Transkript des Interviews mit Mia Rosé

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Kapitel

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Transkript

00:00 Einführung in den Vodcast und Gastvorstellung

Jennifer Rolle (00:24)
Und da sind wir wieder mit einer neuen Folge des Lust Lektüre Vodcast und ich freue mich riesig, dass du wieder eingeschaltet hast. Ich habe übrigens heute mal den Kameraverfolger eingestellt. weiß nicht, siehst du es einmal nah ran oder einmal weg? Ich bin mir noch nicht so sicher, wie ich die Funktion finden soll. Schreib gerne mal in die Kommentare, ob dir das gefällt oder ob dich das eher nervös macht. Aber ich bin heute natürlich auch wieder nicht alleine hier in meinem Vodcast, sondern ich habe einen ganz großartigen Gast dabei. Für mich die absolute Königin der darken und deepen Gay Romance. Sie schreibt über gebrochene Charaktere, steigt ganz tief ab in ihre Seelen und Gefühle und füttert uns mit Reflexionen, die zumindest mich immer sehr zum Nachdenken anregen. Und ja, ich begrüße dich ganz herzlich Mia Rosé.

Mia Rosé (01:16)
Hi, ich freue mich, dass ich da sein darf.

Jennifer Rolle (01:18)
Ich bin auch schon ganz gespannt auf unser Gespräch und ganz großartig Mia stellt uns zwei Pakete ihrer Chicago Lights Reihe zur Verfügung für ein kleines Gewinnspiel und bleib dran bis zum Schluss, dann verraten wir mehr darüber, wie und wo du teilnehmen kannst. Aber jetzt erstmal leite ich rüber. Mia, ich hab dich schon ein kleines bisschen angeteasert und Du sagst von dir selbst, du eigentlich nicht so gerne über dich sprichst und lieber deine Bücher sprechen lässt. Ich hoffe, du magst uns trotzdem heute ein bisschen was über dich erzählen. Magst du vielleicht dich mal vorstellen? Wer bist du? Was macht dich aus? Ja, erzähl doch mal.

Mia Rosé (01:48)
Ja, ich bin Mia Rosé. Ich schreibe Bücher. Meistens im Bereich Gay-Romance tatsächlich. Ich habe auch zwei Heterobücher veröffentlicht, aber die anderen sind alle tatsächlich im Gay-Romance-Bereich. Nebenbei arbeite ich als Krankenschwester. Ich bin gelernte Krankenschwester in der Psychiatrie und arbeite im Moment aber in der Somatik. Genau.

02:02 Mia Rosé: Autorin und Krankenschwester

Mia Rosé (02:31)
Also ich selber sag Mia Rosé. Aber viele sagen auch Mia Rosé, also ich bin da.

02:50 Mia privat

Mia Rosé (02:55)
Ich habe nicht so die eine Lieblingsserie. Also was ich nicht so gerne gucke sind so Liebesfilme und so tatsächlich. Genau, tatsächlich. Ich habe so Standard-Serien, ich so gucke. Bones mag ich gerne. Und ja, Netflix, das war es so. Die ganzen Harlan-Coben-Serien gucke ich gerne. Aber so eine Lieblingsserie habe ich tatsächlich nicht.

Jennifer Rolle (03:24)
Ach was, ausgerechnet. Mhm. Ja, das ist immer lustig. Mhm. Mhm. Gibt es irgendwas, was du aktuell gerade suchtest?

Mia Rosé (03:47)
Bones, nochmal zum hundertsten Mal. Vorher habe ich Elementary geguckt und die Harlan Coben. Ich glaube, ich habe jetzt alle durch.

Jennifer Rolle (03:49)
Okay, ist unsere letzte Wahl, ja das kenne ich. Okay. Alles klar. Die kenne ich noch gar nicht, aber ich bin auch mal für Tipps dankbar.

Mia Rosé (04:03)
Die sind super auf Netflix, also die sind wirklich gut.

Jennifer Rolle (04:07)
Ich gucke gerade auch bestimmt zum fünften Mal Lucifer, weil ich das super lustig finde. Ja, die ist super lustig. Die läuft nämlich auch gerade wieder auf Netflix. Da ich mich königlich darüber amüsieren, trotz der ganzen Plot-Holes, da drin sind. Also da kann man wirklich viel Kritik üben wie da manches nicht so richtig aufeinander oder hintereinander gebracht wird. Trotzdem ist das super lustig.

Mia Rosé (04:12)
Und die ist auch gut. die ist auch richtig gut.

Jennifer Rolle (04:35)
Und dann habe ich hier noch eine Frage von Lavendel41197. Hörst du selbst auch Podcasts? Und wenn ja, was sind deine favorite Postcasts?

Mia Rosé (04:45)
Also ich höre viel Podcasts. Am meisten tatsächlich True Crime. Pollux, Mordlust, Philipp Fleiter und sowas alles. Aber ich höre auch super gern Gemischtes Hack oder Hobbylos. Genau, also ich höre echt viel Podcasts nebenbei.

Jennifer Rolle (04:51)
⁓ okay. So Zeitverbrechen, oder? Ja, Alles klar! Sehr, sehr spannend. Vielleicht können wir da ein paar von den Show Notes mal verlinken, dass man sie schneller findet. Und liest du auch privat oder neben deiner Schreibarbeit? Kommst du da vielleicht gar nicht mehr zu? Ich weiß nicht. Und wenn ja, was liest du?

Mia Rosé (05:14)
Hm? Also tatsächlich nicht mehr so viel wie früher, weil ich einfach keine Zeit habe mit Job und Schreiben und meistens liest man ja sein eigenes Buch nochmal, weil gerade wieder irgendwas ansteht. Aber sonst auch Boys Love Bücher, Dark Romance ab und zu. Was ich nicht so lese ist so Sci-Fi, aber so Fantasy und so mag ich auch gerne. Ja, aber am meisten...

Jennifer Rolle (05:30)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (05:54)
Boys Love

05:55 Job, Schreiben und Familienleben

Mia Rosé (06:02)
Nein, das ist tatsächlich nur Nebenjob, ich einfach... Ich habe eine Zeitlang Vollzeitautoren gemacht, aber ich habe das so vermisst.

Jennifer Rolle (06:06)
Das Arbeiten. Also das andere Arbeiten. Ja, ist auch immer gut.

Mia Rosé (06:13)
Ja, mir fehlt das. Ich brauche das so bisschen auf Station und im Krankenhaus mit Patienten. ja, außerdem ist man dann nie ganz raus, was auch immer, finde ich, immer ganz gut ist, weil man weiß ja nie, wie sich alles so entwickelt und mit KI und keine Ahnung.

Jennifer Rolle (06:29)
Stimmt, da hat man noch ein zweites Standbein auf jeden Fall. Aber du hast auch ein Familienleben, habe ich rausgehört. Das ist ja auch noch etwas, was, ich weiß nicht, ob man da sagt, Zeit kostet, das klingt so ein bisschen nach Pflicht, aber das ist ja schon etwas, was man auch freiwillig macht, aber was zumindest auch immer in Konkurrenz wahrscheinlich steht mit dem Schreiben.

Mia Rosé (06:32)
Ja, genau. Das Gute ist, im Krankenhaus arbeite ich nur nachts, also ich mache nur Nachtdienste. Dann habe ich so tagsüber ist immer noch ein bisschen und morgens ist ja keiner da. Und dadurch kann ich halt auch nicht so gut schlafen. Also wenn ich dann nicht im Krankenhaus arbeite, dann schreibe ich halt meistens auch viel bis nachts oder so. Genau, morgens und dann, wenn alle im Bett sind, dann wird noch mal geschrieben.

Jennifer Rolle (06:56)
Oha! Das klingt aber durchaus auch kräftezehrend, mit den Nächten und dann tagsüber nicht so viel schlafen. Irgendwo muss es ja doch trotzdem herkommen.

Mia Rosé (07:24)
Mmh. es geht. Aber man macht halt, ich glaube, wenn man viel Nächte macht oder nur im Nachtdienst noch arbeitet, hat man Schlafstörungen noch zusätzlich und dann bin ich dann mehr der Nachtmensch. Genau.

Jennifer Rolle (07:33)
Alles klar. ich glaube, dass das Isabelle North hat das auch auch gesagt. Sie schreibt auch sehr gerne nachts dann noch sehr, lang und war eine Zeit lang wohl auch etwas Red Bull-abhängig. Ich weiß nicht, was ist dein Rezept?

Mia Rosé (07:48)
Tatsächlich trinke ich weder Kaffee noch Red Bull. Ich halte mich dann so wach. Ich halte mich so wach.

Jennifer Rolle (07:58)
Aha! Du hältst dich so wach. Durch deine spannenden Geschichten.

Mia Rosé (08:07)
Genau, weil ich nicht aufhören kann und dann ach noch ein Kapitel ist wie mit dem Lesen.

Jennifer Rolle (08:14)
Noch ein Kapitel, noch ein Kapitel, dann ist es plötzlich drei Uhr morgens, das kenn ich auch.

Mia Rosé (08:15)
Genau. Genau. Dann gucke ich auf Uhr und denke, ich muss in vier Stunden wieder aufstehen. Verdammt.

Jennifer Rolle (08:21)
Das kenn ich, das kenn ich. dann quält man sich ins Bett oder man reißt sich los, geht ins Bett und kann nicht einschlafen, weil man so viele Gedanken im Kopf hat und so aufgewühlt ist.

Mia Rosé (08:28)
Ja, genau. Und meistens kommen ja, wenn man im Bett liegt noch Ideen. Also versuche ich zu schlafen, aber dann fällt mir noch was ein, dann muss ich erst wieder mir eine Notiz machen im Handy und dann, ja jetzt kann ich aber und dann denke ich wieder darüber nach und dann, na nee, eine Idee muss ich noch. Ja.

Jennifer Rolle (08:35)
Ja! Ja! Ja! Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich weiß nicht, ob du es mitverfolgt hast, aber ich spiele mit meinen Gästen gerne das A- oder B-Spiel. Das bedeutet, ich werde dir gleich zwei Alternativen präsentieren, völlig aus dem Zusammenhang gerissen. dann darfst du mal sagen, für welche du dich entscheidest und warum. Und zwar...

08:52 A- oder B-Spiel: Persönliche Vorlieben

Jennifer Rolle (09:13)
Erste, erstes Alternativenpärchen. Eingeschweißte Biogurke oder plastikfreie konventionelle Gurke.

Mia Rosé (09:21)
Plastik frei. Plastik frei.

Jennifer Rolle (09:23)
Plastik frei ist dir wichtiger. Ich finde das total schwer zu unterscheiden, was da jetzt eigentlich der ökologisch bessere Weg ist. Aber du entscheidest dich für Plastik frei. Sprachnachricht oder Textnachricht? Text? Also im Sinne von empfangen oder im Sinne von selber schreiben? Beides.

Mia Rosé (09:31)
Mhm. Ja. Text. Ja. Beides.

Jennifer Rolle (09:47)
Hast du auch so Menschen in deinem Umfeld, die dir dann gerne alles immer nur per Textnachricht schicken?

Mia Rosé (09:52)
Manche schicken alles. Es stört mich auch nicht. Ich höre mir die auch an. Aber ich finde, es ist oft einfacher, eine Nachricht zu lesen als abzuhören. Weil wenn man unterwegs ist oder so, dann ... Genau. Und dann gerade auch als Textnachricht zu antworten, ich als Sprachnachricht, ist dann noch schwieriger. Deswegen, selbst wenn ich Sprachnachrichten kriege, schreibe ich eher zurück. Ja.

