Transkript des Interviews mit Daniel Heart zu "Fearful Christmas"
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Kapitel
- 00:00 Wer ist Daniel Heart?
- 04:19 A-B-Spiel
- 06:21 Das A- oder B-Spiel: Einblicke in Daniels Persönlichkeit
- 08:33 Der Weg zum Schreiben: Daniels Anfänge
- 11:43 Männer im Romance-Genre: Ein untypischer Autor
- 13:18 Was liest du selbst gern?
- 14:13 Empathie oder Own Voice?
- 17:18 Wie empfindet ein Mann die von Frauen geschriebenen Männerfiguren?
- 19:11 Pseudonyme und Genrewechsel
- 21:20 Themen in deinen Büchern
- 23:05 Inhalt von 'Fearful Christmas'
- 24:24 Dark Romance für Einsteiger
- 25:17 Triggerwarnung mal ganz anders
- 28:36 Entstehung der Geschichten
- 31:59 Nachvollziehbare Charaktere und Erzählperspektiven
- 36:16 Der Schreibprozess und persönliche Erfolge
- 38:24 Spice - Pflicht oder Kür?
- 42:21 Emotionale Herausforderungen beim Schreiben
- 47:36 Lernerfahrungen beim Buchdebüt
- 52:06 Die Entscheidung für Self-Publishing
- 57:25 Nächste Projekte
Transkript
00:00 Wer ist Daniel Heart?
Jennifer Rolle: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Lust Lektüre Vodcasts. Ich freue mich riesig, dass du wieder eingeschaltet hast. Und ich habe heute einen super spannenden Autor zu Gast. Ja, du hast es richtig gehört. Einen Autor! Stell sich das einer mal vor. Ein selten gesichtetes Wesen im Romance Genre. Aber Daniel Heart gibt sich als Mann zu erkennen und versteckt sich nicht hinter einem weiblichen Pseudonym. Und er hat kürzlich mit dem ersten Band seiner Dark Romance Fearful Christmas Der Feind in meinem Haus debütiert. wenn dieser Vodcast draußen ist, ist auch schon sein zweites Buch erschienen. Herzlich willkommen Daniel Heart.
Daniel: Hallo, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf.
Jennifer Rolle: Ich bin auch schon ganz gespannt auf unser Gespräch. Vielleicht magst du dich zuerst mal ein bisschen vorstellen. Wie bist du? Wie können wir dich einordnen? Wo lebst du?
Daniel: Okay, gerne. Also mein Name ist Daniel Heart. Ich werde jetzt im Sommer 40. Da muss ich noch ein bisschen drauf klarkommen, aber es ist so weit.
Jennifer Rolle: Oha! Das hätte ich jetzt ehrlicherweise nicht gedacht. Ich dachte, du bist irgendwie so in den Zwanzigern.
Daniel: Dankeschön, das macht dich ja gleich noch sympathischer.
Jennifer Rolle: Ja, was soll ich denn sagen? Ich werde 50 in diesem Jahr.
Daniel: Ja. Ich muss mich halt nur noch dran gewöhnen, aber ich will jetzt auch nicht da zu lange drüber lamentieren. Aber ich glaube, ich würde mich nicht unbedingt als typischen, so klassischen Mann bezeichnen, aber ich glaube so Midlife-Crises klopft dann doch manchmal ein bisschen an. Aber das lassen wir besser aus. Noch nicht, dafür reicht das Geld noch nicht.
Jennifer Rolle: Porsche schon gekauft oder ist das Motorrad?
Daniel: Ansonsten, ich wohne im Südwesten Deutschland. Ich bin seit 2012 mit meinem Mann verheiratet. Wir kennen uns seit 2010 und leben hier in einem sehr, sehr kleinen Ort mit unseren zwei Katzen.
Jennifer Rolle: Vielleicht laufen die auch mal durchs Bild.
Daniel: Das kann sein, immer dann, wenn man das nicht möchte, machen sie das.
Jennifer Rolle: mal ganz gespannt ab, das passiert. Daniel, erzähl doch mal, bist du Vollzeitautor, Teilzeit, Hobbyautor, wie würdest du dich da einordnen?
Daniel: Ja. Ich bin auf jeden Fall Teilzeitautor, auch wenn es sich momentan nach sehr sehr großer Teilzeit anfühlt, aber tatsächlich gehe ich noch einem normalen Job, Brot-Job, wie man gerne sagt, und ansonsten verbringe ich eigentlich jede freie Minute genau hier vor meinem MacBook.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Okay, bleibt nicht viel andere was für Freizeit. Was treibt dich sonst so in deiner Freizeit? Hast du noch Hobbys oder irgendwelche anderen Beschäftigungen, Interessen außer des Schreibens?
Daniel: Also eigentlich ja, momentan kommt das alles ein bisschen kurz. Also ich mache normal so gerne Sport, gehe laufen, zeichne viel. Das ist jetzt tatsächlich, seit ich angefangen habe zu schreiben, nicht mehr ganz so drin. Mit TikTok und Content ich beantworte sehr gerne Kommentare und Nachrichten und das nimmt aber auch halt unfassbar Zeit in Anspruch. Aber ich mache das sehr, sehr gerne, aber da merkt man mal, wie schnell so ein Tag rum sein kann, wenn man dann irgendwie 16 Uhr zu Hause ist.
Jennifer Rolle: Mhm. Ja. Mhm.
Daniel: geht an MacBook und plötzlich ist es 23 Uhr und man muss ins Bett und ein neuer Tag startet.
Jennifer Rolle: Also wenn man sich deine Videos so anguckt auf Social Media, die sind ja auch wirklich mit sehr viel Liebe gemacht und sehr kreativ und teilweise auch sehr, sehr lustig. Ich musste mich wirklich wegschmeißen, als dein Mann deinen Pappaufsteller von deinem Bookboyfriend irgendwie in den Keller gestellt hat. Schweinerei, also kein Wunder, dass du dich nur noch unfassbar, kein Wunder, dass du dich nur noch im Keller aufhalten magst, also.
Daniel: Danke schön. Unfassbar! Ja, ich mach jetzt freiwillig und permanent Wäsche, nur Adam kurz mal Hallo sagen zu können.
04:19 A-B-Spiel
Jennifer Rolle: Sehr, sehr lustig. Also kann ich jedem nur empfehlen, auf den Kanal von Daniel zu gehen. sind wirklich sehr lustige Videos mit dabei. Aus denen, und da kommen wir gleich drauf, ich auch eine kleine Idee mitgenommen habe. Denn wir machen jetzt nämlich, dich noch ein bisschen besser kennenzulernen, das A- oder B-Spiel. Sprich, ich werde dir jetzt gleich völlig ohne Kontext zwei Alternativen sagen. Und du sagst mal, für welche dieser Alternativen du dich entscheiden würdest.
Daniel: Okay.
Jennifer Rolle: Und das darfst du dann auch erklären, warum du dich für diese oder jene Alternative entscheiden würdest. Und die erste Alternative ist uns tatsächlich von einem Fan mitgegeben worden, denn alle hatten ja die Möglichkeit im Vorwege, Fragen einzureichen für unser Interview. Und Minchens.Library fragt Hund oder Katze? Ich glaube, ich weiß es schon, aber...
Daniel: Muss ich ein bisschen leiser sprechen, denn eigentlich Hund. Doch, doch.
Jennifer Rolle: Nein! Hör auf! Das kannst du doch jetzt nicht sagen mit den zwei Katzen!
Daniel: Ich hoffe, Sie hören es nicht und wenn, Entschuldigung. Also tatsächlich, ich liebe alle Tiere, das muss ich sagen. Aber Hunde vielleicht ein ganz klein bisschen mehr als Katzen. Ich bin aber auch mit Hunden groß geworden, möchte ich jetzt mal zu meiner Entschuldigung sagen. Und ich glaube, das hat mich einfach sehr, geprägt. Aber ich liebe die beiden natürlich auch sehr.
Jennifer Rolle: Aber wie ist es denn jetzt zu den Katzen gekommen, anstatt zu zwei Hunden?
Daniel: Die Armen wurden leider ausgesetzt. Sie haben ein schweres Schicksal hinter sich. Die wurden praktisch dem Tod überlassen. Wir wollten Haustiere, sind aber beide berufstätig, sehr stark eingebunden. Und Hund wüsste ich nicht, wie wir das machen sollten. Katzen und die haben wir jetzt auch schon seit 13 Jahren. Seit 13 Jahren leben die bei uns.
Jennifer Rolle: Ja. Sie ist da richtig gut bei euch. Schön.
Daniel: Ja die können sich nicht beschweren würde ich sagen.
Jennifer Rolle: Okay, nächstes alternativen Pärchen. Vampire oder Monster? Ja, ich auch. Bin auch ein absoluter Vampirliebhaberin, ich ja sagen. Ich liebe auch alle Romance Bücher und Geschichten, die mit Vampiren zu tun haben. Verwöhnen oder verwöhnen lassen?
06:21 Das A- oder B-Spiel: Einblicke in Daniels Persönlichkeit
Daniel: Vampire, absolut Vampire. Ja. Vielleicht verwöhnen lassen, wenn ich ehrlich bin.
Jennifer Rolle: auch okay. Ich lasse mich auch gerne verwöhnen. Das Gute ist, dass mein Mann das auch gerne macht. Nächstes Alternative-Pärchen hinten oder vorne.
Daniel: Sehr gut! vorne. Ich muss immer sehen, was vor mir ist. Also im Bus konnte ich schon nicht... Ich könnte nie mitten in einem Bus sitzen, auch zur Schulzeit schon nicht.
Jennifer Rolle: vorne. Mhm. Okay. Aber nicht weil dir schlecht wird, sondern eher die Neugier oder Angst, Kontrollverlust oder...
Daniel: Genau, ich muss immer alles im- so weit würde ich nicht gehen, aber ich glaube, ich habe einfach gerne alles im Blick. Also ich habe gerne meine Augen überall.
