Transkript des Interviews mit Emma Wagner

Hinweis: Dieses Transkript wurde automatisch erstellt und anschließend für bessere Lesbarkeit strukturiert. Kleinere Füllwörter und Dopplungen können dennoch enthalten sein.

Kapitel

Schnell-Navigation: Die Kapitel unten sind einklappbar. Tippe auf eine Überschrift, um den Abschnitt zu öffnen.

Transkript

00:00 Ein stressiger Jahresbeginn

Jennifer Rolle (00:23)
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Lust Lektüre Vodcasts, diesmal mit der großartigen Emma Liebe Emma, hallo, schön, dass du da bist, schön, dass du den Weg hierher gefunden hast.

Emma Wagner (00:24)
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Lust Lektüre Vodcasts, diesmal mit der großartigen Emma Liebe Emma, hallo, schön, dass du da bist, schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ja, hallo liebe Jennifer und alle, zuhören, Zuschauen. Vielen, vielen Dank für die Einladung und ja, bin sehr gespannt auf das Gespräch und freue mich riesig, dabei sein zu dürfen. Na dann schauen wir mal.

Jennifer Rolle (00:48)
Na dann schauen wir mal. Das Video wird ja erst Ende Januar ausgestrahlt. Es ist jetzt aber gerade Anfang Januar, wo wir das aufzeichnen. Und du hast, glaube ich, eine ziemlich stressige Zeit gerade hinter dir. Du hast ja erzählt in einem deiner Social Media Videos, dass so die Weihnachtszeit nicht nur die Feiertagszeit ist, sondern auch viele Geburtstage von Familienmitgliedern sind und so.

Emma Wagner (00:51)
Das Video wird ja erst Ende Januar ausgestrahlt. ist jetzt aber gerade Anfang Januar, wo wir das aufzeichnen. Und du hast, glaube ich, ziemlich stressige Zeit gerade hinter dir. Du hast ja erzählt in einem deiner Social Media Videos, dass so die Weihnachtszeit nicht nur die Feiertagszeit ist, sondern auch viele Geburtstage von Familienmitgliedern sind und so.

Jennifer Rolle (01:14)
Das heißt, du hast jetzt gerade eine sehr stressige Zeit hinter dir, oder?

Emma Wagner (01:14)
Das heißt, hast gerade eine sehr stressige Zeit hinter dir, oder? Ja, das ist sogar tatsächlich die stressigste Zeit des Jahres bei uns, weil, A, wie du schon sagtest, die Hälfte meiner Familie in diesem Zeitraum Geburtstag hat. Meine Tochter hatte gerade am 18. Geburtstag sogar. Ursprünglich war sogar geplant, sie kommt am 24. und ich bin heile froh, dass sie sich bisschen beeilt hätte, sonst wäre das zu viel gewesen. Aber auch meine anderen Kinder haben Geburtstag und vor allem ist ja, meine Kinder sind ja, A, wahnsinnig... Basketball begeistert, super Basketballer und wir haben jetzt dieses Wochenende, also eigentlich sogar schon heute hat es angefangen, aber heute nur für die U10 und am Wochenende für die U12 findet bei uns in unserem Verein der New Years Cup statt, den mein Mann mit organisiert, wo mein großer Sohn Schiri pfeift, mein kleiner Sohn spielt, meine Tochter und ich Catering-Team sind und aus ganz Deutschland Basketballteams anreisen. Das ist ein mega Ereignis. Insofern, das ist es schon mal ein total schönes, auch stressiges Event. haben wir ja auch noch, sind meine Kinder auch noch sehr musikalisch und immer im Januar findet ja auch Jugendmusiziert statt. Das heißt, ich bin parallel auf so vielen Baustellen gerade zugange, weil auch meine Kinder wieder bei Jugendmusiziert teilnehmen und da wieder unzählige Proben und Konzerte und Vorspiele und stattfinden und mein kleinster sich jetzt auch auf den Finger, bei Basketball natürlich, ein Kapselriss zugezogen hat und alles wieder so auf Messers Schneide steht und ich wieder nur am Hin und Her schieben, der Proben bin und wie können wir das jetzt irgendwie noch deichseln und insofern, ja, ich bin gerade total im Stress. Und ich hab jetzt sogar selber noch Geburtstag im Januar, erstmal meinen Mann und wie gesagt, die Hälfte meiner Familie. ich hab mich sowieso gefragt, wie du das alles schaffst.

Jennifer Rolle (02:34)
⁓ meine Güte, meine Güte, meine Güte. Also ich hab mich sowieso gefragt, wie du das alles schaffst, nachdem ich dir mal so bisschen zugeguckt hab. Du bist ja so die Bastel-Queen, hast selbst drei Kinder, gehst nebenbei noch laufen, hast, und schreibst mindestens zwei Bücher pro Jahr seit vielen, Jahren. Wie machst du das alles? Ja, stimmt. Kaninchen-Mami bist du ja auch noch. Wie machst du das alles nur?

02:58 Die Herausforderungen des Familienlebens

Emma Wagner (02:58)
Nachdem ich dir mal so bisschen zugeguckt hab, du bist ja so die Bastel-Queen, hast selbst drei Kinder, gehst nebenbei noch laufen, schreibst mindestens zwei Bücher pro Jahr seit vielen, vielen Jahren. Und ich hab vier Kaninchen. Ja stimmt, Kaninchen-Mami bist du ja auch noch. Wie machst du das alles nur? Ja, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht. Also die Sache ist halt die, dass ich als Die Kinder noch ganz klein waren. Ich dachte immer, ⁓ Gottes Willen, wenn ich mal zwei Stunden die Nacht durchschlafen könnte, ohne dass ich permanent jemanden wickeln, stillen oder irgendeinem anderen Grund aus dem Schlaf gerissen werde, wickeln oder stillen muss oder irgendwie sonst was, dann wird alles so viel einfacher. Ja, denkste? Nee. Jetzt kann ich zwar nachts schlafen, dafür habe ich aber tagsüber keine freie und keine ruhige Minute mehr, weil... Die haben alle zu viel Interessen. ist meine einzige Zeit zum Schreiben tatsächlich während der Schulzeit, aber jetzt so in den Ferien, da weiß ich grad gar nicht, wo mir der Kopf steht, da komm ich auch zu nichts. Und dann, so wie vorhin, fliegt noch ein Bild von der Wand, der Flur ist voller Scherben und ja, so ist es dann halt. Der ganz normale Wahnsinn.

Jennifer Rolle (04:06)
Haste es. Der ganz normale Wahnsinn.

Emma Wagner (04:18)
Genau. Also das mit der Schreibzeit ist tatsächlich ein großes Problem bei mir. Und ich dachte immer es wird einfacher, wenn sie größer sind, aber nein, es wird schwieriger. Also ich fand das ja auch so schon bewundernswert. Du schreibst seit 2013, habe ich recherchiert. Und du hast ja wirklich über 30 Bücher draußen. Ich habe sie jetzt nicht genau gezählt, aber das könnte hinkommen.

04:29 Schreiben und Burnout

Jennifer Rolle (04:29)
Meine Güte, ja, aber ich fand das ja auch so schon bewundernswert. Du schreibst seit 2013, habe ich recherchiert, und du hast ja wirklich über 30 Bücher draußen. Also zumindest was man so veröffentlicht sieht. meine vielleicht gibt es auch welche, die jetzt nicht mehr angezeigt werden. Das kann ja sein. Aber als ich das mal so nachgerechnet habe, dachte ich so, alle Achtung!

Emma Wagner (04:45)
Zumindest was man so veröffentlich sieht. Vielleicht gibt es auch welche, die jetzt nicht mehr angezeigt werden. kann ja sein, aber dass man so nachgerechnet hat, darf sich so auf alle Achtung. Ja, ist tatsächlich so, dass ich auch wirklich Jahre hatte. habe ich es auch wie, naja, wie, weiß ich selbst nicht, aber da habe ich es geschafft, teils sogar vier Romane pro Jahr zu veröffentlichen, was bei so einem High-Family-Life echt schwierig ist. Aber da muss ich auch gestehen. Da bin ich zweimal komplett in den Burnout reingerutscht. Das war wirklich, wirklich richtig schlimm. Da hab ich mich einfach komplett übernommen. Und seitdem lass ich's ruhiger angehen. Geht auch gar nicht anders. Man wird ja auch nicht jünger. Ich merke auch, dass ich nicht mehr die Nächte durchschreiten kann, wenn am Tag die Zeit gefehlt hat dazu. Das kann ich nicht mehr, wie früher. Da hab ich teils bis zwei, drei Uhr nachts geschrieben. Geht einfach nicht. Ich bin abends so kaputt, es geht nicht.

Jennifer Rolle (05:17)
⁓ ha! Mhm.

Emma Wagner (05:43)
Ich muss auch sagen, ist auch so, dass ich auch einfach inzwischen eine andere Gewichtung gefunden habe für mich. Und gerade weil die Kinder einfach so schnell groß werden, ich irgendwie schon so am Horizont sehe, dass die bald aus dem Haus sind. Also meine Tochter geht dann für ein Jahr nach Neuseeland und so. Und dann denke ich mir so, Gott, solange wir noch hier sind, dann will ich aber auch so viel wie möglich mit ihnen zusammen erleben.

Jennifer Rolle (06:07)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (06:08)
Und sei es halt so ein New Years Cup, sei es halt Jungend musiziert oder sei es auch nur, dass ich mit meinem großen halt hier Stranger Things geguckt habe oder so. Und insofern ist es jetzt tatsächlich einfach so, dass ich nicht mehr so viele Romane im Jahr rausbringe wie zu gewissen Jahren, aber es werden irgendwann auch wieder mehr. Und darauf denke ich, ja, so ist es und da ist es so kleine Durststrecke und irgendwann... Die Ideen sind ja nicht weg. Ich habe so unfassbar viele Ideen, ich weiß gar nicht...

Jennifer Rolle (06:11)
Mh.

Emma Wagner (06:38)
Wann ich die alle zu Papier bringen soll. Und ich hoffe einfach, ich dieses Jahr, also ich hab eigentlich mir den Vorsatz gefasst, dieses Jahr sollen's wieder vier werden. Wahrscheinlich dann ein bisschen vier kürzeren. Mein Problem ist ja nicht nur, oder was heißt Problem. Andere schreiben halt vier oder fünf oder sechs Romane im Jahr. Die sind aber zusammen genommen wahrscheinlich so wie einer von mir, weißt du? Weil ich schreibe halt auch sehr lange Romane, sehr...

Jennifer Rolle (06:59)
Mhm, ja, ja,

Emma Wagner (07:03)
mit vielen Nebencharakteren, mit Gegenwart, mit Vergangenheit, mit verschiedenen Handlungssträngen und das frisst natürlich viele Seiten und viele Worte und da arbeitet man dann entsprechend auch so lang wie wahrscheinlich andere an vier romanen arbeiten. Aber wie gesagt, ich hoffe, dass ich dieses Jahr wieder auf vier Romane komme. Das wird nämlich eine neue Reihe, die ich mich schon sehr freue, also an der ich schreibe und auf deren Veröffentlichung ich mich schon sehr freue und ja, hoffen wir, dass es klappt, mein Neujahrsvorsatz.

Jennifer Rolle (07:04)
intensive. Ja. Ja, auf jeden Fall. Hm. Wir würden uns natürlich freuen

07:32 Leben mit Neuroborreliose

Emma Wagner (07:32)
Du hast auch erzählt in einem Beitrag, dass du an einer Neuroborreliose leidest. Das kommt ja noch am Top. Du hast dich wahrscheinlich irgendwie aus der Bahn wirft gelegentlich. Ja, also man sieht es ja auch.

Jennifer Rolle (07:32)
als Leserinnen und Leser. Aber du hast auch erzählt in einem Beitrag, dass du an einer Neuroborreliose leidest. Das kommt ja noch on top, was dich wahrscheinlich irgendwie aus der Bahn wirft gelegentlich. Wie lebt sich's damit?

Emma Wagner (07:51)
Ja, man sieht es ja auch. Also ich versuche immer mich so... möglichst nur von der Seite zu zeigen, weil dann fällt es nicht so auf. Also man merkt schon, dass mein Gesicht, rechte Seite, ist halt noch gelähmt. Die wird auch nie wieder ganz so sein. Gottes Willen, ich bin halb froh über den Zustand, er ist, weil ich war ja komplett gelähmt. Ich jetzt von außen, ich kenne Diagnose ja vorher noch nicht begegnet. Mir ist jetzt nichts aufgefallen, so spontan. Doch, sieht, also mein rechter Mundwinkel hängt noch relativ herab. Ich kriege den nicht mehr hoch.

Jennifer Rolle (07:57)
Okay. Also so jetzt von außen, wenn man dich... Ich kenne... Wir sind uns ja vorher noch nicht begegnet, nicht? Also mir ist jetzt nichts aufgefallen, so spontan. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (08:23)
Und das Auge ist aus... Es ist so, dass bei einer Neuroborreliose, das ist ja eine durch Borrelien verursachte Krankheit, man kennt die in Anführungszeichen normale Borreliose. Und ich hatte natürlich das Pech, dass es die Nerven angegriffen hat direkt. Also Neuroborreliose und die Nerven, wenn sie geschädigt sind, sind sie halt kaputt. Was dann passieren kann, wenn man eben Glück hat und das relativ schnell erkannt wurde, was bei mir vermutlich nicht der Fall war.

Jennifer Rolle (08:30)
Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (08:53)
weil ich zu dem Zeitpunkt auch noch im Urlaub war. es war ganz fruchtbar. Wir waren nämlich auf Korsika. Ich kann kein Wort Französisch. Und war halt von einem auf den anderen gelähmt. Und wir wussten nicht, was los war. Und waren in dieser Klinik. Die haben mich nicht verstanden. Ich hab die nicht verstanden. Das war alles so schrecklich. Und dann hab ich vermutlich erst mal falsche Medikamente bekommen. Und das ist vermutlich der Grund, warum das nicht so ganz abgeheilt ist. Und normalerweise, wenn die Nerven sind halt tot, sind geschädigt, kann man nicht mehr reparieren.

Jennifer Rolle (09:08)
⁓ Gott. Ja.

Emma Wagner (09:20)
Aber Nerven besitzen die Fähigkeit, neu zu verzweigen. Und in meinem Fall ist es halt so, dass die sich falsch verzweigt haben. Die haben sich zwischen Mund und Auge komisch verzweigt, sodass Mund und Auge immer zusammen reagieren. Wenn ich's Auge schließe, zieht sich der Mund hoch. Oder wenn ich kaue oder spreche, schließt sich das Auge und so. Oder wenn ich niese oder gähne, beim Autofahren total doof, fließen sich meine Augen.

Jennifer Rolle (09:23)
Mhm. Ach, zu schreck!

