Transkript des Vodcast mit Anna Rush
Hinweis: Dieses Transkript wurde automatisch erstellt und leicht geglättet. Für Zitate bitte die Episode anhören.
Kapitel
- 00:00 Einführung und Vorstellung von Anna Rush
- 04:40 Der Weg zur Autorin: Langeweile und Schreiben
- 06:27 Der Übergang zur Vollzeitschriftstellerin
- 09:26 Berufliche Hintergründe und Erfahrungen
- 12:42 Lesen als Leidenschaft und Inspirationsquelle
- 16:27 Lernen des Schreibhandwerks
- 18:27 Hobbys und persönliche Ticks
- 21:04 Einführung ins A oder B-Spiel
- 24:27 Das Pseudonym und seine Bedeutung
- 28:23 Charakterisierung der Bücher
- 29:30 Romantik und persönliche Vorlieben
- 34:37 Wo findet man Annas Bücher?
- 37:15 Die Becoming Bad Guys Reihe und ihre Entwicklung
- 40:13 Charakteranalyse Law of Dangerous Attraction
- 52:45 Die Rolle von Victoria und Geschlechterdynamik
- 55:35 Wie schreibt man Enemies-to-Lovers glaubwürdig?
- 56:14 Recherchen und Authentizität in der Erzählung
- 59:33 Die Kunst der spicy Szenen und emotionale Tiefe
- 01:01:49 Aufklärung durch Literatur
- 01:03:33 Sexualität und zwischenmenschliche Beziehungen
- 01:07:33 Lustige Dialoge
- 01:09:22 Bromance und Dynamiken zwischen Männern
- 01:13:49 Abschlussgespräche mit Protagonisten
- 01:14:55 Lieblingscharaktere und persönliche Identifikation
- 01:17:28 Damsel-in-Distress - was hältst du davon?
- 01:19:55 Der Schreibprozess und seine Herausforderungen
- 01:23:30 Der kreative Schreibprozess
- 01:27:17 Schreibgewohnheiten und -blockaden
- 01:30:36 Selbstpublishing vs. Verlagswesen
- 01:31:52 Empfehlung für weitere Bücher aus Annas Portfolio
- 01:33:23 Zukünftige Projekte und Genre-Experimentierung
- 01:36:04 Wie kann man dir folgen?
Transkript
00:00 Einführung und Vorstellung von Anna Rush
Jennifer Rolle (00:22) Bevor wir reinstarten in die heutige Folge möchte ich dich noch auf ein Gewinnspiel aufmerksam machen, das meine heutige Gästin Anna Rush und ich gerade veranstalten. Wir verlosen nämlich das aktuelle Buch von Law Dangerous Attraction.
Und zwar verlosen wir das Ganze fünfmal. Du hast also eine reelle Chance, Exemplar zu ergattern. Und die Bedingungen zur Teilnahme findest du unseren Social Media Kanälen, auf Instagram und auf TikTok. Aber jetzt erstmal viel Spaß mit der heutigen Folge.
Jennifer Rolle (01:00) und ich bin schon ganz aufgeregt. habe heute nämlich eine ganz tolle Autorin zu Gast, die ich schon seit Jahren verehre und ich habe mehrere Anläufe unternommen, hierher einzuladen in mein Vodcast, bis sie sich endlich jetzt hat erweichen lassen. Und tatsächlich ist es auch für sie eine Weltpremiere, denn sie ist eher der Typ, die Öffentlichkeit scheut. Das wird sie uns bestimmt gleich noch erzählen. Und daher ist es für mich noch eine noch größere Ehre, dass sie sich ausgerechnet mein Vodcast ausgesucht hat,
tatsächlich mal in Erscheinung zu treten. Ich sagte ja schon, ich bin ein Riesenfan von ihr. Sie ist für mich die Queen der Bromance, der starken Frauenfigur in der lustigen Wortgefechte und vor allem der genialsten Plot-Twist, die sowas von unerwartet kommen. Herzlich willkommen, Anna Rush!
Anna (01:52) ⁓ Hallöchen! Schön, dass ich hier sein darf bei dir.
Jennifer Rolle (01:55) Ich schon ganz gespannt, weil du schreibst auf deiner Website, dass du durchaus dazu neigst, recht schnell zu sprechen. Vielleicht müssen wir hinterher die Geschwindigkeitseinstellung auf die halbe Stufe stellen, wenn wir uns das Interview hinterher anhören. Du schreibst oder du sagst von dir, du hättest oder manche glauben, dass du das Rappen erfunden hast. Wir testen das jetzt gleich mal an.
Anna (02:23) Ja?
Jennifer Rolle (02:24) Und vielleicht gleich direkt mit der Einstiegsfrage oder wir lassen es erstmal ganz locker angehen. Erzähl doch mal, wer bist du? Vielleicht mal so ein paar ganz grobe Rahmendaten zu dir.
Anna (02:34) Also ja, ich bin Anna Rush und mein Mann behauptet, ich hätte das Rappen mehr erfunden. Oder seine andere alternative Erklärung ist auch, dass ich gleich auf einhalbfacher Geschwindigkeit spreche, damit niemand auf schneller stellen muss, wie die Leute es ja so gerne machen. So, ansonsten, wenn ich nicht rappe, bin ich Autorin. Das ist jetzt schon ein paar Jahre. Mittlerweile habe ich 37 Bücher jetzt fertig geschrieben. Davon sind 30 veröffentlicht und 24 davon habe ich auch alleine geschrieben. Ja, das war's zu mir.
Jennifer Rolle (03:02) Wahnsinn.
Ja, Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.
Ich sagte ja schon in der Einleitung, du bist eher bisschen öffentlichkeitsscheu. Also selbst wenn man mal auf deine Website guckt oder auch auf deine Social Media Accounts, sieht man höchstens meine Hand von dir. In 99 Prozent der Fälle stehen aber deine Geschichten im Vordergrund, deine ProtagonistInnen. ehrlicherweise, ich hatte im Geheimen total damit gerechnet, dass da ein Mann dahinter steckt, hinter dem Pseudonym, der sich praktisch da nichts zu erkennen geben möchte als Mann.
Haben das auch schon andere gedacht?
Anna (03:39) Jetzt nicht, dass ich wüsste. Ab und zu zeige ich mal ein Bild von mir, aber ich habe da jetzt wirklich kein so großes Interesse, mich zu zeigen. ich mag gerne, wenn Leute meine Bücher mögen, aber weiß nicht, für mich hat das wenig mit mir zu tun gehabt. Gerade am Anfang, vielleicht auch, weil ich als Leserin, ich lese schon mein ganzes Leben, habe ich das Gefühl, ich habe mich nie für die Autoren dahinter interessiert. Einfach nicht. Die Bücher mussten für mich gut sein. Ich kannte dann auch ein paar Namen, die ich gerne mochte. Aber was die Privat noch so treiben hat mich einfach nie interessiert.
Also ging ich natürlich irgendwie davon aus, dass Leser auch überhaupt nicht interessiert, was mit mir ist. Also das war für mich einfach außerhalb meiner Welt, mich selbst zu zeigen. Ich habe die Bücher gezeigt, die Protagonisten, das was ich dachte, was die Leute vielleicht interessieren könnte. Und das ist dann auch so geblieben und hat auch so voll reingespielt, weil ich bin halt gerne alleine zu Hause in meiner kleinen Höhle und dieses Klischee vom Autor im Stillen käme allein. Perfekter Job, hier bin ich.
Und was halt auch noch so eine Sache ist, ob ich mir Gedanken gemacht habe, was ist denn, wenn man von jemandem Bücher richtig gut findet? Also sowas, sagt, Lieblingsautorin, ja? Und dann findet man die Person total unsympathisch. Wie geht man damit um? Oder umgekehrt, du findest eine Person total toll, liest ein Buch und denkst ja, nee, also, oh nee.
Was macht man damit? Ich möchte das nicht. Ich möchte nicht, dass jemandes Bücher echt toll finden, dass ich denjenigen unsympathisch finde. Und ich möchte auch nicht, Leute das so mit mir geben. Das ist vielleicht auch nur so eine kleine Hemmschwelle. Ich weiß nicht, wie geht's dir denn bei sowas?
Jennifer Rolle (05:05) Ich habe noch keine Autorin getroffen, die mir unsympathisch gewesen wären. Gegenteil. Ich war jetzt gerade auf der Leipziger Buchmesse und habe da ja nun die Chance gehabt, ganz viele Autorinnen zu treffen. Und das waren alles so nette kleine Gespräche. Ich weiß nicht, ob du es verfolgt hast. Ich stelle auch kleine Mini-Interviews ein auf Social Media, die ich da aufgenommen habe. Und das war alles super sympathisch.
Anna (05:09) Das ist ja gut,
Ja, das ist das Ideale dann.
↑ Zurück nach oben04:40 Der Weg zur Autorin: Langeweile und Schreiben
Jennifer Rolle (05:35) Das ist mag ein Risiko sein, ja, dass man dann von der Chemie her vielleicht doch nicht so gut zusammenpasst mit seinen Fans. Andererseits, wenn man deine Bücher liebt, wie kann man dich dahinter nicht lieben? Also, kann ich mir gar nicht vorstellen.
Anna (05:49) Das ist lieb von dir.
Jennifer Rolle (05:51) Du sagst ja selbst, du hast jetzt wahnsinnig viele Bücher schon rausgebracht und ein paar sind da noch auf der Warteliste, die in einer Pipeline sind. Du schreibst auf deiner Website, dass du über das Selberlesen und auch über die Langeweile zum Schreiben gekommen bist. Wie darf man sich das vorstellen? Kannst das noch mal bisschen erläutern?
Anna (06:17) Zum ersten Mal geschrieben habe ich, weil mir langweilig war, in einem Job. Ich möchte es nicht genau sagen, war noch nicht wo, weil ich den Arbeitgeber nicht schlecht darstellen lasse. Aber ich war total langweilig. Ich habe mir Aufgaben gesucht, habe dann irgendwann alles umgestellt gehabt, schon so bisschen. Ich war die erste, die angefangen hat, die digitale Schiene dann da reinzugehen. Und dann war man halt langweilig, als ich mit allem fertig war. Also habe ich angefangen, mich mit etwas zu beschäftigen und es waren halt dann Geschichten, ein bisschen aufschreiben.
Und da habe ich mit allem angefangen. Ich habe Jugendbücher mit Pferden geschrieben, weil ich die als Jugendliche geliebt habe und dann wollte ich was in Richtung Kink schreiben. So eine Endzeitgeschichte mit ein bisschen Horrorelementen auch angefangen. Da habe ich dann komplette Welt erst mal entwickelt. Dann habe ich was angefangen im Stil von Tommy Jaud der ja auch mal so modern war. Weiß gar nicht, ob er es noch ist. Aber halt mit einer weiblichen Hauptfigur. Und das ist dann alles wieder eine Schublade gelandet, als ich mehr Aufträge dann endlich mal bekommen habe.
Jennifer Rolle (07:12) Mhm.
Mhm.
Anna (07:13) Und da lag das dann...
Ich verging dann Zeit und hatte wieder so eine Phase, wo ich lange Zeit hatte, habe ich es rausgeholt und dann habe ich gedacht, mein Gott, macht so einen Spaß, das irgendwie so erfüllend, runterzuschreiben.
Ich war dann glücklich damit irgendwie, dass das da...
Jennifer Rolle (07:30) Du
machst das auch schon lange als Vollzeitautorin. Das heißt, seit wann kannst du davon leben? Gleich vom Buch 1 an oder wo hat der Erfolg eingesetzt?
Anna (07:34) Mh!
Mh. Mh.
Das ist ein Geschichte. Also ich hatte diese Langeweile wieder und eigentlich war diese Langeweile so ein Jahr Auszeit beruflich, wo ich mir und mein Mann auch uns überlegen wollten, was wollen wir als nächstes beruflich machen. Und dann habe ich halt im Zugedesten halt, mich auch zu beschäftigen, diese Bücher aus der Schublade geholt und habe dann weitergeschrieben, vor allem diese Tommy Jaud lustige Romcom-Geschichte in die Richtung. hat es mir dann angetan gehabt. Hab dann auch alles mögliche andere ausprobiert, also alles ein bisschen mit Romance, aber von...