Jennifer Rolle: So, und das letzte Alternativenpärchen, da hat mich tatsächlich ein Fan von dir auf die Idee gebracht, die eine etwas doppeldeutige Rezension geschrieben hat zu deinem letzten Buch. Und zwar, das Alternativenpärchen lautet Lang und dick oder kurz und schmerzlos.
Daniel: Da wir hier nur von Büchern sprechen würde ich sagen kurz und schmerzlos.
Jennifer Rolle: Okay, sind alle anderen Antworten auch gegeben.
Daniel: Ja, besser ist das.
Jennifer Rolle: So, und wir haben noch eine weitere Frage von Minichens Library. Sie fragt, was sind deine Lieblingsgenres? Und jetzt hab ich mich gefragt, ob sie das meint, welche du selber gerne liest oder welche du selber gerne schreibst. Vielleicht magst du beides beantworten.
Daniel: Also ich schreibe tatsächlich sehr sehr gern Dark Romance, aber meine Bücher sind ja auch Dark Romance Thriller. jetzt Fear for Christmas und Das im September erscheint sind halt Dark Romance Thriller. Also das mag ich sehr, aber ansonsten auch Thriller. Also ich würde sagen Dark Romance und Thriller wäre bei beidem die Antwort. Also sowohl schreiben als auch lesen.
Jennifer Rolle: Mhm. Also lesen. So und dann kommen wir doch genau mal zu der Frage, was dich zum Schreiben gebracht hat. Das ist nämlich auch eine Frage, uns cecelicious Library, wenn ich das richtig ausgesprochen habe, gestellt hat oder mitgegeben hat. Was hat dich zum Schreiben gebracht? Diese Frage hatte ich allerdings auch in meinem Interviewleitfaden. Magst das mal erzählen? Wann hast du damit angefangen? Ich glaube, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hast du in irgendeinem Beitrag mal erzählt, dass du schon schon viel früher geschrieben hast, dass du jetzt aber erst anfängst deine Geschichten rauszubringen. Ja, wann ging das denn bei dir los und wie ging das bei dir los und wann bist du auf die Idee gekommen, das dann auch tatsächlich mal zu veröffentlichen?
08:33 Der Weg zum Schreiben: Daniels Anfänge
Daniel: Das kann ich dir ehrlich gesagt sogar sehr genau benennen. zwar war es der März 1998. gab es nämlich eine neue... Genau. Da gab es nämlich eine Serie Buffy im Bann der Dämonen. Und ich liebe diese Serie bis heute. Also abgöttig nächstes Jahr. Dieses Jahr geht es ja weiter mit einer neuen Staffel. Ich kann es kaum noch aushalten und ich habe dann angefangen, Fan-Fictions zu der Serie zu schreiben. Also ich habe oft geschrieben, wie Folgen denn weitergehen würden.
Jennifer Rolle: Okay, das ist sehr genau. ja! ja!
Daniel: oder wie ich Folgen besser empfinden würde. Das war so der Start. Aber natürlich jetzt nur für mich. Gerade vielleicht mein Mama Papa gezeigt, bisschen Rechtsschreibung drüber zu gucken. Aber ansonsten sind die auch dann in der Schublade verschwunden. Tatsächlich hatte ich 2005 so bisschen im Zuge von Sex and the City hatte ich einen Blog, wo ich über mein Datingleben geschrieben habe, anonym. Das war so lange lustig, bis es jemand rausgefunden hat.
Jennifer Rolle: Wie lustig! Mhm. Mhm.
Daniel: Dann war es nicht mehr ganz so lustig. Es war schade, es hat unfassbaren Spaß gemacht. Ich hatte 10.000 Leser, die das regelmäßig gelesen haben und habe das auch alles anonymisiert. Also ich wollte niemanden bloßstellen, darum ging es mir gar nicht. Ich wollte einfach so bisschen aus der Sicht eines jungen, schwulen Mannes so ein bisschen so einen Alltag berichten und dann wurde das leider geleakt, würde man heute sagen. Damals gab es das Wort noch nicht und dann hat das sehr unschön geendet.
Jennifer Rolle: haben sich dann die, die da porträtiert wurden, beschwert bei dir? Oder was ist da passiert? Ach, du Schreck!
Daniel: Es hat sich jemand wiedererkannt. Es hatte jemand einen sehr speziellen Beruf, den ich extra geändert hatte, war anscheinend nicht gut genug. Und da gab es dann ein sehr unangenehmes Gespräch. Die Person war jetzt nicht sauer, also da darf man jetzt hier nicht viel reininterpretieren, aber es war einfach natürlich peinlich, dass man dachte, man schreibt so was und es sollte einfach nur Amüsant sein. ging es auch nie darum, wie gesagt, Leute bloß zu stellen. Und dann, ich habe auch ohne Foto, ohne alles und wenn man dann plötzlich jeder weiß, okay,
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mmh. Mhm. Mhm.
Daniel: Der Blog ist von Daniel Heart. Dann, upsie.
Jennifer Rolle: Okay, aber das heißt, das Schreiben hat dir schon immer Spaß gemacht. Das kann man auf jeden Fall daraus entnehmen.
Daniel: Schon immer. Ich hab in der Schule schon gerne Aufsätze geschrieben. Also wo andere stöhnen, hab ich mich gefreut. Und wenn es dann hieß, bitte nur vier Seiten, hab ich acht geschrieben, musste dann vier Seiten kürzen. Also ich hab das schon immer, mich immer für Literatur und Texte interessiert.
11:43 Männer im Romance-Genre: Ein untypischer Autor
Jennifer Rolle: So und jetzt habe ich ja schon einleitend gesagt, dass du einer der wenigen... Männer bist oder du bist vielleicht nicht einer der wenigen Männer, aber einer der wenigen, die es sich zu erkennen gibt, die Romance schreiben und ich nehme an, es sind auch deutlich weniger Männer, es schreiben, sobald es in vielen Frauen dies da draußen gibt. Und es scheint also jetzt doch eher eher untypisch zu sein. Wie bist du jetzt ausgerechnet auf Romance gekommen?
Daniel: Hm. Ich glaube, ich war schon immer einfach ein bisschen untypisch. Ich habe schon in der Schulzeit ganz früh Bücher gelesen, die man nicht liest. Ich habe in der fünften Klasse freiwillig Romeo und Julia gelesen und Sturmhöhe. Hab wahrscheinlich nichts verstanden, würde ich jetzt aus heutiger Sicht sagen, aber ich habe mich schon immer für Intensität und Dunkelheit interessiert. Das war schon immer etwas, was mir unfassbar gefallen hat, aber natürlich von der Umwelt belächelt wurde.
Jennifer Rolle: Mmmh.
Daniel: Das heißt, ich bin es gewohnt, mich in Genres zu bewegen, die für Männer untypisch sind. Aber mich hat ehrlich gesagt noch nie gejuckt, was andere denken. Also ich mache das, was ich machen will. Und ich sehe mich auch, ich bin nicht so ein Gender Typ und sage Männer müssen das machen, Frauen müssen das machen. Also ich mache das, worauf ich Lust habe. Und irgendwann, vor ein paar Jahren, hatte ich das erste Mal bei Thalia ein Dark-Romance-Buch in der Hand und war fasziniert. Und seitdem
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: ist das einfach ein Genre, das ich sehr gerne lese. Also privat so Thriller und Dark Romance das sind so meine Lieblingssparten.
13:18 Was liest du selbst gern?
Jennifer Rolle: Denn wenn du es schon ansprichst, vielleicht einen kleinen Exkurs, hast du da Lieblingsbücher oder Bücher, die du empfehlen kannst in dem Genre, was liest du denn da? Welche Autorinnen und Autoren oder welche Bücher haben dir da gefallen?
Daniel: Also momentan verschlinge ich eigentlich alles von Katelyn Erikson. Also ich hoffe ich spreche ihren Namen richtig aus. nicht, bitte nicht böse sein. Aber ich verschlinge da momentan wirklich alles. Also ich bin nicht gut immer so mit Buchtiteln und allem. Aber ich gibt so ein paar Bücher von ihr, die ich wirklich sehr sehr mag. Aber ich lese prinzipiell alles. Also ich bin tatsächlich auch so wie man so schön sagt, ein Cover-Opfer. Also ich sehe einen Cover und dann muss mich das anziehen und dann kaufe ich das. Also ich...
Jennifer Rolle: Ja, mhm, weiß man ja immer nicht so. Mhm. Mhm.
Daniel: lese auch viel von Self Publishern. Also mir ist jetzt auch nicht wichtig, dass es jetzt von einem Verlag kommt oder so.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Aber dann lass uns doch nochmal ganz kurz zurückkehren zu dem Thema, Romance ist ja eigentlich ein Frauengenre. ähm, so, also ZITAT, dass das jetzt äh...
Daniel: Ja. Ja.
14:13 Empathie oder Own Voice?
Jennifer Rolle: Das spiegelt nicht meine Meinung wieder, falls das nicht rübergekommen sein sollte. Aber wie fühlt sich das für dich an? Du sagst, du lässt dich davon nicht wirklich tangieren, aber kriegst du komische Feedbacks mal oder Fragezeichen zurückgespiegelt. Wie ist das, als Mann sich in diesem Genre zu tummeln?
Daniel: Also ich muss sagen, es ist unterschiedlich. Ich bekomme ganz ganz viele sehr sehr positive Nachrichten. ich habe auch, Fearful Christmas hat sehr tolle Rezensionen bekommen. Ich bin da immer noch ganz geflasht und muss mich regelmäßig zwicken, weil ich gar nicht weiß, ist das alles echt, passiert das wirklich. Aber natürlich gibt es auch Leute, die das nicht gut finden, dass ein Mann in dieses Genre eindringt. Und ich bekomme auch aus diversen Gründen auch sehr sehr viele Hassnachrichten. Also soweit... geht es halt auch, also von Drohungen bis ob die jetzt aber explizit damit zu tun haben, dass ich das Genre schreibe. Also es gab schon Nachrichten, wo Frauen mir geschrieben haben, dass sie es nicht gut finden, dass ich als Mann versuche die Psyche einer Frau zu beschreiben. Das ist so ein Gedankengang, den finde ich sehr schade, denn wenn wir alle nur noch das schreiben dürfen, was wir erleben, dann dürfen wir nur noch Tagebücher veröffentlichen. Und ich finde, schreiben ist Empathie.