Emma Wagner (09:48)
Aber das ist so... Ich spüre das. Rund um die Uhr 24 Stunden lang spüre ich, dass da was im Gesicht nicht richtig ist. Unabhängig von dem Äußeren, an das ich mich gewöhnt habe, ist es halt dieses Gefühl, dass ich permanent diese Schmerzen im Gesicht habe. Ich kann auch gar nicht die Wangen anfassen. Das tut weh. Oder auf die Seite mich legen. die Wangen geht nicht. Schmerzen sind immer da. Und dieses Gefühl, dass da was nicht stimmt, dass sich etwas bewegt, was ich nicht bewegen soll, ist immer da. Und natürlich hat man dann immer wieder diese typischen neuro oder borreliose mäßigen Erschöpfungszustände und Muskelschmerzen und diese, diese, ja, ja, einfach abgrundtiefe Erschöpfung. Das ist halt so. Da gibt es immer so Phasen, dass es kommt und geht und kommt und geht. Aber wie gesagt, also ja, damit muss man leben. Damit habe ich mich jetzt abgefunden und. Wobei das, wie gesagt, das beim Sprechen mich am meisten stört. Auch gerade wenn ich Lesungen mache. Ich habe seitdem auch keine Lesung mehr gemacht. Weil ich, selbst wenn ich meinen Kindern vorlese, immer merke, dass ich halt die Buchstaben nicht sehen kann. Weil durch die Bewegung des Mundes sich in meinem ungünstigsten Augenblick meine Augen schließt oder das rechte Auge schließt und ich dann in dem Moment nicht mehr weiß, wo war ich denn jetzt Aber ja, kriegt man alles irgendwie hin. Wobei das einfach damals wirklich...

Jennifer Rolle (10:49)
Mhm. Ach du Schreck!

Emma Wagner (11:08)
Also ich muss irgendwann mal, habe ich schon gesagt, ich schreibe da mal ein Buch drüber, weil was ich da alles erlebt habe auf Korsika damals, das war unfassbar. Ich wollte ja unbedingt nach Korsika, weil ich habe da ja meinen, also meinen Roman, weil ich von dir träumte, spielt ja auf Korsika. Und ich habe mich so in dieses Land verliebt und diese faszinierende Geschichte mit

Jennifer Rolle (11:21)
Mhm. Ach so!

Emma Wagner (11:33)
Blutrache und so. ist total faszinierend und man sieht heutzutage ja noch die Einschusslöcher in den Häusern, wo die Familienfehden... Also Blutrache ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es geht eigentlich Familienfehden. Also schon Blutrache. Blutrache in Verbund mit Familienfehden. darauf baut dieser Roman auf. Und wie gesagt, hab mich so in dieses Land, das ja einfach unfassbar faszinierend auch von der Landschaft her ist und eben diese Geschichte verliebt und wollte unbedingt hin und dann war ich da endlich.

Jennifer Rolle (11:39)
Das ist schrecklich. Mhm.

Emma Wagner (12:01)
Und dann so was. Ja, Es war schon richtig heftig. da sind Sachen passiert. Bewundernswert, wie soll ich sagen, welchem Humor du das nimmst oder wie du da drüber stehst. Du, dass Sachen passiert sind, glaubt einem kein Mensch. Aber es ist ja auch so, dass in Frankreich oder auf jeden Fall auf Korsika, es ging ja nix ohne Barzahlungen voraus. Und der Krankenwagen hat mich erst mitgenommen.

Jennifer Rolle (12:02)
Und dann sowas. ⁓ Mann. Unglaublich. Aber bewundernswert. Bewundernswert wie soll ich sagen mit welchem Humor du das nimmst oder wie du da drüber stehst und damit lebst.

Emma Wagner (12:31)
Ich gelähmte Frau, die haben mich erst mitgenommen, als ich den 720 Euro in bar gegeben habe. Die ich aber natürlich nicht dabei hatte. Die haben mich also allen Ernstes erst mal zu einem Bankautomaten gefahren, wo ich 720 Euro abheben musste, damit die mich überhaupt nach Ajassio ans andere Ende der Insel ins Krankenhaus bringen. Und so Geschichten waren das. Ich dachte, das geht auch keine Kurhaut, das glaubt einem kein Mensch. Das war Wahnsinn. Also irgendwann mal schreibe ich da ein Buch drüber. Ich bin gespannt drauf.

Jennifer Rolle (12:41)
Das ist nicht wahr. mein Gott! unglaublich. Ich bin gespannt Jetzt den Übergang wieder zu filmen zum Thema Schreiben. Das stimmt.

13:01 Woher beziehst du deine Inspiration?

Emma Wagner (13:01)
Ich hätte jetzt den Übergang wieder zu dem Thema schreiben. Ach, da sind wir doch schon. Das eine war ja mein Buch, das auf Korsika spielt, das andere meine Bücher, in Irland spielen. Ja, also tatsächlich. Und dann fragt man sich, wo habe ich die ganzen Ideen her? Eigentlich aus dem realen Leben. Aus dem realen Leben, Ach ja, und das ist ja der Witz an der Sache, dass gerade so meine allerersten Bücher, die in Heidelberg spielen, die sind ja sehr sehr humorvoll, die Herz über Kopfreihe zum Beispiel und sehr skurril teilweise. Und gerade

Jennifer Rolle (13:18)
Also, real in der Hymn, das. Mhm.

Emma Wagner (13:30)
Die Dinge, von denen eigentlich jeder sagen würde, das hast du dir aber ausgedacht. Die beruhen dann aber hundertprozentig auf wahren Geschichten. Also ich meine, das Leben schreibt halt die besten Geschichten. Wenn man die Augen auf hat und sich ins Getümmel stürzt, dann kann man einiges erleben, wenn man möchte. Man muss es nur zulassen. Ja, so ist es.

Jennifer Rolle (13:45)
Ja, wenn man die Augen auf hat und sich ins Getümmel stürzt, dann kann man einiges erleben. Wenn man möchte, dann muss es nur zulassen. War das auch so dein Antritt,

13:57 Was hat dich zum Schreiben gebracht?

Emma Wagner (13:57)
weil du so viele lustige Sachen erlebst, dass du gesagt hast, da muss ich jetzt über schreiben oder wie bist du zum Schreiben gekommen?

Jennifer Rolle (13:57)
weil du so viele lustige Sachen erlebst, dass du gesagt hast, so, da muss ich jetzt überschreiben oder wie bist du zum Schreiben gekommen?

Emma Wagner (14:03)
Ja, das ist eigentlich eine traurige Geschichte tatsächlich, weil, ja, also beides. Also es ist so, dass ich eigentlich immer den Wunsch hatte, die Lebensgeschichte meiner Großmutter für meine eigenen Kinder niederzuschreiben. Also nur so für privat. Und

Jennifer Rolle (14:07)
⁓ Mhm. Mhm. Mhm.

14:26 Die Bedeutung des Namens Emma Wagner

Emma Wagner (14:26)
Meine Oma lag mir, sie ist inzwischen gestorben, besonders am Herzen, weil sie ist immer bei uns gewesen, wir sind bei ihr aufgewachsen, wir waren immer zusammen und ich bin an ihren Geburtstag zur Welt gekommen. Und deswegen durfte sie mir als Geburtstagsgeschenk meinen Namen geben. Also meinen, ja, echten Namen. Also sie hat mir meinen Namen gegeben und deswegen habe ich nämlich, als ich dann Autorin wurde, meinen Autorennamen ihren Namen genommen. deswegen sie hieß Emma.

Jennifer Rolle (14:37)
Ach, wie lustig. Aff. Aha, das heißt Emma Wagner ist der Name deiner Oma.

Emma Wagner (14:54)
Das heißt Emma Wagner ist der Name deiner Oma. Ja und Emma ist für mich einfach, also ich bin Emma tatsächlich. Also das ist nicht so als wäre es irgendwie ein Pseudonym für mich, es ist mein Name, weil dieser Name einfach schon immer eine so große Bedeutung für mich hatte. Das war immer der Oma Emy. Ich hätte jetzt auch gar nicht drauf gekommen, dass das ein Pseudonym ist. Das klingt so normal. Nee, es ist für mich mein Name. Ich fühle mich da, das ist mein Name seit, ich weiß nicht wann und ich fühle mich da auch immer angesprochen. Ich reagiere auch gar nicht, wenn mich in dem Kontext meines Autorinnendaseins jemand mit einem anderen Namen anspricht. Ich reagiere gar nicht, ich fühle mich da gar nicht angesprochen. es ist einfach... Das heißt, nutzt ja auch nur diese eine Pseudonym, du nicht noch mehr Pseudonyme, wie manche. Nee, es ist also eigentlich kein Pseudonym für mich, es ist mein zweiter Name.

Jennifer Rolle (15:10)
Ich hätte jetzt auch gar nicht, wäre gar nicht drauf gekommen, dass das ein Pseudonym ist. Das klingt so normal und so realistisch. Das heißt, du nutzt auch nur dieses eine Pseudonym. Du hast nicht noch mehr Pseudonyme wie manche. Das heißt, man findet auch nicht unter deinem richtigen Namen irgendwelche Werke von dir, sondern wirklich nur unter Emma Wagner. Verstehe.

Emma Wagner (15:40)
Man findet auch nicht unter deinem richtigen Namen irgendwelche Werke von dir, sondern wirklich nur unter Emma Wagner. Dann wollte ich halt ihre Lebensgeschichte aufschreiben und hatte mir einen Laptop besorgt, hatte mir ein Mikro besorgt und hatte auch die Zeit, weil ich war gerade zu dem Zeitpunkt mit meinem dritten Kind hochschwanger und hab diese Zeit diesen Sommer bei meinen Eltern verbracht, weil die Kleinen ja.

Jennifer Rolle (15:51)
Mmh. Mhm.

Emma Wagner (16:04)
Ferien hatten im Kindergarten und ich schwanger war und dachte, Gott, wie krieg ich das alles auf die Kette? Und dann war ich bei meinen Eltern, die wohnen relativ weit weg in Niedersachsen und hab diesen Sommer bei meinen Eltern verbracht, hab gedacht, so jetzt nutze die Zeit, weil meine Eltern sich gerade um meine Kinder kümmern, deine Oma zu interviewen und alles aufzuschreiben. Dann hab ich eben dieses Gespräch mit ihr geführt oder dieses Gespräch, und hab aber gemerkt, irgendwas ist da komisch, weil sie...

Jennifer Rolle (16:18)
Mhm.

Emma Wagner (16:30)
sich nicht mehr richtig erinnern konnte. dass die Tatsache, dass sie sich nicht mehr erinnern konnte, hatte sie emotional wahnsinnig aufgewühlt. Der Grund dafür, das haben wir aber erst viele Jahre später begriffen, war, dass sie damals schon an Demenz litt. Und es wurde eben immer schlimmer, aber das haben wir damals noch nicht begriffen. Ich habe nur gemerkt, es tut ihr nicht gut. ne? Sie. Und dann habe ich gedacht, nee, dann breche ich das jetzt ab. Und dann saß ich da aber und hatte ein Laptop, hatte ein Mikro. Gut, das Mikro hab ich dann nicht mehr gebraucht, aber hatte ein Laptop und hab gedacht, naja, was machst du jetzt? Die zwei großen, großen in Anführungszeichen waren ja immer noch kleine, kleine Kinder sind beschäftigt und dann hab ich ja angefangen zu schreiben. Einfach nur die ganzen Geschichten aus dem Studium, die mir passiert sind, die meinen Freundinnen passiert sind, die hab ich alle in eine Liebesgeschichte zusammengebacken, die so Bridget Jones Vibes hat. Und das flutschte alles nur so aus mir raus. glaube, zwei, drei Wochen war das fertig, weil alles da war. Es alles da und es floss einfach nur so aus mir heraus. war total verrückt. dann haben mich alle noch komisch angeguckt. Was machst du denn da? Du verlierst doch keine Zeit. Geh doch lieber spazieren oder mach dies oder mach jenes. Und dann habe ich halt dieses Buch geschrieben. Und was jetzt? Und mein Mann dann so, ja dann veröffentlich das doch. Ach Quatsch, das wird doch kein Mensch lesen.

Jennifer Rolle (17:32)
Unglaublich!

Emma Wagner (17:53)
Ich hatte auch noch nie was vorher jetzt groß. Ich hatte kein Social Media. hatte noch nie weder Studi-VZ noch keine Ahnung, Schüler-VZ noch Facebook, noch gar nichts. Ich war völlig analog unterwegs. Und dann hat mein Mann tatsächlich dieses Buch, also meine Mutter, meine Familienproduktion, meine Brüder haben Korrektur gelesen. Inzwischen. Keine Sorge, wurde es zigmal überarbeitet. Also meine Brüder haben Korrektur gelesen, meine Mutter hatte das Cover damals gebastelt, mein Mann hat es hochgeladen, also eine Familienproduktion. Ja, und dann zu meiner Staunen hatte das plötzlich 30.000 Leser und ich ging da so, äh, was? Ich hab gedacht, wenn zwei das lesen, öffne ich einen Champagner so irgendwie. 30.000 ist dann doch leicht, die was drauf Ich wusste gar nicht, wie mir geschah, und dann hab gedacht, okay, irgendwie mögen die Leute.

Jennifer Rolle (18:36)
30.000 ist dann doch leicht übertroffen.

Emma Wagner (18:44)
was ich schreibe. gut, dann schreibe ich halt noch was. Und dann, ja, habe ich halt geschrieben und geschrieben. ich bin sogar, mein Mann hatte mir dann als Überraschung eine Reise nach Prag geschenkt. Ich war immer noch hochschwanger, bevor sozusagen das Kind kommt, dass wir zwei zusammen nach Prag fahren. Meine Eltern auch, anderen zwei aufpassen. Ich habe sogar auf der Fahrt nach Prag im Auto geschrieben. Ich war so total, ja, ich hatte so Blut geleckt und geschrieben und geschrieben und geschrieben und dann.

Jennifer Rolle (19:05)
Ja, wenn's einen erstmal gepackt hat, ne?

Emma Wagner (19:11)
Ja, und dann habe ich im Februar dann eben mein drittes Kind, mein kleines, in der Welt gebracht und halt ich fest, die Krankenschwestern müssen echt gedacht haben, die Frau hat sie nicht mehr alle, ich habe das Kind entbunden, dann lag das da so brav. Habe ich mein Laptop hervorgeholt und geschrieben. Na ja, gut beim Dritten wird man ja auch langsam routiniert Nimmt man alles mit links da. Ist man schon gewohnt. Ja, ich habe das auch.

Jennifer Rolle (19:28)
Naja, gut beim Dritten ist man ja auch langsam routiniert, ne? Ja, ich habe das auch gehört,

Emma Wagner (19:40)
dass man dann auch das Badewasser nicht mehr mit Thermometer misst. Das passt schon. Wobei ich

Jennifer Rolle (19:40)
dass man dann auch das Badewasser nicht mehr mit Thermometer misst, sondern das passt schon.

Emma Wagner (19:47)
gestehen muss, mein Kleinstes hat es mir auch leicht gemacht. aber wirklich hutschi putschi. Der kam was unterwegs zur Welt. hat sich so beeilt. Die haben mir noch das Badewasser tatsächlich eingelassen. wollte, wie bei den anderen, erst mal in so Bad. Ach, nix da. ist fast... Der ist so... Der war so schnell unterwegs. Insofern, Gott sei Dank, es auch eine relativ einfache Geburt.

Jennifer Rolle (20:01)
rausgeputzelt. Ja, super spannend. Und dann bist du ja auch gleich Bestsellerautorin geworden. Du führst auf Kindle die Bestsellerlisten an, Bild-Bestsellerautorin. Wahnsinn.

Emma Wagner (20:09)
Ja und so hat es angefangen. Und dann bist du ja auch gleich Bestsellerautorin geworden. Ja, es war total... Die Bestsellerlisten an, Bildbestsellerautoren. Wahnsinn. Es war total verrückt. ich kann es teils immer noch nicht glauben. ja, wahnsinnig glücklich war ich einfach nur, weil ich einfach das machen konnte, mir Spaß gemacht hat. Obwohl ich eben Kinder habe, man muss ja sagen, obwohl, weil es ist ja heutzutage einfach nicht leicht, mit Kindern einen Job, geschweige denn noch seinen Traumjob zu haben. Und ja, also ich konnte zu Hause sein bei meinen Kindern, trotzdem arbeiten. ist ein zweischneidiges Schwert, muss man sagen. Man ist zu Hause und kann schreiben, aber man ist zu Hause und kann schreiben. Also man ist zu Hause und kann dann eigentlich nicht schreiben, weil permanent irgendwer irgendwas von einem will.