Romantasy, dann ein bisschen Spicy, gar kein Spice, extrem viel Spice, alles ausprobiert und dann einfach mal quasi hochgeladen. Ich hatte dafür vorher schon mal ein, zwei Sachbücher geschrieben für Freunde. Also so ganz fremd war der Prozess mir nicht. Und dann haben tatsächlich Leute das halt gut gefunden und haben mich so angeschrieben und es kam Bewertung und es kam Geld rein. Dann haben wir nach einem dreiviertel Jahr, also Jahr ging zu Ende, so mal geschaut.
Stundelohn, Euro ist es nicht so knallig, aber immerhin war es was. Dann wir so gedacht, okay, mit einer Backlist noch und so, man könnte auch auf einen Halbtagsgehalt kommen. Dann hat mein Mann gesagt, ja, komm, ich suche mir jetzt was und du machst das mit dem Schreiben. Halbtagsgehalt ist okay, wir haben keine Kinder, bleibst zu Hause, machst was, was dich glücklich macht. Dann haben wir uns halt überlegt, jetzt müssen wir uns aber, wenn ich das richtig angehen muss, sollte ich mich vielleicht bisschen mehr spezialisieren. Was hat mir meisten Spaß gemacht? Das war Humor mit viel Erotik.
Jennifer Rolle (09:06) Mhm. Mhm.
Mhm.
Anna (09:09) Also
↑ Zurück nach oben06:27 Der Übergang zur Vollzeitschriftstellerin
dann haben wir gesagt, okay, dann legen wir nochmal neu los mit Anna Rush. Und dann ab dem ersten Buch quasi, nachdem mein Mann gesagt hat, los jetzt schreib weiter, das ist dein Ding, damit bist du glücklich, ich dass du glücklich bist, dann hat es funktioniert. Auf einmal war ich Vollzeitjobautorin quasi, weil es dann ein Ganztagsgehalt wurde quasi. Und es war irgendwie so ein Zeichen, dass es wohl richtig war für mich.
Jennifer Rolle (09:26) Oben.
Das heißt, du hast deine ersten Bücher noch unter einem anderen Namen veröffentlicht? Steckst uns den oder ist das geheim?
Anna (09:35) Mh.
Es
ist jetzt nicht so geheim, dass man es nicht rausfinden könnte, aber ich brauch das jetzt nicht. Diese Bücher sind auch schon nicht mehr auf dem Markt. Ja, das war halt eigentlich so eine Blamage. Also ich hab mit dem Korrektor, das hat nicht so geklappt. Da war das voller Fehler noch, weil man sich da halt so günstige Korrektur ist und vielleicht eine gute Korrektur, was natürlich dann nicht.
Jennifer Rolle (09:48) Okay.
Alles klar!
Hahahaha
Anna (10:06) Ja, der Buchsatz war natürlich auch nicht so superklasse. Man hat sich selber beigebracht und war natürlich auch im ersten zufrieden. Dann hat mein Schwiegervater, der ist nämlich Buchsetzer, Er hat mir noch ein bisschen was gezeigt. Aber ich habe auch nicht auf alles gehört. dachte, ich mache es ein bisschen moderner, aber der hat es gelernt. Das war dann aber auch. Eigentlich hatte er Recht. Und ja, also deswegen...
Jennifer Rolle (10:25) Man glaubt immer
alles besser zu wissen, nach und nach merkt man, die Fachleute hatten doch recht.
Anna (10:28) Haha!
Ja.
Jennifer Rolle (10:36) Das ist ja eine lustige Entwicklung. Und du hast aber vorweg auch eine ganz interessante Historie an lustigen Jobversuchen. Was hast du da so alles ausprobiert?
Anna (10:48) Ausprobiert habe ich eigentlich nicht. Ich habe alles durchgezogen. Ich habe eine Ausbildung gemacht zur Justiz -Fachangestellten und dann direkt übernommen worden im Notariat. Damals waren die bei uns ja noch staatlich. Und dann dachte ich mir auch schon, oi oi oi, hier den Rest meines Lebens. Ich bleibe jetzt hier, bis ich in Rente gehe. Finde ich irgendwie ganz komisch. Mein Mann musste zur Bundeswehr und ich habe ihn dann begleitet und die haben gefragt willst du dich nicht auch bewerben. Wir suchen ja jetzt Frauen.
Jennifer Rolle (10:51) Ich ja unterdurchgezogen.
Mhm.
Anna (11:14) Dann habe gesagt, okay, dann probiere ich das auch mal aus, mich zu bewerben. Dann haben die mich auch noch genommen und dann war ich halt acht Jahre bei der Bundeswehr. Danach habe ich die Verhochschulreifenachtung.
Jennifer Rolle (11:23) Als was?
↑ Zurück nach oben09:26 Berufliche Hintergründe und Erfahrungen
Also ganz normal Ausbildung zur, keine Ahnung, Soldatin oder was macht man da?
Anna (11:31) Mein
Dienstgrad war Stabs-Unteroffizier und ich war bei den Fallschirmjägern und dort im Büro. Man macht alles, was alle Soldaten machen, Übungen, Schießen und das auch, aber meine Hauptaufgabe lag in einem Büro. Wir haben uns Ausbildung und solche Sachen gekümmert, Fahrzeuge. Es war eine coole Zeit, eine sehr lehrreiche Zeit. glaube, da habe ich unglaublich viel Zwischenmenschliches dort auch gelernt.
Jennifer Rolle (11:34) Okay.
Aha, okay.
Krass.
Anna (12:01) Auch mal über Grenzen hinaus zu wachsen und solche Dinge. viele Schwächen von mir bemerkt, aber auch viele Stärken kennengelernt. Ich wollte die Zeit auf gar keinen Fall missen, obwohl ich mich dort nicht längerfristig gesehen habe. Als es darum ging, ob ich nicht verlängern möchte und höher aufsteigen, wusste ich, das ist nichts, was ich länger machen möchte. Aber es war eine tolle Erfahrung und ich hatte die Chance dadurch, die Fachhochschulreise danach noch zu machen.
Jennifer Rolle (12:28) Mhm.
Anna (12:28) Das ist ja so ein Eingliederungsding, dann habe ich die nachgeholt und habe dann mir einen Studienplatz beim Finanzamt bekommen. Den habe ich dann im letzten Moment wieder zurückgegeben, habe mich mit meinem Mann selbstständig gemacht, der eine Idee hatte. Aber allein hat er es nicht geschafft. Also haben wir zusammen ein Ladengeschäft eröffnet in Karlsruhe, nicht ganz in Innenstadt, eine Straße ein bisschen weg. Und haben dann gleichzeitig noch einen Online-Shop. Ja, badisch, ja.
Jennifer Rolle (12:51) Jetzt erkenne ich auch deinen leichten Dialekt. Die leichte
Betonung, den Sing-Sang aus der Gegend.
Anna (12:58) Das war es. Ich kann noch schlimmer.
Ja. Und dann hat man diesen Laden und dann irgendwann schon oft gefragt, entweder wir werden jetzt extrem viel größer oder wir verkaufen ihn. Und dann war so dieses Ding, das ist auch nicht so mein Traumjob dort. mag, mit den Kunden fand ich schwierig und ich bin halt nicht so der Menschenkontakt Typ. Manchmal. Ja.
Jennifer Rolle (13:22) Wie wir ja schon festgestellt haben.
Anna (13:25) Und also haben wir das Ding dann verkauft und dann kam es dann zu diesem Jahr Auszeit wo wir uns neu orientieren wollten. Und dann bin ich mal schreiben gelandet und diesen Job möchte ich jetzt gerne ein bisschen länger machen. Aber das wird mal sehen, was die Zeit noch bringt. Also ich bin immer bereit, mich zu verändern, aber mir gefällt der Job schon sehr gut. Ich habe das Gefühl, da bin ich genau richtig und irgendwie aufgehoben.
Jennifer Rolle (13:43) Ja, ich glaube wir hoffen alle, dass du den Job jetzt nicht mehr so schnell wechselst.
Anna (13:49) Ja, danke.
Jennifer Rolle (13:51) Du
sagst, warst früher eine rechte Leseratte. das immer noch so? Kommst du noch zum Lesen? Was liest du da gerne? Und beeinflusst dich das auch bei deinen eigenen Büchern?
Anna (13:56) Ja.
↑ Zurück nach oben12:42 Lesen als Leidenschaft und Inspirationsquelle
Also ich kann mich an keiner Zeit meines Lebens erinnern, bewusst, in der ich nicht gelesen habe und ich lese eigentlich immer. Also es gibt mir zwei Sekunden und ich habe das Handy in der Hand mit dem Buch. Ich lese beim Zähneputzen, ich lese, wenn ich mir einen Kaffee mache, ich lese, wenn ich die Fenster alle öffne. Also ich habe es immer in der Hand. Ich lese sogar, wenn ich mit meinem Hund spreche und ihn graule. Also ich kann da nicht aufhören. Und Genre, also Romance natürlich und Science Fiction lese ich unglaublich gerne, Biografien immer mal wieder und da habe ich dann so Lesephasen.
Jennifer Rolle (14:28) Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Anna (14:35) Und bei Romance gibt es ja so viel. Also von Cosy, extrem dramatisch, sehr düster oder sehr witzig. Und da hab dann immer so Phasen. Da verschlinge ich dann alles dazu, bis ich dann irgendwann merke, oh, lesen ist doch ätzend, das macht alles gar keinen Spaß. Und meine Meinung okay, es ist wieder ein Wechsel angedacht. Dann muss ich wieder wechseln und dann macht's wieder Spaß. Und ja, so verschlinge ich dann das Zeug runter und hab dann aber auch Schwierigkeiten, wenn ich in so einer Phase bin, dazwischen was anderes zu lesen.
Jennifer Rolle (14:45) Mhm.
ich erkenne mich in dir wieder.
Anna (15:04) Aber...
Ihr wisst auch so ein Phasenleser, immer alles verschlingen zu einem Ding und dann...
Jennifer Rolle (15:10) Ja,
auch dann so, ich hab jetzt vor, keine Ahnung, vom Jahr hab ich mal dann mit Dark Romance angefangen, weil ich dachte so, muss ich ja jetzt mir auch mal angucken.
Und dann habe ich auch das Gefühl, ich brauche jetzt auch mal einen Überblick. Dann lese ich alles Mögliche. Und Dark Romance, Dark Romance, Dark Romance. Und dann denke ich irgendwann, nee, jetzt brauchst mal wieder eine schöne Romantasy oder eine Romcom oder so. Und dann wechselt das und dann mache ich wieder ganz viel von dem anderen. Aber es ist auch immer sehr extrem bei mir.
Anna (15:41) Ja,
aber ich finde auch Lesen ist ein Hobby und manchmal tun mir manche Blogger oder Leser auch so leid, wenn sie das Gefühl haben, sie müssen was lesen und müssen da irgendwie als Leser auch dienen. Nee, finde Lesen muss man genau nach Gefühl machen und darauf wo man richtig Lust hat und es wechselt halt manchmal auch einfach und ich hatte es auch schon mit Freundinnen drüber.
Es gibt auch so bisschen zyklusbedingtes Lesen. Das eine, was in der einen Zyklusphase super toll ist, ist in der anderen furchtbar. Und da ich relativ schnell Bücher abbreche, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich schon ein paar sehr gute Bücher abgebrochen habe, weil ich sie nur zu falschen Zeit gelesen habe. Aber ja.
Jennifer Rolle (16:07) Mhm.
Mhm.
Das konnte ich bei
mir jetzt noch nicht beobachten, diese Abhängigkeit, aber spannend.