Jennifer Rolle (10:02)
Ja, und muss man sich erst die Ohrstöpsel reinmachen und, ja, mhm, kenn ich. Ja, ich auch. Ich auch. Also ich finde es auch empfängerfreundlicher, weil eine Textnachricht kannst du nicht nur schneller lesen, siehst meistens auch mehr auf den Punkt und du kannst sie überall lesen, zwischendurch und währenddagegen das mit Sprachnachrichten immer so seine Grenzen hat.

Mia Rosé (10:32)
Wo ich glaube, es kommt auch noch an mit weben. Also ich habe eine Freundin, mit der schicke ich mir tatsächlich Sprachnachrichten über 20 Minuten.

Jennifer Rolle (10:43)
Also da ist eine Sprachnachricht, 20 Minuten. Okay, also das ist dann ja schon fast wie ein kleiner Call im Prinzip.

Mia Rosé (10:53)
Aber man kann die halt anhören, wann man will, weil man hat ja auch nicht immer Zeit und so das ist irgendwie, manchmal frage ich mich, warum telefonieren wir nicht, aber irgendwie ist das doch einfacher.

Jennifer Rolle (10:56)
Ich habe schon Menschen auf den Bahnhöfen beobachtet, die praktisch die ganze Zeit geht das hin und her, sprachachlich absenden, abhören, darauf reagieren, nächste Sprachnachrichtung, wo ich dann, ja, aber drück doch einfach auf den Telefonbutton und dann kann man sich direkt verständigen, ist doch eigentlich einfacher. Ja, irgendwie schon. Und das wird ja auch letztendlich archiviert. Man könnte sich es ja nochmal anhören, theoretisch.

Mia Rosé (11:11)
Ja, aber es ist irgendwie was anderes. Mhm, genau. Wenn man nicht mehr weiß, worum es ging, dann, ich hör mir das nochmal kurz an und dann...

Jennifer Rolle (11:39)
Nächstes alternativen Pärchen Ordnung oder Chaos?

Mia Rosé (11:45)
Ich mag gerne Ordnung, aber es kommt drauf an, also immer kann ich sie nicht halten. So in meinem Auto zum Beispiel gar nicht. Mein Auto ist ein Chaos. Also ich würde am liebsten wohnen, dass es aussieht, als würde da keiner wohnen. Das finde ich am schönsten, aber das kriegt man halt nicht hin. Zwei. Sechs und acht.

Jennifer Rolle (11:47)
Mhm. Mhm. Mhm. Ist schon gar nicht mit Kindern, oder? Ich weiß nicht, wie... Hast du ein Kind, zwei Kinder oder mehr? Zwei? Und wie alt sind die? Okay, ja, die schließen sich dann auch noch nicht in ihrem Zimmer ein und veranstalten da das Chaos, sondern sind wahrscheinlich in der ganzen Wohnung aktiv. Auch noch. Wie viele Hunde hast du und was für Hunde? Auch zwei? Aus dem Tierschutz, Promenadenmischung.

Mia Rosé (12:17)
Nee. Genau. Und dann noch Hunde und... Dann ist es ein bisschen schwierig. Auch zwei aus dem Tierschutz. Die jüngere Ja, der große ist ein Englisch Setter, aber der ist auch schon 14. Den haben wir mit 12 geholt und haben gedacht, er hat noch ein Jahr oder so.

Jennifer Rolle (12:36)
Mhm. Mhm. Mhm. Gnadenmäßig,

Mia Rosé (12:45)
Genau,

Jennifer Rolle (12:46)
ja.

Mia Rosé (12:46)
aber jetzt wird ja fast 15, also wir hatten jetzt noch gut was von ihm.

Jennifer Rolle (12:51)
gut gepflegt offensichtlich durch euch.

Mia Rosé (12:52)
Ich glaube, das machen die Nutella-Brote, die er sich immer klaut. Die halten ihn jung.

Jennifer Rolle (13:00)
Nutella Brote, ist auch so ein schönes Alternativenpärchen. Nutella mit oder ohne Butter? Ohne! Ich bin definitiv Fraktion mit. Aber das war eigentlich gar nicht das, was ich fragen wollte, sondern nächstes Alternativenpärchen. Villain or Hero?

Mia Rosé (13:05)
Ohne. Ohne. Hmmmm... Verleihen.

Jennifer Rolle (13:27)
Für dich selbst oder für deine Geschichten? Nur für deine Geschichten. Und erzähl doch mal, was findest du an denen spannender als an den Hero-Typen?

Mia Rosé (13:29)
Und für meine Geschichten. Ich moralisch grau ist irgendwie immer besser. Da hat man viel mehr Möglichkeiten, wenn die nicht perfekt sind. Ich schreib auch lieber Männer, die nicht perfekt sind. Also ich mein, in Chicago, die sind ja alle nicht perfekt. Die haben alle ihre Laster. Und ja, gerade wenn es so ins Romance Suspense geht oder ins Darke. Ich find das immer ganz gut, wenn man so wie in der Chicago Darkness Reihe so Ace, er ist halt ein Auftragskiller. Das ist irgendwie schon cooler als wenn er

Jennifer Rolle (13:42)
Mhm. Mhm.

Mia Rosé (14:09)
Superman wäre. Auch wenn er sich so fühlt.

Jennifer Rolle (14:17)
Naja, irgendwo musst du trotzdem ja auch ein super Mann sein, ⁓ den Job gut machen zu können, aber auf vielleicht eine etwas andere Art und Weise. eine moralisch graue Weise, ja. Obwohl das schon eigentlich nicht mehr grau ist, aber... Ja. Okay. Seidenkrawatte oder Handschellen?

Mia Rosé (14:20)
Genau. Ja, genau. Moralisch dunkel. Krawatten sind ja auch echt so ein Ding, die mag ich gar nicht. Ich glaube dann lieber Handschalen.

Jennifer Rolle (14:45)
Weder an den Handgelenken noch die Hälse der Männer. Also lieber die Handschellen. Okay. An Banker. Ja, ist ja auch total aus der Mode gekommen. Ich weiß noch, Mann ist früher noch ein Dreiteiler ins Büro gegangen. Mit allem Drum und Dran. Und heute geht er in Jeans und Turnschuhe. Gleiches Unternehmen.

Mia Rosé (14:48)
Ja, ich finde so Anzug dann lieber hanscheln. Anzug erinnert mich immer an Banker. Und Banker... Mmh. Mmh.

Jennifer Rolle (15:13)
mehr oder minder gleiche Job, eher noch ein bisschen weiter oben. es hat sich so verändert in einer total konservativen Branche. Ja, es ist ja auch eher so wie eine Rüstung schon fast diese Art von Outfit. Und das ist doch

Mia Rosé (15:16)
Mmh. Zum Glück. Die sind ja auch nicht schön. Das sind ja keine schönen Anzüge, sondern so, ja. So ein Smoking ist ja noch mal was anderes. Aber so ein Banker-Anzug, da mag ich... Das sind alle... Das Weiß ich auch nicht. Mag ich gar nicht. Dann lieber, ich bin so Team Jogging-Hose.

Jennifer Rolle (15:37)
Aha, aha, aha. So ein Bänkeanzug. Okay, spannend. Also ich kann dem schon was abgewinnen, muss ich sagen. Einen gut gekleideten Mann auch in einem Anzug oder auch in einem Smoking, egal. Oder auch Uniformen sind ja auch immer sehr beliebt. Wie stehst du zu Uniformen? Ach, das ist was anderes. Nee, das ist aber auch bestimmte Form der Kleidung, die ja auch

Mia Rosé (15:53)
Hahaha. Das ist was anderes. Das ist was anderes. Uniform ist kein Anzug.

Jennifer Rolle (16:19)
Polarisiert, sag ich mal.

Mia Rosé (16:20)
Das stimmt.

16:24 Mia Rose und Mia Rosé

Mia Rosé (16:32)
Ja. Ne, tatsächlich nicht. Also nicht, ich hab gesehen, es gibt noch jemanden, so heißt. Aber das hab ich erst später gesehen. Aber die gehören dann nicht zu mir, aber ansonsten über mein Profil und so findet man alles, genau.

Jennifer Rolle (16:50)
⁓ Und wie ist das? Gibt es da vielleicht irgendein Unterscheidungsmerkmal, woran man das sehen kann, dass da jemand, also dass das nicht du bist? Der der accent aigu. Okay. Also bei dir ist das Mit Akzent, bei der anderen Person ist das ohne. Okay.

Mia Rosé (17:04)
Deswegen der Strich oben drüber. Ich glaube ohne. Genau. Ja. Aber auf Amazon, zum Beispiel auf meinem Profil, ich habe alle Bücher eigentlich auch auf Amazon. Ich weiß noch nicht, wie das mit dem Buch ist, was im Verlag kommt, aber ansonsten sind alle meine Bücher auch bei Amazon in meinem Profil immer und bestellbar dann als Taschenbuch eigentlich überall.

Jennifer Rolle (17:21)
Mhm. Mhm. Ja, erzähl doch mal, was hat dich denn eigentlich zum Schreiben gebracht? Wie lange schreibst du schon? Wie bist du dazu gekommen? Und dann auch gerne kannst du mal überleiten, wie du dann zum Thema Gay-Romance gekommen bist. Du hast ja eben schon erzählt, du hast angefangen mit, wenn ich das richtig rausgehört habe, mit Hetero-Romance oder? Ach, angefangen nicht. Zwischendurch, okay.

17:35 Der Weg zum Schreiben und Gay-Romance

Jennifer Rolle (18:05)
Wo hast du deine Fanfiction konsumiert?

Mia Rosé (18:21)
Auf Wattpad. Genau, viel auf Wattpad. irgendwann habe ich dann selber geschrieben. Aber ganz schlimm. Habe es damals noch meiner Freundin geschickt. wenn man so selber anfängt und noch gar keine Ahnung hat, das ist auch schon Ewigkeiten her, dann macht man halt noch so Fehler, wie keine Ahnung sagte dies und das und lachte eher und so war es dann. Und wenn ich das jetzt lese, ganz schrecklich.

Jennifer Rolle (18:22)
Auf Wattpad. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Aber irgendwie muss man ja anfangen. Wie alt warst du da?

Mia Rosé (18:52)
Genau, ich meine die ersten Sachen sind da... Also wo ich ihr das geschickt hab... Wie alt war ich denn da? Aber geschrieben habe ich vorher schon, immer so für mich. genau. Ich habe dann, das war dann meine erste Veröffentlichung, genau war das Weihnachtsbuch.

19:01 Der Weg zur ersten Veröffentlichung

Mia Rosé (19:18)
Das ist noch hetero und auch sehr... Ja, alles... Und alles auch... Das ist noch so ein... Das ist halt ein Weihnachtsbuch. Weihnachtsbücher sind ja immer so bisschen Klischee und schön und alles ist toll. Ich meine, obwohl sie im Rollstuhl sitzt, das ist so ein bisschen nicht so rosarot, aber trotzdem sind ja Weihnachtsbücher immer noch... Ich glaube, als zweites kam Drowning. Das ist auch hetero. Und danach müsste dann Schick...

Jennifer Rolle (19:21)
Das ist Self Publishing. Russerrot.

19:48 Unterschiede zwischen Hetero- und Gay-Romance

Jennifer Rolle (19:51)
Was ist dich daran reizt? Spannend. vielleicht kommen wir gleich mal oder spulen wir ein bisschen vor. Die Frage hatte ich mir eigentlich eher für später notiert. Das würde mich nämlich mal total interessieren, wie sich das schreiben. Du hast jetzt beide Erfahrungen gemacht, wie sich das Schreiben unterscheidet von einer hetero-Romance und einer gay-Romance. Du sagst also, die Sprache ist eine andere. Du kannst Männer ein bisschen mit einer

Mia Rosé (20:38)
Mmh.