20:36 Der Balanceakt zwischen Familie und Schreiben

Jennifer Rolle (20:58)
Mhm. Mhm. Das kennt, glaube ich, jeder, auch im Homeoffice arbeitet, was ja in der Zwischenzeit sehr viele Menschen erleben mussten seit Corona. Dass es nicht so einfach ist, das immer so zu trennen.

Emma Wagner (21:04)
kennt, glaube ich, jeder, auch im Homeoffice arbeitet. Genau. ja in Zwischenzeit sehr viele Menschen erleben mussten, seit Corona. Genau. Ja, so es halt. nicht so einfach ist, das immer so zu trennen. Ja, ja. Aber ich bin trotzdem unfassbar dankbar, weil ich einfach auch dadurch sehr viel mehr mitbekommen habe von meinen Kindern, als ich sonst mitbekommen hätte. Und natürlich habe ich dadurch wahrscheinlich nicht so viele Romane veröffentlicht, wie ich hätte veröffentlichen können, wenn ich komplett abgeschottet irgendwo gesessen hätte und in Ruhe hätte arbeiten können. Aber ich hätte das auch nicht missen wollen diese Zeit. Oder möchte die Zeit jetzt auch nicht missen, auch wenn ich gerade so wahnsinnig wenig Zeit zum Schreiben habe, weil einfach so viel ansteht. Im Prinzip ist es ja optimal, weil du dir die Zeit selber einteilen kannst und du machst dir, wenn, dann nur den Druck selbst. Ja, aber darin bin ich ganz gut. sich den Druck machen, dann bin ich... Aber offensichtlich, wenn du sagst, das ist schon zweimal ein Burnout, dann...

21:33 Perfektionismus und Selbstkritik beim Schreiben

Jennifer Rolle (21:44)
Im Prinzip ist es ja optimal, weil du dir die Zeit selber einteilen kannst und du machst dir wenn dann nur den Druck selbst. Offensichtlich, wenn du sagst du hattest schon zweimal Burnout, dann scheinst du da ein großes Talent zu haben, dich unter Druck zu setzen.

Emma Wagner (22:01)
zu haben, sich an der Druck zu setzen. Ja, das kommt halt daher gar nicht mal so durch den Zeitdruck, sondern ich bin, und das war ich schon immer, und das ist ganz gefährlich für jemanden, der ja selbstständig ist, beziehungsweise als Autorin unterwegs ist, beziehungsweise in gewisser Hinsicht eben seine Arbeit eben auch nach außen trägt. Nicht nur in gewisser Hinsicht, sondern sehr stark. Ich bin wahnsinnig perfektionistisch und wahnsinnig wahnsinnig selbstkritisch. Und mache mir immer furchtbaren Druck nicht im Hinblick darauf, ich schaffe das von der Zeit her nicht, sondern im Hinblick darauf, Gott, werden die das mögen oder werden die es hassen oder werden die jeden Satz zerreißen oder... Das ist das Problem. Und da habe ich mich wirklich zweimal in einen kompletten Burn-out reinmanövriert, weil ich irgendwie angefangen habe, dann das Buch zigmal umzuschreiben. Also wirklich zigmal. In der Zeit, der andere irgendwie vier Bücher geschrieben hätten, habe ich dieses eine Buch immer und immer und und immer und immer wieder überarbeitet.

Jennifer Rolle (22:53)
Mhm.

Emma Wagner (23:00)
Also da stand kein Satz mehr, so wie er Anfang stand. Weil ich immer diese Angst hatte, ist es gut genug? es gut genug? Und wird das so gut sein wie das Letzte? Werden die es auch mögen? Oder werden sie sagen, das Letzte war besser und dieses ist furchtbar? Und das ist wirklich die ganz, ganz, ganz große Angst, ich habe und die ich auch immer noch nicht los geworden bin. Obwohl ich inzwischen gelernt habe, gewissen Teil damit umzugehen. das ist, ich, das ganz große Problem vieler Autoren.

Jennifer Rolle (23:06)
Ist nicht gut genug.

Emma Wagner (23:29)
diese extreme Selbstkritik und diesen, extreme Perfektionismus. Zumindest meins ist mein Problem. Ich kenne aus meinen eigenen Ergüssen, ich habe keine, ich habe nie Romance geschrieben, eher Fachartikel, Fachliteratur, aber man steckt irgendwann so tief drin, es fehlt einfach auch der Abstand, das halbwegs objektiv beurteilen zu können, ob das gut ist, ob das verständlich ist, ob das...

Jennifer Rolle (23:35)
Naja, ich kenne das von meinen eigenen Ergüssen. Ich habe nie Romans geschrieben, eher Fachartikel und Fachliteratur, aber man steckt irgendwann so tief drin. Es fehlt einfach auch der Abstand, das halbwegs objektiv beurteilen zu können, ob das gut ist, ob das verständlich ist, ob das...

Emma Wagner (23:58)
einen roten Faden hat oder ob nur ich gerade den roten Faden sehe, weil ich so tief drin stecke. Das stelle ich mir auch schwer vor, wenn man ein ganzes Buch schreibt, den Abstand zu haben. Ja, und vor allem, kommt ja noch schlimmer, dadurch, dass ich es einfach nicht hinkriege, erst mal Anfang bis Ende zu schreiben und dann zu überarbeiten, sondern eben immer beim Schreiben, immer und immer immer wieder überarbeite, ändert sich halt ständig.

Jennifer Rolle (23:58)
einen roten Faden hat oder ob nur ich gerade den roten Faden sehe, weil ich so tief drin stecke. Das stelle ich mir auch schwer vor, wenn man dann so ein ganzes Buch schreibt, den Abstand zu haben. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (24:23)
irgendwas hinten, wodurch ich natürlich vorne wieder was anpassen muss, wo sich dann wieder hinten was ändert. Und dann ist man permanent anpassen

Jennifer Rolle (24:23)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (24:32)
und dann noch den Überblick zu bewahren. Wenn es quasi in deinem Kopf schon ungefähr 50 verschiedene Versionen dieses Buchs gibt. Das ist echt nervenaufreibend und das kostet wahnsinnig viel Energie. Also das ist nicht gut, würde ich niemandem empfehlen.

Jennifer Rolle (24:35)
Mhm. Verliert man immer den Überblick. Ja, ja, ja. Ja, das glaube ich. Das glaube ich. Ja, okay.

24:52 Der kreative Prozess: Bauchschreiber vs. Plotter

Emma Wagner (24:52)
Aber das liegt auch daran, dass ich ein absoluter Bauchschreiber bin. Und da beneide ich wirklich die Menschen, die Plottschreiber sind. Ich kann Plotten, ich kann mich nur nicht dran halten. Also gerade für Verlage muss man ja dann doch einen Plot abliefern vorher, wo ich mir immer schon einen abbreche und dann habe ich diesen Plot endlich und dann ist er aber nach zwei Seiten wieder, kann ich in die Nettonik ploppen, weil sich das schon wieder irgendwie ganz anders entwickelt, weil es einfach so aus dem Bauch heraus so ist. Das liegt auch daran, einfach meine Figuren sind sehr lebensnah. Also die verhalten sich jetzt nicht so wie sie sich verhalten sollen, sondern so wie sie sich verhalten wollen. Und dadurch entwickelt sich das einfach immer alles ganz anders als ich mir das eigentlich vorher vorgestellt habe. Also du so eine klassische Pantserin und nicht so sehr eine Plotterin.

Jennifer Rolle (25:38)
Also bist du eine klassische Pantserin und nicht so sehr eine Plotterin. Okay. Stelle ich mir auf jeden Fall herausfordernd vor, diesen Arbeitsstil. Vielleicht, ja.

Emma Wagner (25:52)
Stelle ich mir auf jeden Fall herausfordern vor diesem Arbeitsstil. Ja, würde ich niemandem empfehlen, sage ich ja. Ich schreibe jetzt erstmal weiter, bevor mir schon wieder drei andere Sachen einfallen, was ich vorne anders machen könnte. Das kann ich halt nicht.

Jennifer Rolle (25:59)
muss man sich da erst mal disziplinieren und sagen so, nee, ich schreib jetzt erst mal weiter, bevor mir schon wieder drei andere Sachen einfallen, was ich vorne anders machen könnte.

Emma Wagner (26:11)
Gerade der Anfang, den ändere ich ungefähr 5 Millionen Mal und erst wenn es sich wirklich absolut richtig anfühlt, dann kann ich weiterschreiben. kann, oder wenn es in irgendeine Szene hakt, kann ich nicht sagen, ich lasse jetzt eine Lücke und schreibe erst mal weiter. da fehlt dann was. Ich muss wirklich, ich muss es immer erst mal zu einem für mich sich gut anfühlenden

Jennifer Rolle (26:22)
Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (26:33)
Abschluss bringen, bevor ich weiterschreiben kann. kann keine Lücken lassen dazwischen drin. funktioniert Ja, weil wahrscheinlich auch das, was danach kommt, baut ja dann auch wieder darauf auf und soll sich ja irgendwie auch natürlich daraus ergeben. Ja. Sondern soll irgendwie dazu passen. Ja, Verstehe ich, verstehe ich. Da sind wir schon ganz nach hinten zu meinen Fragen, ein Interview gesprungen. wäre auch schon eine Frage von mir gewesen. Wie arbeitest du eigentlich? Wie machst du das? Wie entstehen deine Bücher? Kurz, sehr chaotisch.

Jennifer Rolle (26:35)
Ja, weil wahrscheinlich auch das, was danach kommt, baut ja dann auch wieder darauf auf und soll sich ja irgendwie auch natürlich daraus ergeben, ne? Und soll irgendwie dazu passen. Ja, verstehe ich, verstehe ich. Mensch, da sind wir schon ganz nach hinten zu meinen Fragen, ein Interview gesprungen. Das wäre auch noch so eine Frage von mir gewesen. Wie arbeitest du eigentlich? Wie machst du das? Wie entstehen deine Bücher?

27:02 Das A- oder B-Spiel: Persönliche Vorlieben

Emma Wagner (27:02)
Aber vielleicht können wir nochmal den Part abschließen, wo wir dich nochmal als Person ein bisschen näher kennenlernen. Ich habe hier ein A- oder B-Spiel Sprich, ich werde dir gleich zwei Alternativen sagen. Völlig aus dem Kontext.

Jennifer Rolle (27:03)
Aber vielleicht können wir noch mal den Part abschließen, wo wir dich noch mal als Person ein bisschen näher kennenlernen. Ich habe hier ein A- oder B-Spiel vorbereitet. Ich ich werde dir gleich zwei Alternativen sagen, völlig aus dem Kontext gerissen. Kannst du interpretieren, wie du willst. Und du sagst mir, für welche Alternative du dich entscheidest und warum.

Emma Wagner (27:20)
Du kannst es interpretieren, du willst und du sagst mir, welche Alternative du dich entscheidest und warum.

Jennifer Rolle (27:29)
Okay? Erstes alternativen Pärchen. Rosen- oder Wildblumen.

Emma Wagner (27:31)
Erstes alternativen Pärchen. Rosen oder Wildblumen? Wildblumen sind viel spannender, sind nicht so gezüchtet, wachsen, wo sie Lust haben, wo man sie nicht erwartet. Ist das bei dir im Garten auch so?

Jennifer Rolle (27:46)
Ist das bei dir ein Kartenaufruf?

Emma Wagner (27:49)
Ja, mein Garten ist sowieso ein... also mein Mann schimpft immer, weil ich in keinen Laden oder bzw. aus keinem Laden rausgehen kann, ohne irgendwelche Blumen und Pflanzen mitzunehmen. bin... Also ich bin ein ganz, ganz fürchterlicher, naturliebender Mensch. Ich brauche Grün, ich brauche Natur. Mein Mann schimpft immer nur über unseren Garten, weil er halt Arbeit erfordert. Rasenmähen und was weiß ich, der hätte am liebsten irgendwie so alles gerade gepflastert und gut ist, aber ich brauche Natur, ich brauche Grün, ich brauche Pflanzen, alles ist...

Jennifer Rolle (28:15)
Ui!

Emma Wagner (28:18)
so wild zugewuchert bei uns, weil ich immer irgendwas anschleppbar und einpflanze. Ja, ursprünglich fing das mal sehr geordnet an, so bisschen asiatische Richtung mit Ahornen und weiß ich nicht was und inzwischen wächst da was da wachsen will und soll und nicht soll und jedes Blümchen das rauskommt, darüber freue ich mich und lass es am Leben. Das ist ja nicht so asiatisch. Okay, nächstes alternativen Pärchen.

Jennifer Rolle (28:38)
Das ist ja nicht so asiatisch. Okay, nächstes alternativen Pärchen. Sauerbraten oder Gemüseeintopf?

Emma Wagner (28:47)
Sauerbraten oder Gemüseeintopf ? Gemüseeintopf ich esse wirklich sehr gerne Gemüse, nicht unbedingt, ja so vegetarisch auch, also ich bin keine Vegetarierin, aber ich esse sehr sehr gern Gemüse in jeglicher Art. Jetzt kommt jetzt eine Frage, die wir fast eben schon gestriffen haben. Schreiben oder überarbeiten? Was ich lieber tue, schreiben. Was ich hasse, überarbeiten. Was ich aber sehr oft tue, überarbeiten.

Jennifer Rolle (29:00)
Okay. Jetzt kommt jetzt eine Frage, die wir fast eben schon gestriffen haben. Schreiben oder überarbeiten? Okay, dann haben wir das jetzt auch auf die richtigen Positionen definiert.

Emma Wagner (29:18)
Okay, dann haben wir das jetzt auch auf die richtigen Positionen definiert hier.

Jennifer Rolle (29:25)
Bad Boy oder Golden Retriever?

Emma Wagner (29:26)
Bad Boy oder Golden Retriever? Das ist so witzig. Ich habe gerade eben noch einen Satz geschrieben in meinem neuen Roman und da sagt, also denkt quasi die Protagonistin, sie hat sich als sie 14 war immer ihr Leben so vorgestellt, dass Der Mann ihrer Träume, also ein ehemaliger Bad Boy, ist der aber ihr zu Liebe quasi alles aufgegeben hat, sie auf die Hände trägt und sie hätte einen goldenen Retriever und das war namens Sunny. Also beides, bitte schön.

Jennifer Rolle (30:01)
Also, harte Schale, weicher Kerntyp sozusagen. Wer liebt sie nicht, ne? Lustig.

Emma Wagner (30:01)
Also eine harte Schale weicher Kernfüße, muss ich sagen. Das ist immer witzig, das echt der Original, Satz. Aber gut, der wird ⁓ original so nicht stehen bleiben, weißt du ja. Den will ich noch 20 mal überarbeiten. Du wirst ja noch fünftausendmal umschreiben, das ist schon klar. Okay, letztes alternativen Pärchen. Rote Dessous oder Schwarze?

Jennifer Rolle (30:12)
Nee, der müsste ja so fünfmal umschreiben, das ist schon klar. Okay, letztes alternativen Pärchen. Rote des Fußes oder Schwarze?