Anna (16:24) Ich
habe ein paar drüber gehabt, ob denen das auch schon aufgefallen ist und tatsächlich haben das dann einige so, ja stimmt. Das finde ich auch ganz spannend, dass man da auch noch bisschen drauf achten kann, wenn man drauf Lust hat.
Jennifer Rolle (16:37) Das müssen wir mal
↑ Zurück nach oben16:27 Lernen des Schreibhandwerks
auswerten. Ja, interessant. Und ist denn da irgendwas dabei, wo du auch Inspirationen dann rausziehst oder ist das mehr so zu deiner Unterhaltung?
Anna (16:40) Ja, aber ohne Lesen, wär nix.
Ich finde es unglaublich motivierend, ich so ein richtig gut geschriebenes Buch, das mich so richtig reinzieht und wo ich so richtig mehr Anklang finde, dass es motiviert mich richtig selber weiter zu schreiben. Und Bücher, ich total mies finde, motivieren mich dazu. ist besser zu machen, also habe ich eine gewisse Motivation aus dem Lesen. Aber im Prinzip, wenn ich in einem Buch drin bin, fange ich da nicht an mit analysieren.
Also ich weiß, dass einige Kollegen gesagt haben, wir können seit sie selber schreiben gar nicht mehr Bücher lesen, weil sie nur auf die handwerklichen Sachen suchen. Das geht mir gar nicht so. Wenn ich ein Buch einsaug, bin ich da drin, dann geht die Geschichte und wenn es nicht gut geschrieben ist, handwerklich, aber es ist total gut die Geschichte, oder auch umgekehrt, ist handwerklich so eng gut ausgearbeitet, dass die Geschichte eigentlich gar nicht mehr wichtig ist, dann verschlinge ich das und merke gar nicht, was mir eigentlich daran genau gefallen hat. Das kann ich hinterher dann gar nicht sagen. Aber ja.
Jennifer Rolle (17:40) Ja cool. Das habe ich tatsächlich auch schon mal gehört, dass es für manche wirklich schwierig ist, das Innere dann mitlaufen zu lassen. Wie hätte ich das jetzt geschrieben oder auf dieses Handwerkliche dann auch zu achten? Wie hast du eigentlich dein Handwerk gelernt? Ist das so learning by doing oder hast du auch irgendwelche Workshops besucht oder Seminare gemacht oder wie hast du das gemacht?
Anna (17:50) ist
Ich würde sagen, learning by doing. Mit Material hier hinten habe ich noch meine ganzen Schreibratgeber stehen. Die lese ich mir auch immer mal wieder durch, weil interessanterweise man vergisst ja immer wieder viele Dinge. Und manchmal erschließen sich einem Sachen erst, wenn man sie erlebt hat. Also wenn man zu diesem Punkt mal kommt oder dein Buch selbst wichtig wird oder merkt, aha, da habe ich jetzt noch mal einen Aha-Effekt, wo ich das Buch schon drei mal gelesen habe. Deswegen ich blättere da immer wieder ganz gerne drin.
Jennifer Rolle (18:22) Mhm, mhm, mhm, mhm. Ja.
Anna (18:34) Einfach nur, mich auch an Sachen zu erinnern. Ich habe auch meinen eigenen kleinen Ratgeber, nur für mich, mit Sachen, die ich immer mal wieder gerne falsch mache, vergesse und so was. Und da gucke ich dann auch regelmäßig rein. Es gibt einfach immer was dazu zu lernen. Was ich nicht so gut kann, sind so Videokurse und so was. Hab ich mir auch weggesorgt. Aber ich merke, das bleibt nicht so bei mir hängen, weil ich gedanklich abschweife. Wenn jemand redet, irgendwas ist interessant, ich mache mir Gedanken drüber und krieg dann nicht mal mit, was als nächstes erzählt wird.
Jennifer Rolle (18:51) Mhm.
Okay.
Anna (19:02) Oder wenn was langweiliges
ist, was mich jetzt nicht so interessiert, merke ich, wie ich dann gedanklich total abschweife und nicht mehr dabei bin, wenn das Spannendes kommt. Das finde ich an Büchern halt gut. Da kann ich mir das durchlesen, im Kopf sacken lassen und in meinem Tempo durcharbeiten. Also mit sowas lerne ich immer noch am besten. Und das macht mir auch Spaß.
Jennifer Rolle (19:12) Und
hat ja jeder seine Kanäle, über die er am besten was aufnehmen kann. ist doch gut. Und jetzt haben wir schon gehört, Mann, Hund, schreiben, lesen. Hast du sonst noch irgendwas, womit du dich in deiner wahrscheinlich raren Freizeit beschäftigst? Gibt es irgendwas?
Anna (19:21) Ja, richtig.
reicht es noch nicht,
Jennifer Rolle (19:41) Ja,
kann ja sein. Manche haben ja noch so lustige Hobbys oder so. Wie ist das bei dir?
Anna (19:47) Ich habe ständig Hobbys, Aber immer andere. Also Schreiben sehe ich nicht nur als Beruf, sondern auch als Hobby. Ich mache das auch gerne noch in der Freizeit. Aber sonst probiere ich immer mal wieder was Neues aus. Ich habe dann auch quasi hinter dir, oder ja, auf der anderen Seite, den Schrank der Schande, wo meine ganzen Hobby-Sachen drin sind, die ich so gekauft habe und dann nicht so benutzt, wie man sollte oder halt nicht zu Ende.
↑ Zurück nach oben18:27 Hobbys und persönliche Ticks
Zuletzt wollte ich mir selbst Zeichnen beibringen, habe mir ein Zeichneprogramm besorgt und alles angefangen. Und ich habe ja auch noch das Glück, dass sich Annette Gundlach, eine Freundin von mir, die sehr häufig Illustrationen für mich zeichnet. Von der hätte ich bestimmt ganz viel profitieren können. Aber nach zwei Wochen hatte ich dann auch schon wieder keine Lust.
Jennifer Rolle (20:29) Du sagst ja, du hast auch den einen oder anderen Tick. Ist das einer davon?
Anna (20:33) Ich glaube, das haben viele Leute mit den Hobbys, die man anfängt und wieder sein lässt.
Jennifer Rolle (20:38) schnell wieder fallen lässt, sonst überspringt Aber sonst nenn uns doch mal ein paar Ticks von dir.
Anna (20:45) Ja, das ist die Sache. Vielleicht ist ein Tick, dass ich über diese Frage tatsächlich viel nachgedacht habe. Was ist für mich ein Tick? Was verstehst du an einem Tick? Was versteht ihr Zuschauer an einem Tick? Und vielleicht ist das ja schon der Tick, dass man das alles so zerdenken muss. Ich habe aber auch meinen Mann noch gefragt, was ist ein Tick von mir? Seine spontane Antwort waren diese widerlichen Spuckschlucke. So nennt er das, weil ich nie meine Gläser austrinke oder Tassen Ich lasse immer ein Rest drin.
Jennifer Rolle (21:14) Ja!
Das macht mein Mann auch so! Ich werde wahnsinnig! Ja! Ja, das kenne ich! Das macht mein Mann genauso!
Anna (21:16) Dann kriegt er immer Hass, wenn er aus der Spielmaschine ran. Aber ich kann den nicht trinken, der ist eklig.
Ich kann das nicht. Der ist entweder warm, es ein kaltes Getränk war oder kalt, wenn es ein warmes war. ist keine Kohlensäure drin mehr, kein Geschmack. Das schmeckt, als hätte es jemand ausgespuckt. Ja, er sagt, das wäre ein Tick von mir. Und ja...
Was habe ich noch? Ja, ich habe meistens irgendwas in den Händen, das mich dann beschäftigt und deswegen habe ich auch von meiner Freundin noch was bekommen für diesen Termin hier. Eine Knick! Dass ich weiß, was ich mit meinen Händen hier machen kann. Sie weiß, was ich brauche.
Jennifer Rolle (21:50) Das sieht ja fremd aus.
Super! Passt auch gut gerade ins Genre.
Anna (21:59) Ja.
Ein
bisschen. wahrscheinlich hat es... Also genau deswegen hat es es ja geholt. Sie fanden es witzig und ich musste auch sehr lachen. Und jetzt kann ich es kneten.
Jennifer Rolle (22:06) Ja.
Super cool. Jetzt kannst du es kneten
Ja wunderbar, passt ja gleich zur Untermalung. Aber weißt du was, dann machen wir doch einfach mal weiter. Ich spiele mit meinen Gästen immer das A oder B-Spiel. Und diese, ich nenne die also jetzt gleich völlig kontextfrei zwei Alternativen und du sagst für welche du dich entscheidest und das darfst dann auch begründen.
Anna (22:17) Mach's aber nicht!
Ich bin gespannt.
↑ Zurück nach oben21:04 Einführung ins A oder B-Spiel
Mhm.
Jennifer Rolle (22:38) erstmal locker ein bevor es dann in die spicy Richtung geht zum ende hin. Es geht los mit der frage jogginghose oder ballkleid? Die Jogginghose! Das war doch leicht.
Anna (22:43) So!
Letz dich auch, ich hole es.
Ich hab extra für dich einen Jeans
Jennifer Rolle (23:02) Ja, ich auch. Ich laufe nämlich zuhause auch gerne in Trainingshosen rum. Das ist echt die bequemste Alternative. Aber auf deinem Foto bei TikTok sieht das von hinten so aus, ob du zumindest ein schönes Abendkleid an hättest. Dein Profilfoto.
Anna (23:09) Ja, okay.
Profilfoto
Achso, nee, das ist... Eigentlich ist es ein T-Shirt, bei dem er aus den Ärmeln rausschlüpft und es tiefer über die Schultern zieht.
Jennifer Rolle (23:31) Das sieht auf jeden Fall sehr schick aus. Vor allem diese Frisur noch dazu. Als ob du losgehst auf die nächste Galaveranstaltung.
Anna (23:42) Bin ich eher selten, aber ich habe auch sehr schöne Kleider. Die meisten passen mir wahrscheinlich nur gerade nicht.
Jennifer Rolle (23:48) Dieses ständige Auf und Ab mit dem Gewicht, das ist ja auch mal so eine Sache. Nächstes Alternativenpärchen, schreiben oder vermarkten.
Anna (23:52) Ja.
Schreiben auf jeden Fall. Schreiben immer vor Vermarkten. Ich weiß, man das beides machen aber lieber schreibe ich den ganzen Tag wie ein Einmal vor die Kamera zu gehen.
Jennifer Rolle (24:10) Verstehe. Dann Juristen oder Kriegshelden? Juristen, tatsächlich, ja.
Anna (24:17) Juristen. Jaja.
Ich hab zu viele Kriegshelden.
Jennifer Rolle (24:24) Ja, ⁓ okay, aus dem echten Leben.
Haare auf der Brust oder glatte Brust?
Anna (24:32) ⁓ das finde ich eine ganz schwierige Frage. Also früher hätte ich gesagt, klar rasiert, aber mittlerweile gefällt mir das dann doch ganz gut ab und zu an, je nachdem an wem, wenn das so ein bisschen krauses Haar ist. Vielleicht hat das was mit dem Alter zu tun, ich weiß es nicht. Aber ja. Ja.
↑ Zurück nach oben24:27 Das Pseudonym und seine Bedeutung
Jennifer Rolle (24:46) Man wird vielleicht flexibler, ich weiß es auch nicht.
Letztes Alternativepärchen, Gerte oder Feder?
Anna (24:54) ⁓ da würde ich da tatsächlich eher die Gerte nehmen, weil diese sanften Berührungen länger auf einer Stelle machen mich wahnsinnig. Ich kann es auch nicht haben, wenn mich jemand zu lange an einer Stelle streichelt. Wahrscheinlich haben wir deswegen jetzt einen Hund, damit man mal endlich jemanden richtig durchstreicheln kann.
Also ich, ja, dann Gert, wär besser, ja.
Jennifer Rolle (25:11) Ich merke immer mehr, sollten vielleicht Partner tauschen, weil mein Hase kann das auch überhaupt nicht leiden, wenn ich ihn in meiner gleichen Stelle kraule.