Jennifer Rolle (20:42)
Wenn ich jetzt richtig rausgehört habe, derberen Sprache schreiben, die du nicht so gut anwendbar findest, wenn sie mit Frauen interagieren.

Mia Rosé (20:51)
Ich glaube, einfach, da haben mir auch schon Freundinnen erzählt, die selber schreiben, dass wenn die Frauen zu tough sind und zu, dann wird das schnell so bisschen abgewertet und die Zicke und die und das ist halt, also ich glaube, dass wenn man eine Frau hat, die wollen halt gerne so den Beschützer haben und der sich vor sie wirft und sie ist dann immer eher so ein bisschen, aber das ist auch nur meine Empfindung so. Ich glaube, dass Frauen sind ein

Jennifer Rolle (20:57)
Mhm. Mhm. Das ist auf jeden Fall eine große Sparte in der Romance, diese Beschützer- und Rettergeschichten.

Mia Rosé (21:24)
Ist ja auch schön. Also man liest das ja gerne, weil man will ja selber stellt man sich davor, ach, wenn ich in der Situation wäre, dann will ich auch gerettet werden.

Jennifer Rolle (21:36)
So angeregt aus diesen Prinzessinnenmärchen. Frauen sind ja alle sehr stark von diesen ganzen Prinzessinnenmärchen, Grims Märchen geprägt, glaube ich, wo das ja auch immer sehr stark propagiert wird. Die Prinzessin, die von den Prinzen gerettet wird und aus dem Turm oder aus dem gläsernen Sarg oder was auch immer. Ja, das steckt tief.

Mia Rosé (21:43)
Mmh. Also ich schreibe auch gerne mit Frauen. ich mag das, ich hab ja ein Buch hab ich auch noch, das hab ich noch zum Verlag geschickt, aber da hab ich noch keine Antwort. Aber auch so bei Drowning, ich mag Paige total gerne. Also sie ist super toll und lieb und sie hat so viel durchgemacht und auf einer Art ist sie trotzdem irgendwie mit die stärkste Protagonistin, ich geschrieben hab. Aber trotzdem gefällt mir das mit zwei Männern irgendwie so ein... ja. Ich meine, du hast ja Chicago gelesen und Caden ist ja schon ein bisschen anders. Also er weiß, was er will, er weiß, was er nicht will. Er ist sehr ehrlich und ich glaube, wenn man das so krass mit einer Frau schreibt, ich weiß nicht, ob das so gut ankommt. Aber ich persönlich mag es auch einfach gerne. Also schreiben und lesen.

Jennifer Rolle (22:23)
Also du glaubst, dass die Charaktere, so wie sie dir gefallen, beim Publikum mehr Anklang finden mit einem männlichen Charakter, als wenn du diese Charakterzüge einer Frau geben würdest?

Mia Rosé (22:54)
Ich glaube, es kommt drauf an, wie man die Frau dann schreibt, natürlich. Ich mag einfach lieber Boys Love Bücher schreiben, aber es ist einfach auch so mein... Ich finde das einfach schöner. Ich mag das einfach gerne, weil ich aber auch meine Charaktere halt sehr mag. Aber ich mag tatsächlich, ich mag beides. Also ich würde auch noch mal ein Heterobuch schreiben, wenn so die richtigen Charaktere da sind.

Jennifer Rolle (22:57)
Dann tauchen wir doch jetzt mal direkt ein in deine Gay-Romances oder überhaupt in deine Bücher. Wenn man sagt Gay-Romance, das sagt ja noch nicht so viel aus. Warum geht es eigentlich was für eine Art von Geschichte finden wir da vor? Kannst du deine Geschichten unter einen Motto stellen oder kannst du sagen, haben die irgendwas gemeinsam?

23:22 Tiefe Charaktere mit psychischen Herausforderungen

Jennifer Rolle (23:51)
Was macht deine Geschichten so aus? Außer dass es meistens von Männerliebe erzählt.

Mia Rosé (23:59)
Ich finde immer, haben sehr tiefe Gefühle, die Charaktere sind sehr echt und bei mir gibt es nicht dieses rosarote Happy End. es ist nicht das Buch ist zu Ende, alle sind glücklich, alle sind gesund, weil ich auch viel mit psychischen Erkrankungen schreibe, gerade auch so Suchterkrankungen, Traumata und es gibt nicht dieses rosarote, alle sind gesund, alle sind glücklich und wir sind jetzt verheiratet und haben Kinder, sondern es

Jennifer Rolle (24:01)
Mhm. Mhm. Mm. Mmh. Mmh.

Mia Rosé (24:25)
ist halt immer sehr viel Tiefe mit dabei, sehr viel Gefühl. Das ist auch das, was mir so zurückgemeldet wird. Worauf ich sehr stolz bin, da freue ich mich natürlich immer sehr drüber. Genau. Und das ist mir auch sehr wichtig. Und ich habe halt so einen Fable für Nebencharaktere. Ich liebe sie total. Und finde die auch super wichtig. Weil ich finde, eine Geschichte halt nur aus zwei Leuten funktioniert irgendwie nicht.

Jennifer Rolle (24:32)
Mhm.

Mia Rosé (24:49)
Man hat ja auch in seinem privaten Umfeld und man hat ja immer irgendwen, dem man spricht oder mit dem man nicht spricht oder den man mag oder nicht mag und ja, genau.

Jennifer Rolle (25:01)
Und dennoch ist es wichtig, glaube ich, hier gerade in diesem Podcast zu sagen, oder dass sie trotzdem Romance-Bücher haben. Sie haben schon irgendwie eine Art von Happy End, aber es ist halt nicht dieses rosarote Happy End, wo plötzlich alle Probleme gelöst sind und alle glücklich bis an ihr Lebensende leben, sondern immer noch vielleicht zu kämpfen haben oder immer noch ihr Päckchen zu tragen haben.

Mia Rosé (25:10)
Ja. Ja. Ja, genau. Also sie haben alle ein Happy End. War tatsächlich bei Chicago nicht geplant. Ich weiß nicht, ob du alle drei Teile gelesen hast. Genau.

Jennifer Rolle (25:32)
Ach was! Ich habe nur die Chicago Lights Reihe gelesen und da habe ich alle drei Bücher gelesen und

Mia Rosé (25:40)
Genau und am Ende gibt es so einen Punkt im letzten Buch, wo Caden so ein Flashback hat, auch mit so Foto. Und das war eigentlich mein geplantes Ende und dann wären jetzt halt alle tot. Aber dann hätte es halt die anderen Reihen nicht gegeben. Aber eigentlich wollte ich das so enden lassen und dann habe ich gedacht, ich glaube, dann hassen mich alle.

Jennifer Rolle (25:56)
Da ich ja Glück gehabt. Ja, definitiv!

Mia Rosé (26:06)
Weil Nachbarn 2 waren schon alle so, und nein, wie konntest du? Und was fällt dir ein? Ich will jetzt nicht spoilern was, aber da habe ich schon ganz viele böse Nachrichten gekriegt. Und dann ich gedacht, ja, das

Jennifer Rolle (26:18)
Da siehst du mal, wie man damit fiebert mit deinen Figuren und mit der Geschichte.

Mia Rosé (26:22)
Meine Testleser haben dann gesagt, das kannst du nicht machen. Und dachte, ja, okay. Zum Glück habe ich es nicht gemacht, weil jetzt ist es so ganzes Universum von Chicago. Die zweite Reihe ist ja gerade da, die an dritten schreibe ich gerade. Und dann kommen noch zwei weitere.

Jennifer Rolle (26:30)
Mhm. Mhm.

Mia Rosé (26:42)
No.

Jennifer Rolle (26:42)
freue ich mich schon sehr drauf. Leider habe ich es nicht geschafft, auch noch die Darkness-Reihe zu lesen. Die heißt glaube ich Chicago Darkness oder nur die erste Reihe davon gelesen. Vielleicht können wir da mal ein bisschen näher einsteigen, ⁓ mal so ein bisschen tieferes Gefühl zu geben, worum es eigentlich so geht in deinen Büchern. Magst du mal erzählen, worum es da aus deiner Sicht geht bei den Chicago Lights?

Mia Rosé (26:51)
Hm? Hm? Hm? Bei Chicago Lights geht es Caden, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und zu seinem Bruder ziehen muss. Sein Bruder ist Anwalt. Das Verhältnis der beiden ist sehr angespannt, würde ich jetzt mal so behaupten. Genau, und da lernt er dann den besten Freund von seinem Bruder kennen. Und es entwickelt sich dann über die drei Bände eine Liebesgeschichte. Aber mit sehr vielen Hindernissen, sehr vielen Hürden, sehr viel Aufarbeitung von Traumata. Therapie auch sehr viele Rückschläge tatsächlich wieder. genau. Und daraus hat sich dann so bisschen, das ist ja auch so ein bisschen mit Stalker und Romance Suspense, also es gibt auch diese Gewalt und Waffen und sowas alles, ne, genau. Und das zieht sich dann so. Ja, genau.

26:56 Chicago Lights-Reihe


(Kein Transkripttext in diesem Abschnitt.)

28:04 Gesellschaftliche Stigmatisierung psychischer Erkrankungen

Jennifer Rolle (28:28)
und das hast du so eindrücklich beschrieben, wie sich das anfühlt und wie sich das äußert. Vielleicht kannst du mir erzählen, was dich überhaupt dazu inspiriert hat, so eine Art von Buch zu schreiben.

Mia Rosé (28:44)
finde, sind psychische Erkrankungen ja immer noch sehr stigmatisiert. Das ist immer noch in der Gesellschaft so, das kriege ich auch im Krankenhaus mit. Wenn jemand sagt, ich bin in Therapie, dann oder ich habe ein Burnout oder irgendwas, dann wird das oft so abgetan so, ja, das ist so die Psychokur und genau, stell dich nicht so an und ach, das schaffst du schon. Und das wird oft immer noch so ein bisschen als negativ dargestellt, als ob das was Schlimmes ist oder

Jennifer Rolle (28:48)
Reiß dich mal zusammen.

Mia Rosé (29:13)
Weil psychische Erkrankungen sind ja Krankheiten, sieht man nicht. In den meisten Fällen. Und ich hab so das Gefühl, für alles, was man nicht sieht, wenn man einen Arm gebrochen hat, man einen Gips dran und dann wird er wieder heil. Aber das geht ja bei psychischen Erkrankungen einfach nicht. Und gerade, wenn man auch viel erlebt hat und posttraumatische Belastungsstörungen oder auch Suchterkrankungen, die super groß sind und super verbreitet auch immer noch. Und viele davon werden überhaupt nicht gesehen. Weil ich mein, man kann Alkohol

Jennifer Rolle (29:23)
Mhm. Mhm.

Mia Rosé (29:42)
im Supermarkt neben Schokoriegel für Kinder kaufen. Und da wird überhaupt nicht gesehen, wie krass diese Gefahr auch ist für Süchtige. Ja, und es ist halt immer noch eine Riesenkrankheit, wo ganz, ganz viele Menschen mit zu kämpfen haben und die trotzdem irgendwie stigmatisiert sind. Auch Alkoholiker. ne, das ist alles immer noch, Gott, und man ist ein Assi oder sowas, wenn man gerade mit diesen Erkrankungen zu tun hat.

Jennifer Rolle (29:53)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (30:09)
Und haben ganz, ganz viele Leute auch drunter zu leiden. Und ganz viele Patienten hatten da drunter zu leiden. Und auch so posttraumatische Belastungsstörungen, was viele gar nicht nachvollziehen können. Das sind ja Mini-Trigger aus unserer Sicht. Aber für die sind die riesengroß. Wie bei Caden, wenn er angefasst wird. Er muss ja nur am Handgelenk berührt worden sein. Und für ihn ist das aber direkt Flashback. Und die Watte kommt zurück. Und er ist wieder dort. Und ja.