Emma Wagner (30:27)
Rot. Sexy, erotisch, spicy. Ja, fällt auf. Passt auch gut zu deinen blonden Haaren. Okay, vielen Dank, dass du den Spaß mitgemacht hast. Dann kommen wir doch nochmal zu deinen Büchern. Wenn ich das so richtig beim Durchscannen wahrgenommen habe...

Jennifer Rolle (30:29)
Rot! Das passt auch gut zu deinen blonden Haaren. Okay, dann vielen Dank, dass du den Spaß mitgemacht hast. Dann kommen wir doch nochmal zu deinen Büchern. Wenn ich das so richtig beim Durchscannen wahrgenommen habe, schreibst du besonders gerne Enemys to Lovers Romance? Wie viel Prozent deiner Bücher sind Enemys to Lovers? Was würdest du sagen?

30:30 Die Faszination von Enemies to Lovers Romance

Emma Wagner (30:54)
Schreibst du besonders gerne Enemies to lovers? Wie viel Prozent deiner Bücher sind Enemies to lovers? würdest du sagen? 90? Also die fangen tatsächlich immer damit an. Wie lange die sich dann bekeifen ist natürlich unterschiedlich.

Jennifer Rolle (31:05)
Also fast alle.

Emma Wagner (31:12)
Aber ich liebe es einfach. Ich liebe es einfach, wenn die sich am Anfang, ob sie es unbedingt Enemies sind oder Haters to Lovers, inzwischen unterscheidet man ja sogar dazwischen. Aber auf jeden Fall, ich hab das ja schon geschrieben, da wusste ich noch nicht mal, dass es sowas gab. diese ganze Schubladengeschichte ist ja auch irgendwie erst in letzten Jahren hochgekommen. Früher hab ich, also ich hab das nie in irgendwelche Schubladen gepackt. Ich hab einfach nur geschrieben, was ich Lust hatte und was sich gut angefühlt hat und was ich witzig gelesen hat. Und das sind natürlich immer diese Banter, diese Kabeleien, dieses, ja...

Jennifer Rolle (31:18)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (31:43)
sich von einander angezogen fühlen, aber trotzdem noch nicht wahrhaben wollen, bzw. sich gegenseitig bisschen bekriegen. ist einfach... Ich liebe das. Da kann man so viel hervorkitzeln, das ist so lustig, es führt zu so vielen Missverständnissen. Das finde ich einfach super interessant und viel interessanter. Ich hoffe, trete da niemanden mal auf den Schlips. Als wenn das von Anfang an irgendwie ein Green Flag wäre, wie man heutzutage sagt. Oder auch als...

Jennifer Rolle (31:52)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (32:12)
Ja, Second Chance kann auch für mich sehr lustig sein, wenn die sich eben erstmal bekriegen. Für dich besteht der Reiz darin, dass es lustig ist, ein Buch und irgendwo auch so bisschen Reiberei gibt.

Jennifer Rolle (32:18)
Das heißt, für dich besteht der Reiz darin, dass ein Buch und irgendwo auch bisschen Reiberei gibt, aber auf so

Emma Wagner (32:30)
so eine lustige Art und Weise. Ja, also

Jennifer Rolle (32:30)
eine lustige Art und Weise.

Emma Wagner (32:33)
das Kribbeln, das Prickeln, ist, finde ich, nicht... Ja, mir macht das viel mehr Spaß, wenn es noch Hemmschwellen gibt zwischen den beiden, wenn es dann noch Hürden gibt und die zwei sich einfach mit Wortspielen, humorvollen Dialogen gegenseitig eher auf die Palme bringen oder eben, ja, also so ein bisschen Stolz und Vorurteil-mäßig halt. Also ich glaube, da bin ich ganz, ganz arg doll Jane Austen geprägt.

Jennifer Rolle (33:00)
Nachvollziehbar!

Emma Wagner (33:01)
Nachvollziehbar. Ja, habe ich als Jugendliche in und auswendig gekannt, ganzen Bücher. daher wer nicht, also insofern... Wer nicht, genau, wer nicht. Sag mal bist du denn im wahren Leben auch so schlagfertig wie deine Protagonistinnen und Protagonisten in deinen Büchern? Oder musst du da lange drüber nachdenken, wenn du da diese Bücher schreibst, wie man da schlagfertig darauf reagieren kann? Also bei mir ist es ja so, mir fällt dann immer drei Stunden später ein, was ich hätte sagen können. Ja.

Jennifer Rolle (33:08)
Wer nicht? Genau, wer nicht? Sarah, bist du denn im wahren Leben auch so schlagfertig wie deine Protagonistinnen und Protagonisten in deinen Büchern? Oder musst du da lange drüber nachdenken, wenn du dann diese Bücher schreibst, wie man da schlagwertig darauf reagieren kann? Also bei mir ist es ja so, mir fällt dann immer drei Stunden später ein, was ich hätte sagen können.

33:10 Schlagfertigkeit im wahren Leben

Emma Wagner (33:29)
Das ist total

Jennifer Rolle (33:30)
Wie ist das bei dir?

Emma Wagner (33:32)
verrückt. Im realen Leben, ich kann nicht streiten. Deswegen streite ich vielleicht meinen Büchern so gern, weil schriftlich kann ich das. Ich kann es nur nicht mündlich, wenn ich irgendwem gegenüberstehe und sei es auch nur mein Mann. Ich kann nicht streiten. A. Fehlen mir die Worte. B. Bin ich dann innerlich so aufgewühlt, dass ich ohnehin keinen geraden Satz hervorkriege. Und C fällt mir dem Moment auch sowieso grundsätzlich nichts ein. Also wenn ich emotional, wenn ich emotional involviert bin in einen echten Streit, also jetzt nicht mit meinem Mann, also wenn ich in echten Streit involviert bin, da bin ich emotional so drin, dass ich da keinen klaren Gedanken fassen kann, geschweige denn vernünftige Sätze herauskriege. Aber wenn ich das schreibe, ist es ja nichts, was mich jetzt so im tiefsten Inneren wirklich erschüttert. Von daher habe ich meine Gedanken da beieinander und dann fallen mir auch witzige Erwiderungen ein. Nur halt leider nicht im realen Leben.

Jennifer Rolle (34:05)
Mhm.

Emma Wagner (34:27)
Ich bin total faszinierend. Ich bin immer wieder baff, wie schlagfertig deine Protagonistinnen und Protagonisten sind. Mit offenem Mund lese ich das und denke, ⁓ man, wenn mir solche Sätze mal einfallen würden. Ja, ich wünschte mir, würde sowas mal einfallen, wenn ich tatsächlich mal mit jemandem mich streite. Aber da bin ich dann immer so wie so leergewischte Tafel. So nichts mehr, äh, äh, ja.

Jennifer Rolle (34:27)
Ich finde es total faszinierend. Ich bin immer wieder baff wie schlagfertig deine Protagonistinnen und Protagonisten sind. Mit offenem Mund lese ich das und denke, ⁓ man, wenn mir solche Sätze mal einfallen würden. Jetzt ist das dieses, dieses Trope, Enemies to lovers, Haters to lovers oder Grumpy Sunshine, es geht ja auch so ein bisschen in diese Richtung. Das ist ja manchmal nicht ganz einfach, diese Kurve zu kriegen, dass es dann glaubwürdig auch wird, dass die sich wirklich ineinander verlieben oder auch, dass der Charakter nicht zu zickig wird dann auch durch so eine Bissigkeit vielleicht. Hast du dann ein Geheimrezept, wie du das machst?

34:53 Die Kunst des Schreibens: Glaubwürdige Charaktere

Emma Wagner (34:53)
Jetzt ist das dieses Trope, enemies to lovers, haters to lovers oder grumpy sunshine, das da geht ja auch so bisschen in diese Richtung. Genau. Das ist ja manchmal nicht ganz einfach, diese Kurve zu kriegen, dass es dann glaubwürdig auch wird, dass die sich wirklich ineinander verlieben oder auch, dass der Charakter nicht zu zickig wird dann auch durch so eine Bissigkeit vielleicht. Hast du da ein Geheimrezept? wie du das machst, dass es glaubwürdig wird? Geheimrezept jetzt nicht. Es hängt ja schon auch einfach immer von den jeweiligen Umständen von der Vorgeschichte ab. Also oft erklärt sich dann natürlich eine gewisse Antipathie eben auch aus der Vorgeschichte der Protagonisten. In einem Roman zum Beispiel, ist glaube ich von Träumen, von Liebe, Träumen, nee, von Eidexen, Träumen und der Liebe. rum. Nee, das ist es nicht.

Jennifer Rolle (35:23)
das glaubwürdig wird.

Emma Wagner (35:50)
hier, genau, beim Wiesel. Genau, Liebe, Wiesel. Siehst du, irgendwann krieg ich nicht mal meine Titel auf die Kette, so viele Titel sind's. Aber bei dem Wiesel-Winter-Romane, da ist es zum Beispiel so, dass die Protagonistin ihn an seine Ex erinnert, rein äußerlich, und dadurch, dass schon mal begründet ist. Aber im Allgemeinen erklärt sich das ja dann tatsächlich durch die Vorgeschichte, durch das, was die jeweiligen Protagonisten erlebt haben, oder eben ganz einfach durch Vorurteile.

Jennifer Rolle (35:57)
Ja, bei so vielen Büchern ist das kein Wunder.

Emma Wagner (36:17)
Wir sind wieder bei Stolz und Vorurteil. Die sich einfach im Laufe der Zeit entkräften. Das war jetzt auch bei Bound by Dreams so, dass sie eben ihre Vorurteile hat über Sportler. Und er eben seine Vorurteile hat über dieses gerade bei ihm in der Nachbarschaft eingezogene Mädchen, von dem er sich eine ganz andere Meinung gebildet hat, als er sie das erste Mal gesehen hat. Eine andere Meinung, als es sich eben später darstellt für ihn.

Jennifer Rolle (36:44)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (36:47)
ist das eigentlich von Buch zu Buch ganz unterschiedlich. Und dann hab ich ja auch noch meine Lektorin, die zum Glück dann auch immer sagt, falls es doch sein sollte, dass eine Protagonistin zu zickig rüberkommt, Achtung, Achtung, so kann die nicht reagieren, das wird unsympathisch. Weil man selber verliert natürlich oft den Blick dafür, weil man ja einfach das große Ganze im Kopf hat und weiß, worauf es am Ende hinausläuft, aber man läuft dann ja vielleicht Gefahr, die Leser zu früh zu verlieren.

Jennifer Rolle (36:58)
Mhm. Mhm. Mhm. Ja. Mhm. Mmmh.

Emma Wagner (37:11)
Und darauf hat man natürlich zum Glück die Lektorin einen Blick und sagt, nee, das ist jetzt aber zu bissig oder da kommt sie unsympathisch rüber. Und das darf natürlich nicht der Fall sein. Nee, man muss sich trotzdem identifizieren können mit den Figuren und sich mit ihnen gemeinsam auch verlieben können an diesem Genre. Sonst funktioniert das nicht. Und es gibt natürlich immer irgendwo einfach diesen Knackpunkt, wo dann der ehemals...

Jennifer Rolle (37:14)
Mhm. Mhm. Nee, man muss sich trotzdem identifizieren können mit den Figuren und sich mit ihnen gemeinsam auch verlieben können an diesem Genre. Sonst funktioniert das nicht.

Emma Wagner (37:38)
grumpy oder verhasste oder ja gegenüber dann ihr eben doch über seinen Schatten springt in irgendeiner gewissen Art Weise hilft oder sie eben feststellt, dass er in einer bestimmten Situation überhaupt nicht so reagiert, wie es erwartet hat und dann fangen die eben an über ihren Schatten zu springen, aufeinander zuzugehen, sich besser kennenzulernen und festzustellen, dass der andere doch gar nicht so ist, wie sie es eigentlich gedacht haben. Sie fangen an, ihre Mauern gegenseitig so bisschen einzureißen oder auch selber ein.

Jennifer Rolle (37:44)
Mhm.

Emma Wagner (38:05)
reißen ⁓ dem anderen ein wenig Zugang zu gewähren. Also das entwickelt sich dann einfach immer sehr schön und das mag ich total. Gibt es jenseits von diesen Enemies to Lovers Trope, was dir sehr liegt, noch andere Gemeinsamkeiten? Bei deinen Büchern gibt es irgendwas, wo du sagst, das ist mir grundsätzlich wichtig bei meinen Büchern oder das schwingt immer mit oder es geht immer eher in die Richtung bei mir.

Jennifer Rolle (38:06)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Gibt es jenseits von diesen Enemies-to-lovers-Trope, was dir sehr liegt, noch andere Gemeinsamkeiten? Bei deinen Büchern, gibt es irgendwas, wo du sagst, das ist mir grundsätzlich wichtig bei meinen Büchern oder das schwingt immer mit oder es geht immer eher in die Richtung bei mir?

38:34 Familie und Zugehörigkeit in den Geschichten

Emma Wagner (38:34)
Familie, ganz klar. Familie spielt bei mir einfach, glaube ich, absolut jedem Roman eine ganz große Rolle. Und wenn es nicht die leibliche Familie ist, dann ist es eine quasi gefundene Ersatzfamilie. Wie zum Beispiel in Irish Feelings einfach dieses ganze Dorf, diese skurrilen, liebenswerten Nebenfiguren, die dann für meine Protagonisten wie eine eigene Familie werden. Also das Thema ein Zuhause finden, eine Familie finden, die eben nicht unbedingt Blutsverband sein muss.

Jennifer Rolle (38:35)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (39:04)
Oder aber auch in vielen Romanen wirklich auch die eigene Herkunft, die echte Familie finden. Also gerade bei den historisch angehauchten Romanen, historisch meine ich jetzt einfach, dass sie in zwei Zeiteebenen spielen, ist es meist ja so, dass ein Familiengeheimnis gelüftet wird durch die Protagonistin in der Gegenwart. Und dieses Familiengeheimnis ist zum Beispiel, wer ihre Mutter ist oder ihr Vater ist oder warum der oder diejenige den Kontakt abgebrochen hat oder ja, solche Dinge.

Jennifer Rolle (39:09)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (39:33)
Im Endeffekt geht es wieder darum, wer ist meine Familie, wo gehöre ich hin, wo sind meine Wurzeln, wo komme ich eigentlich her. Das spielt bei mir eine ganz große Rolle tatsächlich. Zusammenhalt, sich irgendwo geborgen fühlen. Das spiegelt sehr gut wieder auf dein persönliches Leben. Da hat die Familie ja auch einen hohen Stellenwert. Definitiv. Das spiegelt sich in den Büchern auch wieder. Definitiv. Wir haben immer mit meiner Oma und meinem Opa zusammen gelebt.

Jennifer Rolle (39:38)
Mhm, mhm, mhm. Mhm, mhm. Das spiegelt sehr gut wieder, auch dein persönliches Leben. Da hat die Familie ja auch einen hohen Stellenwert. Das spiegelt sich also sozusagen in den Büchern auch wieder, wenn ich die Ärzte zu höre.

Emma Wagner (40:03)
Und ich habe zwei Brüder, haben auch alle, jetzt so süß, so süß, Nichten und Neffen, sind auch ganz klein. Meine Brüder haben es später angefangen mit ihr, als ich mit den Kindern kriege. Und insofern, ja, bin ich einfach total happy, eine große Familie zu haben und liebe das einfach total. Also, ja. Aber letztendlich sind deine Bücher ja vor allem auch Liebesgeschichten. Ja.

Jennifer Rolle (40:21)
Aber letztendlich sind deine Bücher ja vor allem auch Liebesgeschichten. Und da würde mich mal interessieren, ob du einen Bookboyfriend, einen besonderen Bookboyfriend hast bei deinen ganzen Figuren, die du kreiert hast. Gibt's da einen dabei, wo du sagst, ach, der lässt auch dein Herz höher schlagen? Alle.

