Edging

Edging bezeichnet eine Praxis, bei der Erregung gezielt aufgebaut und kurz vor dem Höhepunkt wieder reduziert wird. Ziel ist es, den Moment der Entladung hinauszuzögern, die Intensität der Wahrnehmung zu steigern oder Kontrolle über das eigene Erleben zu gewinnen. Der Begriff leitet sich vom englischen edge („Kante, Rand“) ab und verweist auf das bewusste Verweilen an der Grenze des Höhepunkts.


Literarische Einordnung

In der Romance- und insbesondere der erotischen Literatur wird Edging häufig eingesetzt, um sexuelle Spannung zu erhöhen und das Machtverhältnis zwischen Figuren zu inszenieren. Besonders relevant ist das Motiv in Subgenres wie Dark Romance oder BDSM-naher Romance, in denen Kontrolle, Erwartung und bewusste Verzögerung zentrale narrative Funktionen erfüllen.

Edging fungiert dabei weniger als isolierte Technik, sondern als erzählerisches Mittel, um Dominanz, Hingabe oder emotionale Abhängigkeit zu verdeutlichen. Die Wirkung hängt stark vom Kontext und der Einbettung in die Figurenbeziehung ab.

Zurück zum Glossar