Jennifer Rolle (30:29)
Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (30:39)
Ich würde mir wünschen, dass das mehr gesehen wird in der Gesellschaft und auch nicht mehr so verpönt ist oder schlimm ist, weil halt viele Leute oder mehr Leute als man glaubt, Sachen erlebt haben. Also ein wichtiges Thema finde ich.

Jennifer Rolle (30:58)
Ist das bei deinen anderen Büchern auch so, dass du dich da besonderen psychischen Zuständen annimmst oder ist das jetzt was Besonderes für die Chicago Lights Reihe?

Mia Rosé (31:07)
Nee, tatsächlich haben eigentlich alle Bücher irgendeinen Bezug zu psychischen Erkrankungen. Ich meine bei Bridge, da geht es auch Suchterkrankungen und nicht jetzt nur Alkoholsucht, sondern auch Spielsucht und sowas. Genau, da geht es aber im Vordergrund ⁓ Alkoholsucht. Also bei Bridge, meinem Rockstar Buch bei dem ersten, der war halt alkoholabhängig und kämpft dagegen an und

Jennifer Rolle (31:21)
Mhm.

Mia Rosé (31:34)
Bei Break the Rules geht es auch so bisschen ⁓ psychische Erkrankungen und auch darum, dass er gar kein Selbstwertgefühl hat und dass er hat eine Angststörung, Nathan. Genau. Und wie er so damit umgeht, wie er so damit klarkommt und mit seinem besten Freund und wie der ihm hilft und wie die zusammen aufgewachsen sind und wie die so entstanden ist überhaupt und genau. Also es ist ein wichtiges Thema, das sich irgendwie durch alle Bücher zieht.

Jennifer Rolle (31:52)
Und jetzt bei der Chicago Lights Reihe kritisierst du ja indirekt auch die Zustände in den Gefängnissen in den USA, muss man sagen, weil die Geschichte spielt in den USA. Ist das frei erfunden oder hast du dich damit beschäftigt und hast recherchiert, wie es dazu geht in den Gefängnissen?

32:04 Zustände in Gefängnissen

Jennifer Rolle (32:43)
Und das gibt es wirklich.

Mia Rosé (32:55)
weil da halt Zustände sind, die wirklich wirklich schrecklich sind. Mit viel zu vielen Gefangenen in einer Zelle und keine Toilette, sondern einfach nur eine Plastiktüte oder irgendein Eimer und also wirklich schlimme, schlimme Sachen. Und da habe ich halt viel recherchiert drüber. Dann gibt es ja noch die Doku von Carly Boulder, der damals dort so schlimm misshandelt wurde und sich dann später ja umgebracht hat, wo er ja wieder zu Hause war. Genau. Und auch über Rikers Island gibt es viele Dokus und Das war dann so ein bisschen... Die Dokus oder diese Zustände haben mich tatsächlich zur Chicago-Reihe erst gebracht. Also ich hab nicht für die Reihe recherchiert, sondern durch die Recherche bin ich auf die Reihe gekommen.

Jennifer Rolle (33:33)
Mhm, mhm, mhm. Das war so ein Inspirationspunkt.

Mia Rosé (33:40)
Genau.

Jennifer Rolle (33:43)
Und jetzt haben wir schon gesagt, der Caden hat dadurch, durch diese Erlebnisse in dem Gefängnis, eine schwere posttraumatische Belastungsstörung davon getragen, die zum Beispiel, wie du gesagt hast, getriggert wird, wenn er angefasst wird und in die Enge gedrängt wird zum Beispiel. Und du schilderst das unglaublich plastisch, wie sich das anfühlt und was da bei ihm passiert. Da habe mich gefragt, wie du es geschafft hast, dich da so einzufühlen. Und wahrscheinlich auch jobbedingt. Hast du viel mit solchen Menschen zu tun oder woher hast du das?

Mia Rosé (34:20)
Mmh. Also hatte ich tatsächlich, jetzt im Moment nicht, weil ich im Moment im anderen Bereich arbeite, weil irgendwann braucht man eine Pause davon. Das ist wirklich auf Dauer sehr anstrengend, ich. Gerade so posttraumatische Belastungsstörungen und auch Suchterkrankungen. Weil Gerade-Sucht ist am Anfang ja oft so ein bisschen hoffnungslos, weil man sieht immer am ersten werden alle wieder entlassen und zum Ende des Monats kommen viele wieder, weil dann das Geld nicht mehr reicht, dann braucht man

Jennifer Rolle (34:28)
Mmh. Mmh. Mmh.

Mia Rosé (34:54)
Dann kommen die zum Substituieren wieder und das ist dann immer so ein Kreislauf, der dann irgendwann erst aufgebrochen wird, wenn die Leute das wirklich selber wollen und nicht, weil sie zwangs eingewiesen werden. da gibt es ja auch immer so bisschen geteilte Meinungen, wie man sowas am besten machen sollte und Kaltenentzug oder nicht.

Jennifer Rolle (35:04)
Hmm. Da gibt es sehr unterschiedliche Schulen und Herangehensweisen und Sichtweisen da drauf.

Mia Rosé (35:17)
Genau, Ja, und wenn man viel so mit denen gearbeitet hat, da erfährt man ja auch viel, wie sich das anfühlt und jetzt auch teilweise vielleicht auch aus eigenen Erfahrungen, aber auch von denen erfährt man ja viel, wie sich Sachen anfühlen und ja, das mischt sich dann so da rein.

Jennifer Rolle (35:36)
Mmh. Und jetzt so vom Schreiben her, ich habe gesehen, dass die relativ nahe aneinander herausgekommen sind. Wie ist dir denn das Schreiben von der Hand gegangen, dieser Bücher?

35:42 Der Schreibprozess und kreative Blockaden

Jennifer Rolle (36:04)
Wow! Und ganz ohne Red Bull und ohne Kaffee. Wahnsinn!

Mia Rosé (36:27)
da drangesessen, weil ich so drin war. Ja. Ja, ich habe so gedacht, ich habe Urlaub und dann, ich konnte nicht mehr aufhören. Genau. Bei den anderen Büchern tatsächlich nicht so schnell, aber bei denen war es wirklich. Ich konnte es nicht anders. Ja. Ja.

Jennifer Rolle (36:30)
Familie, kümmert euch euch selber, ich muss schreiben. Also man merkt auch, die sind so aus einem Guss, das fließt so. Aber wie lange brauchst du dann so zum überarbeiten?

Mia Rosé (36:54)
Mmh. Wochen. Also die sind tatsächlich relativ schnell erschienen. Jetzt mittlerweile überarbeite ich aber auch direkt beim Schreiben und habe dann nachher nicht mehr so viel. Bei Chicago ist nachher noch mehr dazugekommen, weil ich einfach alles erstmal runterschreiben wollte, was mir in den Kopf kam. Bei meinen anderen Büchern überarbeite ich aber mittlerweile tatsächlich fast direkt beim Schreiben. Also wenn ich mich wieder dran setze am nächsten Tag, dann lese ich mir das noch mal durch, fange schon an zu überarbeiten und schreibe dann weiter.

Jennifer Rolle (37:13)
Mhm. Ja.

Mia Rosé (37:24)
Auch weil ich ja sowieso mir das nochmal durchlese, ⁓ wieder reinzukommen. Genau, weil ich kann nicht mitten im Kapitel aufhören. Kann ich einfach nicht. Ich muss das beenden. Und dann überarbeite ich immer schon am nächsten Tag, wenn ich wieder anfange zu schreiben und schreibe dann weiter und hab dann natürlich nicht mehr so viel zum überarbeiten, wie wenn ich jetzt einfach nur runterschreibe und das komplett roh hab. Und dann geht's ja noch an die Testleser und dann wird nochmal überarbeitet und...

Jennifer Rolle (37:27)
noch mal reinkommen musst. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (37:54)
Genau. So eine richtige Zeitdauer weiß ich tatsächlich dann nicht.

Jennifer Rolle (37:56)
Okay, hör... Okay, also das ist dich so ein rollierender Prozess im Prinzip. Und gehörst du zu denen, die eher so drauf losschreiben, groben Ideen im Kopf haben und die entsteht dann so beim Schreiben und kristallisiert sich mehr aus oder planst du akribisch die einzelnen Szenen vor und den Spannungsbogen und alles?

Mia Rosé (38:04)
Ja, genau. Ne, ich plotte nicht. Also ich hab ne Idee im Kopf und ich weiß, wie es anfängt. Meistens hab ich so die erste Szene im Kopf, das erste Kapitel. Und ich weiß, welche Punkte mir wichtig sind. Und ich weiß, wie es enden soll. Aber so den Rest, kommt tatsächlich beim Schreiben. Ich hab's versucht zu planen und bin aber trotzdem so weit abgewichen, dass ich mir gedacht hab, warum mach ich mir die Mühe? Weil das war ja alles umsonst, weil es war dann trotzdem komplett anders. Und dann hab ich gesagt, dann lass ich's einfach.

Jennifer Rolle (38:29)
Das ist einfach.

Mia Rosé (38:53)
Und die machen was, wollen. Also von daher...

Jennifer Rolle (38:56)
Das heißt, bei dir ist es auch so, dass die Geschichten eher von deinen Charakteren geschrieben werden als von dir. Ja, ist ja wirklich sehr... Also fragst du fünf Autoren, hast du fünf unterschiedliche Antworten und Herangehensweisen. Das ist total spannend. Aber dann bist du eher Fraktion. Meine Protagonisten haben das Sagen und das entsteht irgendwie dann beim Schreiben, das Ganze. Und du bist nur Helfershelferin.

Mia Rosé (39:00)
Ja. Ja. Genau, ich tippe nur und sie machen.

Jennifer Rolle (39:25)
Und das heißt, du schreibst dann wahrscheinlich auch chronologisch und hast ja kaum eine Möglichkeit, irgendwie zwischen Szenen hin und her zu springen oder schon mal eine spätere Szene zu schreiben. Das heißt, was machst du denn, wenn hast du mal so Situationen, wo du irgendwo feststeckst und nicht so richtig weißt und eine Blockade hast oder dir irgendwie gerade die Idee fehlt, wie du eine Situation löst, kannst du ja noch gar nicht vorspringen und was anderes schon mal schreiben, sondern dann musst du ja erst dieses Problem lösen. Passiert das so was häufiger mal oder?

Mia Rosé (39:31)
Ne, das kann ich nicht. Ich glaube, man hat in jedem Buch, wenn man das schreibt, Anfang und dann hat man dieses, das ist das beste Buch der Welt, das ist das beste Buch, ich hier geschrieben habe, ich werde nie wieder was besseres schreiben und dann kommt so dieses, dieser Fall, wo man sich denkt, ich bin die schlechteste Autorin der Welt, das ist schlechteste Buch, alle werden es hassen. Und wenn man dann so eine Schreibblockade hat, tatsächlich, auch wenn ich relativ weit bin, ich fange dann meistens an, das komplette Buch nochmal zu lesen.

Jennifer Rolle (39:54)
ist das eher selten oder gar nicht. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (40:23)
Und das hilft mir oft schon, dass ich dann da rauskomme, weil ich dann nochmal anders in die Charaktere eintauchen kann. Und ich lese das dann auch nicht zum Korrigieren, sondern ich lese es dann einfach wie so eine Geschichte, wenn ich ein anderes Buch lese. Weil ich dann ja auch selber wissen will, wie es weitergeht. Und das ist meistens so, das hilft tatsächlich, also hilft mir immer echt gut, wenn ich dann einfach alles nochmal lese und nochmal drüber nachdenke und wenn es gar nicht geht, ja dann nix. Dann warte ich und versuche dann irgendwie erst...