40:25 Der perfekte Bookboyfriend: Einblicke in die Charaktere

Emma Wagner (40:26)
Und da würde mich interessieren, ob du einen Bookboyfriend, einen besonderen Bookboyfriend hast bei deinen ganzen Figuren, die du kreiert hast. Gibt es da einen dabei, wo du sagst, ach der lässt auch dein Herz höher schlagen? Ja, alle. Alle. Sonst würde ich diese Figuren ja nicht kreieren. Natürlich muss ich mich doch auch immer selber in diese Figuren verlieben und die müssen etwas haben, in das ich mich verlieben könnte, wenn ich ihnen begegnen würde. Und insofern ist es zum Beispiel auch so, dass gerade zu Beginn meines Schreibens meine Figuren auch immer, also die männlichen, die hatten immer blaue oder blaugrüne Augen, weil ich das einfach persönlich total liebe oder waren eben ja blond, weil ich das einfach... ⁓ Ich bin halt blond, meine Kinder sind blond, blaue Augen, mein Mann auch. irgendwie, aus irgendeinem Grund hab ich mich ja in ihn verliebt. Natürlich versucht man das dann auch bei den Figuren. irgendwann hab ich gedacht, ich kann nicht nur blonde, blauäugige Typen haben. Jetzt wird einer mal schwarzhaarig und hat braune Augen. Aber dann hat er halt irgendwas anderes, was mich total an ihn gereizt hat. Insofern hab ich mir zum Beispiel auch...

Jennifer Rolle (41:29)
Du musst auch andere Fantasien mal bedienen.

Emma Wagner (41:40)
Anfangs relativ schwer damit getan, mein Bookboyfriend Tattoos zu verpassen. Weil ich gar nicht so der Tattoo... Ich hab kein einziges Tattoo. Es ist nicht das, was mich an einen Mann reizen wird. Es sind andere Dinge, die mich an einen Mann reizen. Insofern war das etwas, was mich überwinden und gekostet hat. Aber die müssen sich auch unterscheiden, die Protagonisten. Und gibt's verschiedene. Vorlieben und viele Leserinnen mögen eben.

Jennifer Rolle (41:55)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (42:09)
Tattoos. Und auch viele meiner Protagonisten mögen Tattoos. Protagonistinnen, meine ich jetzt. Aber dann gibt es einfach viele andere Dinge wieder, die mehr von mir ausgehen. Zum Beispiel, dass die dann vielleicht Gitarre spielen oder sehr musikalisch sind oder gerade was ich total reizvoll finde, sind halt immer so Dinge, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen. Das zum Beispiel dieser tätowierte, das ist zum Beispiel auch in Irish Feelings der ehemalige

Jennifer Rolle (42:11)
Das ist ganz im Trend, ja.

Emma Wagner (42:39)
Boxer, der also gar nicht feinfühlig aussieht oder wirkt eher bedrohlich mit seinen Tattoos und muskulös und sich dann aber als ganz feinfühliger Kerl herausstellt und so Geschichten. Das liebe ich total. Also dann passt es wieder alles für mich. Also so wie der Überraschungseffekt im Prinzip. Genau, genau. Was würdest du denn sagen, was deine männlichen Protagonisten gemeinsam haben? Gibt es da etwas?

Jennifer Rolle (42:43)
Mhm. Also so ein Überraschungseffekt im Prinzip. Was würdest du denn sagen, was deine männlichen Protagonisten gemeinsam haben? Gibt es da etwas?

Emma Wagner (43:09)
Die haben alle natürlich ein goldenes, warmes, weiches Herz unter harter Schale. Sind im tiefsten Inneren doch romantisch. Ein bisschen tiefer gräbt findet man den Golden Retriever. Genau. Also was ich niemals schreiben würde, wäre jetzt zum Beispiel so Dark Romance mit Typen, die halt wirklich...

Jennifer Rolle (43:17)
Alles klar. Das heißt, man bisschen tiefer grebt, findet man den Golden Retriever. Mhm.

Emma Wagner (43:39)
Fremd gehen oder oder oder... Also meine sind halt schon im Herzen immer alle ganz lieb und gut und wenn sie halt Bad Boys sind, hat das einen Grund, eine schlechte Erfahrung oder sowas, aber sie sind jetzt nicht in dem Sinne Bad Boys, dass sie jetzt wirklich missbräuchlich sind oder etwas in der Art. Niemals. Sowas würde ich nicht schreiben. Das passt nicht zu mir, das passt nicht zu den Männern, denen ich mich verlieben würde.

Jennifer Rolle (43:59)
Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.

Emma Wagner (44:07)
Und dementsprechend schreibe ich ja auch nur die Romance, die mich begeistert und die Protagonistin, die auch ich mich verlieben würde. Absolut. Gibt es denn eine von deinen Figuren, wo du sagst, die hat mich so genervt beim Schreiben? Ja, irgendwie jede. Einerseits, ja, weil es ist natürlich jedes Mal ein harter Kampf und genervt in dem Sinne,

Jennifer Rolle (44:17)
Macht absolut Sinn. Gibt's denn eine von deinen Figuren, wo du sagst, die hat mich so genervt beim Schreiben.

44:20 Welche deiner Figuren haben dich genervt?

Emma Wagner (44:35)
als sie sich einfach anders entwickelt hat, wie ich das ursprünglich im Plot halt vorgesehen habe. Und das tun sie ja bei mir alle. Insofern nerven die mich alle irgendwann, weil die einfach nicht schnell genug zum Punkt kommen, bzw. mein Buch immer länger wird, wo ich eigentlich dachte, so, jetzt schreibe ich endlich mal ein kurzes Buch. Das hat jetzt echt nur mal 50k und am Ende lande ich bei 140 und dann bin ich genervt. Aber am Ende verzeihe ich ihnen immer.

45:02 Hinter den Kulissen: Zusammenarbeit mit anderen Autorinnen

Jennifer Rolle (45:02)
Da haben deine Figuren ja Glück gehabt. Ich bin auf dich gestoßen. ich auf Spotify wurde mir ein Hörbuch von dir zugespielt, vorbei geschwemmt. war Hook for Love. Das habe ich in einem Sommerurlaub gehört und habe mich mega gut amüsiert. Es war so, so lustig und hatte dann doch...

Emma Wagner (45:03)
Ich bin auf dich gestoßen, als ich auf Spotify wurde mir ein Buch von dir vorgespielt, vorbei geschwemmt. war Hook for Love Das habe ich in einem Sommerurlaub gehört und habe mich mega gut amüsiert. war so lustig.

Jennifer Rolle (45:26)
mehr Überraschungseffekte als ich am Anfang erwartet hatte. Ich hatte so eine leichte Sommer-Romance, Sports-Romance erwartet und das hatte dann doch mehr Twists drin als ich gedacht hatte und es war so süß und ich hab so lachen müssen über die Wortgefechte. Es war großartig und dann hab ich mir das angeguckt und dachte, da gibt's noch weitere Bände, muss ich gleich mal gucken und stellte dann fest...

Emma Wagner (45:26)
mehr Überraschungseffekte als ich am Anfang erwartet hatte. Ich hatte so eine leichte Sommer-Romance, Sports-Romance erwartet und es hatte dann doch mehr Twists drin als ich gedacht hatte. Es war so süß und ich habe so lachen müssen über die Wortgefechte. Es war großartig und dann habe ich mir das angeguckt und dachte, da gibt es noch weitere Bände, muss ich gleich mal gucken und stellte dann fest,

Jennifer Rolle (45:52)
dass jeder Band von einer anderen Autorin geschrieben wurde. Da würde mich mal total interessieren, wie sowas organisiert wird. Magst du uns da so ein bisschen hinter die Kulissen mitnehmen? Hast du da einen Auftrag gehabt, explizit von einem Verlag oder habt ihr euch zusammengeschlossen und Eigeninitiativ irgendwas gemacht oder wie war das?

Emma Wagner (45:52)
dass jeder Band von einer anderen Autorin geschrieben wurde. Da würde mich mal total interessieren, wie sowas organisiert wird. Magst du uns da so bisschen hinter die Kulissen mitnehmen? Hast du da einen Auftrag gehabt, explizit von einem Verlag oder habt ihr euch zusammengeschlossen und eine eigene Initiative gemacht? Ja. Wie war das? Ja, das ist ja... Ja, das ist nicht der erste Roman, ich mit Kolleginnen zusammengeschrieben habe, bzw. Reihe Roman, das ist ja schon von mir gewesen. Eigentlich hat das sogar angefangen, das erste Mal, dass ich mit Kolleginnen geschrieben habe, das war ganz relativ zu Beginn noch, das waren die Armors Five, bzw. inzwischen heißt das, glaube ich, ein bisschen anders, der hat den Titel dann irgendwann mal geändert. Die Himmelreichreihe, ich, oder die Armors Five, bin ich mir nicht sicher, die hatte ich mit Kolleginnen geschrieben. Und einfach so, ich habe halt die Idee gehabt, dass...

Jennifer Rolle (46:21)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (46:47)
Das war so bisschen mysterymäßig, crimemäßig. Insofern als in meinem Roman die Protagonistin in ihren Heimatort zurückkehrt. Nee, nicht in Heimatort, aber ist auch schon so lange her. Auf jeden Fall geht es darum, dass sie den Tod ihrer ehemaligen besten Freundin aufklären will und holt die anderen vier Freundinnen aus diesem ehemaligen Trupp zusammen und dann erklären...

Jennifer Rolle (47:11)
Hm? Stimmt, hab ich auch gehört, das Hörbuch. Ja, ja, das hab ich auch gehört.

Emma Wagner (47:15)
Genau, genau. Und dann klären die fünf diesen Tod auf, besser gesagt. Und da habe ich halt den ersten Band geschrieben und die Kolleginnen dann halt den anderen. Und dann musste man natürlich, weil es halt eine total zusammenhängende Story war, das war halt echt, echt tricky. musste man natürlich sehr genau überlegen, wie das alles zusammenhängt. Welche Charaktere, aussehen, welche Ortschaften, welche Gebäude, weil wirklich alles flüssig ineinander übergehen musste. Je weiter hinten man in der Reihe ist als Autorin, desto mehr muss man vorne praktisch gelesen haben und berücksichtigen. Genau. Und umso mehr Vorarbeit müssen natürlich die Vorgängerinnen leisten. Wir hatten dann Tabellen mit allen möglichen. Ich musste dann quasi zu jeder meiner Figuren

Jennifer Rolle (47:40)
Und je weiter hinten man in Reihe ist als Autorin, desto mehr muss man vorne praktisch gelesen haben und berücksichtigen. Das wird immer schwieriger.

Emma Wagner (48:00)
Also äußeres Charakter, Hobbys, Interessen, alles möglich auflisten und mit dem dann die Nachfolgenden arbeiten konnten. dann haben wir immer wöchentliche, ich weiß nicht, wöchentliche oder so, zwei wöchentliche, keine Ahnung. Also wir hatten immer wieder Calls, wo wir uns alle per Videokonferenz getroffen haben und Brainstorming gemacht haben. Schon auch in der Anfangsphase natürlich, wie soll das überhaupt aussehen, worauf läuft es hinaus und da... kommt dann natürlich auch mal ganz viel raus, auch was die Nebenfiguren angeht. Ich liebe ja Nebenfiguren, das wird man einem in Roman merken. Ich glaube, ist auch so ein roter Fahnen bei meinem Roman. Die sprühen immer vor lauter Nebenfiguren. Ich liebe Nebenfiguren einfach. Am besten Je skurriler und liebenswerter und umso besser. Und die musste ich natürlich auch alle weitergeben und dann haben auch meine Kollegen neue Ideen gehabt für Nebenfiguren. Und also das ist schon sehr anspruchsvoll gewesen und habe auch sehr viel Spaß gemacht. Sehr viel war sehr ergiebig auch.

Jennifer Rolle (48:37)
Mhm.

Emma Wagner (48:54)
Aber wie gesagt, sehr zeitraubend und energieraubend umzusetzen, weil es einfach so eng getaktet alles laufen musste, absprachmäßig eng. Und bei den Nachfolgenden, ich hab ja auch noch diese Schwedenreihe, die ich mit Kollegen ins Leben gerufen hab, oder... Ja, genau, das hatten, glaub ich, die Mela Wagner und ich hatten da die Idee für die Schwedenreihe. Und dann haben wir eben Kolleginnen gefragt, ob sie mitmachen wollen. Und dann ging es also auch wieder so, dass wir ihm gebrainstormt haben und...

Jennifer Rolle (49:08)
Mhm.

Emma Wagner (49:22)
Dort aber es uns ein bisschen leichter gemacht haben, als jeder Band für sich abgeschlossen war und andere Protagonisten beinhaltet hat und es keine, kein Tod oder irgendetwas rote Fadenmäßiges gab, das total zusammenhing. Aber es gab trotzdem immer einen roten Faden, zum Beispiel zeitliche Art. In der ersten Schwedenreihe, die im Winter spielt, war es natürlich der...

Jennifer Rolle (49:27)
für sich abgeschlossen.

Emma Wagner (49:50)
Weihnachtsmarkt, den das Dorf organisiert, wo natürlich dann im Laufe der fünf Bände natürlich immer mehr dazugekommen ist und am Ende gab es eben dann diesen Weihnachtsmarkt und diese Aufführung von so einer Art Frozen, also Elsa und Anna, weiß nicht wer das kennt, die Eiskönigin, so eine Schwedenversion quasi von diesem Dorf, eine sehr witzige Version und da war auch sehr, viel Absprache wieder nötig.

Jennifer Rolle (49:56)
Mhm.

Emma Wagner (50:17)
und hat aber auch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Davon haben wir dann auch noch eine im Sommer spielende Reihe in Schweden, im gleichen Dorf spielende und auch im Herbst spielende Reihe. Und es werden natürlich immer mehr Charaktere. Das ist so das Problem, in Anführungszeichen, bei so einer Reihe, die man dann über mehrere Staffeln auch noch im gleichen Ort spielen lässt, weil es immer mehr Charaktere werden, immer mehr Nebencharaktere und man natürlich die dann auch wieder einbinden will und auch muss in gewisser Hinsicht, weil natürlich die Leser die gerne wiedersehen wollen und man selber sich auch freut.

Jennifer Rolle (50:45)
Mhm. Mhm. Klar.

Emma Wagner (50:46)
Und es ist dann auch sehr schwierig alles im Kopf zu behalten, beziehungsweise eben ich bin ja ein bisschen chaotisch, also ich bin nicht so der Typ, der dann so viele Tabellen hat. muss dann tatsächlich immer, Gott, ich mach bei meinem eigenen Charakter, Gott, welche Haarfarbe hatte der, welche Augenfarbe hatte der, dann ändere ich das zigmal im Dokument und dann... passiert ist manchmal, Gott sei Dank habe ich Lektoren und Korrektoren, die großartig sind, weil manchmal haben meine Protagonisten dann, keine Ahnung, auf Seite drei blaue Augen und Seite 20 haben sie plötzlich grüne Augen und so Geschichten. Oder die Namen ändere ich auch immer gerne. Oh, das ist ein ganz beliebtes Hobby von mir, die Namen meiner Protagonisten ständig zu ändern. Das war schon substanziell. Total furchtbar. Dann haben die immer plötzlich irgendwann ein Dokument, habe ich eine Stelle zu ersetzen, übersehen, weil man geht dann ja so mit suchen und ersetzen.

