Und ja, ansonsten.
freue ich mich, wenn du auch das nächste Mal wieder reinschauen magst. jetzt erstmal, liebe Yvonne, ganz ganz herzlichen Dank, dass du da warst und so offen erzählt hast von deinen Gedanken zum Thema Schreiben, zum Thema deines Buches, was dir dadurch in Kopf gegangen ist. Und ich drück dir die Daumen, dass es mit deinem neuen Buch alles dann auch gut läuft. Ich bin auf jeden Fall schon...
ganz hyped nach dem was du so erzählt hast. Das klingt
Yvonne Matuchno (1:09:31): Hahaha
Jenni (1:09:33): super super gut. Ja und wie gesagt bis zum nächsten Mal.
Yvonne Matuchno (1:09:39): Bis dann!
*Wenn du das Buch kaufen möchtest, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du das über einen der Affiliate Links tust. Dann erhalte ich ein paar Cent Provision. – Für dich ändert sich nichts, aber du unterstützt damit meine Arbeit.
Darüber hinaus hat sich Yvonne an meinen Kosten für die Produktion dieser Vodcastfolge freiwillig beteiligt. Das war ausdrücklich keine Voraussetzung für einen Auftritt und hat keinen inhaltlichen Einfluss ausgeübt.