Jennifer Rolle (40:37)
Mhm.

Mia Rosé (40:53)
ein Buch zu lesen oder irgendwie, weil noch ein anderes Story anfangen kann ich nicht. Ich habe es schon mal versucht, aber irgendwie habe ich dann beide im Kopf und ich will auch nicht, dass sich das vermischt, weil ich dann immer gefühlt so tief drin bin, dass ich dann Angst habe, dass ich das Sachen aus dem einen Buch aus Versehen mit ins andere nehme und ich habe immer lieber, so für meinen Kopf mache ich lieber immer erst eine Sache fertig und kann dann erst die nächste anfangen.

Jennifer Rolle (40:55)
Aha, also du schreibst dich parallel an mehreren, sondern immer nur an einer. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (41:22)
Deswegen kann ich auch nicht vorspringen.

Jennifer Rolle (41:23)
Und wie sieht denn so ein typischer Schreibtag bei dir aus? du bestimmte Rituale, in Schreibstimmung zu kommen oder zu bleiben? Brauchst du erstmal Ordnung oder?

41:26 Schreibgewohnheiten und Rituale

Jennifer Rolle (41:41)
Hahaha. Am Handy? Wie machst du das denn?

Mia Rosé (42:03)
Ich mache das über Google Docs und habe dann immer auf beiden das Projekt offen, dass ich auch noch mal nachgucken kann oder mir das noch mal durchlesen kann oder noch mal korrigieren kann, wenn ich schon was sehe und wenn ich dann irgendwo bin und ich habe die Idee immer noch im Kopf und ich musste unterbrechen, weil ich keine Ahnung zum Arzt musste oder so, dann sitze ich dann da und schreibe dann da am Handy weiter.

Jennifer Rolle (42:05)
Ja. Ja. Mhm. Mhm. So praktisch mit... Also das ist ja nicht sehr komfortabel am Handy zu tippen, nicht? Also... Es geht. Du bist da ein Profi drin. Ja.

Mia Rosé (42:30)
geht. Dauert zwar länger, aber ja, es geht. Es geht natürlich viel schneller, wenn ich das von einer Tastatur schreibe, aber trotzdem. Ich bin dann immer nur glücklich, dass ich überhaupt weiterschreiben kann und nicht nicht Pause machen muss, weil manchmal nervt das dann ja auch, wenn man irgendwie oder man muss die Kinder irgendwo hinbringen und muss von da warten und ich will auch nicht jedes mal mein Laptop mitschleppen und am Tablet finde ich es halt noch unpraktischer.

Jennifer Rolle (42:40)
Ja.

Mia Rosé (42:58)
Weil da habe ich keine Tastatur bei oder ich habe eine, aber die finde ich irgendwie blöd und dann mache ich das lieber am Handy. Ich lese auch fast nur übers Handy. Also ich habe ganz ganz viele Bücher, also ich habe ein riesen Bücherregal, aber ich lese die Bücher meistens trotzdem am Handy.

Jennifer Rolle (42:58)
Hey! Echt wahr, Echt wahr? Das könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. meine, wie groß ist dein Handy?

Mia Rosé (43:18)
Hm? Normales, also so ein normal...ne, nee, kein zum aufklappen oder so.

Jennifer Rolle (43:22)
Normal groß, also nicht über Größe oder so. Okay. Also ich finde ja schon mein kleines, ich habe hier so einen kleinen E-Book-Reader. Den finde ich ja schon, den finde ich ja schon irgendwie klein zum Lesen, aber am Handy lesen. mein Gott.

Mia Rosé (43:34)
Aber mache ich fast immer. Ich habe auch, ich lese auch auf einem Tablet, aber meistens tatsächlich sitze ich dann und lese am Handy. Das habe ich überall dabei und selbst beim Kochen kann ich besser mit dem Handy lesen, weil kochen mag ich gar nicht. Und dann habe ich irgendwie was Schönes dabei. Oder auch wenn ich mit den Hunden raus gehe oder, ne, dann hat man immer so ein bisschen...

Jennifer Rolle (43:42)
Mach's wissen! Unglaublich. Ja, spannend. Es ist so spannend zu hören, wie unterschiedlich da so die Gewohnheiten sind. Das stimmt.

Mia Rosé (44:09)
Und das Handy habe ich halt immer dabei und dann kann ich immer weiter lesen.

Jennifer Rolle (44:14)
Das stimmt, da hast du eine Kontinuität und brauchst nicht drei Geräte und nicht immer alles mitschleppen. Das stimmt, das ist... Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.

Mia Rosé (44:19)
Und das synchronisiert sich ja auf dem iPad dann genauso. Also es ist eigentlich egal, wenn ich das dann auf dem Tablet aufmache, ist es egal, dann bin ich immer da, wo ich gewesen bin. Ja.

Jennifer Rolle (44:29)
Ja, stimmt. Super spannend, super spannend. Jetzt weiß ich nicht, wie das für deine anderen Bücher ist, aber bei der Chicago Lights Reihe gibt es ja durchaus auch viele spicy Szenen. Die sind jetzt nicht in aller epischen Breite beschrieben, aber doch sind vorhanden. Welche Funktionen haben diese Szenen für dich? wie, ja, erzähl mal, wann baust du sie ein, wann nicht?

44:32 Die Rolle von spicy Szenen in der Literatur

Jennifer Rolle (45:01)
Mhm.

Mia Rosé (45:27)
gehen dann immer einen Schritt weiter, sondern da ist das, die werden, kommen sich darüber immer näher. Weil das auch so dieses Ausversehen und Nachbarn und eigentlich hassen die sich und dann ist es doch passiert und ja dann passiert es noch mal und dann gehen die so eine Bindung ein, dass die sich nur dafür treffen und dadurch entstehen dann halt die Gefühle bei den beiden. Und deswegen finde ich, ist das ein gutes Stilmittel auch, ⁓ dass die sich näher kommen können. Also es ist nicht nur einfach zum Smut schreiben und Hauptsache die Bumsen. Genau.

Jennifer Rolle (45:58)
Zum Bedienen der angenommenen Leserinnenwünsche. Und wie ist das für dich, solche Szenen zu schreiben? Ist das eher Pflicht oder Kür?

Mia Rosé (46:07)
Nee, ich mag das gerne, ich schreib das gerne. Wenn ich das nicht fühle, dass sie das gerade machen müssen, dann schreib ich das auch nicht. Also aus Pflichtgefühl, nur weil irgendwer sagt, muss so und so viel Spice drin sein, dann das mach ich nicht. Genau. Also wenn, muss es zur Geschichte passen. Ja, Ja, genau.

Jennifer Rolle (46:16)
Mhm. Mhm. Ja, ja, ja, also nicht aufgesetzt. Es muss in die Geschichte reinpassen, die Flow der Geschichte reinpassen. Jetzt hast du ja manche deiner Bücher auch durchaus als Hörbücher auflegen lassen. Hörst du die auch dann mal oder zum Korrektur hören? Wie ist das dann, solche Szenen zu lesen, die man da fabriziert hat?

Mia Rosé (46:42)
Jaja, zum Korrektur hören. Mittlerweile geht's, aber so bei den ersten habe ich so gedacht, Dann saß man da wie so ein kleines Kind.

Jennifer Rolle (46:59)
Hahahaha!

Mia Rosé (47:01)
und hat dann gedacht, Gott, und nein, und was hab ich da geschrieben? Und dann wieder, hihi. So, er hat Schwanz gesagt. Das war ganz schlimm. dachte das durfte auch kein anderer hören. Und mein Mann, was hörst du? Ich so, gar nichts. Zeig doch mal. ich so, nein, nicht diese Szene. Das kann ich nicht. Das ist mir dann super unangenehm. Er liest nicht so, aber lesen wäre okayer als hören, finde ich.

Jennifer Rolle (47:26)
Aber lesen ist okay, Ja vor allem, dass es irgendjemanden ja ausgesprochen haben muss, dass man irgendjemanden dafür engagiert hat, der es dann auch noch spricht.

Mia Rosé (47:37)
Ich glaube damit hätte ich tatsächlich auch kein Problem. Das zu lesen fände ich auch gar nicht schlimm, aber das zu hören ist irgendwie so... Habe ich so gedacht, ⁓ So mittlerweile ist es egal, aber so bei den ersten Büchern habe ich so, nee. Ja, das war schon sehr komisch.

Jennifer Rolle (47:50)
Was ich mich gefragt habe ist, wer liest eigentlich Gay Romance? Weißt du das, wer deine Bücher liest, wer deine Zielgruppe ist? Sind das schwule Männer oder sind das vor allem Frauen oder sind das bestimmte Frauen oder ja, weißt du das?

48:02 Zielgruppe und Leserschaft von Gay Romance

Jennifer Rolle (48:25)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (48:47)
heißt das wieder Schmuddel oder so. Das ist ja immer alles was neu ist oder alles was vielleicht für viele nicht so in die, in die, wie es halt sich gehört, passt, ist dann wieder... Ich glaube das ist einfach am bestimmten Alter vielleicht bei einigen so, nicht bei allen. Aber deswegen glaube ich, dass die Zielgruppe eher so zwischen 18 und 40 ist? 50, 40?

Jennifer Rolle (49:00)
Mhm.

Mia Rosé (49:15)
Ich finde es aber auch super schwierig, weil man das nirgends wo nachgucken kann.

Jennifer Rolle (49:18)
Ja, ja. Es gibt ja manchmal so Auswertungen auf deinem Social Media Profil. Da kannst du ja manchmal gucken, aus welchen Altersgruppen kommen denn deine Follower zum Beispiel. Und da bin ich immer ganz überrascht, weil ich auch dachte, ja, New Adult ist ja das große oder die große Szene und der Hype Bereich. Und das lesen dann wahrscheinlich auch Menschen, die in dem Alter sind. Aber ich habe durchaus Profile.

Mia Rosé (49:27)
Mhm. Mhm.

Jennifer Rolle (49:48)
Da habe ich signifikant mehr oder mindestens genauso viele Zuhörer, Zuschauer, Mitmacher, die in den 50ern sind. Ich selbst bin ja auch schon Ende 40 und interessiere mich für diesen ganzen Bereich auch sehr. Ich glaube, dass das gar nicht so ein Phänomen ist, was nur Jüngere interessiert.

Mia Rosé (50:05)
Ja, ja. Oder man hört es einfach viel von Jüngeren, weil die natürlich sich... Genau, so auf TikTok und so zum Beispiel, da sieht man ja doch am meisten halt eher Jüngere. Aber ich glaube, also lesen, ich finde, jeder kann lesen, was er will, egal wie alt man ist, außer natürlich man ist zu jung, das ist nochmal was anderes. Aber ab, wenn man alt genug ist, man lesen, was man will.

Jennifer Rolle (50:17)
Ja, die sind vielleicht aktiver, das kann sein. Mmh. Was er will. Also auch, ja es gibt ja auch mal wieder die Diskussion Dark Romance und manche der Bücher werden ja sehr kritisch beäugt über das was da geschrieben wird, auf der anderen Seite, irgendwelche gewaltverherrlichenden sonstigen Filme werden ja auch, sind ja auch Teil der Unterhaltung und

50:40 Fiktion und Contentwarnungen

Jennifer Rolle (51:09)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (51:31)
Aber trotzdem ist es ja immer noch Fiktion. Und das kommt ja auch ganz oft bei Dark Romance. Das gibt es nicht und das will man. Aber es sind ja von vielen auch Fantasien oder Wünsche, aber Wünsche, man halt selber nicht ausleben will. Weil keine Ahnung, wer will entführt werden und verliebt sich dann in in denen der mich drei Wochen gefoltert hat. Natürlich nicht, aber so in der Fantasie ist das ja was anderes und ich finde das überhaupt nicht verwerflich, wenn jemand sich davon angesprochen fühlt, wenn jemand das mag, wenn jemand gerne darüber nachdenkt und in seiner Fantasie das auslebt, finde ich überhaupt nicht schlimm. Da verstehe ich immer nicht warum das immer so geshamt wird und das auch nie oder es wäre ja mit New Adult auch so. Dann werden die als Bums Bücher bezeichnet oder als

Jennifer Rolle (51:56)
Ja,

Mia Rosé (52:23)
Softpornos und rosa-rote-frauen-Pornos. Das so... Es scheint dann nicht zu passen, dass Frauen so was gerne lesen, dass Frauen sich dafür interessieren, dass Frauen überhaupt etwas dabei empfinden oder auch empfinden dürfen, weil das ist dann ja verboten und schmutzig. Das finde ich immer sehr, schwierig.