Jennifer Rolle (51:19)
Name ändern? Das ist aber schon substanziell. Mhm.

Emma Wagner (51:33)
Theoretisch einfach, aber manchmal ist da irgendwie ein Anführungszeichen, gerade bei dem Wort dabei gewesen oder Apostroph oder... dann hat er es nicht erkannt und dann heißt die Figur plötzlich anders und so... Ja, aber wie gesagt... meine auch ganz furchtbar. Damit treibe ich meine Lektoren regelmäßig in den Wahnsinn. Aber sie hat es mir bislang immer verziehen. Und dann wird es wie gesagt immer schwieriger, auch Zeit- und Energie raubender das alles trotzdem noch so hinzukriegen.

Jennifer Rolle (51:36)
Mhm. Und dann hat es dich erkannt und... Irritation hoch drei, ja.

Emma Wagner (52:02)
Und bei dieser Miami Flames Reihe war es jetzt noch etwas lockerer, weil es da eben keinen roten Faden in dem Sinne gab, das etwas vorbereitet musste über mehrere Staffeln hinweg, sondern es war wirklich komplett voneinander getrennt. Wir hatten nur das Team und jede Autorin, also ich hatte diese Idee, habe dann die Kolleginnen gefragt und jeder hat sich quasi aus diesem Team einen Protagonisten ausgesucht. Und dann musste quasi nur für die anderen klar sein, was für eine Position der im Team hat, was der spielt. für die Nachfolgenden muss natürlich immer klar sein, mit wem dann die Vorangegangenen zusammengekommen sind. Aber darüber hinaus war das dann relativ einfach. Das heißt, das ist von euch Autorinnen getrieben worden, dieses

Jennifer Rolle (52:41)
Mhm. Das heißt, von euch Autorinnen getrieben worden, dieses Projekt.

Emma Wagner (52:51)
Das sind ja auch sehr namhafte Kollegen, die auch dabei sind. Also mit C.R. Scott und Anna Rush und Ava Avery. Du bist ja gut vernetzt offensichtlich. Ja, wenn man so lange

Jennifer Rolle (52:52)
Das sind ja auch sehr namhafte Kolleginnen mit dabei, so mit CR Scott und Anna Rush und Ava Avery. Du bist ja gut vernetzt offensichtlich, wenn du das so getrieben hast.

Emma Wagner (53:03)
Geschäft ist, dann geht es, glaube ich, auch gar nicht anders. Dann irgendwann kennt man halt auch einfach alle. Es kommen ja auch immer wieder neue dazu und es ist ja auch schön, dass alles im Wandel ist und immer wieder neue Gesichter, neue Namen sich dazugesellen. Es sind viele von...

Jennifer Rolle (53:05)
Haha. Ja, klar. Mhm.

53:20 Sichtbarkeit im Buchmarkt nimmt ab

Emma Wagner (53:20)
denen, am Anfang, ich noch kannte, die dabei waren, ja auch inzwischen schon gar nicht mehr aktiv. Dafür kommen aber immer neue. ja, es ist natürlich ein hart umkämpftes Geschäft, so hört es sich blöd an, aber der Buchmarkt ist keine leichte Branche, sagen wir so. Und gerade in letzten Jahren ist es natürlich sehr, schwer geworden zu überleben, gerade als Selfpublisher, weil natürlich die Verlage mit sehr viel Extras und Gimmicks punkten können. Super tolle Farbschnitte, fing es ja an, aber inzwischen sind wir ja schon gar nicht mehr bei Farbschnitten. Da gibt es keine Ahnung von Duftstickern über irgendwie glitzernde, weiß ich nicht so, wie heißt das da, den Beschichtungen und ach es gibt eigentlich inzwischen nichts, was es nicht gibt von Charakter-Karten überhin. Alles mögliche und das ist total cool und auch wunderschön anzusehen, das kann man aber als Self Publisher nicht leisten.

Jennifer Rolle (54:07)
Ja. Mmh.

Emma Wagner (54:18)
weil da würde A. zu viel Geld, zu viel Zeit, Energie drauf gehen. Aber auch für viele Verlagsautoren ist es halt sehr schwer, weil natürlich nur gewisse Anzahl von Verlagsautoren diese Gimmicks kriegt, die den Verlag ja auch Unsummen Kosten. Und die natürlich also gepusht werden und die anderen Verlagsautoren, deren Bücher mit Sicherheit mindestens ebenso gut sind, untergehen, weil sie halt diese Gimmicks nicht haben. Also inzwischen ist es echt, schwer, weil

Jennifer Rolle (54:35)
Ja.

Emma Wagner (54:48)
Der Fokus, so gefühlt komplett weggewandert, ist vom Inhalt einer Geschichte. ist mir auch aufgefallen. Ja, und grad bei Bloggern natürlich sehr auf das Äußere des Buches gerichtet ist, was ich auch verstehen kann, weil je schöner ein Buch ist, umso besser lässt es ihn natürlich auch präsentieren. In Social

Jennifer Rolle (54:52)
Inhalt. Das ist mir auch aufgefallen. Hmm.

Emma Wagner (55:09)
Und dadurch erklärt sich natürlich auch die Tendenz... bereits ohnehin schon gehypte Bücher zu hypen. Weil natürlich da auf den Zug aufspringt, Likes und Sichtbarkeit und Reichweite generiert, die natürlich jeder Blogger haben möchte, was ich ihnen auch nicht verdenken kann. Ich wünsche mir ja auch Blogger mit Reichweite, ist ja klar. Aber es ist so ein bisschen schade einfach für all die, die eben noch

Jennifer Rolle (55:18)
Mhm. Ja.

Emma Wagner (55:38)
als Autorinnen sich keinen Namen gemacht haben. habe einfach das Glück gehabt, einer Zeit beginnen zu können, in der das alles noch nicht so verbreitet war. Also insofern, ist definitiv, definitiv viel, viel, viel Glück, das ich auch hatte, zur richtigen Zeit einfach da gewesen zu sein. Und die, die heute Anfang haben, denke ich, sehr, sehr viel schwerer, überhaupt Sichtbarkeit zu kriegen.

Jennifer Rolle (55:40)
Mmh.

Emma Wagner (56:00)
oder Blogger zu kriegen, die ihre Bücher bewerben wollen, weil natürlich alle Blogger lieber eine Lily Lucas bewerben. Klar, weil sie wissen, wenn sie ein Buch von Lily Lucas in die Kamera halten, haben sie einfach viel mehr Reichweite sofort, weil der Verlag einfach auch unheimlich Reichweite generiert hat, viele Blogger generiert hat. Ist klar, muss ich jetzt nicht erklären. Und unabhängig davon, wie toll das Buch ist, so soll es keine Kritik sein. Ich meine nur damit, dass es einfach für viele Newcomer sehr schwierig ist. Und für

Jennifer Rolle (56:01)
Hmm. Hmm.

Emma Wagner (56:27)
Verlagsautoren, halt all diese Gimmicks und dieses Marketingpaket der Verlage nicht kriegen, auch sehr schwierig ist. Und viele, Autoren geben gerade auf, was wirklich am schlimmsten ist und sehr traurig ist, weil sie einfach nicht mehr davon leben können. Also es ist gerade im Jahr 2025 sehr schwer gewesen. Da war das, glaube ich, so das größte Thema unter den Autoren. Wie kann man da trotzdem noch überleben? Auch vor allem natürlich bei Amazon selbst im Bereich Buch.

Jennifer Rolle (56:47)
Hmm.

Emma Wagner (56:56)
Verkauf für Selfpublisher wahnsinnig viel drunter und drüber ging und viele Autoren nicht verstanden haben, was da los ist. Also wir auch es auch immer nicht verstehen. Also da wurde wahnsinnig viel geändert mit Algorithmen und und Bücher, die bis dato eigentlich immer nach oben gekommen sind von Autoren, deren Bücher immer nach oben gekommen sind, die waren plötzlich im Nirwana nicht sichtbar. Oder Thema Rezensionen. Das war auch ganz großes Thema. Jetzt 2025 habe ich auch gemerkt. Es fehlen die Rezensionen plötzlich. Hab ich noch nie erlebt, dass gerade bei Bound by Dreams, ich hab nur insgesamt irgendwie 650 Rezis oder sowas. Das war eigentlich etwas, das ich immer in den ersten Wochen gesammelt habe. Das liegt wohl daran, inzwischen Rezis ohne Text, glaube ich, entweder sehr spät freigeschaltet werden oder ganz verschwinden. So ganz weiß, dass keiner, guckt ja auch niemand da durch.

Jennifer Rolle (57:37)
Mhm. Mhm.

Emma Wagner (57:50)
Aber es ist sehr, auffällig und sehr viele meiner Kollegen, wir haben ja auch unsere Gruppen, in denen wir vernetzt sind, berichten von den gleichen Schwierigkeiten. Es fehlen Rezis, die Bücher sind nicht sichtbar. Schon sehr schwierig gerade momentan. Ich hoffe, dass ich meine Leser weiterhin behalten kann und weiterhin meinen Traum leben kann, aber sicher ist momentan nichts. Es ist schwierig jetzt sozusagen einzusteigen zu diesem.

Jennifer Rolle (58:13)
Hm, schwierig jetzt sozusagen einzusteigen zu diesem Zeitpunkt. Aber gut, aber du hast ja wahrscheinlich deine gesicherte Fanbase schon mal, du hast einen Namen.

Emma Wagner (58:19)
Zeitpunkt. aber du hast ja wahrscheinlich deine gesicherte Fanbase schon mal. Ich hoffe es, also wie gesagt sicher ist nichts. Ich hoffe es einfach. Na dazu können wir ja heute vielleicht auch einen Beitrag leisten und auch nochmal dein, soweit ich weiß, neuestes Buch, das jüngste Buch, was auf den Markt gekommen ist, nochmal diskutieren, denn davon war ich sehr beeindruckt und begeistert. Auch da dachte ich, ach

Jennifer Rolle (58:31)
Na dazu können wir ja heute vielleicht auch einen Beitrag leisten und auch nochmal dein, soweit ich weiß, neuestes Buch. Das jüngste Buch, das auf Markt gekommen ist, nochmal diskutieren, denn davon war ich sehr beeindruckt und begeistert. Auch da dachte ich, ach, das ist wahrscheinlich eine leichte Sommerromance und habe aber ein Buch mit echt Tiefgang bekommen und war sehr geflasht von dem Buch. Bound by Dreams heißt das.

58:48 Die Inspiration hinter "Bound by Dreams"

Emma Wagner (58:48)
Das war wahrscheinlich eine leichte Sommerromance und habe aber ein Buch mit echt Tiefgang bekommen und war sehr geflasht von dem Buch. Bound by Dreams heißt das.

Jennifer Rolle (59:00)
Und da ist mir dann das zweite Mal Basketball begegnet, wo ich dachte, hat sie eine bestimmte Vorliebe, die sich jetzt am Anfang ja schon erklärt hat?

Emma Wagner (59:01)
da es mir dann das zweite Mal Basketball begegnet wird, ich dachte, hat sie eine bestimmte Vorliebe, die sich jetzt am Anfang ja schon erklärt hat. Und es ist nicht mein einziges Basketballer-Buch. Ich habe ja noch mehrere. Ich glaube, mein dritter Roman, den ich insgesamt geschrieben habe, Jump Ball & Overtime, die jetzt auch gerade brandneue Cover bekommen haben. Die handeln ja auch mit dem Thema Basketball. Aber wie ich schon zu Beginn erklärt habe, das hat ja so seinen Grund. Mein Mann war ja auch Basketballer, bis zu seinem Unfall. wie gesagt, alles was in meinem Leben passiert, findet irgendwie in der einen oder anderen Form Eingang in meine Romane.

Jennifer Rolle (59:22)
Mmmh! Hahaha. Ja, und bei Dreams geht es ja oder merkt man relativ schnell schon auf den ersten Seiten, dass es da eine sehr schwierige Familienkonstellation geht bei der Hauptprotagonistin Ava mit deren Mutter psychisch krank ist. Das merkt man sofort.