Anna (25:19) Sensorisch ist das dann irgendwann ein Albtraum.
Jennifer Rolle (25:22) Ja, aber das geht bei ihm schon recht früh los irgendwie. Aber lustig, lustig, lustig.
Anna (25:24) Ja.
Ja, schön,
dass ich nicht allein bin damit.
Jennifer Rolle (25:31) Dann kommen wir doch mal zu deinem Pseudonym. Du hast ja schon erzählt, dass das dann irgendwann die Entscheidung war, ja, ich gehe jetzt ins Schreiben und dann hast du dieses Pseudonym angeschafft. Gibt es dazu irgendwas zu erzählen zu diesem Pseudonym? Wie du dazu gekommen bist? hat das eine besondere Bedeutung für dich? Schreibst du auch noch unter anderen Namen? Wie sehr bist du mit diesem Pseudonym verwachsen?
Anna (25:34) Mhm.
Ja, also ich habe bisher gar keine besondere Geschichte dazu. Ich habe meinen Namen quasi abgekürzt, weil der war zuletzt modern in 80ern, als ich geboren wurde. Und daraus wurde dann quasi der Zweitname meiner Mutter, Anna. Und die hat nie was dazu gesagt, übrigens, ne? Ja, und sonst Rush war eigentlich, meine Damen und haben uns das zusammen überlegt, was wollen wir als Nachnamen nehmen? Unser war einfach zu lang.
Jennifer Rolle (26:13) Okay.
Anna (26:22) Und dann haben wir gesagt, wir möchten was mit vier Buchstaben. Also haben wir einen Namen, was mit vier Buchstaben noch keine andere Autorin oder Autor hat. Dann haben wir eine kleine Liste und dann saßen wir davor mit diesem, okay, mit dem Namen muss ich jetzt sehr lange vielleicht rumlaufen, welchen er nehme. Und dann kommt dieses, man wird nicht fertig mit der Entscheidung. Dann er gesagt, nehmen Rush, das klingt wie Rush, wie Rush tippen, du kannst so schnell tippen, nimm das. Und dann haben wir gesagt, okay, dann überlegen wir nicht länger, dann wird es Anna Rush.
Jennifer Rolle (26:46) Das klingt wie mit meinem Prozess. Ich habe gerade von Lustlektüre zu Passion and Words Das war ein ähnlich schwieriger Prozess. Auch zu gucken, was andere schon besetzt haben an Namen, die dann schon vergeben sind. Die ganzen tollen waren dann irgendwie auch schon weg, die mir gut gefallen hätten.
Anna (26:54) Hm?
Bis!
Jennifer Rolle (27:09) Und dann irgendwas zu haben, was nicht zu lange ist. Genau die gleichen Gedanken, die du auch gerade aufzählst. Und es soll irgendwie leicht von der Zunge rollen. ja, jetzt hab ich, also ich bin mit Passion and Words bin ich jetzt ganz zufrieden. Das hat nicht mehr Silben als Lustlektüre vorher. Aber es ist doch ein bisschen beliebiger irgendwie. Das könnte auch keine Ahnung, was weiß ich, Lust and Words heißen oder was weiß ich. Das ist ein bisschen, es ist ein bisschen austauschbarer, aber es geht.
Anna (27:15) Ja.
↑ Zurück nach oben28:23 Charakterisierung der Bücher
Bis!
Es
klingt international ein bisschen auch. Und man kann sich es gut merken.
Jennifer Rolle (27:40) Das auch, ja.
Ich hoffe, ich hoffe. Hauptsache ich bin das Ü-los, das war auch noch so Thema.
Anna (27:48) Ich wäre schon gedacht, würde ich mal gesehen, ich so dieses blöde Ü, also Umlaut, das ist ja so eine schwierige Sache im Internet. Aber ja.
Jennifer Rolle (27:56) Also es
geht, das hätte ich auch gar nicht gedacht. Man kann sogar auf manchen Social Media Plattformen, gibt es sogar ein Ü, aber auf anderen halt nicht. Da musst du dann mit UE arbeiten. Ich konnte sogar meine Domain, meine Website Domain, konnte ich sogar mit Ü sichern. Das Blöde ist nur, die wird nicht so aufgeschlüsselt. Das heißt, sobald ich den Link irgendwo rauskopiere aus dem Browser, sieht das total komisch aus, dieser Link. Auch wenn man auf lustlektüre.de, ob man es eingeben konnte.
Anna (28:24) Okay.
Jennifer Rolle (28:26) Es hat funktioniert, es ist dann hintenrum, sah es dann trotzdem komisch aus. Naja, aber gut, jetzt bin ich's los.
Anna (28:30) Ja,
wirklich.
Jennifer Rolle (28:34) Spannend. Das heißt, reagierst du dann auch, wenn man dich Anna ruft oder wirst du überhaupt, dass es englisch ausgesprochen wird? Also würde ich jetzt rein intuitiv sagen, dass es Anna Rush, weil Rush ist ja auch englisch, aber...
Anna (28:52) Ja, du hast auf jeden Fall recht. Äh, recht, ja. Du hast auf jeden Fall recht. Aber als das erste Mal jemand Anna gesagt hat, war ich trotzdem so, hä, was? ich wieder, nee, Anna. Also tatsächlich Anna, aber es ist schon richtig, Anna Rush dann zu sagen, dass es zusammenpasst. Aber trotzdem, so, wenn jemand mich Anna ruft, ich dreh mich ⁓ Ich glaube, es, ja, also wenn ich da Leute jetzt aus der Buchbubble quasi auch kennenlerne, dann bin ich immer Anna. Das macht's einfach, dass ich reagier darauf und ich...
Jennifer Rolle (28:55) Recht?
Wer?
Anna (29:19) Ich habe das Gefühl, Anna Rush ist mal die coole Version von mir. Vielleicht bin ich es deswegen auch so gerne. Ich sehe das so als Teil meiner Identität und darf mich jeder so nennen. Ich nenne mich selbst ja so. Ich habe es mir ausgesucht.
Jennifer Rolle (29:32) Hahaha
Dann kommen wir doch jetzt mal zu deinen Büchern. Wie würdest du deine Bücher charakterisieren? Haben die was gemeinsam? Gibt es irgendwas, dir besonders wichtig ist oder ein bestimmter Schwerpunkt bei deinen Büchern?
Anna (29:46) Ja, es geht immer Liebende, ne? Ne. Das war jetzt eine große Überraschung, ich weiß. Ne, also ich glaube, Menschen und ihre Facetten vielleicht, wie sie dann zusammenfinden können und was ich wirklich mit den Büchern will, also was ich von den Lesern, was ich gerne möchte, dass es bei den Lesern ankommt, dass die diese Menschen, die ich da schreibe, diese fiktiven, dass sie sich für sie irgendwann anfühlen, als wie jemanden, man wirklich kennt. Vielleicht einen Freund, einen Bekannten.
↑ Zurück nach oben29:30 Romantik und persönliche Vorlieben
So dass man das auch schon abschätzen kann, wie die teilweise reagieren werden, weil sie ihren Charakter halt schon so gut kennen. Und dann, wenn sie das Buch dann irgendwann sich gar nicht mehr an alles erinnern, was passiert ist, also die Geschichte vielleicht vergessen haben, aber dann trotzdem die Namen hören von den Protagonisten, dass sie den Vibe des Buches sofort wieder spüren. Das ist so das, was ich gerne hätte, dass es so so hängen bleibt.
Jennifer Rolle (30:20) Mhm.
Jetzt, du sagst ja, sie haben jetzt gemeinsam, dass es Liebesgeschichten geht, haha, sehr witzig. Auf der anderen Seite so witzig ist es gar nicht, weil du von dir selbst sagst, du bist eigentlich gar nicht so der romantische Typ. Habe ich mich gefragt, wie passt das jetzt zusammen, warum schreibst du denn Romance und nicht den nächsten Exel-Ratgeber?
Anna (30:54) Ja, weil beim Excel-Ratgeber hätte ich wieder das Problem, ich würde immer jemanden finden, mehr weiß als ich und würde mir dann eigentlich kompetent dazu genug vorgehen. Aber ich finde, ja, ich bin schon romantisch.
Jennifer Rolle (31:02) und dieses Perfektionismus-Thema mit der Hürde und so.
Anna (31:12) Aber ich jetzt nicht so in dieses klassische, wo man halt so reingeht. Also ich freue mich überhaupt null über Blumen. Wenn mir jemand Blumen mitbringt, weiß ich die Person kennt mich nicht und mag mich vielleicht auch gar nicht, wenn sie mich mag. Oder wenn sie mich kennt, mag sie mich nicht. Ich finde Blumen nämlich ein ganz schreckliches Geschenk. Da kriegt man was, was gerade dem Tode geweiht wurde. Da muss man Platz dafür suchen, eine Vase passende finden. Und dann muss ich Sterbebegleitung beim Verwesen machen, indem ich immer Wasser nachfülle.
Und dann, wenn ich sie entsorgen darf, habe ich dann einen leeren Fleck, der mich dann optisch stört, weil da noch schöne Blumen standen. Ich finde das ein riesen Aufriss für ein Geschenk, das ich annehme. Die Freude macht es mir nicht, was das ein Aufwand ist. Genauso wie diese Hochzeitstage oder Valentinstag. Das setzt mich nur unter Druck, wenn mir da irgendwas passieren muss. Auch wenn ich irgendwas annehme. Ich möchte das nicht.
Meine Art von Romantik ist anders. Ich finde es romantisch, dass mein Mann mir die schönen Kilometerstände abfotografiert und schickt. Ja, so ein Blödsinn. dass er mir, wenn ich im Schreibflow bin, bringt er mir manchmal Snacks und dann immer noch meistens auch noch genau die worauf er weiß, dass ich gerade im Moment einen Heißhunger habe und so was. Oder nimmt dann, macht dann wortlos die ganze Wohnung sauber, ohne dafür Dankeschön zu erwarten, wenn es mir mal nicht so gut geht oder so was.
Ja, oder mal diese was mitbringen, wenn man nicht damit rechnet, das finde ich einfach viel schönere Sachen. Oder auch, dass er gesagt schreibt weiter, das macht dich glücklich, das ist für mich so das romantische Ding. Und deswegen jeder hat so, ja und ich finde jeder Mensch hat auch so bisschen seine eigene Romantik. Der eine freut sich wie wahnsinnig über Blumen. Ich kenne ja ganz viele Leute selber, es mögen und deswegen schreibe ich Liebesromane, wo jeder auf seine Art romantisch sein darf. Wir hatten ja jetzt hier im letzten Buch von mir, das du auch gelesen hast.
Jennifer Rolle (32:40) Die Sprache der Liebe.
Anna (32:57) Da war für die Protagonisten romantisch das Zusammen-Beziehungsvertrag ausarbeiten, wo Punkt für Punkt festgelegt ist, wer welche Pflichten und Rechten hat, was man machen darf und was nicht. Und es denen ihre Romantik und andere Protagonisten brauchen am Ende quasi die Hochzeit und vielleicht sogar ein paar Babys, weil das halt für die die perfekte Romantik ist. Und deswegen denke ich, bin ich genau richtig damit, dass ich eben nicht immer nur die Standard-Romantik mag selber.
Jennifer Rolle (33:15) Ja, ja.
Okay, das heißt, so unromantisch bist du ja dann doch nicht. Nein.
Anna (33:26) Nein, nur nicht so
klassisch. Ich glaube, man kann nicht im Internet googeln, was mich glücklich macht. Ich glaube, das muss man echt rausfinden.
Jennifer Rolle (33:33) Eindeutig.
Die armen Blumen. Wissen wir Bescheid. Liebe Leute, schenkt Anna Rush niemals Blumen.
Anna (33:43) Aber schickt mir die schönen
Kilometerstände eurer Autos.
Jennifer Rolle (33:45) Also, ihr habt's gehört.
↑ Zurück nach oben34:37 Wo findet man Annas Bücher?