Jennifer Rolle: Mmh. Mhm.
Daniel: Und ist auch ein Perspektivwechsel. Ich finde, ist auch die Herausforderung, einen Charakter zu schreiben, der einfach ganz weit weg von einem ist. Und ich finde es schade, wenn man sagt, Männer dürfen das nicht Frauen schreiben. Frauen dürfen das nicht schreiben. Ich finde, ist ganz schrecklich. Oder mir wurde auch schon geschrieben, als schwuler Mann wäre es ganz schrecklich, dass ich über heterosexuelle Beziehungen schreibe. Was ich auch schade finde, denn ich hätte auch kein Problem damit, wenn ein heterosexueller Mann ein Buch über ein schwudes Paar schreibt. Warum nicht? Dann setzt er sich damit auseinander und im besten Fall versucht er das ja auch respektvoll zu machen. Und ich versuche ja auch respektvoll an Themen zu gehen. meine gerade Fearful Christmas hat sehr sehr heikle Themen und mir war es auch wichtig, das nicht klischeehaft zu bedienen.
Jennifer Rolle: Das ist ja eine Diskussion, die immer wieder aufkommt. In meinen letzten beiden Folgen habe ich tatsächlich einmal mit Mia Rosé die ja Gay Romance schreibt und die letzte Folge war mit Olivia Kohl die Sapphic Romance schreibt. Und während Olivia Kohl selbst zum anderen Ufer gehört, ist das bei Mia zum Beispiel nicht so. Aber diese ewigen Diskussionen darf man eigentlich nur das schreiben, was man selber erlebt hat und was die eigene Identität ist. ist es so wie du sagst. Kann man wirklich nur noch Tagebuch schreiben. Dann geht jede Fantasie flöten und man spricht eigentlich Menschen jegliche Empathie ab.
Daniel: Genau, dann dürfte es keine Romance, keine Thriller, dann darf man Romance nur noch sein eigenes Leben praktisch nach erzählen und könnte nichts fiktives mehr machen. Und wie traurig wäre dann Literatur, wenn man nicht mehr die Möglichkeit hätte, Welten und Figuren zu erschaffen.
Jennifer Rolle: Ja. Ja. Ja. Ja. Nichtsdestotrotz, ja super spannend ist oder was ich mich als Frau, und offensichtlich bin ich da nicht alleine mit, mich immer frage ist, ob die weiblichen Autorinnen und Autoren... eigentlich diese Männerfiguren halbwegs hinkriegen. Und das ist auch eine Frage hier von pipilotta2809, die fragt, jetzt wo wir endlich mal hier ein männliches Opfer haben, ticken Männer wirklich so, wie sie in Romance-Büchern beschrieben werden? Mit den Gedanken, mit den Gefühlen, oder sind das reine Frauenfantasien? Also wenn ich meinen Mann mal Passagen vorlese, der sagt, ja ja, Frauenfantasien, ganz klar.
17:18 Wie empfindet ein Mann die von Frauen geschriebenen Männerfiguren?
Daniel: Das ist eine schwierige Frage, mit der ich mich sehr in die Nesseln setzen kann hier. Ich bin ja jetzt nicht unbedingt so der typische Mann-Mann. Also ich finde schon, dass das Männerbild, das im Dark Romance vertreten ist, es gibt. Also es gibt natürlich diese Männer, aber ich würde jetzt nie sagen, dass... Also da müsste man sich wirklich jetzt spezifisch ein Buch angucken, aber ich hab jetzt, also was ich sagen kann, ich hab noch nie einen Dark-Romance gelesen, wo ich gedacht hab, der Mann ist total drüber. Also das hatte ich jetzt tatsächlich noch nicht.
Jennifer Rolle: Okay.
Daniel: mögen aber andere natürlich anders sehen, das weiß ich jetzt nicht.
Jennifer Rolle: Aber das ist ja auf jeden Fall schon mal eine spannende Aussage, wenn du sagst, du fandest das jetzt nicht drüber oder abgedreht, was du da gelesen hast. Das ist ja schon mal irgendwo beruhigend zu wissen. Bevor wir gleich mal bisschen tiefer einsteigen in deine Geschichten. die du bisher so veröffentlicht hast. Noch mal kurz die Frage Daniel Heart, das ist ja ein Pseudonym. Ich glaube, da braucht man jetzt wahrscheinlich auch nicht viel zu fragen, was soll das Pseudonym ausdrücken. Ich glaube, das spricht für sich selbst. Aber was ja immer noch spannend ist, die Frage, hast du auch noch andere Pseudonyme, unter denen man dich finden kann, wo du vielleicht...
Daniel: Ja.
19:11 Pseudonyme und Genrewechsel
Jennifer Rolle: unter anderem Genres oder so, was veröffentlicht.
Daniel: Nein, also ich habe tatsächlich keine anderen Pseudonyme. Also ich würde auch, also wenn ich jetzt einen krassen Genrewechsel machen würde, wenn ich irgendwie so eine Comedy irgendwie schreiben würde, dann würde ich es vielleicht machen, aber ansonsten glaube ich, dass der Name auch für einen reinen Thriller funktionieren würde, für Romance auch. Ich kann verstehen, dass andere das machen und es gibt auch bestimmt Verlage oder Verläge, denen das wichtig ist, weiß ich nicht, aber ich persönlich versuche mir jetzt einfach unter Daniel Heart was aufzubauen.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm.
Daniel: und fände es jetzt schwierig, da so ein bisschen zu jonglieren. Also das wäre für mich persönlich jetzt auch, was Content angeht, sehr, schwierig, dann noch einen extra Kanal irgendwie zu haben und auch allem gerecht zu werden, also allen Lesern gleichgerecht zu werden von jeder Sparte.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Ja, das ist dann natürlich auch doppelte Arbeit, weil dann musst du nicht nur das eine bedienen, sondern auch noch das andere. Marketingtechnisch, denn jeder Autor, egal ob du nun beim Verlag bist oder Selfpublisher bist, kommst ja heute gar nicht mehr drum herum, eigenes Marketing irgendwo zu machen.
Daniel: Ja.
Jennifer Rolle: Hast du natürlich dann die doppelte Arbeit? Ja, dem Aspekt habe ich es noch nicht betrachtet. Immer nur so unter dem Aspekt, dass der Name in dieser Branche zumindest ja auch so eine Art von Markenzeichen ist. So ein Brand, mit dem man was Bestimmtes verbindet und wofür ja häufig nicht so richtig dann das Verständnis da ist, dass ein Autor nicht nur, keine Ahnung, Romance schreiben kann, sondern auch Krimi schreiben kann oder umgekehrt.
Daniel: Ja.
Jennifer Rolle: führt wohl manchmal etwas zur Verwirrung am Markt. Deshalb, ich das auch schon durchaus nachvollziehen kann, wenn jemand sagt, dann veröffentliche ich das in den Kinderbüchern und einem anderen Pseudonym oder so.
Daniel: Gut, das ist natürlich jetzt gerade wo du sagst Kinderbücher, wärt auch was, da müsste man das natürlich tun. Also ich glaube, das sind Welten, die man halt wirklich nicht gut miteinander vermischen könnte. Also das würde ich jetzt nicht machen. Daniel Heart irgendwie ein Kinderbuch. Nein, das würde ich jetzt nicht unbedingt machen.
Jennifer Rolle: nicht mischen kann. Aber dann kommen wir doch mal zu den Geschichten, die du so schreibst. Kann man da was Allgemeingültiges drüber sagen, was du so schreibst, welche Themen dich so interessieren, außer dass es Romance ist?
21:20 Themen in deinen Büchern
Daniel: Also was eine Gemeinsamkeit ist, und zwar es gibt in jedem meiner Bücher Easter Eggs. Also alle meine Bücher sind miteinander verbunden. Es gibt immer Dinge, die sich bewusst wiederholen. Also ich rede jetzt nicht von Sätzen, aber vielleicht sind es Orte, vielleicht sind es Farben, mit denen gespielt wird. Das ist was, das macht mir einfach Spaß zu gucken, wie kriege ich in das nächste Buch auch wieder eine Gemeinsamkeit reingedrängt. Ansonsten ist mir bei meinen Büchern Entwicklung ganz wichtig. Also ich möchte, dass meine Figuren
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: anders starten als sie im Buch enden. Also ich möchte, dass sie eine Reise hinter sich haben, was natürlich bei Fearful Christmas jetzt schwierig war, weil Fearful Christmas spielt in unter 24 Stunden. Da möchte jetzt manch einer vielleicht sagen, kann man sich in 24 Stunden entwickeln? Und ich denke, das kann man. Wenn man an die richtige Person gerät, es ein besonderes Gespräch gibt, dann kann das das Leben für immer verändern. Das innere Koordinatensystem kann sich komplett umstellen. Und das war mir auch in Fearful Christmas so wichtig, einfach zu zeigen, wenn zwei Menschen zu einem, das ist wie ein Schmetterlingseffekt, wenn zwei Menschen an einem Zeitpunkt aufeinandertreffen, kann das ganz viel auslösen in beiden Leben. Und das ist was, das, denke ich, zieht sich eigentlich durch alle meine Geschichten, also auch in meiner Kurzgeschichte vom Dark F-Verlag, von der Anthologie When the Dark Rises is, da ist es auch so, dass die Figuren alle in kurzer Zeit sich extrem
23:05 Inhalt von 'Fearful Christmas'
Jennifer Rolle: Kannst du uns denn mal kurz bisschen aufschlauen, worum es so grundsätzlich geht in Fearful Christmas?