Emma Wagner (59:41)
Ja, und bei Bound by Dreams geht es ja oder merkt man relativ schnell schon auf den ersten Seiten, dass es da eine sehr schwierige Familienkonstellation geht bei der Hauptprotagonistin Ava mit deren Mutter psychisch krank ist. Das merkt man sofort. Jennifer Rolle (1:00:08) Mir ist relativ schnell klar geworden, ich glaube, das kann ich hier offen sagen, weil das so schnell deutlich geworden ist, dass sie manisch depressiv ist. Das ist zwar nie ausgesprochen worden in dem Buch, es wird sehr plastisch beschrieben oder du beschreibst es sehr plastisch. Da würde mich mal total interessieren, was dich zu diesem Buch inspiriert hat, weil du ja sagst, da kommt vieles oder du nimmst vieles so aus deinem Umfeld auf. Emma Wagner (1:00:08) Mir ist relativ schnell klar geworden, ich glaube, das kann ich hier offen sagen, weil das so schnell deutlich geworden ist, dass sie manisch depressiv ist. Das ist zwar nie ausgesprochen worden in dem Buch, es wird sehr plastisch beschrieben oder du beschreibst es sehr plastisch. Da würde mich mal total interessieren, was dich zu diesem Buch inspiriert hat, weil du ja sagst, da kommt vieles oder du nimmst vieles so aus deinem Umfeld auf. Jennifer Rolle (1:00:38) Wo kommt das her? Emma Wagner (1:00:38) Ja, also tatsächlich kenne ich sehr sehr viele Menschen, an Depressionen leiden und tatsächlich auch an manisch Depressionen. Also eine Person zumindest, also kenne ich die an definitiv manischer Depressionen, so wollte ich das ausdrücken, leidet und da kam noch, also könnte ich noch ganz andere Geschichten von erzählen, es ist schon Jennifer Rolle (1:00:45) Mhm. Emma Wagner (1:01:06) Für die Angehörigen sehr, schwer, sehr, hart. Und das macht auch nicht jede, nicht jede Ehe hält so etwas stand, nicht jede Familie macht so etwas mit. Das ist sehr, hart für die Angehörigen und aber auch für die Betroffenen selber natürlich. A, das zu begreifen, B, sich Hilfe zu suchen. Das Thema Scham spielt eine große Rolle, aber nicht nur bei dem Thema bei dem Päckchen, das Ava trägt, also die manisch-depressive Mutter, spielt Scham, Hilflosigkeit, eine große Rolle, sondern ja auch bei dem Päckchen, das Jay trägt, dass er ganz anders geartet ist. Ja, und ich glaube, gerade auch im Zusammenhang mit meinem Burnout damals oder den beiden Burnouts weiß ich sehr genau aus eigener Erfahrung, was Depressionen sind und wie die sich anfühlen und wie schwierig es ist, damit zu leben. Und... Ich bin bei Weitem nicht die Einzige. Ich kenne so wahnsinnig viele, die oder auch nach einer Schwangerschaft, also gibt es ja auch Schwangerschaftsdepressionen, Schwangerschaftsdemenz gibt es, ich weiß nicht, Schwangerschaftsdemenz gibt es. Ich wollte sagen Baby Blues, Postnatale Depression, so nennt sich das glaube ich auf Deutsch. Genau. Und ich denke das Thema Depression, Jennifer Rolle (1:02:22) Ja, genau. Emma Wagner (1:02:25) kennt, glaube ich, so gut wie jeder Zweite bestimmt aus eigener Erfahrung, sei es durch den Verlust eines Arbeitsplatzes, physische Probleme, dass der Körper nicht mitmacht, man einen Unfall hatte, der eine Karriere zerstört hat und solche Dinge. Das kann jeden treffen, das trifft sehr viele Menschen und ich finde es deshalb wahnsinnig wichtig, darüber zu sprechen und dieses... Tabu auch zu entfernen, dass da ganz oft immer noch vorhanden ist. Und eine besondere Form, das ist ja eben eine besondere Form nur eines großen, großen Spektrums an depressiven Störungen, ist eben die manische Depression. Und die vielleicht, also zumindest ist mir das jetzt so nicht so bewusst, nicht so oft thematisiert wurde in Büchern. Wenn, dann sind sie auch ein bisschen weniger häufig. Jennifer Rolle (1:02:58) Hmm. Mmh. ist jetzt auch bisschen weniger häufig. Emma Wagner (1:03:22) Ja, manische Phasen. Es gibt, glaube ich, deutlich häufiger Menschen, depressiv sind, als manische Episoden haben. Das ist wahrscheinlich deshalb auch nicht so bekannt. Jennifer Rolle (1:03:25) manische Phasen... Es gibt glaube ich deutlich häufiger Menschen, depressiv sind, als manische Episoden haben. Und das ist wahrscheinlich deshalb auch nicht so bekannt. Emma Wagner (1:03:36) Ja, wobei natürlich auch nicht jeder damit hausieren geht. gerade der Fall, den ich eben auch persönlich kenne, das ist ein gestandener Arzt. Jennifer Rolle (1:03:40) Hmm. Emma Wagner (1:03:48) der jetzt bestimmt nicht damit hausieren gehen würde, dass er teils kurz davor war aus dem Fenster zu springen in einer magischen Phase, weil er irgendwie gedacht hat, so ab, ja, also nicht unbedingt ich kann fliegen, aber weißt du was ich meine? das ist schon, ja, das ist auch schon sehr mit Tabu behaftetes und schambehaftetes Thema. Und ich fand es einfach wichtig, auch drauf aufmerksam zu machen, was es eben abgesehen von der in Anführungszeichen normalen Depression eben auch noch Jennifer Rolle (1:04:03) Ich überleb alles, Emma Wagner (1:04:18) gibt, womit man umgehen muss oder manche Menschen umgehen müssen und wie man das vielleicht schafft, wo man ansetzen kann und ja, fand ich einfach sehr interessant, sehr spannend. Und auch die Auswirkungen auf die Familie, das hast du ja sehr, gut geschildert, was das bedeutet für die Kinder und für das Jennifer Rolle (1:04:31) und auch die Auswirkungen auf die Familie. Ich habe es dir ja sehr, gut geschildert, was das bedeutet für die Kinder und für das Leben. Emma Wagner (1:04:40) Geschichte spielt ja in den USA. Jennifer Rolle (1:04:40) Geschichte spielt ja in den USA. Auch die erste Geschichte, die ich von dir gelesen habe, spielt in den USA. Manche andere Geschichten von dir spielen, ich habe gesehen, Irland oder bei dir zu Hause in Heidelberg oder du hast eine Geschichte, haben wir ja anfangs gehört, spielt auf Korsika. Emma Wagner (1:04:44) Auch die erste Geschichte, die ich von dir gelesen habe, spielt in den USA. Manche andere Geschichten von dir spielen, ich habe gesehen, Irland oder bei dir zu Hause in Heidelberg oder du hast eine Geschichte, haben wir ja anfangs gehört, spielt auf Korsika. Jennifer Rolle (1:04:59) Wonach entscheidest du, wo du Geschichten spielen lässt? Gefühl, dass sehr viele Romances verschifft werden. ⁓ Emma Wagner (1:04:59) Wonach entscheidest du, wo du Geschichten spielen lässt? Ich habe das Gefühl, dass sehr viele Romances in die USA verschifft werden. Jennifer Rolle (1:05:09) Und ich frage mich, warum das so einen Reiz hat oder warum ist das eigentlich attraktiver, etwas in den USA spielen zu lassen als in Deutschland und wann entscheidest du dich, Emma Wagner (1:05:09) Und ich frage mich, warum das so einen Reiz hat oder warum ist das eigentlich attraktiver, etwas in den USA spielen zu lassen als in Deutschland? Und wann entscheidest du dich? Jennifer Rolle (1:05:23) das hier, da oder dort spielen zu lassen? Also was sind deine Kriterien? Emma Wagner (1:05:24) das hier, da oder dort spielen zu lassen. Also was sind deine Kriterien? Also, ähm, tatsächlich sind diese zwei Bücher die einzigen von mir, die in USA spielen. Alles andere spielt bei mir entweder in Deutschland, der Pinguin, glaube ich, spielt in Österreich. Ansonsten habe ich noch, wie du schon sagtest, Irland mit Irish Feelings, dann habe ich Schweden mit der Schwedenreihe, habe ich Korsika, Zypern, Granada, Italien. Jennifer Rolle (1:05:33) Lustig, ja. Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:05:53) Also bei mir hängt es definitiv... Mit dir kann man sozusagen die Welt reisen. Und wieso USA bei Miami Flames? Ganz klar wegen Basketball. Also ich habe ja etliche Basketballbücher, in Deutschland spielen, aber in USA hat natürlich Basketball einfach einen anderen Stellenwert. Das wird dort ganz, ganz anders gehypt als hier und das hat einfach für mich den Reiz ausgemacht, auch mal diesen ganzen Hype wirklich mitzunehmen, den einfach NBA und Basketball in USA bedeutet. Jennifer Rolle (1:05:55) Mit dir kann man sozusagen die Welt reisen. Mhm. Mhm, mhm. Emma Wagner (1:06:23) Und dann hat mich bei Bound by Dreams die Tatsache gereizt, dass die Landschaft in Oregon, meine Lektorin hat nämlich dort tatsächlich mal gelebt, mehrere Jahre. dann habe ich das einfach mal gegoogelt, Oregon, und dann habe ich dieses Bild gesehen von Cannonball Beach, von diesem... Jennifer Rolle (1:06:37) Mhm. Emma Wagner (1:06:51) flachen Wasser mit diesen riesigen Felsen, die da wie Haystacks heißen, so wie große versteinerte Misthaufen quasi aus dem Wasser ragen. Und es hat mich so gecatcht, dass ich einfach gewusst habe, okay, da muss jetzt ein Roman spielen. Also bei mir macht einfach, ich bin ein total naturverbundener Mensch, hab ich ja schon gesagt, bei mir muss alles grün sein, bei mir macht Natur, Landschaft wahnsinnig viel aus, wo mein Roman spielt. Oder eben einfach die Story an und für sich, weil zum Beispiel der Roman von mir, in Andalusien spielt, ich hab auch einen Roman, der in Argentinien spielt, fällt mir einer, einer spielt in Armenien, fällt mir auch einen. Also mir kann man die Welt reisen. Gerade der Roman zum Beispiel, der in Andalusien spielt, da ging es eben, da ging es aus von einem Zeitungsartikel, den ich mal irgendwann gelesen hatte. Der Roman heißt ja das Geheimnis von Granada. Und dieser Zeitungsartikel, den ich mal irgendwann gelesen hatte, da ging es um einen Arzt, dessen Verhandlung gerade begann. Der Arzt war schon 80 oder so und die Nonne, deren Taten ebenfalls verhandelt wurden, auch schon 70, 80. Und ich will jetzt nicht sagen, was die gemacht haben, denn darum geht es in dem Roman. Es hat mich aber so ergriffen, weil wieder das Thema Familie und Kinder wieder... Thema war, dass mich das nicht losgelassen hat. Jahrelang hat mich das nicht nur losgelassen und ich habe irgendwann gedacht, na ich muss jetzt mal Roman draus machen. Es hat mich so berührt und so wütend auch gemacht, weil diese Nonne bis zum Schluss, trotz der Verhandlung in allem, sich keiner Schuld bewusst war. Und der Meinung war, hat das Richtige getan. Ich will jetzt nicht sagen, was sie getan hat, sonst Spoiler ich. Aber es hat mich einfach so... Jennifer Rolle (1:08:30) Mhm. Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:08:48) berührt und wütend gemacht diese ganze Geschichte, dass ich dachte, ich muss das jetzt schreiben. Und dafür ging dann ja natürlich nur Granada. Weil es eben in Andalusien gespielt hat, reale Begegenheit, die meinem Roman zugrunde liegt. Und dann, wenn ich den Roman habe, zum Beispiel, an Argentinien spielt, der heißt Dein für immer, da ist auch wieder eine wie auch bei das Geheimnis von Granada, eine Protagonistin, die eben etwas aufdeckt, was in der Vergangenheit passiert ist, was aber mit ihrer Familie zu tun hat. Da spielt diese Vergangenheit zur Zeit der Diktatur in Argentinien und das geht dann logischerweise auch nur in Argentinien. Und davon abgesehen hat mich eben am Schauplatz Argentinien einfach so wahnsinnig diese Musik gereizt, der Tango und diese Leidenschaft und ja... Die Landschaft natürlich auch wieder, die habe ich dann auch auf Cover, diesen Baum. Und so ist das immer bei mir ein Gemisch aus ... der Landschaft aus dem Gefühl, dass diese Landschaft und diese Musik in mir auslösen und dem Gefühl, dass einfach die Geschichte, die dahinter steckt, mir auslöst. dementsprechend sage ich mir eigentlich nie, okay, ich verlege meine Geschichte jetzt in die USA, weil das irgendwie mehr Leser bringt. Das kann ich nicht. Die Geschichte muss da spielen, wo es sich für mich richtig anfühlt. Okay, und das muss zur Geschichte passen. Basketball gehört eindeutig in USA. Jennifer Rolle (1:10:14) Mhm. Mhm. Und das muss zur Geschichte passen. Basketball gehört eindeutig in den USA. Und wenn Emma Wagner (1:10:25) Wenn es die Geschichte einer Nonne ist, die du gelesen hast, die irgendwo in Spanien spielt, dann muss das natürlich nicht die Geschichte auch da spielen. Das kann ich gut nachvollziehen. Was ich mich dann gefragt habe, ist, ob du diese Orte auch selbst bereist Jennifer Rolle (1:10:25) es die Geschichte einer Nonne ist, die du gelesen hast, die irgendwo in Spanien spielt, dann muss die Geschichte auch da spielen. Das kann ich gut nachvollziehen. Was ich mich dann gefragt habe, ist, ob du diese Orte auch selbst bereist hast oder... Tatsächlich alle kennst du alle oder machst du das Google Street View an und guckst Fotos an im Internet? Emma Wagner (1:10:42) hast? Ja, Kennst du alle oder machst du das Google Street View an? Also es ist tatsächlich so, dass ich überall war, aber... immer erst nachdem ich das Buch geschrieben hatte. Weil es tatsächlich so ist, dass ich eben während der Recherche mich so in diese Orte verliebe, dass ich dahin muss. Und dann immer hinterher denke, okay, du hättest dir verdammt viel Zeit sparen können, wärst du erst da gewesen. Weil das natürlich unfassbar schwierig ist, dass ich das alles eben per Recherche. Jennifer Rolle (1:11:08) Okay. Fuck, wenn du einfach erst dahin gefahren bist. Emma Wagner (1:11:23) anzulesen und sich wirklich alles irgendwie, du schon sagst, Google View und so anzugucken. Jede Straße, jede Ecke, jedes Haus. Aber tatsächlich ist es bislang wirklich immer so gewesen, dass ich erst den Roman geschrieben habe und mich dann beim Recherchieren, beim Schreiben so da in diese Landschaft, in diese Stadt, in diese Geschichte verliebt habe, dass ich da hin will. Einmal. Jennifer Rolle (1:11:26) Mhm. Mhm. Mhm. Aber sagen wir mal so, das sind dann die best vorbereitetsten Emma Wagner (1:11:51) Vorbereiteten Reisen, man dann ja so haben kann. Definitiv. Man weiß dann schon genau, wo man hin muss. Man kennt sich schon aus. Absolut, Jennifer Rolle (1:11:51) Reisen, man dann ja so haben kann. Man weiß dann schon genau, wo man hin muss, man kennt sich schon aus. Emma Wagner (1:11:59) absolut. Auch als ich nach Korsika bin, habe in diesem Reiseführer zigtausend Vermerke, Blätterchen, da rausgucken, weil ich weiß, müssen wir hin, weil, da müssen wir hin, weil, und so, da müssen wir hin. Und dann konnte ich meiner Familie quasi in Führung bieten durch alles, da irgendwie, oder genauso auf Zypern. habe ich ja auch erstmal in Roman geschrieben und dann sind wir dahin gefahren. Mehrmals inzwischen sogar, sind schon drei oder vier mal auf Zypern gewesen und ich weiß einfach ganz genau, was hier und da und dort warum und wieso zu sehen ist. bei Zypern zum Beispiel fand ich auch einfach diese ganzen, ja, mythischen Legenden, ja die mythenen Legenden fand ich auch so toll. Also abgesehen natürlich von der sehr dramatischen Geschichte der Teilung. Jennifer Rolle (1:12:31) Lustig. Emma Wagner (1:12:45) Also bei Zypern war so, der Roman heißt ja, weil du mich riefst. Und es ist quasi eine Romeo und Julia Geschichte, weil Zypern ja zweigeteilt ist. Und das fand ich einfach so total faszinierend. Zypern hat die letzte, heutzutage in der ganzen Welt noch geteilte Hauptstadt, nämlich Nicosia, durch die tatsächlich eine Mauer, eine Grenze verläuft. Die einzige Hauptstadt auf der ganzen Welt, die noch zweigeteilt ist. Jennifer Rolle (1:12:56) Mhm. Die es geteilt hat, das wusste ich gar nicht. Emma