Ich
Nähern wir uns doch langsam mal so deinem letzten Buch. Das ist ja aus der Reihe Becoming Bad Guys und ich war, ich hab das erst gar nicht gepeilt, muss ich sagen. ich dachte eigentlich die Reihe wäre abgeschlossen und jetzt hattest du diese neuen Bücher beworben. Die sehen auch anders aus, also von der Aufmachung her, vom Cover her. Und ich hab das erst gar nicht gecheckt und auf Amazon geguckt und so hä, wie ist denn das jetzt hiermit verknüpft und so weiter.
Anna (33:55) Mhm.
Mhm.
Jennifer Rolle (34:18) Ich habe es jetzt in der Zwischenzeit, glaube ich, gepeilt, aber vielleicht kannst du es noch mal bisschen erklären, wie es dazu gekommen ist und wie die alle miteinander zusammenhängen, die Bücher.
Anna (34:28) Also die neuen, die zur Reihe rauskamen, ja die von Kindern der ehemaligen Protagonisten, also von den ersten Bänden. Und ich wusste schon, ich die Reihe, also diesen Reihenepilog geschrieben habe, dass die Kinder unbedingt ein eigenes Buch kriegen. Bei Jackson wusste ich schon, er das erste Mal aufgetaucht ist, ein Buch seines Vaters, der wird auch mal Anwalt. Das ist jetzt schon besser, wir sagen mal. Und das war für mich also klar, es hat aber bisschen gedauert, bis ich irgendwann tatsächlich mal die Muße hatte, mich daran zu setzen.
Jennifer Rolle (34:32) Mhm.
Anna (34:57) Aber ich habe schon Notizen gesammelt nebenher immer mal wieder und mir überlegt, was daraus werden könnte. Aber erst als ich so eine Klickidee hatte, habe ich mich auch wirklich intensiver beschäftigt. Und ich habe sie eigentlich auch nur zu der Reihe eingefügt bei Amazon, damit Leser leichter finden, Eltern, Kinder, was da zusammengehört. Und deswegen habe ich die Cover auch anders gemacht, dass man sieht, es ist jetzt nicht die Fortsetzung von der Geschichte der Freunde oder so, sondern tatsächlich eine neue Generation.
Jennifer Rolle (35:22) Okay, genau, weil die
wird nämlich fortlaufend, wird sie ja erzählt, die haben, der Titel folgt einem anderen Muster, das Cover sieht anders aus und trotzdem läuft das alles unter Becoming Bad Guys, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, ne? Ja. Ja. Ja. Was mir übrigens gerade aufgefallen ist, deine Bücher,
Anna (35:35) Andere Fälle.
Ja, einfach nur, dass der Zusammenhang da ist, dass mehrere Generationen da sind.
Jennifer Rolle (35:48) Es sind nicht alle deine Bücher überall erhältlich. Ist da ein bestimmtes System dahinter? Also was findet man wo? ist das... Also... Ja... Woher weiß man, was man wo findet? Das frage ich mal so rum.
Anna (35:52) Das ist richtig.
Also grundsätzlich
gibt es alles von mir von Amazon.
Jennifer Rolle (36:07) Okay, das ist schon mal das Wichtigste
zu wissen, wenn man irgendwas braucht.
Anna (36:11) Ja, richtig. Hauptsächlich habe ich ja auch immer auf E-Books gesetzt, wollte aber natürlich auch immer noch ein paar Taschenbücher haben und habe dann auch mal... Was habe ich auch mal? Tolino habe ich ausprobiert und Tredition? Sprich mir das so aus, weiß ich gar nicht. Und habe dann auch schon Kooperationen mit BOD gehabt, auch mit einer Reihe da zusammen. ja, hatte dann eigentlich auch mal vor, ich möchte jetzt auch mal anfangen, meine Bücher ein bisschen Buchhandlung zu bringen und sowas.
Aber dann hat mir dann irgendwie die Kraft gefehlt und dann habe ich, also mir ging es eine ganze Zeit lang gar nicht so gut. Ich merke das auch immer noch wieder, dass ich immer mal wieder in so schlechte Phasen reinrutsche. Aber da hat mir einfach die Kraft gefehlt, das richtig durchzuziehen. Ich habe das natürlich dann auch in den Verkäufener-Taschenbüchern gemerkt. waren... Ich habe weniger Taschenbücher, glaube ich, dann über den Buchhandel verkauft als bei Amazon. Sonst die Amazon-Taschenbücher.
↑ Zurück nach oben37:15 Die Becoming Bad Guys Reihe und ihre Entwicklung
Da dachte ich, nee, das bringt ja jetzt nichts, weil jetzt sind die Zahlen ja dann auch da. Wenn ich jetzt lauter Bücher da rausgebe, die Buchhandel sind und jeder Buchhandler kann dann sehen, dass von denen nicht so viele verkaufen, ist es blöd. Also wenn ich das mal wieder angehe, dann dementsprechend mit einem bisschen mehr Power dahinter, damit es dann auch vielleicht Zahlen gibt, wo es dann interessant wird für die Buchhandlung, auch auszulegen, dass da genügend Käufer da sind. Ich fand es dann aber auch irgendwie ganz unterhaltsam. Ich habe dann auch welche dann rausgenommen, die ich bei Tolino noch hatte.
Und danach habe ich Buchhandlungen angeschrieben, ob es die dann noch gibt oder neu gibt. Und ich habe mich dann irgendwie voll geschämt, dass ich die jetzt nicht mehr da hinbringen kann zu denen, weil die es wollten. Ich meine, waren gerade mal, ich glaube, drei Stück oder so, die da mal gefragt haben. Ich fand es dann auch voll viel, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich überhaupt noch jemand da, weil ja nicht so viel verkauft wurden. fand es auch irgendwie ein schöner Beweis, dass dann doch irgendwelche auch noch von mir liegen, auch wenn ich es nicht mitbekommen habe.
Und irgendwann werde ich das dann auch nochmal neu angehen, mit der Kraft dahinter und vielleicht auch mit der Unterstützung noch von jemandem, der sich da besser auskennt als ich und dann richtig. Und solange bleibe ich halt hauptsächlich bei Amazon.
Jennifer Rolle (38:15) Ich erkenne ein Muster, wenn schon denn schon bei dir. Was du anfasst, das muss auch wirklich Hand und Fuß haben und gleich richtig sein.
Anna (38:21) Ja!
Ja, das stimmt irgendwie ein bisschen,
Jennifer Rolle (38:30) Okay, dann kommen wir doch mal auf dein letztes Buch aus dieser Reihe Becoming Bad Guys. Da ist A Law of Dangerous Attraction gerade rausgekommen, was ich dankenswerterweise von dir als Rezensionsexemplar erhalten habe. Vorwege, sodass ich mir schon ein paar Gedanken machen konnte, worüber wir jetzt hier sprechen. Und ich fand das ganz interessant, weil beide Bände
Anna (38:36) Mhm.
Jennifer Rolle (38:56) die du jetzt über die neue Generation, die letzten beiden, die du da geschrieben hast, einmal Law of Twisted Desire und einmal Law of Dangerous Attraction, spielen sich im juristischen Kontext ab. Ich fand das eigentlich ganz interessant, weil ja, durch solche Serien wie Suits ist der Sexiness-Faktor von Juristen ja ziemlich gestiegen seit Madlock. Nichtsdestotrotz.
Anna (39:20) Ja.
Jennifer Rolle (39:24) ist es glaube ich gerade nicht so ein Trend am Romance Markt. Jetzt habe ich mich gefragt, ob für dich das einfach so bisschen nahe lag, weil du ja auch eine eigene Jobhistorie in diesem Bereich hast, ob du dadurch da drauf gekommen bist oder was dich dazu verleitet hat.
Anna (39:28) Ja, das stimmt, ja.
Ja, so was meine Protagonisten, so viele Jobs haben eigentlich gar nichts mit meinen, die ich jeweils hatten, zu tun. Also in dem Fall war es wirklich, ich hab, weil ich ja Jackson wieder ins Anwaltssetting nehmen wollte, wie sein Vater auch und dann wurde das halt dann einfach in dem Fall. Aber ja, so grundsätzlich hatte ich da mit meinem Mann auch schon Diskussionen drüber über manche Entscheidungen, wie
Jennifer Rolle (39:57) Okay.
Anna (40:06) Am besten erinnere ich mich noch an direkt von meinem zweiten Buch als Anna Rush, wo er ja DJ ist. Und er so, bitte mach doch einen Rockstar draus. Rockstars werden immer gelesen, aber kein Mensch will einen Buch von einem DJ lesen. Und ich hab ihm gesagt, das ist ja schön, aber der ist DJ. Rockstar passt überhaupt nicht zu seinen Vibes. Der lebt das. Der kann das dann einfach zum Rockstar machen. Das passt doch dann gar nicht mehr. Das passt voll in die Geschichte immer noch. Das merkt doch gar keiner. Ich so, doch, das merkt man.
Und solche Diskussionen haben wir regelmäßig mal, ob ich mich ein bisschen mehr an bestehenden Trends orientieren will. Und ich habe aber auch immer das Gefühl, ich mache doch schon auch an den Trends. Aber so ein bisschen, worauf ich Lust habe, ich halt auch machen. So was, mein Bauchgefühl hergibt und dem vertraue ich ganz gern dann manchmal. Und vielleicht liege ich da auch öfter mal ein bisschen daneben.
Jennifer Rolle (40:40) Mh.
Anna (40:53) Aber dafür habe ich viel Spaß bei den Geschichten. Vielleicht verkaufe ich ein paar weniger, aber dafür bin ich glücklicher.
Jennifer Rolle (41:01) Geschichte vor und Passung und Stimmigkeit vor Trend bei dir.
Anna (41:07) Ja, ja, also ich versuche
↑ Zurück nach oben40:13 Charakteranalyse Law of Dangerous Attraction
mich auch an den Trends zu enthüllen, weil ich weiß, dass die Leser ja dann danach suchen, ich ja auch dementsprechend verkaufen möchte, aber wenn mein Bauch gefühlt was anderes sagt, dann höre ich auf das. Ja, dann wie gesagt lieber ein paar weniger verkaufen, aber ich bin glücklich.
Jennifer Rolle (41:17) Mhm.
Jetzt haben wir zwei super spannende Protagonisten in diesem Buch. ich bin jetzt bei Law of Dangerous Attraction. Zwei sehr, sehr selbstbewusste, hochintelligente und mega gewiefte Anwälte, die mit allen Wassern gewaschen sind. was vielleicht in diesem Buch nicht ganz so gut rauskommt, da muss man an den vorherigen Band gelesen haben, ist, dass Jackson doch ziemlich... Also...
ganz schön arschlöchlich ist als Typ. Das merkt man in diesem Buch gar nicht so sehr, weil man sehr viel aus seiner Perspektive die Dinge sieht. Man merkt es nur so am Rande, wie schlecht er mit seiner Umwelt umgeht. Da ist es, glaube ich, ganz gut, wenn man den vorherigen Band noch mal gelesen hat. wie würdest du deine beiden Hauptcharaktere beschreiben in diesem Buch?
Anna (42:16) Also ich muss ja sagen, mal, ich finde das Wort arschlöchlich sehr cool. Ich merke mir das merken.
Jennifer Rolle (42:23) Ich glaube, wir sind ja unter uns, so können wir hier reden.
Anna (42:26) So
ja, wie würde ich die charakterisieren? Also Jackson ist kein Bookboyfriend, man sich nach Hause wünscht. Er ist so jemand von dem man sich, wenn man im wahren Leben begegnet, fernhalten sollte. Und ich wollte auch jemand der...
Der hat wirklich alles, außer dieses Bewusstsein, das ihm wie viel zugeflogen ist. Er weiß ja, dass er privilegiert ist, aber fühlt es ja gar nicht so richtig. Und ich wollte dann, dass er von allen Seiten spürt, dass es Menschen nicht geschenkt gibt. Und ja. Und ich habe ja auch im Nachwort nochmal, wer das so, bisschen Neurodivergent in die Richtung auch Sachen hat, was jetzt natürlich auch keine Ausrede dafür ist.