Jennifer Rolle (52:24)
Mhm. Mhm. Ja, wobei die die Pornoindustrie ist ja vorrangig wohl eher für Männer gemacht, da wird das ja auch nicht diskutiert oder ist ja... und dabei muss man... ja genau, das sind Männer, aber dabei, ich meine letztendlich, das sind ja auch keine Porno-Bücher, das sind ja, also sicherlich, da gibt es, werden bestimmte Szenen nicht ausgespart, wie das vielleicht früher der Fall war, sondern sind Teil des Ganzen und...

Mia Rosé (52:48)
Ja, ne, genau. Aber das waren dann ja Männer. Mh-mh.

Jennifer Rolle (53:06)
bringen auch ein Stück weit Spannung und Spaß in das Ganze, logischerweise. Aber es ist ja nicht alles, worum sich auch diese Bücher drehen.

Mia Rosé (53:10)
Überhaupt nicht. Ich glaube, das sind die wenigsten Bücher, die nur darauf abzielen, sich darum zu drehen. Es sind die wenigsten. Aber viele, die darüber berichten, die das kritisieren, ich glaube, die haben die Bücher noch nie gelesen. Und wenn sie die gelesen haben, genau. Dann eins, und das war dann vielleicht in dem Moment das Falsche. dadurch bildet sich dann die Meinung, das sind alles Porno-Bücher, die sind alle schlecht.

Jennifer Rolle (53:18)
Mmh. Oder nur eins Mal oder so, ja. Und selbst wenn, also selbst wenn, wäre das auch total in Ordnung.

Mia Rosé (53:45)
Selbst wenn. Ich meine, selbst wenn jemand... Und wenn es ein 500 Seiten Buch ist, wo in einer Tour nichts anderes gemacht wird, ja, dann ist das so. Wenn der Person aber, die das gerade liest, gefällt, warum soll ich das verurteilen? Was geht mich an, was anderen gefällt? Das hat mich überhaupt nicht zu interessieren. Ich schreibe die Bücher, ich freue mich, wenn meine Leser sich darüber freuen und...

Jennifer Rolle (53:57)
Mhm.

Mia Rosé (54:14)
Mich hat überhaupt nichts anzugehen, was die sonst so lesen. hat auch nichts anzugehen, was andere lesen. Ich lese das, was ich mag und jeder kann lesen, was er mag und was ihm gefällt. Ich finde dieses Verurteilen von Leuten immer sehr, schwierig.

Jennifer Rolle (54:29)
Ja, absolut. auf so ein hohes Ross zu setzen und auf andere herabzugucken, nur damit man sich selber wertvoller fühlen kann, das ist wirklich...

Mia Rosé (54:31)
Ja, das hast du überall. finde ich auch erschreckend auf Booktok. Da werden Leute runtergemacht, degradiert, keine Ahnung, weil ich lese ja nur 20 Bücher im Monat, aber jemand anderes liest 50 und Hörbücher zählen ja sowieso nicht und da denke ich mir, wen interessiert das denn? Das ist mir doch sowas von e- und wenn jemand nur ein Buch hat und das sein ganzes Leben lang liest, dann liest er ja trotzdem. Was steht mir das dann zu, zu sagen,

Jennifer Rolle (54:49)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (55:06)
Du bist kein echter Leser, du liest nicht richtig, du hörst mehr Hörbücher. Ja, und ich freue mich, wenn Leute Hörbücher hören. Ich bin da superglücklich mit, hört alle Hörbücher. Selbst da verdienen Leute Geld.

Jennifer Rolle (55:15)
Im Gegenteil, also Hörbücher geben dem Ganzen ja nochmal eine zusätzliche Tiefe, die ein Buch alleine gar nicht rüberbringen kann. Also allein durch eine Charakterisierung, durch eine Stimme, durch gut gesprochene Worte, das ist ja was ganz Wundervolles.

Mia Rosé (55:23)
Und nochmal ein ganz anderes, ich finde, Buch gesprochen ist für mich immer nochmal was ganz anderes, als wenn ich das selber lese. Weil das sind für mich dann fast sogar zwei unterschiedliche, wie zwei unterschiedliche Bücher, auch wenn ich die schon kenne, trotzdem fieber ich auf eine andere Art und Weise mit, wenn ich das höre, als wenn ich das lese. Deswegen, finde, ich finde alle super. Alle sollen Hörbücher hören, dann bleiben auch unsere Sprecher erhalten und werden nicht irgendwann ersetzt, sondern genau, genau.

Jennifer Rolle (56:01)
Ja, durch KI ersetzt. Das ist ja gerade die große Diskussion. Merkst du auch schon was von dem Trend, es in der Zwischenzeit auch KI generierte Bücher auf dem Markt gibt?

Mia Rosé (56:10)
teilweise schwierig. Also ich finde auch, ist schwierig, überhaupt zu erkennen mittlerweile, weil da werden mit KI, ich meine, glaube das hat angefangen mit Stadtführer und so, die werden dann einfach, ach die gibt es noch nicht in Italienisch, dann werden sie in Italienisch übersetzt und neu rausgebracht und damit wird dann Geld verdient, obwohl andere es geschrieben haben und der Markt wird voller dann. Ich meine bei Amazon ist ja auch, die haben dann die Rechte daran, das zu übersetzen und zu machen und zu tun oder wollen sich die Rechte holen. Ich sehe das ja auch an den illegalen Download Links und wer weiß, was die da so mitmachen.

57:01 Covergestaltung und Vermarktung von Gay Romance

Mia Rosé (57:05)
Mhm.

Jennifer Rolle (57:22)
Ich hatte das Gefühl, zuerst waren es eher abstrakte Bilder von Skylines oder so ähnlich. Und dann später kamen die nackten Männeroberkörper. Ja, genau. Und dann hast du gewechselt auf nackte Männeroberkörper, die ja zumindest in der Heteroszene in der Zwischenzeit eher am Sterben sind und verpönt sind.

Mia Rosé (57:30)
Genau, diese hatte ich noch.

Jennifer Rolle (57:49)
Was sind da so deine Gedanken

Mia Rosé (57:50)
Ich habe die Taschenbuchcover sind immer noch so. Also es sind immer noch die Skyline Bücher. Nur die eBook Cover sind anders und mittlerweile habe ich tatsächlich auch für fast alle Bücher ein anderes eBook Cover. Einfach wegen den Verkaufszahlen. Die verkaufen sich besser, wenn da nackte Männer drauf sind, als ohne nackte Männer. Weil ich glaube Amazon Leser zum Großteil sind das auch noch mal andere als die, die in eine Buchhandlung gehen.

Jennifer Rolle (57:56)
Mhm. Mhm. Ja. Ja. Nackte Männer ober...

Mia Rosé (58:21)
Und so in der Buchhandlung will man diese nackte Männer nicht so gerne. Aber so auf Amazon schon. Genau.

Jennifer Rolle (58:22)
Das möchte man lieber nicht so gerne. Oder in der Bahn damit sitzen. Aha, ist ja total spannend.

Mia Rosé (58:31)
Also das merkt man schon an den Verkaufszahlen, ob da ein nackter Typ drauf ist oder nicht.

Jennifer Rolle (58:40)
Interessant. Naja, ich muss gestehen, ich hab da früher auch drauf geachtet, weil das dann für mich eindeutig ein Zeichen war, aha, hier geht's eine Romance. Das war für mich so praktisch so das Signal, dass ich im richtigen Genre gelandet bin und nicht irgendwie dann hinterher ein todtrauriges Ende habe oder es plötzlich dann doch nicht so eine Liebesgeschichte geht, sondern irgendwas anderes oder ich zu einer Familien-Saga gegriffen hab oder so. War das für mich immer das eindeutige Signal, aha, Romance.

Mia Rosé (58:41)
Ja.

Jennifer Rolle (59:10)
Das ist ja total interessant. Aber das heißt, deine Bücher, die werden nicht vertrieben über normale, die kann man nicht in Buchhandel kaufen? Doch.

Mia Rosé (59:19)
Doch, doch kannst du. Also alle Taschenbücher kannst du im Buchhandel bestellen, nur halt die E-Books nicht. Genau, also ich weiß es auch nicht tatsächlich. Doch, irgendwer hat mir schon mal ein Bild geschickt, aber bei dem Buchhandel, wo ich so war, nicht. Aber bestellen kannst du sie überall und auch überall bekommen, außer halt E-Books nicht, weil die sind exklusiv nur für Amazon.

Jennifer Rolle (59:25)
Bestellen, aber die liegen nicht aus in dem Sinne. Mhm. Mhm. Aha, ja das ist ja auch wirklich alles sehr undurchsichtig für eine Leserin. Was, du, wann, wo, kriegst du... Ich bin immer wieder am... Oder manchmal ein bisschen orientierungslos. Es gibt auch nicht die Single Point of Truth, wo man sehen kann, welche Arten von Ausgaben es gibt. Also es gibt zwar dieses Verzeichnis, aber da steht auch nicht alles drin, interessanterweise. Aber herauszufinden, gibt es das eigentlich auch als Hörbuch oder nicht? Das ist dann... Da musst du wieder ganz woanders gucken.

Mia Rosé (1:00:04)
Hmm. Mmh.

Jennifer Rolle (1:00:13)
Geschweige denn, dass du mal so ohne weiteres herausfinden kannst, ob ein Buch vielleicht auch verfilmt wurde oder so. Das sind zwei völlig unterschiedliche Schienen, die niemals zusammenlaufen, hat man das Gefühl.

Mia Rosé (1:00:18)
Ja, das ist auch immer ein bisschen schwierig auf Amazon mit den Taschenbüchern, dass die, mit dem E-Book verknüpfen, da hat man auch immer so ein bisschen das Ewigkeiten-Stress und dann klappt es auch nicht immer. Ich glaube, meine Chicago Bücher sind auch nicht die Taschenbücher mit den E-Books verknüpft, weil es da...

Jennifer Rolle (1:00:35)
⁓ man. Ja. Manchmal nicht. Ich muss gestehen, ich habe auch ein bisschen gesucht und habe manches auch nicht verstanden, wie das da aufgebaut ist.

Mia Rosé (1:00:46)
Ja, es ist manchmal echt blöd und da kann man hinschreiben und machen und tun und trotzdem kriegt man kein Antwort. Das ist immer so ein bisschen schwierig, gerade wenn die Bücher als Taschenbuch über BOD oder was auch immer laufen und als E-Book dann über Amazon exklusiv, weil man da einfach finanziell am besten dasteht. Also bei mir ist es auf jeden Fall so. Dann ist es manchmal bisschen, stellt Amazon sich immer so ein bisschen quer, dann muss man nur ein bisschen hinterher und...

Jennifer Rolle (1:01:00)
Ja.