Daniel: Ja, oh, das ist schwierig. Ich neige ja zu spoilern, aber ich versuche es jetzt mal ganz spoilerfrei. Es geht um das Ganze spielt in den weihnachtlichen Hamptons Wir haben den 24. Dezember Megan, eine Tochter einer wohlhabenden Familie, sitzt allein zu Hause und ihre Eltern können an Weihnachten aufgrund gewisser Umstände nicht da sein. Plötzlich klopft es an der Tür und dann steht da ein Weihnachtsmann. Dieser Weihnachtsmann ist aber nicht so wie der, sonst immer von der Familie engagiert wurde. Und daraufhin passiert in ein paar Stunden sehr, viel. das ist ein Aufeinandertreffen, das beide Leben für immer verändern wird.
Jennifer Rolle: Das macht auf jeden Fall schon mal neugierig, so wie du das jetzt angeteasert hast. Und das sind auch ganz schön heftige Themen, da auf den Tisch kommen, auf jeden Fall in dieser Nacht. Und gleichwohl, was ich immer noch wichtig finde zu betonen, damit jemand
Daniel: Ja, ja.
Jennifer Rolle: für sich entscheiden kann, er sowas lesen oder mag er sowas nicht lesen, weil Dark Romance ist ja auch ein riesen Spektrum. sind beides trotzdem irgendwie nette Menschen, die es da geht.
24:24 Dark Romance für Einsteiger
Daniel: Genau, also das war mir wichtig. Ich hab ja auch in meinem Vorwort bewusst geschrieben, ist Dark Romance für Einsteiger. Ich möchte damit nicht sagen, dass es für zart Beseitigte ist. Das ist es nicht. Also es sind harte Szenen, aber ist für mich, die Protagonisten sind einigermaßen auf Augenhöhe. Nicht so ganz. Es ist auch moralische Grauzone, würde ich sagen. Aber es ist nicht dieser klassisch dominante böse Mann.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Daniel: Adam, der Protagonist, ist dann doch einfach ein bisschen anders. Mir war es einfach wichtig, weil mir sind oft Dark-Romance-Bücher zu heftig. Und das ist jetzt auch gar kein Vorwurf. Es ist ja schön, dass Dark Romance nicht nur ein Aspekt ist, sondern dass das ein Riesenspektrum ist und dass jeder sich das raussuchen kann, was er will. Mir ist es nur oft so, dass mir so dieses einsteigermäßige so ein bisschen gefehlt hat. Ich habe mir dann einfach vorgenommen, schreib doch selber was, schreib doch selber was, wenn jemand vielleicht
Jennifer Rolle: Mhm. Kann ja. Mhm. Mhm. Mh.
25:17 Triggerwarnung mal ganz anders
Daniel: Thriller liebt und Romance gelesen hat, aber noch nie Dark Romance, dann habe ich das versucht so ein bisschen zu kombinieren. Aber dennoch würde ich natürlich jedem ans Herz legen, aber bei jedem Dark Romance Buch, liest bitte die Triggerliste, guckt ihr das vorher an und in dem einen Kapitel ist wirklich so heftig, dass die Hörbuchsprecherin musste auch pausieren nach diesem Kapitel und da gibt es auch einen expliziten Warnhinweis, man kann dieses Kapitel auch überlesen und das war ganz aufwendig, das so zu schreiben.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Daniel: dass man trotzdem noch mitkommt. Also man muss dieses Kapitel nicht lesen. Es wird auch vorher anhand einer Nummer genannt, was es geht, damit man hinten in der Triggerliste nachgucken kann, ohne direkt gespoiler zu sehen.
Jennifer Rolle: Mhm. Okay. Mhm. Das ist tatsächlich das erste Mal, mir das in einem Buch begegnet ist, dass vor diesem Kapitel, wo es richtig heftig wird, da noch mal eine Triggerwarnung gesetzt wird. Das habe ich noch nie im Fließ Text gehabt. Also das war das erste Mal. Also es war jetzt noch nicht zu heftig beschrieben für meinen Geschmack oder für das was ich im Vergleich zu anderen Sachen, die ich schon gelesen habe, konnte ich das gerade noch aushalten. Zumal du manche Dinge dann ja auch ausgeblendet hast, wo man dann zwar wusste was da passiert ist, aber du hast es nicht in allen Details beschrieben, das hat es dann irgendwie auch leichter gemacht.
Daniel: Mhm.
Jennifer Rolle: Aber gut, ja, das sollte man wissen. ja, spannend. Also spannend vor allem diese Triggerwarnung mitten im Buch. Fand ich ganz interessant, dass... so eingebaut zu sehen, weil es ja im Prinzip dir als Leserin noch mal ganz anders ermöglicht, das Buch trotzdem zu lesen. Weil sonst kannst du dich ja bei so einer Allgemeintriggerwarnung hinten, kannst du dich ja sonst nur entscheiden, lese ich das Buch oder lese ich es nicht. In diesem Fall kann ich einfach sagen, ich überblätter einfach das Kapitel und kann es trotzdem weiterlesen. Und das fand ich ganz interessant an der Geschichte.
Daniel: Das freut mich. Ich habe auch da sehr positive Rückmeldungen bekommen. Es haben mich sehr viele Leserinnen angeschrieben und sich auch dafür bedankt, dass ich da so verfahren bin. Weil es wird nichts drastisch dargestellt in diesem Kapitel, wie du eben schon gesagt hast. Aber ich glaube, ist aufgrund eines Monologs der Protagonistin. Ich glaube schon, dass es sehr, sehr bewegen kann, wenn man vielleicht ähnliche Dinge erlebt hat. Und ich könnte mir nie verzeihen, wenn durch meine Bücher jemand irgendwie retraumatisiert wird.
Jennifer Rolle: Mhm. Mmh, mmh.
Daniel: Also es gibt auch immer in meinen Büchern, egal bei welchem Buch, es immer hinten Hilfenummern und noch einmal, dass man bitte auch sich achten soll beim Lesen. Das ist mir ganz, ganz wichtig, kein Buch ist es wert, dass es einem danach Tage und Wochen lang schlecht geht. Bei Love Never Dies, meinem neuen Buch, werbe ich auch sogar damit, dass am Ende jedes Videos so ein Disclaimer ist, bitte liest das Buch nicht, wenn du in einer akuten Trauerphase bist, wenn es dir nicht gut geht. Weil natürlich ist das kontraproduktiv, seinem Buch auch Menschen nicht zu empfehlen.
Jennifer Rolle: Ja, stimmt. Mmh. Mhm.
Daniel: Aber mir geht es nicht darum, hier möglichst viel Geld zu machen. Ich möchte LeserInnen erreichen. Ich möchte, dass meine Geschichten gut ankommen. Und es soll sich jeder gut danach fühlen. Es soll jeder Spaß an der Geschichte haben und nicht danach das Sitzen und zwei Wochen, dass es einem schlecht geht. Also das will ich absolut nicht.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Das ist ja eine super faire Einstellung, zu sagen, ist es halt vielleicht nicht für jeden was und das dann transparent zu Jetzt fragt bookishbychaos, wenn ich das richtig ausspreche, wie kommst du genau auf die Geschichten, die du schreibst? Kommen die wie ein Lichtblitz? Eine neue Idee? Oder haben deine Geschichten Hintergründe? Also gibt es Teile in deinen Büchern, die du... so ähnlich selbst erlebt hast und verfasst du das dann einfach oder sind deine Geschichten komplett frei erfunden und vielleicht kannst du das dann insbesondere auch auf Fearful Christmas, das ist jetzt mein Anhang, einmal erzählen, wie du darauf gekommen bist auf die Geschichte.
28:36 Entstehung der Geschichten
Daniel: Also tatsächlich ist Fearful Christmas in einer Zeit entstanden, in es mir körperlich ganz ganz schlecht ging. Also ich war gesundheitlich sehr angeschlagen, hatte große Schmerzen und war sehr sehr bewegungseingeschränkt. Und ich hatte nie vor, Buch zu schreiben. Wir hatten Januar, wir hatten noch den Weihnachtsbaum stehen, weil ich mich immer schlecht von Weihnachtsbäumen trennen kann. Wer hätte das gedacht? Und dann plötzlich war da diese Idee. Also... Ich kann nicht genau sagen, ich hab einfach angefangen. Also ich hab noch nicht mal irgendwie Word geöffnet. Ich hab irgendwie von Macbook dieses Pages oder nur diese Notiz-App oder so geöffnet und hab einfach nur so Stichworte geschrieben irgendwie. Und das hat jetzt nachher mit der Geschichte gar nicht mehr so viel zu tun. Also ich hab mir vor kurzem tatsächlich meine Notizen durchgelesen und das ist die Notiz und das ist das fertige Buch. Also das hat so gar nichts mehr miteinander zu tun, weil das einfach immer gewachsen ist. Ich hatte ja auch...
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm.
Daniel: gar keine Erfahrung. Also ich hatte mich, wie man richtig schreibt, damit nie auseinandergesetzt. Ich wusste nicht, was ist Plotten. Also ich habe erst nach Fearful Christmas gelernt, dass es so etwas wie Plotten gibt. Und ich habe einfach intuitiv drauf losgeschrieben. Und so geht es eigentlich mit allen Geschichten. Also oft ist es so, es passiert einfach. Ich habe diese Idee, zum Beispiel Love Never Dies. Da war ich in der Dominikanischen Republik mit einem Cosmopolitan in der Hand im Pool.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Daniel: Und stand vor meinem Mann und hab gesagt, wie wär's denn so und so und so. Und er sagt, wow. Und er sagt, schreib's dir jetzt auf. Und ich dann schnell ans Handy, das irgendwie so rasch eingetippt. so ist das ganz oft. Also ich setze mich nie hin und sage, ich will jetzt ein Buch schreiben. Das passiert einfach. Also das ist alles schon, also wie die Entstehung ist, ist schon sehr ungeplant, muss ich sagen.