Wagner (1:13:15) Ein Teil gehört zur Türkei und der eine Teil quasi zu Griechenland, zur griechischen Seite. in diesem Roman geht es also eine Romeo und Julia Geschichte, weil sich quasi von beiden, in Anführungszeichen Welten, zwei Menschen ineinander verlieben. Und das hat natürlich jede Menge Konfliktpotenzial. Bei den Umstehenden, nicht bei Ihnen selbst natürlich. Jennifer Rolle (1:13:18) Griechenland. Emma Wagner (1:13:43) Und daraus entsteht eine sehr, sehr dramatische Liebesgeschichte, deren Entwicklung und Ende natürlich dann die Protagonistin der Gegenwart versucht herauszufinden, wobei sie dann wiederum selbst auch ihre Liebe trifft. Also sind in diesen Romanen, wie das Geheimnis von Granada, weil ich von dir träumte, weil du mich riefst, habe ich eigentlich immer im Grunde genommen zwei Liebesgeschichten, einen in der Gegenwart, einen in der Vergangenheit. Was natürlich auch wieder doppelte Arbeit gemacht hat. wenn man es richtig machen will, dass man wirklich mitfühlen kann, dann braucht es dann seinen Platz. Genau. Jennifer Rolle (1:14:08) Ja, definitiv. Also wenn man es richtig machen will, dass man wirklich mitfühlen kann, dann braucht das dann seinen Platz. Emma Wagner (1:14:16) Und jetzt habe ich gerade den Faden verloren, was ich eigentlich sagen wollte, aber ja, so ist es halt. Auf jeden Fall hast du die Orte nachträglich bereist. Genau, jetzt weiß ich auch wieder, was ich sagen wollte. Und jetzt habe ich es einmal geschafft, einen Ort im Vorfeld zu bereisen, ein Land. Jennifer Rolle (1:14:21) Auf jeden Fall hast du die Orte nachträglich bereist, wo deine Geschichten spielen. Emma Wagner (1:14:35) über das ich noch einen Roman schreiben will. Und zwar war ich in Portugal letztes Jahr, oder vorletztes Jahr, ich weiß nicht mehr genau. Also es war so, dass meine Eltern nämlich genau nach hin reisen wollten, sich das aber alleine nicht so ganz zugetraut hatten, sonst sind sie immer dann quasi mit Reisegruppen unterwegs, was aber auch immer so bisschen unschön ist. Und dann haben sie gesagt, da kannst du nicht mitkommen und uns so bisschen helfen, sprachbarriere-technisch einfach uns da herumzuführen, dass wir nicht verloren gehen. Und dann habe ich das gemacht und... Jennifer Rolle (1:14:40) Mhm. Emma Wagner (1:15:04) mich auch wieder so in diese Orte Porto und Sintra und Lissabon verliebt, dass ich gewusst habe, okay, hier muss ein Roman spielen. Mal gucken, ob ich es hinkriege, mal in dieser Reihenfolge. Ob das dann besser ist oder vielleicht dann doch irgendwie diese Intensität fehlt, das vorher alles recherchiert zu haben. Das weiß ich nicht, also weil bislang habe ich es noch nicht geschafft, aber ich habe es vor. Jennifer Rolle (1:15:14) bin gespannt, wie sich das dann anfühlt. Ob das dann besser ist oder vielleicht dann doch irgendwie diese Intensität fehlt, vorher alles recherchiert zu haben. Emma Wagner (1:15:32) Mal schauen, ob ich den kriege. Also die Bücher, die ich jetzt von dir gelesen, schrägstrich gehört habe, die enthalten durchaus ja auch die eine oder andere Spicy Szene. Das ist ja durchaus ein polarisierendes Thema, die einen lieben es, die anderen hassen es. Wie ist das für dich? Ist das so als Autorin Pflicht oder Kür? Also ich muss ehrlich sagen, zu Beginn Jennifer Rolle (1:15:32) Spannend, spannend, spannend. Also die Bücher, die ich jetzt von dir gelesen, schrägstrich gehört habe, die enthalten durchaus ja auch die ein oder andere Spicy-Szene. Das ist ja durchaus ein polarisierendes Thema, die einen lieben es, die anderen hassen es. Wie ist das für dich? Ist das so als Autorenpflicht oder Kür? Emma Wagner (1:15:59) habe ich das immer ausgeklammert bei meinen ersten Büchern, Liebe und andere Fettnäpfchen oder Regie für nur die Liebe oder auch bei den ersten Basketballern. Habe ich es immer ausgeklammert. Jennifer Rolle (1:16:02) Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:16:12) Weil ich das selber nur kannte oder größtenteils von Büchern, die ich früher gelesen habe. Aber da ist einfach ein großer Wandel, hat auch einfach stattgefunden bei den Büchern. Früher war das einfach nicht so üblich und dann habe ich es auch ausgeklammert und wäre mir auch glaube ich komisch vorgekommen da näher drauf einzugehen. Auch im Hinblick witzigerweise auf Jennifer Rolle (1:16:27) Hmm. Emma Wagner (1:16:41) vielleicht meine Kinder oder so. Meine Tochter liest ja inzwischen auch mal eine Bücher, aber eben erstmal die ohne Spice. Wo sie sich immer vorher vergewissert hat, komm da auch nicht komische Sachen vor. Wieso? Nein, komm nicht komische Sachen vor. Jennifer Rolle (1:16:44) Mhm. Ja, Kinder und Großeltern oder die eigenen Eltern, die sollen das dann immer nicht lesen am liebsten. Emma Wagner (1:16:57) Und dann, witzigerweise, fing ich dann irgendwann an da so ein bisschen tiefer zu gehen auch, bisschen spicierer zu schreiben und hab gedacht, Gott, aber was werden dann so die Verwandten und sagen, vor allem die Älteren? Und dann witzigerweise kam dann mal irgendeine Verwandte zigtausend Ecken, die auch schon sehr sehr alt war und hat gemeint, ja, aber du solltest ruhig, du könntest ruhig ein bisschen mehr. Da kann es bisschen mehr zur Sache gehen. ich so, okay. Im nächsten Buch dann aber ein bisschen mehr. Und ich stand da so, okay, wenn das so ist. Ich habe mir gedacht, okay, die hätten wir. andere Menschen haben ein Leben hinter sich. Und deren Kinder sind auch nicht irgendwie, wie soll ich sagen, vom Storch geliefert worden. Ja, und dann fing ich einfach so damit an. Und inzwischen fällt mir das einfach, da kann ich auch, ja, also gehört dazu. Jennifer Rolle (1:17:35) Ja, ältere Menschen haben ein Leben hinter sich noch und deren Kinder sind auch nicht irgendwie vom Storch geliefert worden. Emma Wagner (1:17:52) fällt es mir überhaupt nicht schwer, das ist auch nicht komisch oder irgendwas und macht mir auch Spaß. Aber es ist trotz allem, und das ist mir einfach wichtig, immer... Mir fällt jetzt das richtige Wort nicht an, merkt bin Autorin hahaha. Ja, mir fällt das Wort nicht ein. Es ist nie... Also man kann Spice so und so schreiben. Nicht zum Selbstzweck. Jennifer Rolle (1:18:16) Nicht zum Selbstzweck Emma Wagner (1:18:17) Genau, es muss zur Geschichte passen. Es muss sich aus der Geschichte ergeben, es muss die Geschichte irgendwie fortführen. Zum Beispiel hatte ich in einem Roman die Tatsache, die, das war glaube ich bei dem Zypernroman, bin ich mir gerade nicht sicher, ist die Protagonistin zum Beispiel durch Narben verunstaltet. Und es ist für sie natürlich ein ganz großes Ding sich dann auch auszuziehen, geschweige denn einen Mann an sich heranzulassen und die Art und Weise wie er das dann macht, wie er sie mit ihrem Körper quasi auch versöhnt. Es ist wahnsinnig wichtiger Aspekt in diesem Roman. Also rein zum Selbstzweck geschieht das bei mir auch nie. Und es ist auch immer, mir fällt immer noch das Wort ein, aber schön geschrieben. Mir fällt das Wort einfach nicht ein. Man kann es natürlich sehr pornografisch beschreiben und das tue ich nicht. Auf gar Jennifer Rolle (1:18:40) Mhm. Ja. Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:19:05) Mir Jennifer Rolle (1:19:05) Mhm. Emma Wagner (1:19:05) fällt das noch immer noch nicht ein, das gibt's doch nicht. Egal, fällt mir danach ein. Aber siehst du, das ist halt das, was ich meine. ich das schreiben würde, würde es mir sofort einfallen. Aber im Gespräch fallen mir die richtigen Worte nie ein. Falls es dir doch später einfällt, dann schreiben wir es in die Shownotes Oh man, ich guck hier gerade mal auf die Uhr des... Jennifer Rolle (1:19:10) Könntest du wohl meinen? empathisch oder... Falls es dir noch später einfällt, dann schreibe es in die Show-Notes. ⁓ man, ich guck hier gerade mal auf die Uhr der Videokonferenz hier des Mitschnitts. Wir sind schon fast anderthalb Stunden hier am Quatschen. Ich fürchte... Ich fürchte, wir müssen so langsam mal irgendwie das rund kriegen hier. Emma Wagner (1:19:35) der Videokonferenz hier, das Mitschnitt hier, schon fast anderthalb Stunden hier am Quatschen. Ich rede fast so gern wie ich schreibe, Ich fürchte, wir müssen so langsam mal irgendwie das rund kriegen hier. Vielleicht dann lass uns mal übergehen zu der Frage. Jennifer Rolle (1:19:51) Vielleicht dann, lass uns mal übergehen zu der Frage, Emma Wagner (1:19:58) Wenn einem jetzt Bound by Dreams zum Beispiel sehr, gut gefallen hat, dein letztes tolles Buch, gibt es eins, wo du sagen würdest, dann solltest du unbedingt auch noch das Buch lesen? Jennifer Rolle (1:19:59) wenn einem jetzt Bound by Dreams zum Beispiel sehr, gut gefallen hat, dein letztes tolles Buch, gibt es eins, wo du sagen würdest, dann solltest du unbedingt auch noch das Buch lesen? Emma Wagner (1:20:12) Ja, alle. Ja, doch natürlich alle. nein, also alle meine Romane haben Tiefe. Das ist mir immer ganz wichtig. Die mögen lustig, humorvoll sein. Jennifer Rolle (1:20:14) Hahahaha! Mhm. Emma Wagner (1:20:25) Manche sehr lustig, manche mehr auf Gefühlsebene ausgerichtet, aber alle haben sie Tiefe. Und dieser Roman hat sehr, sehr viel Tiefe. Und da muss natürlich dann unbedingt auch der Nachfolgeband Bound by Hopes gelesen werden. Wer Bound by Dreams geliebt hat, wird Bound by Hopes verschlingen. Aber der ist noch nicht erschienen? Genau, der erscheint dann im März. Sind natürlich auch immer alle in sich abgeschlossen, also keine Sorge. Jennifer Rolle (1:20:34) Mhm. Mhm. Aber der ist noch nicht verfügbar, oder? Nee. Emma Wagner (1:20:54) Aber es ist so, dass einige meiner Romane, wie ich gerade schon sagte, mehr in die rein humoristische Richtung gehen, so Bridget Jones-mäßig. Das sind dann so diese ersten Romane. Lieben und Andere Fettnäpfchen zum Beispiel. Dann habe ich Romane, die sind humorvoll und dramatisch. Das sind die Irish Feelings auf jeden Fall. Meine absolute ever always Lieblingsreihe Irish Feelings. Die sind sehr, sehr lustig. Jennifer Rolle (1:21:13) Mhm. Emma Wagner (1:21:22) aber auch gleichzeitig sehr dramatisch. Und dann habe ich eben diese Romane, mehr in die dramatische Richtung gehen. sind alle, die eben ein Familiengeheimnis haben, das es aufzudecken geht. Das sind all diese Romane, die rund die Welt verstreut spielen. Und in diese Richtung würde ich dann auch tatsächlich gehen, wer Bound by Dreams gemocht hat. Dem würde ich tatsächlich das Geheimnis von Granada empfehlen. Oder weil ich von dir träumte auf jeden Fall. Jennifer Rolle (1:21:46) Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:21:51) Und sehr humorvoll lustige Richtung ist dann eben wie gesagt auch die Schwedenreihe. Aber auch wie gesagt, also Tiefe gibt es eigentlich in fast allen Romanen von mir, vor allem auch zum Beispiel die Eidechse, Pinguin, Schildkröte. Alle haben sie Tiefe. Ich nenne es immer nur die Tiere, die im Titel vorkommen. Das hat sich irgendwie so eingebürgert. Genau und ja, also breite Auswahl. Wo könnte man dann erfahren... Jennifer Rolle (1:22:17) Wo könnte man dann erfahren, wenn jetzt Bound by Hopes rauskommt oder wenn es jetzt vielleicht zu haben ist, wo könnte man das erfahren? Wo kann man dir folgen? Emma Wagner (1:22:20) Wenn jetzt Bound by Hopes rauskommt oder wenn es jetzt wirklich zu haben ist, wo könnte man das erfahren? Ja, Wo kann man hier folgen? Auf jeden Fall ganz, ganz wichtig immer auf Amazon auf Folgen drücken. Dann wird man immer informiert, wenn ein neuer Roman von mir erscheint. Das ist ganz, ganz wichtig. Dann kriegt ihr auch immer alle Deals mit und alles, was so mit meinem Roman zu tun hat. Wenn ihr mir auf Amazon folgt, kriegt ihr immer sofort E-Mails, wenn es irgendwas ein Kindledeal, ein Prime Deal oder was auch immer aus irgendeinem Grund herabgesetzt ist. Jennifer Rolle (1:22:33) Mhm. Mhm. Mhm. Emma Wagner (1:22:50) haben und natürlich mein newsletter also auf meiner seite einfach in meinem newsletter eintragen da kriegt ihr sowieso alle infos und auch rundherum gewinnspiele und so weiter und sofort mitgeteilt und news und alles was in meinem Leben noch passiert falls es euch interessiert und ich bin auch erreichbar auf instagram auf tiktok und facebook Jennifer Rolle (1:23:11) Mhm. Mhm. Mhm. Alles klar. Wunderbar. Ja, also zum Thema Folgen, das kann ich auch nur den Hörern und Hörern dieses Vodcasts einmal mitgeben. Falls euch der Beitrag ja heute gefallen hat, dann hinterlasst nicht nur ein Like, sondern abonniert gerne diesen Kanal, teilt ihn mit anderen Romance-Fans. Das ist absolut wichtig, das hier fortführen zu können. Emma Wagner (1:23:18) Ja, also zum Thema Folgen, das kann ich auch nur den Hörerinnen und Hörern dieses Vodcasts einmal mitgeben. Falls euch der Beitrag heute gefallen hat, dann hinterlasst nicht nur ein Like, sondern abonniert gerne diesen Kanal, teilt ihn mit anderen Romance-Fans. Das ist absolut wichtig, um das hier fortführen zu können. Jennifer Rolle (1:23:40) Und ansonsten nutzt auch gerne die Affiliate-Links, die ich euch unten in die Show-Notes reinstelle von ein paar der empfohlenen Bücher von Emma. Dann unterstützt ihr auch noch ein bisschen mehr meine Arbeit, die ich hier tue. Und ansonsten bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei dir, Emma, für dieses wundervolle Gespräch, die Insights, die lustigen Geschichten, die du mitgebracht hast. Und ich freue mich schon riesig auf Bound by Hopes. Emma Wagner (1:23:40) Und ansonsten nutzt auch gerne die Affiliate-Links, die ich euch unten in die Show Notes reinstelle von ein paar der empfohlenen Bücher von Emma. Dann unterstützt ihr auch noch ein bisschen mehr meine Arbeit, die ich hier tue. Und ansonsten bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei dir, Emma, für dieses wundervolle Gespräch, die Insights, die lustigen Geschichten, die du mitgebracht hast. Und ich freue mich schon riesig auf Bound by Hopes. Ja, also ich danke dir. Ich könnte doch stundenlang mit dir reden. Wie gesagt, ich rede fast noch lieber als ich schreibe. Geschichten gehen mir nie aus. Also gerne einander mal wieder beim nächsten neuen Buch. Und vielen, vielen, Dank für dieses tolle Interview, dieses tolle Gespräch und die schöne Zeit und die Tatsache, dass du Bound by Dreams geliebt hast. Jennifer Rolle (1:24:38) Also dann bis zum nächsten Mal. Tschüss! Emma Wagner (1:24:38) Also dann bis zum nächsten Mal! Danke allen, zugehört haben, zugeschaut haben und

01:04:39 Die Wahl des Handlungsortes in Geschichten

In diesem Zeitabschnitt liegt im automatischen Transkript kein klar zuordenbarer Text vor.

01:09:56 Reisen und Recherche für das Schreiben

In diesem Zeitabschnitt liegt im automatischen Transkript kein klar zuordenbarer Text vor.

01:15:32 Spicy Szenen: Pflicht oder Kür?

In diesem Zeitabschnitt liegt im automatischen Transkript kein klar zuordenbarer Text vor.

01:19:52 Empfehlungen für weitere Lektüre

In diesem Zeitabschnitt liegt im automatischen Transkript kein klar zuordenbarer Text vor.

01:22:20 Abschluss und Ausblick auf zukünftige Werke

In diesem Zeitabschnitt liegt im automatischen Transkript kein klar zuordenbarer Text vor.

Zurück zum Vodcast