Mia Rosé (1:01:13)
Ja, dann meinen die, die können es nicht verknüpfen, die anderen sagen, nicht. Und im Endeffekt hat man dann einfach als Autorin Pech gehabt, weil man irgendwie dann auch machtlos ist und nicht mehr machen kann, als hinterherzuschreiben, anzurufen und ja, aber wenn die nichts machen, dann hat man Pech, Dann muss man hoffen, dass alle, also ich meine, als E-Book finden alle das und als Taschenbuch zur Not, ja, bei Thalia und so auch, genau, und Hörbücher ja auch.

Jennifer Rolle (1:01:38)
Jetzt hast du es gerade schon angesprochen, verkauft sich besser. Könntest du leben von deinem Verkäufen? Ja.

Mia Rosé (1:01:50)
Also ich war ja schon Vollzeitautorin. Ich habe ja nur nebenbei nochmal angefangen, einfach weil ich nicht aus der Pflege raus wollte. Genau.

Jennifer Rolle (1:01:58)
Ich hätte ja sagen können, dass noch einen Ernährer oder eine Ernährerin oder irgendwas hast in der Umgebung oder so, dass man das eher so als Hobby dann nebenbei betreibt. Aber okay, cool, freut mich. Das freut mich. Das ist ja auch nicht mehr selbstverständlich, dass jemand leben kann von seinem Buchverkäufen. So, ich habe hier noch eine Frage.

Mia Rosé (1:02:15)
Ja.

Jennifer Rolle (1:02:24)
Bevor wir zu der Frage kommen, vielleicht noch mal abschließend zur Chicago Lights Reihe. Gibt es etwas, was du dir wünscht, was Leserinnen und Leser am Ende dieser drei Bände mitnehmen oder wie sie da rausgehen, was sie fühlen oder denken sollen?

01:02:25 Fazit zur Chicago Lights Reihe und Ausblick

Jennifer Rolle (1:02:49)
Mhm. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (1:03:11)
Und ich bin ja gerade an der dritten Chicago-Reihe dran und danach wird da noch eine kommen und mit den Mafia-Zwillingen und die erst dann im zweiten Band auftauchen oder im zweiten, in der zweiten Reihe. Ja, und ich hoffe, dass natürlich den Lesern genauso geht, damit sie immer weiter lesen wollen und ich nicht umsonst schreibe.

Jennifer Rolle (1:03:11)
Also zumindest kann ich dich beruhigen. Eine Leserin fragt hier schon, wann geht es mit Chicago weiter und zwar Lizzie Books. Lizzie's Book World hat das wieder gefragt, wann geht es mit der Chicago-Reihe weiter? Kannst das schon sagen?

Mia Rosé (1:03:39)
Haha. Das wird eine dreiteilige Reihe, weil es auch drei Leute geht. habe ich erst überlegt, zwei Bücher, ein Buch, nein, es werden drei. Und das erste Buch ist fertig und ich sitze dann am zweiten. Aber ich veröffentliche die erst tatsächlich, wenn alle drei geschrieben sind, weil ich nicht will, dass da so viel Abstand zwischen ist und man nachher mehrere Monate warten muss auf den zweiten Teil.

01:03:45 Veröffentlichungsstrategien und Cliffhanger

Mia Rosé (1:04:09)
Ja und ich mag gerne Cliffhanger, deswegen wird es auf jeden Fall auch Cliffhanger geben und dann will ich nicht drei, vier, fünf Monate die Leser warten lassen, weil viele Leser fangen dann auch nicht an.

Jennifer Rolle (1:04:12)
Nein! Nee, das ist dann wirklich aus dem Augen, aus dem Sinn. Du schon fünf, sechs, acht andere Bücher gelesen und dann hast du gar nicht mehr so diesen, dann wirkt der Cliffhanger auch nicht mehr. Und das ist total schwer wieder reinzukommen. Und das ist das, was mich auch so nervt. Also ich weiß, wie wichtig das für Autorinnen und Autoren ist, dass man gleich den ersten Band liest, ⁓ sicherzustellen, dass das klappt mit den Verkäufen und so weiter und mehr Sicherheit zu geben. Und auf der anderen Seite muss ich sagen, für mich als Leserin ist das

Mia Rosé (1:04:26)
Ja, ja. Ja, genau.

Jennifer Rolle (1:04:53)
ganz ganz schlimm, weil ich nach dem Buch dann den totalen Hänger habe, weil ich nicht weiß wie es weitergeht und aber genau weiß, wenn ich dann in zwei Monaten das Buch in die Hände kriege, dann muss ich erstmal das erste Buch fast nochmal lesen, wieder reinzukommen und auch wieder in das Feeling reinzukommen.

Mia Rosé (1:04:57)
Mhm. Ja. Genau und also ich persönlich lese halt Reihen auch immer nur, wenn die fertig sind, weil ich das hasse, wenn ich nicht weiter lesen kann. Und das ist wie mit Serien. Wenn ich weiß, da kommt eine zweite Staffel, aber die kommt erst in einem oder zwei Jahren, dann Pech, dann gucke ich die nicht mehr, weil dann habe ich keinen Bock mehr da drauf. Weil dann kann, ja genau, dann ist man immer so, es gibt auch bei Serien oder auch bei Büchern so, man freut sich so lange da drauf, aber wenn es dann soweit ist...

Jennifer Rolle (1:05:25)
Ja. Ja. Lieber erst gucken, wenn alles fertig ist.

Mia Rosé (1:05:38)
Dann hab ich gar keinen Kopf mehr dafür, weil dann müsste ich alles noch mal lesen, alles noch mal gucken, ja, und dann wird's irgendwie, geht's das so verloren. Deswegen versuch ich nicht so lange. Gerade mit dem Cliffhanger ist das immer schwierig. Dann sind dann viele auch böse drum. Und wenn man dann direkt drunter schreiben kann, wann der zweite Teil erscheint, ich glaube, dann sind die so bisschen besänftigt. Und wissen, die müssen nicht mehr Ewigkeiten warten, sondern, ich weiß nicht, zwei Wochen Abstände oder irgendwie sowas, ich machen.

Jennifer Rolle (1:05:40)
Ja, ja, ja, ja, ja, das ist wirklich eine Zwickmühle. Das geht ja dann noch.

Mia Rosé (1:06:09)
Ich hoffe noch diese, also auf jeden Fall werden die noch dieses Jahr erscheinen, die dritte Reihe.

Jennifer Rolle (1:06:15)
Das Jahr hat ja auch noch ein paar Tage. Das hat ja gerade erst angefangen.

Mia Rosé (1:06:17)
Genau. Und bald kommt ja noch das Verlagsbuch und das irgendwie, das ist so ein bisschen, ich glaube das passt ganz gut.

01:06:28 Verlag vs. Self Publishing

Mia Rosé (1:06:47)
Ich hatte mich mit meinem Weihnachtsbuch beim Verlag damals beworben. Das wollten die auch haben, aber nur wenn sie nicht mehr im Rollstuhl sitzt. Das fand ich total doof. Da war ich dann echt sauer, weil dann natürlich nicht alles so geschrieben werden kann, wie es klischee-mäßig so ist und so sein soll und auch die spicy Szenen nicht immer so sind wie in den anderen Büchern und es tatsächlich auch einfach nicht viele gibt. Ich glaube, es gibt zwei auch.

Jennifer Rolle (1:06:50)
Mhm. Mhm. Das ist ja total bescheuert.

Mia Rosé (1:07:15)
keine voll ausgeschriebenen. Und dann hab ich, da war ich so sauer drüber und so wütend und hab dann gesagt, ne ich mach das selber. Und seitdem war ich dann, bin ich auch im Self Publishing geblieben und hatte außer bei Be My Horizon, da war ich nochmal im Gespräch mit einem größeren Verlag, aber da waren die Auflagen dann so streng mit ich darf nur über den Verlag veröffentlichen und wenn ich im Self Publishing, dann müssen mindestens

Jennifer Rolle (1:07:21)
Ja, ja.

Mia Rosé (1:07:44)
vier bis sechs Monate davor und dahinter sein. Also hätte ich nur dieses eine Buch gehabt, was halt dann super doof ist und auch mit dem Pseudonym, die wollten dann das Pseudonym haben. Also hätte ich dann nicht mehr unter dem Pseudonym schreiben können oder hätte ein anderes nehmen müssen. das waren also teilweise echt krasse Auflagen, die mir einfach nicht gefallen haben, wo ich dann gesagt habe, ich brauche nicht schreiben, wenn ich vier Monate davor und danach, dann sind acht Monate

Jennifer Rolle (1:07:50)
Oha. Krass. Ja, verstehe. Ja, ja, ja.

Mia Rosé (1:08:13)
Dann kommt vielleicht schon das nächste raus, dann habe ich halt gar keine Zeitspanne mehr, überhaupt noch selber was rauszubringen. Da habe ich dann gesagt, nee. Also ich habe mich super natürlich gefreut und fand es auch toll, aber im Endeffekt habe ich dann gesagt, das passt nicht zu mir und nicht zu dem, was ich vorhabe. Habe es dann aber jetzt mit dem Dark-Romance-Gay-Romance-Buch dann noch mal versucht oder noch mal gedacht, ja, komm, das passt vielleicht ganz gut und ja, es wurde dann auch genommen und kommt dann jetzt in diesem Jahr raus.

Jennifer Rolle (1:08:24)
Mmh. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (1:08:42)
Ich glaube, das Buch

Jennifer Rolle (1:08:42)
Mhm.

Mia Rosé (1:08:43)
passt auch gut zum Verlag. Bis jetzt war die Zusammenarbeit auch wirklich, wirklich toll. Ich habe einfach gedacht, ich probiere es aus und wenn es mir nicht gefällt, kann ich ja immer noch zurück, weil ich kann trotzdem im Self-Publishing veröffentlichen, wie ich möchte und das war mir halt wichtig.

Jennifer Rolle (1:08:48)
Das Black Edition, nicht? Ja. Also andere Auflagen, die Autoren freundlicher sind. Ja, das freut mich.

Mia Rosé (1:09:02)
Ja, total. Weil ich möchte nicht auf Self Publishing verzichten. Weil da habe ich halt so die Bücher, klar, die hätte ich einige davon auch gerne im Verlag gesehen, aber ich habe die auch nie irgendwie abgeschickt oder irgendwie, es einfach so für mich klar war. Das sind so meine Bücher, da kann ich die Cover machen, wie ich will. Bei Bridge zum Beispiel habe ich so die Innengestaltung mit so, ich weiß nicht, du das liest, weißt du, mit so...

Jennifer Rolle (1:09:29)
Ach, hübsch,

Mia Rosé (1:09:30)
mit so Noten drunter und das war mir so wichtig und dann habe ich gesagt, das will ich unbedingt. Und da bin ich dann ganz froh drüber. Im Self Publishing kann ich halt alles allein entscheiden. Hat auch Nachteile, aber genau. Ja, genau. aber das fand ich immer, finde ich so bis jetzt auch ganz schön. Ich kann was ändern, wenn ich will. Ich kann die rausnehmen, wenn ich meine, das passt gerade nicht. ja, genau.

Jennifer Rolle (1:09:40)
Mhm. Ja, ja. Musst du dann aber auch, ne? Das ist ja Fluch und Segen zugleich, dass man sich um alles selber kümmern muss. Ja. Ja. Ja. Wenn einem jetzt die Chicago Lights Reihe von dir gefallen hat, gibt es eine andere Reihe oder ein anderes Buch, wo du sagen würdest, dann solltest du unbedingt noch das lesen.