Jennifer Rolle: Okay, aber wenn ich dir jetzt so zuhöre, dann überfallen dich die Ideen eher so von außen und sie sind eher sehr fiktiv.
Daniel: Ja, also es gibt natürlich auch Teilaspekte von Sachen, die vielleicht Menschen erzählt haben, die man irgendwie mal im Laufe seines Lebens aufgeschnappt hat oder vielleicht auch selber mal irgendwie erlebt hat. Aber es ist jetzt kein Buch irgendwie biografisch, dass ich sagen würde, das hat super viel mit mir zu tun. Ich glaube, dass wie meine Protagonistinnen denken, schon oft sehr nah daran ist, wie ich denke. Also jetzt vor allem so Fearful Christmas ist ja die Erzählerperspektive. Alle anderen Projekte sind ichperspektive und da merke ich schon, dass es schon sehr oft daran ist, wie ich denke, also wie ich einfach auch innerlich Sätze bilde.
31:59 Nachvollziehbare Charaktere und Erzählperspektiven
Jennifer Rolle: Was ist dir denn bei deinen Figuren wichtig?
Daniel: bei meinen Figuren ist mir wichtig, dass sie halt nachvollziehbar sind. Das ist ja bei Dark Romance immer so eine Sache, aber mir ist wichtig, dass meine Figuren nachvollziehbar sind, dass es auch nicht immer nur der Böse, die Gute, das ist halt auch immer so bisschen durchlässige Grenzen, also nicht schwarz und weiß, sondern es gibt auch ganz viele Facetten dazwischen. Also das ist mir wichtig, dass es einfach nachvollziehbar ist, dass man mit den Figuren fühlen kann und dass die Figuren halt so gut es geht realistisch sind in einem solchen Genre.
Jennifer Rolle: Und jetzt habe ich... bei Fearful Christmas gemerkt, dass du aus der dritten Person heraus geschrieben hast. Und bei Romance hast du ja ganz häufig, also ich würde sagen, 90 Prozent der Bücher sind ja mit diesen wechselnden Ich-Perspektiven geschrieben. Wo es dann zwischen den Hauptcharakteren immer hin und her wechselt. War das eine bewusste Entscheidung oder ist das einfach so passiert? Weil du sagtest ja schon, du hast eigentlich erst hinterher angefangen, dich damit zu beschäftigen, wie man eigentlich schreibt.
Daniel: Ja.
Jennifer Rolle: Ja, erzähl doch mal.
Daniel: Das war tatsächlich eine ganz bewusste Entscheidung. ist halt so, ich erzähle gern, in Rezensionen wird es oft so cineastisch beschrieben, also ich versuche sehr bildgewaltig zu beschreiben, weil ich auch selber ein Leser bin. Ich genieße es beim Lesen abschalten zu können. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie eine Figur aussieht, ich möchte es erzählt bekommen. Und ich finde, das geht tatsächlich am besten mit der Erzählerperspektive. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, auch ein bisschen einfach auch Distanz zu meinen Figuren zu haben.
Jennifer Rolle: Okay.
Daniel: Gerade auch aufgrund der Thematik war es mir wichtig, da nicht zu tief irgendwie drin zu sein. Ich finde auch schade, wenn man jetzt so bei Booktok oder Instagram unterwegs ist, dann liest es sich ja immer so, als hätte es diese Personale-Erzählperspektive nie gegeben Die Leute vergessen halt immer, dass die große Werke der Weltliteratur, und ich will jetzt nicht sagen, dass es Fearful Christmas Weltliteratur ist, aber das ist ganz häufig personaler Erzähler, nicht immer, aber das ist wirklich ein ganz, ganz uraltes, wenn es jetzt mal Handwerkszeug, jetzt mal so salopp gesagt, und ich finde es schade, dass heute auch viele Leute sagen, ich lese bestimmte Bücher nicht, weil es die Erzählerperspektive ist. Also ich lese alles. Mir ist das tatsächlich total egal, in welcher Perspektive ein Buch geschrieben ist. Mich müssen die Worte, die Sätze, mich catchen. Und ich finde auch, dass man in der Erzählperspektive auch emotional schreiben kann. Aber ich hab tatsächlich auch mal eine Meinung bekommen, oder eine Nachricht bei TikTok, dass mir jemand gesagt hat, sie würde mein Buch aus Prinzip nicht lesen, weil es in der Erzählerperspektive geschrieben wäre. Das muss ich natürlich akzeptieren, finde ich persönlich ein bisschen schade.
Jennifer Rolle: Mh. Okay.
Daniel: Denn über was urteilen, man nicht gelesen hat, finde ich halt immer ein bisschen schwierig. Ich versuche halt allem immer so eine Chance zu geben. mir war ja einfach wichtig, Fearful Christmas soll anders sein. Es soll einsteigerfreundlich sein für Dark Romance. Und ich wollte es so, auch aus egoistischen Gründen, so schreiben, wie ich gern Bücher lese. Weil ich musste mich auch lange mit beschäftigen, hab das auch gerne gemacht. Und ich hatte größten Spaß daran, wirklich
Jennifer Rolle: Das finde ich auch schwierig. Mh.
Daniel: Möbel zu beschreiben, Räume zu beschreiben. Einfach so, dass man so... Also, ich denke, wer Fearful Christmast gelesen hat, der hat wahrscheinlich wirklich so einen Film vom Kopf ablaufen gehabt. Und das wurde mir auch oft zurückgemeldet. Natürlich gibt es auch Leser, die das nicht mögen, dieses Ausführliche. Und das wurde auch im Lektorat so ein bisschen gekürzt. Also, wenn es nach mir ginge, wäre da noch mehr drin. Aber wir haben uns nachher nur geeinigt, nur die Räume, die auch relevant sind für die Geschichte.
Jennifer Rolle: Jaaa! Ja, das hätte ich dir als Lektorin wahrscheinlich auch bisschen zusammengekürzt. Man muss ja dem Leser auch noch bisschen Möglichkeit, bisschen Raum für Fantasie lassen. Sonst kann es schnell ein bisschen zäh werden. Aber gut, hier ist noch eine Frage von This cecelicious Library?
Daniel: Ja.
36:16 Der Schreibprozess und persönliche Erfolge
Jennifer Rolle: und zwar die Frage danach, wie dir das Schreiben dieses Buches von der Hand gegangen ist.
Daniel: Also tatsächlich war Fearful Christmas in drei Wochen geschrieben. Also ich hatte das in drei Wochen geschrieben. Mir ging's nicht gut, ich hatte alle Zeit der Welt. Ich hab rund die Uhr geschrieben und dann war so das Rohmanuskript, würde ich sagen, fertig. Aber so richtig fertig war das Ganze halt tatsächlich auch erst so Mai, Juni. Also ich hab immer wieder dran geschrieben, verfeinert. Weil natürlich dann hab ich angefangen, auch mit Erzählstilen auseinanderzusetzen. Auf einmal lernte ich, es gibt so was wie Vampirwörter und dass man die vermeiden soll.
Jennifer Rolle: krass. Mhm.
Daniel: und hab dann einfach mit allem, was ich gelernt hab, das Buch wieder durchgearbeitet. ich hab... Ich glaube nicht, dass ich lüge, wenn ich sage, ich hab's 30 mal überarbeitet. Das kann durchaus sein. Also ich kann Fearful Christmas auswendig. Also das ist wirklich... heftig.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Ja. Das glaube ich, das glaube ich. Aber das heißt, du hast dann am Anfang einfach erst mal drauf losgeschrieben und nicht jede Szene akribisch geplant, sondern einfach erst mal gemacht und dann hinterher beim Überarbeiten gelernt und das dann gleich angewendet.
Daniel: Genau, ich habe dann einfach versucht, das, was ich gelernt habe, auf eigene Faust umzusetzen. Ich hatte leider auch mit dem Lektorat nicht so Glück, also das viel ist ein bisschen unglücklich gelaufen und habe dann nachher einfach selber da noch viel in die Hand genommen. Und ich muss sagen, letztendlich, was mich immer freut, kommt auch gerade der Schreibstil so gut an. Also das ist immer so eine sehr positive Rückmeldung, die ich bekomme. Und das macht mich auch sehr, sehr stolz, dass gerade das erste Buch dann doch so gut
Jennifer Rolle: Okay. Mmh.
Daniel: für meine Verhältnisse. Was für mich ein Erfolg ist, ist für andere Autoren vermutlich kein Erfolg. Aber ich hätte nie gedacht, dass Fearful Christmas mehr als 20 Mal gekauft wird. Ich hab gedacht, wird nur Mitleidskäufer aus meiner Familie sein. Und bin wirklich froh, ich heute noch, also ich verpacke heute noch täglich Fearful Christmas, das in meinem Shop bestellt wird. Es ist immer noch gefragt, obwohl wir heute eindeutig Richtung Frühling gehen. Also mindestens mal im Südwesten Deutschlands.
38:24 Spice - Pflicht oder Kür?
Jennifer Rolle: Stimmt ja. Hier heute auch endlich. Also hier ist Hamburg. die Geschichte ist ja durchaus auch an der einen oder anderen Stelle ein bisschen spicy.
Daniel: schön.
Jennifer Rolle: Wie ist das für dich, solche Szenen zu schreiben? Ist das Pflicht? das Kür? Macht dir das Spaß? Oder denkst du nur, ich muss den Markt dort befriedigen?
