Dub-Con, Con-Dub-Con
Dub-Con ist die Abkürzung für Dubious Consent („zweifelhafte Zustimmung“). Der Begriff bezeichnet Situationen, in denen eine Person formal zustimmt, diese Zustimmung jedoch unter Umständen erfolgt, die ihre Freiwilligkeit infrage stellen. Dazu zählen unter anderem Machtgefälle, emotionaler oder sozialer Druck, Angst, Abhängigkeit, Manipulation oder eingeschränkte Handlungsoptionen.
Der Begriff kann theoretisch für alle Arten von Situationen genutzt werden, in denen Zustimmung unter problematischen Bedingungen zustande kommt. In der Praxis hat sich Dub-Con jedoch als Begriff zur Beschreibung ambivalenter sexueller Einwilligung etabliert.
Con-Dub-Con steht für Consensual Dubious Consent und beschreibt ein Spektrum oder einen Übergang: Die Situation beginnt eindeutig einvernehmlich (Consent), entwickelt sich jedoch in einen Bereich, in dem Zustimmung zunehmend unklar oder fragwürdig wird – oder umgekehrt. Der Begriff macht sichtbar, dass Zustimmung kein statischer Zustand ist, sondern sich im Verlauf verändern kann.
Literarische Einordnung
In der Romance-Literatur, insbesondere in Dark Romance und verwandten Subgenres, werden Dub-Con und Con-Dub-Con genutzt, um Machtverhältnisse, Grenzverschiebungen und moralische Ambivalenzen darzustellen. Die Begriffe dienen Leser:innen vor allem als Einordnungshilfe, um Inhalte besser einschätzen und eigene Wohlfühlgrenzen bewusst reflektieren zu können.