Jennifer Rolle (42:52) Mhm.
Anna (43:12) dass man sich scheiße benehmen darf, das möchte ich nur klarstellen. Aber er denkt dadurch natürlich ein paar Sachen anders, bewertet Dinge anders und fühlt auch Sachen anders. Oder einfach mal so einen Charakter, der einfach nach außen total unangenehm wirkt, weil er ein fachlicher Idiot ist, weil er Spezialinteressen hat, von denen er gar nicht rauskommt, dass er eine Direktheit hat, die auch oft sehr unangenehm ist für gegenüber, weil er sich da halt auch nicht zügelt.
Jennifer Rolle (43:40) Hm.
Anna (43:42) Und dass er halt auch mal diese Disregulation hat, dass ihn Kritik, dass es bei ihm viel härter trifft, dass es ihm weh tut, viel ganz anders. Das habe ich ein paar Mal ein bisschen angeregt. Das wird wahrscheinlich nicht jedem auffallen, aber ich habe versucht, bisschen einzuarbeiten. Dass er ja zum Beispiel auch beim Lernen versucht hat, möglichst ohne andere Menschen auszukommen, weil er Probleme damit hat, Rat zu fragen, weil er sagt, er weiß was nicht.
Jennifer Rolle (44:07) Mh. Mh.
Anna (44:10) Und das geht bei ihm nicht. Er muss alles wissen, alles sofort begreifen
Jennifer Rolle (44:10) Mh. Mh.
Anna (44:13) und solche Sachen. Und dadurch hat ihn zum schwierigen Menschen gemacht, wie er halt auch ist. Aber nicht zu einem, der nicht liebenswert ist. Sondern nur jemand, der vorher lernen muss, dass er zum liebenswert zu sein auch mal auf andere Menschen achten muss. Auf eine bestimmte Art. Und deswegen hat er von allen Seiten davon mir ein bisschen bekommen, dass er das auch mal merkt. Und dann verschiebt sich das Obsessive, was er in sich hat, verschiebt sich ja dann ein bisschen.
Also was er dann alles macht für andere Menschen ist dann auch wieder über das hinaus, was vielleicht der eine oder andere tatsächlich machen würde und das hat mir wirklich unglaublich viel Spaß gemacht, da jemand so zu schreiben.
Jennifer Rolle (44:39) Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
Ja, das glaube ich.
↑ Zurück nach oben52:45 Die Rolle von Victoria und Geschlechterdynamik
Anna (44:50) Und sie dann als ein Counterpart muss natürlich
jemand sein, nicht viel aushält, dass ihr aber nichts gefallen lässt und immer wieder darauf hinweist, was ist und jemand, der auch...
Genau weiß, wie beschreibe ich das am schönsten, genau weiß, was sie braucht, was sie will und keine Kompromisse eingeht dabei. Also wird sie nicht für eine Partnerschaft verbiegen, möchte nicht, sie gibt sich nicht von Mann auf. Sie lebt ihr Leben so wie es ist und wenn dann ein Mann da sein soll, dann muss er dazu passen. Also müssen sich natürlich auch aneinander annähen und jeder darf den anderen zugehen und das ist ja nicht ganz konfliktfrei immer, aber mit deutlichen Worten. Und ich glaube, gefällt Jackson dann auch so an ihr.
dass sie das sehr deutlich ist eigentlich in Worten, dass sie ihm einen Kontra gibt, dass auf einmal sich sein kleiner Kink von dieser Macht, gerade beim sexuellen, die er so gern so ausschöpft, auf einmal diesen Nervenkitzel, den er immer gespürt hat, verfliegt, weil er neuen Nervenkitzel bei ihr entdeckt hat und zwar der der Ebenbürtigkeit und die Unberechenbarkeit, die es dadurch gibt. ja, das, also ich wollte mich von keinem von beiden an freuen.
Jennifer Rolle (45:52) Wäre es wahrscheinlich bei beiden schwierig die Oberhand zu behalten oder irgendwie auf Augenhöhe zu kommen.
Anna (45:59) Ja, furchtbar.
Ich finde ja auch, man muss nicht in jeder Geschichte die Protagonisten so ins Herz schließen, dass man sie zum Nachmittagskaffee einladen will. Manchmal geht es einfach nur darum, dass man so begleitet das Buch zu machen. Gut, das war jetzt schön, aber gut, dass sie weit weg wohnen. Im Buch.
Jennifer Rolle (46:14) Ich habe die Dynamik zwischen den beiden so geliebt, ich habe das so abgefeiert, wie Victoria, der weibliche Protagonistin, wie Jackson ihr immer wieder unterlegen ist. Das stellt sich für ihre Perspektive zwar nicht immer so dar, oder sie hat manchmal bisschen andere Empfindungen. Sie empfindet es nicht immer so, aber er empfindet es immer wieder so, dass er ihr unterlegen war.
Anna (46:27) Ja.
außerdem findet es nicht so, ja.
Jennifer Rolle (46:44) in dieser oder jenen Situation und dass er da den Kürzeren gezogen hat oder schlecht herausgegangen ist aus dieser Situation. Ich hab das so abgefeiert.
Anna (46:55) Das
ist schön, ja.
Jennifer Rolle (46:59) Aber so wie du deine Charaktere da baust, die haben so viel Tiefe und so viel, die sind so facettenreich und in sich so stimmig. Ich finde das total faszinierend.
Wie machst du das? Überlegst du dir das vorher ganz genau oder lässt du dich da inspirieren von anderen Menschen? Du baust ja auch sowas, wie du gerade gesagt hast, Neurodivergenz oder solche Sachen mit ein. Wo ziehst du das her?
Anna (47:34) Kann ich der ehrlich gesagt gar nicht so genau sagen? Also meistens fange ich mit Charakteren an, hab die dann irgendwie so wie Schatten, sag ich jetzt mal im Kopf, dann schreib ich irgendwas mit denen und dann kommt davon ganz allein raus, wie die da irgendwie drauf sind. Natürlich geb ich denen das, du bist bisschen lustigerer Typ, der ist bisschen ernst, bei Jackson wusste ich schon Besserwisser, war er schon als Kind, wird er auch weiter bleiben, wird ein bisschen unangenehmer Mensch sein.
Aber wie genau sich das bewegt, oft erst beim Schreiben raus. Das bedeutet natürlich auch, dass ich manchmal noch mal was anpassen muss weiter vorne, wenn ich die Charaktere besser kennenlerne. Aber ja, ich hab das Gefühl, die entwickeln sich von alleine weiter. Wobei ich das jetzt auch noch mal klatschen will. Ich mag das eigentlich nicht. Ich hör das auch oft von Kollegen, dass sie sagen, Charaktere laufen davon. So als würde man die Kontrolle über sie verlieren. Das stimmt aber, finde ich, gar nicht, weil eigentlich...
Jennifer Rolle (48:17) Ja.
Anna (48:23) Laufen die nicht davon, sondern man lernt sie immer besser kennen. Und dann geht der eine oder andere Plan, den man vorher hatte, nicht mehr auf. Weil man jetzt weiß, okay, ich kenn jetzt so gut, die würden ja ganz anders reagieren. Ich kann meinen alten Plan nicht verfolgen, sonst passt es nicht mehr zur Figur. Also eigentlich wäre man das Gefühl, dass die Figuren laufen davon, hat man die Kontrolle verloren, hat man die Kontrolle ja erst richtig. Weil man dann so tief in der Figur drin ist, dass man dann einfach Sachen neu bewerten muss. Dass das ganz automatisch geht. Dass der Plotwist halt einfach nicht mehr funktioniert, weil die Person nicht so reagieren würde.
Jennifer Rolle (48:45) Mhm. Mhm.
↑ Zurück nach oben55:35 Wie schreibt man Enemies-to-Lovers glaubwürdig?
Okay, das heißt also die Charaktere entwickeln sich bei dir auch noch während des Schreibprozesses. Nicht so, dass die vorher schon fertig sind, sondern da kommt noch was dann dazu oder kann sich verändern oder vertiefen.
Anna (49:03) Ich würde
sagen, so im ersten Viertel entwickelt sich da teilweise nochmal, was auch dann hinterher mal eingearbeitet werden muss. Aber dann habe ich sie, spätestens dann habe ich sie. Oft habe ich sie schon, sie vor einer kleinen Schreibenübung oder wenn ich sie zum Kennenlernen bisse, irgendeine Szene, die passieren soll, schreibe, habe ich sie oft schon. Aber bis zum ersten Viertel habe ich sie dann komplett und dann flutscht es.
Jennifer Rolle (49:10) Mhm. Mhm.
Mhm. Mhm.
Wir haben es eben schon so bisschen gestriffen, Thema. Du hast ja schon selber gesagt, du gibst Jackson verschiedene Impulse in diesem Buch, sich weiterzuentwickeln und sich zu verändern. Da hat mir übrigens besonders gut gefallen, dass du dem widerstanden hast, dass praktisch sein weiblicher Counterpart seine Retterin ist oder so. Was ja sonst häufig auch so diese typische Geschichte ist, der eine rettet den anderen auf seiner oder ihrer Art und Weise. Und das ist ja hier ein
Anna (49:54) Ja.
Jennifer Rolle (50:02) nicht so, sondern er hat seinen Entwicklungsweg, auch durch viele andere Aspekte getriggert wird.
Und ich fand auch seine Entwicklung dadurch, dass es eben nicht so ein großes Ereignis gibt und danach ist er plötzlich ein ganz anderer Mensch, haha, sondern dass er sich sehr langsam entwickelt und er wird auch nicht zum Sonnenschein. Also er ist am Ende nicht ein völlig anderer Mensch, sondern es gibt ein paar Aspekte, die hat er für sich erkannt, er hat ein paar Dinge für sich verinnerlicht und macht ein paar Dinge jetzt anders. Aber er ist immer noch er irgendwo. Und das Ganze, das
Anna (50:28) Na dann.
Jennifer Rolle (50:44) kam so glaubwürdig irgendwie rüber und da habe ich mich gefragt ob du das wirklich genau planst das sind ja mehrere Spannungsbögen die du da hast und mehrere Einflussfaktoren ob du das so genau planst und hintereinander legst oder ob sich das dann so beim Schreiben entwickelt
Anna (50:46) Schön.
Mhm.
Also ich habe von Anfang an geplant gehabt, dass sie auf keinen Fall die Retterin von ihm sein kann, ihn zum besseren Menschen zu machen. Er sollte auch kein besserer Mensch werden, er sollte nur ein reflektierterer Mensch werden. Und man war klar, dass einfach nur eine Frau hinstellen und die soll ein Wunder vollbringen müssen. Dafür sind wir doch gar nicht verantwortlich, irgendwelche Wunder an Männern zu vollbringen. Deswegen, er musste erst bisschen aus dem Reinkommen, er hat ein bisschen Vorbereitungen gebraucht,
Jennifer Rolle (51:06) Ja.
Mhm.
Anna (51:29) zu erkennen, dass Menschen halt nichts kostenloses sind und dass man da was machen muss. Und dann der Vater ist natürlich zuerst eingefallen, weil das war ja auch schon ein bisschen Streitthema im Buch des Vaters, dass der Sohn sich eben nicht ganz so annähern wollte, wie er es gern gehabt hätte. Und so durfte dann das sich noch ein bisschen ziehen, bis ins hohe Alter des Vaters. Gott, ich find das ganz furchtbar, dass meine Protagonisten im anderen Buch dann alt sind. Aber ja, das wusste ich von Anfang an.