Daniel: Wenn ich ganz ehrlich bin, es tatsächlich so, dass ich Spice immer am Schluss schreibe. Ich schreibe Spice erst, wenn das Buch fertig ist, weil ich schreibe Spice ungefähr so. Ich bin alles andere als prüde aber ich finde Spice zu schreiben ist unfassbar unangenehm. Ich bin nachher, wenn es fertig ist, unglaublich zufrieden und denke auch immer, gerade im September erscheint The Quiet Obsession und
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: Ich glaube, ist so eine Spice-Szene drin, die ist für meine Verhältnisse unfassbar intensiv. da bin ich auch sehr, sehr stolz drauf, aber auch bei Fearful Christmas. Ich meine, ich muss sagen, das spielt in unter 24 Stunden und in der Zeit passiert da ziemlich viel mit den beiden. Aber das ist für mich schon schwierig, muss ich sagen, weil ich es auch einfach ein bisschen anders schreiben möchte. Wie gesagt, ich bin nicht prüde, aber es gibt Worte, die ich vermeiden möchte. Ich möchte das SCH-Wort vermeiden.
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: Ich will verschiedene andere Worte, ich will sie jetzt nicht nennen. Ich lese das einfach nicht gern. Also das hängt damit zusammen. Ich umschreibe das lieber und hatte am Anfang auch Angst, dass es vielleicht deshalb nicht gut ankommt. Aber habe auch ganz viel Rückmeldung bekommen. Gerade deshalb kommt es gut an. Weil die Leute halt sagen, es ist einfach erotisch. Also es ist nicht irgendwie so... Ich will jetzt nicht sagen, dass andere Dark-Romance-Bücher nicht erotisch sind. Gottes Willen, es gibt super toll geschriebenen Spice. Aber ich habe auch schon Bücher gelesen, wo ich dachte, es wäre wie so eine Wortsuche auf irgendwelchen Pornoseiten. Und das finde ich halt so bisschen schade, denn ich finde, Spice muss auch immer so ein bisschen Platz für Fantasie lassen. Wir sind erwachsene Menschen, ich glaube, wir müssen nicht alle Körperteile permanent benennen.
Jennifer Rolle: könnte sich ja auch dazu entscheiden, das früher viel der Fall war, das auszublenden und zu sagen, dass es halt so passiert, aber man muss es ja nicht in allen Details beschreiben. Das wäre ja auch eine Option.
Daniel: Aber ich denke, würde für Dark Romance nicht funktionieren. Also ich sehe ja ein, es gehört zum Genre. Und letztendlich ist es auch für diese Geschichten wichtig. Also Fearful Christmas würde ohne diese Spice-Szene nicht funktionieren, weil man darf nicht vergessen, Intimität schafft ja auch Nähe. Und diese Nähe hat Fearful Christmas gebraucht. Aber dennoch ist es so, alle Bücher, die ich habe, da gibt es ein, zwei Szenen. Ich werde jetzt nie ein Buch schreiben, wo es jetzt gefühlt in jedem Kapitel zur Sache geht. Weil mein Fokus ist immer auf Handlung. Aber wie gesagt, ich möchte nicht urteilen. Wenn das jemand mag, go for it, dann lese es. Ich selber überblättere es in Büchern. Also ich lese fast keinen Spice.
Jennifer Rolle: Das heißt, ich dich frage, wie stehst du an sich zu Spice in Büchern, dann sagst du, kann man machen, aber ich muss es ja nicht lesen.
Daniel: Genau, also es ist tatsächlich so, dass ich es meistens überlese. Oder ich lese vielleicht die erste und dann entscheide ich für mich so, ist das so ein Stil, mir gefällt und wenn er mir gefällt, lese ich es auch, aber wenn es so ein Stil ist, der mir nicht gefällt, dann überlese ich es. Weil das macht für mich das Buch auch nicht schlechter, weil das ist ja mein persönlicher Geschmack. Also das ist ja, und mein persönlicher Geschmack in diesem Bereich, den teilt kaum jemand, dachte ich zumindest, bis ich jetzt halt diese positiven Feedbacks bekommen habe, zu Fearful Christmas Es gibt viele Menschen, Die sehnen sich danach, dass es zur Sache geht, aber vielleicht nicht ganz so extrem zur Sache oder gewisse Worte einfach vermieden werden.
Jennifer Rolle: Mhm. Jetzt sind so spicy Szenen, aber auch andere Szenen können ja sehr emotional sein. Oder auch bestimmte Gedanken, mit denen man sich dann beschäftigt. Deine Protagonisten haben ja beide ein sehr schwieriges Schicksal bei Fearful Christmas. Und da ist hier die Frage von Bookish by Chaos. Was machen deine eigenen Bücher mit dir? Also mit deinen Emotionen, mit deinen Gedanken?
42:21 Emotionale Herausforderungen beim Schreiben
Daniel: Also schwierig, also da muss ich es vielleicht eher von Love Never Dies erzählen. Also Fearful Christmas ist von meinem eigenen Erleben, sag ich mal, weit weg. Das konnte ich auch mit der Erzählerperspektive aus sehr großer Distanz betrachten. Bei Love Never Dies ist es so, dass ich einen persönlichen Verlust verarbeitet habe. zwar ist meine Oma 2008 gestorben, ganz ganz wichtiger Mensch für mich. Und dieses Buch zu schreiben war eine extreme Situation. Also mir ging es
Jennifer Rolle: Danke. Mhm.
Daniel: unfassbar schlecht im Schreibprozess. Es deshalb, es war am Anfang auch die Überlegung, ich mach daraus irgendwie einen Roman, 300 Seiten, keine Ahnung. Das hätte ich nicht durchgehalten. Also das Buch ist, ich sag mal, harter Stoff, finde ich. Also was so die emotionale Ebene angeht, finde ich, ist es nicht ohne. Und ich hab halt die Protagonistin, also all das, was die Protagonistin empfindet, ist genau das, was ich 2008 empfunden habe.
Jennifer Rolle: Mh. Mhm.
Daniel: Also ich war genauso verzweifelt, war genauso am Ende, ich hab mich genauso einsam gefühlt und da nochmal an diesen Ort zu gehen war unfassbar intensiv, aber auch heilend. Also ich muss sagen, jetzt wo ich das Ganze abgeschlossen hab, ich hab's auch meiner Oma gewidmet. hab in der Widmung, egal wo sie ist, ich mach's jetzt nochmal Oma, liest bitte nicht Kapitel 5 von Love Never Dies, bitte über Blätter ist. Und heute ist es auch tatsächlich so wie jetzt, ich kann drüber lachen. Also irgendwie
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Wuff!
Daniel: Ich mein, man mag jetzt vielleicht sagen, Gott, was ist denn das für einer, 2008 gestorben und heute ist der da noch so emotional, aber ich hab meine Oma unfassbar geliebt. Sie war wie eine zweite Mama für mich und ich hab diese Frau geradezu verehrt und dass sie gegangen ist, hat eine Lücke hinterlassen, die nie geschlossen werden kann, das muss ich ganz klar sagen. Aber nach Love Never Dies ist mir aufgefallen, dass wenn ich jetzt Bilder von ihr angucke, dass ich ihr so lächle oder auch in letzter Zeit passiert es öfters, dass ich sie so zitiere.
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: so Dinge, die sie gesagt hat, mich dann auch eher so an das Schöne erinnere. Und diese Traurigkeit habe ich, glaube ich, tatsächlich ab. Also es ist nicht so, dass ich jetzt seit 2008 hier in permanenter Trauer war. jeder, jemand verloren hat, weiß, was ich meine. Das kommt ja immer mal wieder, Jahrestage und so weiter. Und jetzt steht dieser Jahrestag auch bald bevor. Und trotzdem geht es mir besser. Also ich glaube auch, dass ich weiß nicht, was nach dem
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: Tod ist - das weiß niemand von uns, aber ich glaube, wenn meine Oma das irgendwie sehen kann oder mich jetzt sehen kann, wäre sie, glaube ich, verdammt stolz darauf, dass ich halt gerade meinen Traum lebe.
Jennifer Rolle: Da gibt es hier eine Frage von JB Lin, die gerade, also insbesondere zu diesem Buch, Love Never Dies, fragt, ob du glaubst, dass Trauer Menschen anfälliger für Übernatürliches macht oder auch offener dafür.
Daniel: Ich glaube, anfälliger nicht, aber durchlässiger. Ich glaube, jeder Mensch, der in einer Trauersituation war, kennt diese Verzweiflung und wünscht sich nicht sehnlicher, als vielleicht noch einmal dem geliebten Menschen gewisse Dinge gesagt zu haben. So, ich hab dich lieb, ich verzeihe dir, was auch immer. Und ich glaube, dass die Trauer in Kombination mit diesem Wunsch, nicht fertig zu sein, noch etwas mit auf den Weg geben zu wollen. Dieser Wunsch kann dazu führen, dass man vielleicht auch Wege betritt oder sich mit Themen auseinandersetzt, die sonst ganz fernab von der eigenen Lebensrealität sind. Also ich zum Beispiel glaube nicht an, bin ich esoterisch oder ich bin da ganz weit weg von Tarotkarten und sowas. Ich verurteile das aber nicht. Ich finde das toll, wenn sich da jemand auseinandersetzt. Aber auch damals war es schon so, dass ich mich plötzlich bei einer Kartenlegerin gesehen habe, obwohl ich eigentlich der Realist in mir sagt, das kann gar nicht funktionieren. Aber damals war es bei mir auch so. Ich war so verzweifelt und wollte meiner Oma gern noch so viel sagen und dachte, das wäre der Weg. Und ich glaube einfach, dass, wie ich eben schon gesagt habe, ich glaube, macht durchlässiger. Trauer macht durchlässiger und macht auch in dieser Akutphase, glaube ich, offen.
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: Aber leider auch, denke ich, ausnutzbarer in diesem Bereich. Das hört man immer mal wieder, dass Menschen dann auch übers Ohr gezogen werden. Also bin ich jetzt damals nicht. Das war alles... War halt einfach nix für mich. Aber ich glaube, dass man natürlich da hoffentlich auch ein Netzwerk hinter einem hat, wo so ein bisschen sagt, pass mal auf, das hier ist jetzt... Du kannst dich versuchen, du kannst dich mit Themen auseinandersetzen, aber guck, dass du nicht so weit irgendwie da jetzt reingehst.