01:10:00 Empfehlungen und Lieblingsbücher

Jennifer Rolle (1:10:14)
Was jetzt demnächst kommt. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (1:10:38)
Oder diese Song, eigentlich alle, außer die Drowning-Reihe. Außer die Drowning-Reihe, die fällt so ein bisschen raus, weil die ist ja mit, erstes Buch ist hetero, zweites ist gay. Genau, aber so diese Songreihe und Break the Rules und Be My Horizon, die passen so thematisch alle irgendwie so bisschen. Mit broken character. Genau.

Jennifer Rolle (1:10:41)
Ich habe es. Jetzt fragt Lizzie's Book World hier oder gibt ihr das Feedback, dass ihr Break the Rules und Bridge sehr, sehr gefallen hat und sie die beiden Bücher sehr geliebt hat und sie fragt, ob du auch ein Lieblingsbuch hast unter deinen Büchern.

Mia Rosé (1:11:15)
Das freut mich. Ich glaube, ist immer so das, woran man gerade schreibt. Aber ich mag tatsächlich Break the Rules sehr gerne und Chicago Lights und Lyrics. Genau, also Lyrics ist der dritte Teil der The-Song-Reihe. Kann man alle getrennt lesen. Ich empfehle sie in alle zu lesen, weil dann kennt man die anderen Charaktere auch, weil es halt der dritte Teil. Break ist ein Einzelband. ⁓

Jennifer Rolle (1:11:25)
Hahaha.

Mia Rosé (1:11:52)
Und Be My Horizon. Eigentlich, man muss alle lesen. Es gibt nicht nur das eine.

01:12:01 Zukünftige Projekte und Genre-Überlegungen

Mia Rosé (1:12:18)
Also ich habe hier Projekte liegen, einmal eine Dystopie und dann noch... Ne, Ich brauche das. Ich brauche ein bisschen Romance. Ja, sonst kann mein Herz das nicht. Ich brauche diese Liebe und genau, das ist eine Dystopie, wo es auch tatsächlich mit ein bisschen KI geht und so. Und dann habe ich noch ein Fantasy Projekt hier liegen.

Jennifer Rolle (1:12:24)
Aha. Ohne Romance Aspekt? Mit. Ich fühl's auch total langweilig ohne.

Mia Rosé (1:12:47)
Mit dem Dämon. Ich glaube, das ist schon... Und dann noch mein Zirkusprojekt, genau, aber da bin ich noch nicht weiter. Das konnte man auf Patreon schon so bisschen mit reinlesen. Aber da ich ja andere Sachen dann noch geschrieben habe, dann habe ich da noch nicht weiter geschrieben. Aber auf Patreon kann man da schon so bisschen reinlesen und es ist auch Fantasy. Genau. Ja, aber sonst was könnte ich gar nicht. Ich glaube, Mittelalter.

Jennifer Rolle (1:12:52)
Wuh! Circusprojekt? Das war's

Mia Rosé (1:13:17)
Alles was so in einer komplett anderen Zeit so extrem spielt, glaube ich nicht. Auch wie die reden, wie die sprechen, was sind so die Sitten. Wenn die da hingebeamt werden und die können reden, wie sie wollen, dann ist das okay. Aber so dass die komplette Sprache von früher, damit es auch authentisch wird, finde ich sehr schwierig, damit man da auch da drin bleibt. Obwohl ich super gerne solche Filme gucke.

Jennifer Rolle (1:13:22)
Da muss man schon viel recherchieren für, damit das gut wird. Mhm. Mhm. Mhm. Das war das... Das war ja wohl auch das Problem von Diana Gabaldon, warum sie sich dann irgendwann entschieden hat, nochmal den Anfang umzuschreiben, dass ihre Protagonistin aus der Jetztzeit kommt und in die Vergangenheit, ja, wie soll ich sagen, katapultiert wurde, weil sie irgendwann gemerkt hat, ⁓ die tritt viel zu modern auf, die Frau, passt überhaupt nicht in die Zeit.

Mia Rosé (1:13:53)
Ja, das finde ich auch super schwierig, dass da irgendwie dann authentisch und auch über die ganzen Bücher oder über das ganze Buch dann so beizubehalten, weil die können ja auch nicht richtig fluchen, so wie jetzt. Und das ist dann auch schwierig. Ich glaube, das wäre nicht so meins. Und so Sci-Fi komplett, also so irgendwas mit Aliens und das wäre auch nicht so meine Welt.

Jennifer Rolle (1:14:12)
Da muss man sich richtig reingrooven. Mhm. Mhm. Ja, alles klar. ja, so hat ja jeder seine Vorlieben. Ich muss sagen, ich lese alles gerne. Wenn es denn immer einen Romance-Aspekt dazu gibt, dann mag ich die Abwechslung durchaus. Aber es ist definitiv was anderes, es auch zu schreiben. Das glaube ich schon.

Mia Rosé (1:14:39)
Ja, g'malo. Mmh,

01:14:48 Aktuelle Schreibprojekte und Charakterentwicklung

Mia Rosé (1:14:53)
an der dritten Chicago-Reihe. Ich hatte ein anderes Buch, aber da habe ich wirklich tatsächlich gerade so eine Blockade, obwohl ich schon fast fertig bin und schon die ersten drei Parts bei den Testlesern waren, aber ich komme einfach nicht weiter. Und da habe ich gesagt, bevor ich irgendwie... Ich nicht, dass ich über einen Zaun breche und sage, ich muss das jetzt fertig haben und dann wird es nicht so gut, wie ich mir das vorgestellt habe. Habe ich gesagt, ich mache jetzt einen Cut. Ich lasse die beiden erst mal liegen, weil die irgendwie auch noch kein Ende finden und ich bin schon super weit und trotzdem sind die noch nicht an dem Punkt, wo sie eigentlich bei der Wortzahl hätten sein sollen. Habe ich gesagt, die müssen erst mal in der Ecke. Und dann genau, habe ich gesagt, ich mache Chicago weiter und bin gerade noch am Lesen.

Jennifer Rolle (1:15:39)
Also doch Parallelarbeit.

Mia Rosé (1:15:41)
weiß ich nicht, nee, nee, parallel ist für mich, wenn ich heute die schreibe und morgen die. Aber die sind jetzt so ganz weg. Die brauchen erst mal ein bisschen Pause und solange ich was anderes im Kopf hab, kann ich dann auch nicht an Chicago oder umgekehrt weiterschreiben. Genau. Und jetzt lese ich nochmal gerade Chicago Lights und dann nochmal Darkness, damit ich auch genau weiß, weil es sind ja mittlerweile echt viele Charaktere, die alle ja irgendwie so ihre Geschichte haben und die ich dann ja auch alle...

Jennifer Rolle (1:15:46)
Aha, okay. Mhm. Mhm.

Mia Rosé (1:16:11)
im dritten Teil mit unterbringen muss und dann auch noch so, dass man die Reihe trotzdem unabhängig lesen könnte.

Jennifer Rolle (1:16:16)
Das stelle ich mir auch sehr herausfordernd vorher, dass man das trotzdem versteht.

Mia Rosé (1:16:19)
Und dann muss ich die manchmal nochmal reinkommen und auch in dieses Gefühl kommen von den Charakteren. die entwickeln sich ja selbst die Nebencharaktere. Ich Yaro ist in Chicago Lights ja auch mit drin und ist da ja noch so bisschen der, dem man nicht vertraut. Und das entwickelt sich ja schon in Darkness komplett anders. Und ich glaube, er macht so über die ganzen Bände hinweg auch mit die größte Entwicklung von allen.

Jennifer Rolle (1:16:24)
Mhm.

Mia Rosé (1:16:45)
Aber weil die dritte Reihe ihn geht, muss ich natürlich auch noch mal alle stellen markieren. Wo war er? Was hat er gemacht? Ach so, er hat Caden wieder auf die Drogen gebracht. Das muss man sich dann alle so merken und gucken. Genau, weil das dann ja vielleicht wieder da dann aufploppt.

Jennifer Rolle (1:16:51)
Das sollte man noch wissen, Wo und wie könnte man dir denn folgen, das dann so so mitzukriegen, wann was rauskommt und was du gerade so treibst?

01:17:07 Interaktion mit Lesern und Social Media

Jennifer Rolle (1:17:15)
Mhm.

Mia Rosé (1:17:16)
TikTok, aber TikTok ist so... Ich finde TikTok immer sehr anstrengend. Aber auf Insta, also wenn, ich glaube am ehesten auf Insta oder auf Patreon, da gibt es im Moment jeden zweiten Tag neue Charakterkarten, die es für die Chicago-Reihe Genau. Und da gibt es auch ganz viel vom Verlag und über das Verlagsbuch und auch über das andere Projekt, das im Moment in der Ecke ist und...

Jennifer Rolle (1:17:26)
Mhm.

Mia Rosé (1:17:46)
Da wird es auch ganz viel geben, zur dritten Chicago-Reihe, dann gibt es da Bilder und die Cover. Genau, also auf Patreon gibt es immer noch bisschen Behind-the-Scenes-Sachen und Kurzgeschichten und so. Also da erzähle ich schon, aber da erzähle ich schon als erstes, was so Sache ist und genau, auch das Cover vom Verlagsbuch und sowas. Das sind halt so die Sachen, die kommen dann halt immer erst mal da und dann irgendwann auf Instagram.

Jennifer Rolle (1:17:52)
hinter einem Bezahlaccount dann, ja.

Mia Rosé (1:18:16)
Kanal.

Jennifer Rolle (1:18:17)
Also wenn man wirklich ganz vorn mit dabei sein will, dann Patreon.

Mia Rosé (1:18:19)
Ja, genau. Genau. Und sonst halt wirklich auf Instagram. Ja. Und beim Newsletter. Da gibt's sogar eine Kurzgeschichte geschenkt.

Jennifer Rolle (1:18:25)
Aber alle zuhören. Und Newsletter. Ui. Und den Newsletter kriegt man über deine Website wahrscheinlich. Ja, Ja, cool. Aber da sind wir auch schon direkt, wo das schon eine schöne Überleitung, wie man denn an unserem Gewinnspiel auch teilnehmen kann. Denn dieses Gewinnspiel, das werden wir auf Instagram und auf TikTok durchführen.

Mia Rosé (1:18:35)
Genau, die gibt es über die Website. Haha

Jennifer Rolle (1:18:53)
Auf jeweils einer Plattform gibt es die Chicago-Lightsreihe, alle drei Bände, ein Paket hier und ein Paket da, zu das Gewinnspiel läuft vom 4.2.26 bis 18.2.26. Da kann man sich dann beteiligen. Und am 19.2. werden wir dann auslosen und die Gewinner ziehen. Und wie gesagt, ein einen Gewinner auf Instagram und einen auf TikTok. Also wenn du deine Chancen erhöhen willst, machst du auf beiden Plattformen mit. Und wie du mitmachen kannst, das erfährst du dann auch dort. Da kannst du dann entweder auf mein Profil oder auf das von Mia gehen. Da werden wir dir ja einen Post hinterlassen, wo genau drin steht, was man dafür tun muss, ⁓ in den Lostopf zu wandern. Und ja, ich wünsche euch auf jeden Fall die ihr euch daran beteiligt. Ganz viel Spaß und ganz viel Erfolg, dann diese wundervolle Reihe zu bekommen. Und danke natürlich vor allem an dich, Mia, für die edle Spende hier. Ja, damit wären wir dann am Ende. Ich glaube, wir könnten noch über ganz viele Themen sprechen. Ich habe so das Gefühl, dass es da...

Mia Rosé (1:20:04)
Ich ja, ne?

01:20:17 Tipps und Ausblick

Mia Rosé (1:21:39)
Danke auch, es war sehr schön. Ich habe mich sehr, sehr, gefreut.

Jennifer Rolle (1:21:44)
ja, bis zum nächsten Mal. Tschüss!

Mia Rosé (1:21:46)
Ja, bis dann, ciao!

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