Und der Praktikant, das war noch so ein kleiner Trick von mir und ich dachte, okay, ich brauch noch irgendwie was Lustiges. Es wird ja von mir immer erwartet, dass ein Buch auch einen gewissen Humoranteil hat, aber Jackson und Victoria sind halt wirklich keine witzigen Typen. Das war vielleicht ein bisschen ab und zu der Witz durch diesen Schlagabtausch, wo sie dann gut kontert , aber sonst war ja da jetzt keine humorvolle Person drin, also musste der da für mich diese Lücke quasi füllen, damit dann niemand enttäuscht ist. Und dann hat es halt auch noch Spaß gemacht, den
Anders sein zu lassen als Jackson aber immer noch so ähnlich, dass dann tatsächlich so zwischendurch schon diese Vater-Vibes aufkommen, ohne dass er selbst der Vater sein möchte und der andere möchte auch keinen haben. Das hat dann unglaublich viel Spaß gemacht und hat sich vielleicht sogar ein bisschen intensiver entwickelt, als ich es ursprünglich geplant
Jennifer Rolle (52:47) kommen wir doch mal zum Counterpart, Victoria. Sie ist ein kleines Ticken älter und das hat mir auch total gut gefallen, weil sonst ist es immer umgekehrt. Sie ist ein absolut starker Charakter, wie ich schon sagte, sie ist immer irgendwie bisschen voraus. Und man gönnt es ihm auch immer so ein bisschen.
↑ Zurück nach oben56:14 Recherchen und Authentizität in der Erzählung
Anna (53:06) Haha
Jennifer Rolle (53:08) Wie würdest du sie charakterisieren? Welche Rolle hat sie für dich in diesem Buch?
Anna (53:15) Ja, Viktoria hat eine wichtige Rolle. So ein kleiner Einblick auch nochmal finde ich vielleicht für den einen oder anderen, wie schwierig Frauen es auch haben können, wenn sie weiter oben haben wollen. Wie auf verlorenen Posten man als tatsächlich zwischen Männern sitzen kann, als einzige Frau. Und Schwierigkeiten entstehen ja da nicht nur bewusst. Das heißt, wenn Männer, wie ihr das auch passiert, sie bewusst bremsen wollen.
Sondern auch, dass es schon an sich schwierig ist, weil Menschen bei Beförderungsentscheidungen ja meistens jemanden nehmen, der ihnen bisschen ähnlich ist. Das ist so ganz innerlich. Und wenn da halt viele Männer nur sind, dann entscheiden die sich halt aus der Natur raus auch dann eher, wenn jemand ähnlich ist, ein anderer Mann. Und das müssen die nicht mal böse meinen. Und deswegen hängen da so Sachen... Also so viel, was noch gemacht werden muss.
Und ich wollte einfach mal so eine Karrierefrau zeigen, die auch ein Buch nicht einfach alles geschenkt bekommt, sondern die wirklich hart kämpft, aber nicht aufgibt, die sich eine harte Schale zugelegt hat, die da auch viel gelernt hat über die Unterschiede der Geschlechter, wie da ja auch dieses eine Thema, weshalb sie überhaupt dann nochmal so verbissen mit ihrem Job wurde. Wir wollen ja nicht spoilern.
Jennifer Rolle (54:06) Mmh.
Anna (54:30) wo dann gemerkt hat, wenn man bestimmte Dinge kombinieren will, ist es doch ein Unterschied, ob man diese zwei Dinge kombiniert oder eine Frau und dementsprechend wird man auch bewertet. Hat sie dann auch erfahren und das hat sie natürlich in eine harte Schale gegeben und die hat dann Jackson die Aufgabe, die auch zu knacken, was halt auch nicht so einfach ist.
Jennifer Rolle (54:49) Also im Prinzip finde ich, dass du an ihrer Person wunderbar
dich abarbeitest im Sinne von noch was für welche Arten von versteckter oder auch ganz offener Diskriminierung man erlebt als Frau oder wie schwierig man das hat sich durchzusetzen. Also sie hat aber eigentlich so auch ihren ganz eigenen Weg außerhalb dieser Beziehung mit Jackson, wo sie auch gucken muss.
und ist da auch nicht in allen Bereichen erfolgreich. Man denkt erst noch, hat zwar gegenüber Jackson immer so die Oberhand, aber sie hat auch ihr Päckchen zu tragen und ihre eigenen Probleme. ⁓
Anna (55:32) Ja, und dafür hat es es weit geschafft,
Jennifer Rolle (55:35) Jetzt ist es ja so eine, ja, wahrscheinlich eine Gratwanderung, eine Enemies-to-lovers-Geschichte zu schreiben, dass man da so diesen, wie soll ich sagen...
diese Wendung hinbekommt von Enemies to Lovers. mal am Anfang darf es nicht zu Enemies sein und damit dann irgendwie diese Veränderung in der Beziehung irgendwie noch glaubwürdig wird und man braucht irgendwie den Twist. Hast du dein Geheimrezept oder wie machst du das in deinen Geschichten?
Anna (56:05) Also ganz ehrlich, ich Enemies to Lovers total einfach. Viel einfacher als Friends to Lovers, weil bei Friends to Lovers muss da immer irgendwie keiner traut sich zu sagen, dass man sich liebt. Das finde ich viel schwieriger. Aber bei Enemies to Lovers, du brauchst ja eigentlich, du musst dir nur zwei Leute ausdenken, die zusammen perfekt zusammenpassen, die sich irgendwie was geben, was ihnen noch fehlt und zusammen so das perfekte Ganze geben und dann gibt man ihnen Grund, warum sie sich hassen.
Jennifer Rolle (56:18) Es?
Anna (56:33) was das ganze stört. Da kann er von innen kommen, da kann von außen kommen, die Umstände, es gibt so viele Möglichkeiten, warum man jemanden nicht mag oder hasst und sonst irgendwas. Das weiß ich nicht. Und dann lässt man sich die streiten und dabei entdecken, dass man Gemeinsamkeiten hat und dass der andere vielleicht dann doch mal nicht so blöd ist, wenn man dachte, also das macht voll Spaß und ich finde es auch, vom Ausdenken her finde ich es recht einfach.
Und ich mag das auch nicht, wenn ich solche Bücher lese. Ich will dann wirklich so bisschen die Abneigung spüren und dass es wirklich schwierig ist und dass so ein innerer Kampf dann auch stattfindet, wenn man jemanden beginnt zu mögen. Also wenn sich dann schon nach fünf Seiten dann zu Lover's werden, dann fände ich das hart. Ja, deswegen... Ja.
Jennifer Rolle (57:14) Das ist auch nicht laufwürdig. Das ist dann auch keine richtige Enemies-to- Lovers-Geschichte. Aber hier merkt
man richtig, ich konnte mich in Jackson so richtig reinversetzen, ich ihm so die Nackenhaare sträuben und...
Anna (57:25) Ja, das ist schön, ja.
↑ Zurück nach oben59:33 Die Kunst der spicy Szenen und emotionale Tiefe
Jennifer Rolle (57:27) Jetzt hast du in diesem Buch ja auch eine ganze, also am Rande, eine ganze Menge an juristischen Praktiken.
zitiert oder genutzt aus dem US-amerikanischen Recht. Das klang alles total überzeugend und glaubwürdig und auch deine anderen Bücher wirken immer extrem gut recherchiert und als ob das wirklich alles so sein könnte. Das ist übrigens nicht nur mir aufgefallen, auch Kirsten Gold1 fragt, ob du das alles immer selber recherchierst oder wie du das machst. Oder kommt uns das nur so vor?
Anna (57:53) Danke!
Jennifer Rolle (58:07) dass das so gut recherchiert ist, weil du so gut da drin bist, dir irgendwas auszudenken.
Anna (58:13) Tatsächlich redete ich wirklich sehr viel, weil ich es so authentisch wie möglich dann auch erklären möchte. Und aus diesen Recherchen erfolgt meistens viel zu viel Fachgesimpel in Büchern und eine harte Kürzungsnummer danach, damit ich dann auch niemanden langweile.
Ich hab da bestimmt auch meine Umgebung schon ganz schön damit genervt, wenn ich irgend so ein Thema gefunden hatte, das mich interessiert. Ich musste natürlich dann davon erzählen. Also musste mein Mann sich schon alles Mögliche über Algorithmen anhören und Versicherungen, was ich schon hatte. Oder das Sexualleben der verschiedenen Affen. Was über die Juristen. Aber das macht halt auch Spaß. Also irgendwie macht das Spaß, mich mal so ganz intensiv mit so Thema zu beschäftigen. Vor allem unter diesem Gesichtspunkt, dass ich mir dann als wäre ich in einem Beruf drin.
nicht nur einfach von außen drauf kommen, sondern was erleben die dort wirklich. Und das ist ja manchmal echt schwierig, da was zu finden, drüber wie das ist. Gerade jetzt diese Schiedsfälle. Eigentlich war ja ursprünglich der Plan, die beiden vor Gericht zu bringen. Und dann habe ich ja erstmal Recherchieren rausgefunden, dass die großen Streitigkeiten zwischen Firmen gar nicht vor Gericht so ausgetragen werden meistens, sondern dass da diese Vertragsklausel gibt, dass da Schiedsverfahren stattfinden.
Ja, und dann habe ich dann halt da recherchiert und dann ist es aber auch schwierig da wirklich Erfahrungsberichte zu finden, wie die im Detail ablaufen, weil kaum Anwalt setzt sich hin hat, einen Blog und erzählt, wie er heute gefrühstückt hat, bei so einem Schiedsverfahren. Also da habe ich da wirklich viele Seiten vom Theoretischen und dann haben wir auch was ausdenken müssen. Ich kenne auch eine Juristin, die hat leider keine Zeit, sich das alles anzugucken.
Jennifer Rolle (59:39) Mhm.
Anna (59:56) Deswegen, also manche Sachen habe ich auch bewusst dann vereinfacht oder vielleicht auch ein bisschen verbogen, damit es halt noch Spaß macht zu lesen, weil sonst wird es so ein Tatsachenbericht und ich suche natürlich auch bisschen spannendere Sachen raus, weil Juristerei ist ja zu 90 Prozent staubtrocknen.
Jennifer Rolle (1:00:06) Mhm. Na?
Ja. das was du geschrieben hast, verstanden habe ich es nicht, aber es klang alles total glaubwürdig.
Anna (1:00:23) Aber mir macht das auch wirklich Spaß und ich stelle mir das dann auch gerne vor, wenn ich da dann einfach mal dabei wäre und wie das wohl so ist und frage mich dann auch so Kleinigkeiten wirklich, wie ist das, wenn die immer so getrennt werden, die im Frühstücksraum zusammensitzen? Nee, dürfen sie nicht, aber diese Info dann rauszukriegen ist nicht so einfach. Aber es macht Spaß. Ich fühle mich dann immer so, als würde ich bisschen studieren.
Jennifer Rolle (1:00:33) Mhm. Mhm. Mhm.
Ja, ja, ja, ja, super spannend, super spannend, ja.
Hahahaha
Deine Bücher sind ja teilweise auch sehr spicy. Und in deinem Blog hast du so einen ganz lustigen Beitrag geschrieben über deine Herausforderungen und wie du manchmal mit solchen Szenen kämpfst. Daher immer die Frage, ist das für dich eher Pflicht oder macht es doch auch Spaß, so was zu schreiben?
Anna (1:01:06) Also ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr erinnern, dass ich mich jemals darüber beschwert hätte.
Jennifer Rolle (1:01:10) Ja, dann liest noch
mal deinen eigenen Blog. Ich weiß, den führst du schon seit vielen Jahren nicht mehr, aber durch die alten Beiträge, guck dir die mal an.
↑ Zurück nach oben01:01:49 Aufklärung durch Literatur
Anna (1:01:17) Also ich kann
jetzt echt nicht daran erinnern, dass ich mich darüber beklagt hätte, weil ich finde Sex-Szenen, das gehört zu meinen Lieblingsszenen. In keine Szene kannst du so viel reinstecken. also kannst du viel unterbringen. Sex-Szenen. Da ist ja schon von Grund auf eine emotionale Aufgeladenheit drin. Da gibt es so viel Zeug, was man da machen kann. Emotionen sind da. Das kann man auch humor noch mal reinpacken. Man kann eine Wendung reinpacken, man kann Ängste zeigen, eine Annäherung zeigen oder dass man sich auch entfremdet.