Jennifer Rolle: abdriftet. Spannend.
Daniel: Ja.
47:36 Lernerfahrungen beim Buchdebüt
Jennifer Rolle: Ich frage mich jetzt gerade, wie ich nochmal den Bogen wieder zurückkriege nach so einem intensiven Thema. Denn ich würde nämlich gerne mit dir schon nochmal drüber sprechen über das Debüt und über das Schreiben und du hast jetzt mehrere Sachen schon draußen oder bist dabei sie rauszubringen. Du hast ja schon gesagt, dass du
Daniel: Und trink jetzt mal grad'n Schluck.
Jennifer Rolle: einiges gelernt hast schon während des Schreibens oder Überarbeitens deines ersten Buches. Gibt es denn irgendwas, ja, irgendwelche Erfahrungen, die du gemacht hast, wo du dir aus heutiger Perspektive wünschen würdest, dass du das vorher schon gewusst hättest?
Daniel: Da könnte ich ein ganzes Buch drüber schreiben. Also tatsächlich, ich habe so viel gelernt und so viel Geld falsch investiert. Also ich kann wirklich nur empfehlen, also was vielleicht so ein ganz großer Tipp wäre, ich habe jetzt das Glück, ab Love Never Dies habe ich mit einer ganz tollen Lektorin zusammengearbeitet und da fühle ich mich in den besten Händen und die wird auch, wenn es nach mir geht, alle meine zukünftigen Projekte betreuen.
Jennifer Rolle: Oha! Mhm.
Daniel: Ich hatte bei Fearful Christmas da ein bisschen Pech. Also ich kann jedem nur ans Herz legen. Lasst euch nicht irgendwie von Insta-Videos oder TikToks irgendwie lenken. Wenn ihr euch für einen Lektor, Lektorin interessiert, liest am besten im Buch, was lektoriert wurde von dieser Person. Setzt euch ein bisschen damit auseinander. Guckt nicht nach dem Geld. Also ihr vertraut ja praktisch jemanden euer Baby an. Und da müsst ihr schon gucken, dass das Baby in guten Händen ist. Und genauso ist es mit dem Cover. nicht irgendwo im Internet sich den nächsten besten irgendwie suchen, sondern einfach auch gucken, kennt die Person sich mit dem deutschsprachigen Markt aus, weiß die, was hier funktioniert. Ich hatte zum Beispiel Fearful Christmas Ich habe immens viel Geld für einen Cover ausgegeben, das nicht das hier ist. Also ich musste zwei Cover bezahlen. Das erste hat so gar nicht gepasst und war so schwierig. Und da ist einfach ganz viel Geld dann in der Tonne. Weil natürlich habe ich diese Dateien jetzt hier auf meinem MacBook, aber kann nichts damit anfangen. Es hat einfach nicht. gepasst und ich denke, Fearful Christmas wäre damit auch nicht das geworden, was es heute ist, weil natürlich die Optik zählt bei Büchern, muss man ganz klar sagen.
Jennifer Rolle: Ja, man erkennt ja am Cover schon sofort, ist es das, was ich suche oder ist es das
Daniel: Dann auch.
Jennifer Rolle: Man muss sich dann erstmal wahrscheinlich auch ein gutes Netzwerk so nach und nach zulegen mit den richtigen Menschen, die einem dann bei solchen Dingen unterstützen. Man kann ja nicht alles selber machen. Sollte man auch wohl nicht.
Daniel: Genau, geht da Vertrauen. Ich habe jetzt Fearful Christmas und Love Never Dies, beide Cover wurden von Jasmin Kreiman entwickelt und das war eine unfassbar tolle Zusammenarbeit. Ich habe das total geliebt. Ich bin ein sehr, sehr kritischer Mensch, aber ich habe den ersten Entwurf gesehen und habe es in beiden Fällen geliebt und hatte vielleicht Nuancen, dass ich gesagt habe, keine Ahnung, Lichterkette, ein bisschen mehr nach rechts oder so. Aber im Grunde genommen war die Idee schon... schon perfekt und ich glaube das ist wichtig man muss sich ein Netzwerk erarbeiten und man muss man darf nicht unbedingt nach dem Geld gucken also das ist natürlich immer leicht gesagt nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen aber ich glaube dann sollte man lieber mit der veröffentlichen noch ein bisschen warten und halt sagen ich erspare mir das oder bei Cover vielleicht mal nach dem Pre-Made Cover gucken viele das wundervolle Designer bieten Pre-Made Cover an dass man da einfach mal guckt ist da was passendes für mich dabei
Jennifer Rolle: Mh.
Daniel: Vielleicht und die können oft auch noch was ändern also wenn da irgendwie keine ahnung Wenn roter kristall drauf ist dann könnte den wahrscheinlich auch blau machen oder so und dann kann man das so lange formen bis es zur geschichte passt weil man darf nicht vergessen man selber hat sie auch irgendwie im regal stehen und man muss sich auch damit identifizieren können und Im endeffekt bücher mit schlechtem cover werden einfach auch nicht so gut gekauft vor allem wenn du Unbekannt bist einem Fitzek oder so wird man das bestimmt verzeihen
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm.
Daniel: Wenn da ein Cover mal nicht so schön wäre, aber bei einem Self-Publisher beim Debüt, das wäre mein Untergang gewesen, wenn ich mich für dieses erste Cover, wenn ich das geholt hätte.
Jennifer Rolle: Falls irgendwer da draußen das Thema Buchcover noch interessiert, ich habe hier auch ein Interview mit dabei in meinem Vodcast mit Jennifer Schattmeier, die auch Buchcover-Designerin im Romance-Genre ist und die auch genau von solchen Sachen erzählt. Das auch sehr, sehr spannend gewesen, Gespräch. nur, falls das jemand nochmal hören möchte. Dann nochmal die andere Frage, wenn ich das jetzt richtig gesehen habe, deine Bücher sind im Self Publishing erschienen. War das eine bewusste Entscheidung? Hast du es mal versucht beim Verlag oder wie ist es dazu gekommen?
52:06 Die Entscheidung für Self-Publishing
Daniel: Also ehrlicherweise hätte ich gar nicht gewusst am Anfang, wie man überhaupt an einen Verlag ran tritt. Also ob man mir an die Tür klopft und sagt, hallo ich bin Daniel Heart, ich habe ein Buch geschrieben, wollen Sie es? Ich hätte es gar nicht gewusst. Also ich habe am Anfang einfach, ich hätte ja auch nicht gedacht, dass mein Buch gekauft wird. Also ich bin ja wirklich davon ausgegangen, meine Mama, mein Papa kauft es und aus Mitleid mal noch eine Tante und dann war es das. Und deshalb war klar, ich mache so einen Druckservice, wo halt pro Bestellung gedruckt wird. Ich habe ja mittlerweile auch schon mit einem Verlag zusammengearbeitet. Also die Anthologie, When The Dark Rises ist, ist ja am Valentins Tag erschienen. Das war jetzt ein Zusammenarbeiten mit einem Verlag. Ansonsten werde ich aber alles weitere in meinem Self Publishing rausbringen. Also Verlag ist für mich auch nicht so erstrebenswert. Ich kann verstehen, dass das ein Traum von vielen Autoren ist. Für mich persönlich ist es das nicht unbedingt. Also ich mag es alles selber in der Hand zu haben, steuern zu können.
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm.
Daniel: Und ich kann auch ganz schlecht Verantwortung abgeben. Und als Selfpublisher, kannst ja alles steuern. Wann erscheint das Buch? Wie willst du, dass es beworben wird und so? Und ich könnte das ganz schlecht aus der Hand geben, weil alle meine Bücher mir wirklich, das wird jeder Autor sagen, aber liegen mir extrem am Herzen. das ist für mich, wäre das ganz schrecklich, wenn das dann irgendwie in eine Richtung gedrückt wird, die ich vielleicht nicht möchte. Wenn jetzt jemand sagt, Fearful Christmas, wäre doch cool, irgendwie Fearful Eastern, wäre viel cooler oder so. Keine Ahnung, also ich...
Jennifer Rolle: Ja, das hat Claudia Romes erzählt im Interview, dass sie eine Geschichte geschrieben hatte, die um die Weihnachtszeit spielte und dann sagt der Verlag, ne, sorry, wir müssen das jetzt in Sommer verlegen und sie musste das komplette Buch umschreiben und aus Christrosen wurden dann die Pfingstrosen. das war so, also jede Szene war irgendwie...
Daniel: Mmh.
Jennifer Rolle: mit Weihnachten verbunden und mit Winter verbunden, musste sie komplett nochmal... Ich glaube, ich werde durchgedreht an ihrer Stelle. Sie hat das so ruhig erzählt und so gefasst erzählt. Ich glaube, ich wäre amok gelaufen.
Daniel: Ja. Nee, also ich muss sagen, das muss ja jeder für sich wissen. Ich kann verstehen, dass Autoren sagen, ich will unbedingt den Verlag, ich bewerb mich da. Ich hab's ja auch jetzt einmal gemacht, ich hab mich auf diese Pitch-Aktion vom Dark-F-Verlag beworben für die Anthologie und es hat geklappt. Und das ist auch eine tolle Erfahrung gewesen. Ich selber muss aber sagen, weiß dadurch auch, dass es meine letzte Erfahrung in diesem Bereich sein wird. Ich mein, man soll ja niemals nie sagen, aber ich kann es aus jetziger Sicht für mich ausschließen.
Jennifer Rolle: Okay.
Daniel: weil ich viel zu gerne steuere, was passiert, wie es passiert. es sind halt einfach meine Babys. Also meine Bücher sind meine Babys und das Baby einfach so wegzugeben ist nicht so einfach.
Jennifer Rolle: Das heißt, diese Zusammenarbeit mit dem Verlag, hat der Verlag dir dazu stark reinreden wollen in deine Geschichte? Oder ist es einfach nur dieses, ich habe die Rechte abgetreten an der Geschichte? Was ist das, was dich da...
Daniel: auch wieder noch. Also einfach dieses autonome an Dinge rangehen. Also das gibst du ja ab, wenn du mit einem Verlag zusammen arbeitest, du kannst ja von Cover bis zu, ich sag mal Innenausstattung, du kannst ja nichts steuern. Und ich meine gerade die Anthologie elf AutorInnen, da ist ja ganz klar elf verschiedene Geschmäcker und letztendlich trifft der Verlag die Entscheidung, was ja auch okay ist, weil man kann ja nicht auf elf AutorInnen hören und dann irgendwie permanent wechseln. Aber ich selber
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. mhm, mhm, mhm. Schwierig.
Daniel: mach mir einfach auch so viele Gedanken meine Projekte, dass ich mich wohler damit fühle, wenn ich das einfach steuern kann. Also wenn ich einfach sagen kann, die Kapitelzierde soll so aussehen, die Nummer soll in der Mitte sein und ich hab auch, mir ist auch wichtig, dass alle meine Bücher gleich aufgebaut sind oder du, mir ist zum Beispiel auch ein Vorwort immer ganz wichtig oder mir ist auch das mit diesen Hilfseiten ganz wichtig und wenn man bei einem Verlag ist,
Jennifer Rolle: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Daniel: dann kann man das auch nicht unbedingt durchsetzen. Aber privat ist mir das in meinen Büchern auch ganz wichtig, weil ich zum Beispiel auch in jedem Vorwort drin stehen habe, dass ich bewusst auf Verhütungsmittel verzichte, aber dass das in realen Welt ganz, ganz wichtig ist. Und das sind so Sachen, das ist mir ganz wichtig. Ich meine, im besten Fall sind alle, die die Bücher lesen, 18. Was in den Geschäften passiert, kann ich leider nicht steuern. Also ich weiß, dass Thalia da mittlerweile guckt. Ich weiß nicht, wie es in anderen Buchhandlungen ist.
Jennifer Rolle: Okay.
Daniel: Ich weiß auch nicht, wie das jetzt beim Checkout ist, wenn man irgendwie ein Buch online bestellt. Aber auch wenn die Personen, es lesen, dann über 18 sein sollten und eigentlich auch aufgeklärt sein sollten, finde ich es immer wichtig, auch nochmal zu schreiben, dass es in der realen Welt einfach wichtig ist. Aber es passt halt nicht in jede Geschichte. Ich Love Never Dies ist eine Dark-Romantasy und es gibt einfach Situationen, da ist das schwierig, jetzt mit irgendwie Kondomen.
Jennifer Rolle: Mh.
Daniel: oder sonstigem zu kommen. das kann man halt, wenn man selbst Publisher ist. Ich kann mein Vorwort so kreieren, wie ich das möchte. Und dann kann ich das genauso reinschreiben. Und dann bin ich auch happy damit, weil das ist mir ganz wichtig.
Jennifer Rolle: zu enthören. Jetzt ist ja Fearful Christmas nicht abgeschlossen, sondern es endet im Cliffhanger und jetzt bringst du erstmal Love Never Dies raus und im September kommt noch irgendwie ein anderes Buch. Was kommt denn die Fortsetzung von Fearful Christmas? Ja, das glaube ich. Das ist Folter, das ist dir schon klar, was du da machst.
57:25 Nächste Projekte
Daniel: Das ist die meistgestellte Frage in meinen DMs. Also täglich. Und das ist mir auch klar. Aber das ist auch so was, das würde ich auch nie mehr machen. Ich hätte am besten beide Bände parallel geschrieben und dann halt nach und nach veröffentlicht. Sagt dir aber keiner. Weil ich dachte ja, wenn nur 20 Leute es lesen, brauche ich keine Fortsetzung zu schreiben. Und ich bin seit gestern tatsächlich am Schreiben. Ich habe gestern den Prolog geschrieben.
Jennifer Rolle: Ist egal. Mhm.
Daniel: Und es wird im August erscheinen. Also es wird definitiv im August erscheinen, wie auch Band 1. Ich möchte halt nicht bis Weihnachten oder so warten. Ich möchte den Menschen, es gibt viele Leserinnen, die lesen gern das ganze Jahr über Weihnachtsbücher und wer im Sommer auch bei 30 Grad gern Weihnachtsbuch liest, kann das machen. Also ich zum Beispiel lese auch, was ich will. Also ich habe auch schon, keine Ahnung, im Urlaub am karibischen Strand ein Weihnachtsbuch gelesen. Also mir ist das auch total egal.
Jennifer Rolle: Ein Jahr später. Mir ist das auch schon nupp, mir geht die Geschichte und ob das dann zu Weihnachten spielt oder das ist mir eigentlich auch dann egal.
Daniel: Die letzten Wochen waren intensiv. habe mit Kamanda Bücherhexe, meiner wundervollen Co-Autorin, den Dark-Romance-Thriller, Quiet Obsession, Du bist nie allein. Das war ein wilder Ritt, sage ich jetzt mal. Das haben wir jetzt abgeschlossen, befindet sich gerade bei den Testlesern, geht in drei Wochen ins Lektorat. Da muss ich gerade noch bisschen emotional abschließen. Mir fällt es immer schwer, so Geschichten abzuschließen. Deshalb habe ich mich gestern das erste Mal hingesetzt, habe mal irgendwie noch mal so
Jennifer Rolle: Mh.
Daniel: den ersten Band in die Hand geholt, noch mal ein bisschen geblättert und plötzlich, eine Stunde später, hatte ich einen Prolog. Mal... Ja. Und es ist tatsächlich sogar geplottet. Also im Gegensatz zu Band 1 ist Band 2 geplottet. Das heißt, ich weiß, was passieren wird und wie es ausgehen wird. Und ich hoffe, dass das so okay sein wird für die LeserInnen, weil natürlich habe ich auch viele...
Jennifer Rolle: Das lässt sich doch mal schon gut an. Das ist doch wunderbar.
Daniel: Nachrichten bekommen, was Leserinnen sich so wünschen. Das macht ja gar keinen Druck, wenn dann irgendwie gesagt wird so und so und so und was gar nicht passieren darf. Und natürlich kann ich da auch nicht jedem zurecht machen. Aber ich glaube, Fearful Christmas 2 wird... Also, wem Fearful Christmas 1 gefallen hat, wird Band 2 besser, mehr gefallen, wird noch intensiver, ich sagen.
Jennifer Rolle: Okay, mich ist schon sehr gespannt, sehr, gespannt. Gibt es denn noch andere Genres, die du dann selber mal schreiben wollen würdest? Also Thriller, hatte ich das richtig verstanden vorhin? Das ist nicht nur etwas, was du gerne liest, sondern etwas, wo du auch dir vorstellen könntest, mal was zu versuchen?
Daniel: Ja, also würde unheimlich gerne mal einen Thriller schreiben. so richtig so auch so bisschen vielleicht was, was so ins Horrorgenre geht. Also vielleicht auch sehr detailliert in verschiedenen Sachen, gerade wenn es Thriller geht. Also auch mit expliziten Szenen, da würde ich mich gerne mal dran wagen. Ich würde aber auch gerne mal Romance schreiben. Also ich bin total offen. Ich glaube, wenn ich eine Idee habe, gehe ich dieser Idee nach, ob das jetzt ein Sachbuch ist oder ein
Jennifer Rolle: Mhm.
Daniel: Da müsste man vielleicht mit dem Pseudonym noch mal gucken. Aber ich bin rein theoretisch da für alles offen. Also ich hab Ideen en masse. Und wohin es da noch geht, muss man einfach schauen. Also ich würde nie sagen, ich bin aber auch ein Mensch, ich sag nie, nie. Also man weiß nie, was das Leben mit sich bringt. Vielleicht schreib ich irgendwie ein viermonteres Theaterstück. Wer weiß.
Jennifer Rolle: Nicht schlecht. Wo und wie könnte man dir denn folgen, das zu erfahren, dass du jetzt demnächst mal ein Thriller rausbringst oder ein Theaterstück?
Daniel: Also folgen kann man mir bei TikTok und Instagram, daniel.heart.autor. Das ist der TikTok und der Insta-Handel. Und ich hab auch einen Shop, da gibt's auch immer News über meine Bücher, Merch und auch meine kommenden Projekte.
Jennifer Rolle: Okay, super. Dann sind wir jetzt bestens im Bilde und können uns dann schon mal freuen auf dem zweiten Band von Fearful Christmas. Ich muss ja jetzt unbedingt wissen, wie es jetzt ausgeht. Daniel, ganz, ganz lieben Dank, dass du da warst und so offen Rede und Antwort gestanden hast. Ich habe mich riesig gefreut und
Daniel: Hahaha!
Jennifer Rolle: Ihr da draußen abonniert gerne diesen Kanal, dann bekommt ihr immer einen Ping, wenn die nächste Folge online ist. Der Vodcast hier erscheint alle zwei Wochen an einem Mittwochmorgen. ja, und insbesondere wenn dir diese Folge hier heute gefallen hat, dann hinterlasst gerne einen Daumen hoch oder auch eine Sternbewertung, je nachdem, was dein Anbieter da vorsieht an Bewertungssystemen. Ich freue mich auf jeden Fall riesig, da mehr von euch zu hören. hinterlasst auch gerne einen Kommentar, Vorschläge, Feedbacks. Das hilft mir enorm, hier weitermachen zu können. Und dann wünsche ich euch allen gute zwei Wochen, zum nächsten Mal und ihr Daniel, hau rein in die Tasten!
Daniel: Und ich möchte mich noch bedanken, dass du mich eingeladen hast. Hat mich sehr gefreut und es hat mir super viel Spaß gemacht.
Jennifer Rolle: Das freut mich. Also, tschüss!
Daniel: Tschüss