Jennifer Rolle (1:01:27) Kuh!
Anna (1:01:47) Man kann sagen, was den Leuten vorgeht. Sind es böse Gedanken, gute Gedanken, ängstliche Gedanken. Ich weiß nicht, die laufen meistens von alleine, weil diese emotionale Grundton ist schon einfach da. Also wenn ich mit Szenen Probleme habe, sind das eher die Anfänge. Ehrlich. Ich weiß nicht warum. Sexszenen laufen einfach runter. Da gibt es ja immer irgendwas, was man dabei entdecken oder machen kann. Aber Anfänge gleich rein ins Geschehen.
Dann soll man aber niemand mit zu viel erklären, der Lebensumstände gleich langweilen. Man sollte gleich noch bisschen Spannung reinbringen und dann möglichst noch einen ersten genialen Satz haben. Nee, das ist unter Drucksätzen. Sexszenen schreiben macht Spaß.
Jennifer Rolle (1:02:19) Mhm. Mhm. Mhm. Mhm.
ist doch cool, dann liest man das auch gerne. Wenn man weiß, dass die Autorin da auch ihren Spaß bei hatte, dann liest man das auch gleich viel lieber, als wenn man das Gefühl hat, jetzt wird hier nur ein Pflichtprogramm abgefackelt.
Anna (1:02:33) Ja, ja.
Ich mag es, wenn die auch immer noch eine Funktion im Buch haben. habe bestimmt auch die ein oder andere, die einfach nur aus Spaß an der Freude machen es jetzt halt. Aber beim meisten gibt es ja schon, man kann so viel da unterbringen. Also wer die skippt, wird glaube ich die Hälfte von den Aussagen meiner Bücher verpassen.
Jennifer Rolle (1:02:56) Zumal, und da kommen wir jetzt schon zu meiner nächsten Frage, zumal du, ich hab so das Gefühl, du hast dich auch so ein bisschen dem Aufklärungsunterricht gewidmet. Was ich total toll finde,
Bücher sind so eine richtige Lehrstunde zum Thema Körper, Lust und Liebe. Du greifst bestimmte Herausforderungen bei dem Thema auf, die die Menschen haben können oder auch manchmal Störungsbilder sogar und bearbeitest die. Letztendlich haben wir das ganze Thema sehr stark im Dark-Romance-Sektor mit Vergewaltigungen, Misshandlungen und die Traumata.
⁓ die man dadurch erlebt hat. Du greifst noch mal ganz andere Themen auf. Wo liest man sonst was über Demisexualität oder Orgasmusstörungen oder solche Sachen? Das finde ich total toll, weil es macht immer noch genug Spaß, sich mal mit solchen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Da kann man sich manchmal total gut auch dann wiederfinden, weil man merkt, es ist nicht zu idealisiert dann im Buch, sondern die Protagonistinnen und
Protagonisten haben auch so ihre Themen und da läuft auch nicht immer alles total glatt und sie sind immer sofort in Stimmung und solche Sachen. Und da habe ich mich gefragt, wo du da dein Wissen
Da muss man ja schon fast ausgebildete Sexualtherapeutin sein mit diesem ganzen Spektrum, was du da aufmachst. vor allem du setzt dich ja dann auch noch damit auseinander, wie man so was, wie man damit umgehen könnte und wie man so was verändern könnte, weiterentwickeln könnte, behandeln könnte oder so. Wo hast du denn Wissen her oder wie beschäftigst du dich damit?
Anna (1:04:45) Also es ist ja alles im Internet da. Und es hat auch Spaß mich damit zu beschäftigen, wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, ist Pärchenbildung bei uns Menschen extrem schwierig. Die Sexualität muss passen und das Zwischenmenschliche muss passen. Und dass das wirklich so übereinstimmt, ist ja eigentlich schon fast eine Seltenheit. Weil es gibt ja auch sexuell gesehen so ein breites Spektrum, was jemand mag, nicht mag, wo Probleme sind oder nicht und wie man dann auch zusammenpasst.
Jennifer Rolle (1:04:48) Hahaha
Anna (1:05:13) Und einfach macht es mir dann manchmal Spaß, da was reinzubringen wie diese eine Sache. Ich habe irgendwo mal gelesen, das war so ein Statistikding, dass so und so viel Prozent aller Frauen sich mit Hilfe von Kopfkissen schubbern, ihre Selbstbefriedigung ausführen. So viele? Wahnsinn! Da haben wir doch bestimmt auch Lesen, aber ich mache jetzt mal eine, die das gerne macht.
Jennifer Rolle (1:05:27) Mhm. Mhm.
Das
Das ist die
↑ Zurück nach oben01:03:33 Sexualität und zwischenmenschliche Beziehungen
Geschichte mit All About Ethan oder so noch? Oder wie hieß die? Ja. Ja. die hab ich geliebt. Die hab ich geliebt, ja.
Anna (1:05:38) Ja genau, das war die Geschichte mit Ethan und Lea, die ja auch dann Demi war.
Ja, dann dachte ich so was mal, weil finde das dann auch interessant, weil nicht alles was ich mag, mögen andere auch und nicht alles was andere mögen, kenne ich vielleicht sogar. Wenn ich dann so was sehe, dachte ich mir, so viele Leute oder auch mal so Minderheiten und diese ganzen Spektrum von Demi bis Grau und was weiß ich was, wir können das doch alle irgendwo auch zum gewissen Maß einordnen und ich glaube,
Viele merken, dass sie vielleicht auch gerade durch Erzählungen ein bisschen offen ist, dass sie vielleicht anders sind als die anderen erzählen, aber können das nicht einordnen. Vielleicht weil sie sich dann auch nicht so damit beschäftigen, vielleicht auch weil es ein Tabuthema ist. Aber ich hatte es auch schon öfter, dass mir Leserinnen danach geschrieben haben, dass sie jetzt dann erst erkannt haben, dass sie das auch betrifft, dass sie sich auch so nennen können, dass sie vorher nicht drüber nachgedacht haben, sondern sich selbst auch teilweise für seltsam fanden. Wo mir dachte, mein Gott, bitte finde ich doch nicht seltsam.
Seltsam ist, keine Ahnung, es gibt genug was Seltsam ist, das ist...nein. Weil man demi ist doch nicht, ist man nicht seltsam. Solche Sachen finde ich dann immer ganz schön. Oder auch dieses... Jackson's kleines Problem, was er gar nicht als Problem sieht. Aber das ist auch anscheinend eine sehr verbreitete Sache. Warum dann mal nicht in ein Buch packen?
Jennifer Rolle (1:06:53) Ja. Nö.
Ich glaube auch, ja.
Anna (1:07:03) Ich versuchte es dann auch nicht zum großen Problem zu machen, vielleicht ein bisschen zum Thema. Aber ja, deswegen denke ich mal einfach mal bisschen normalisieren. Und es muss nicht alles gleich dann entweder Lust steigern oder abtörn sein, sondern halt einfach mal so sein.
Jennifer Rolle (1:07:05) Mhm.
Das
gefällt mir auch ganz gut, dass das also nicht zu stark problematisiert wird, sondern es ist einfach da und damit wird irgendwie umgegangen. Aber dass es überhaupt Thema sein ist, das ist einfach schon so besonders. Aber das heißt, du liest einfach viel, du guckst dich ⁓ was es so gibt und interessierst dich einfach für dieses Thema.
Anna (1:07:22) Nusses, ja. Ja.
Ja, ich finde es ist auch ein spannendes Thema. Und wir sind jetzt auch so eine Generation, die sich damit mal beschäftigen richtig darf und das Wissen da ist, man so viel dazu findet. Ich glaube, meine Mütter und Großmütter oder die von uns allen, die wären so glücklich gewesen, wenn sie da mehr gewusst hätten. Oder auch bei Bridgerton war das ja auch Thema, wo die, ich fände den Namen gerade nicht, meine der ersten Staffel, ich wusste gar wie das richtig funktioniert mit dem Kindermachen. Das ist doch verrückt.
Ja und heute dürfen wir uns damit beschäftigen und finden das Wissen auch überall. Deswegen pack ich's mit rein.
Jennifer Rolle (1:08:04) Ja, und
ich finde das auch großartig, zu meiner Zeit gab es noch die Bravo und dann gab es immer so eine Doppelseite, Liebe, Sex und Zärtlichkeit oder wie die damals hieß und letztendlich stand da aber nicht wirklich was drin. Also wirklich was verstanden oder gelernt hat man da eigentlich nicht, da stand immer nur das Gleiche drin. Ja, natürlich, weil man ja neugierig war und irgendwie Wissen brauchte, aber wirklich geholfen hat das nicht. echt spannend.
Anna (1:08:21) Ja, das stimmt. Aber man hat's immer gelesen.
Man wusste allerdings was
Petting ist und Heavy Petting ist und ja, die Unterschiede.
Jennifer Rolle (1:08:36) Ja super, hatte
↑ Zurück nach oben01:07:33 Lustige Dialoge
man... ja, sehr hilfreich.
Anna (1:08:39) Haha
Jennifer Rolle (1:08:41) Deine Bücher leben ja auch von diesen lustigen Wortgefechten. Ich hatte letztens Emma Wagner im Interview, die ja auch so wahnsinnig tolle Wortgefechte schreibt in ihren Büchern und habe sie mal gefragt, ob sie dann im echten Leben auch so schlagfertig ist. Und sie sagt, nee, da steht sie total auf dem Schlauch. Wie ist denn das bei dir?
Anna (1:09:04) Ja, nee, ich auch
nicht schlagfertig. Vielleicht macht mir das Schreiben gerade deswegen Spaß, weil ich kann ja alles nochmal zurücknehmen beim Überarbeiten. Ich kann alles nochmal ein bisschen schärfer machen. Ich kann es nochmal zuspitzen. Ich kann nochmal was anderes einfallen lassen. Und merke aber auch, wenn ich schreibe und ich schreibe aus der Sicht von jemandem, schlagfertig ist, dann bin ich auch irgendwie beim Schreiben schlagfertig. Aber wenn ich jemand schreibe, schüchtern ist, merke ich auch, dass ich dieselben Hemmungen irgendwie habe. Und das macht mir dann auch Spaß in die verschiedenen Personen rein.
Und vielleicht würde es ja dann auch helfen, wenn ich rausgehe und stelle mir eine vor, ich bin Victoria. Aber ich glaube, es wäre dann ein bisschen komisch. Ich bin mir auch ziemlich sicher, wenn ich mir das hier später nochmal angucke, denke da hätte es doch auf den Punkt kommen können. Da wäre so ein passender Spruch noch in deinem Kopf, der das total lustig gemacht hätte. Aber geht halt nicht. Also schreibe ich Bücher.
Jennifer Rolle (1:09:57) Sehr interessant.
Sehr interessant. Also auch allein die Geschichte mit Nate und seiner kleinen Diebin da. weiß gar nicht mehr wie. Ja, Suki, genau. Also auch die... Ich hab mich weggeschmissen, wirklich. hab mich so weggeschmissen. Über deren beider Witz, deren Humor. Der war so einzigartig.
Anna (1:10:06) So kiel,
Ich glaube das war auch eines von den wenigsten Pärchen wo beide sehr witzig sind. Meistens habe ich ja so einer als witzig, einer nicht so, Ja.
Jennifer Rolle (1:10:28) Mhm, bei dem waren beide... die hatten beide so den gleichen Wortwitz, ja.
Und da sind wir schon bei dem Thema Bromance. hast ja teilweise, leben deine Reihen ja von so einer Bromance. wird dann aus der Sicht der männlichen Protagonisten geschrieben oder nicht aus deren Sicht. es geht im Prinzip so eine Männerclique, die eben so nach und nach an jedem Band dann ihre Liebesgeschichte haben. Aber eben auch miteinander interagieren, was ja schon fast selber wie so eine Bromance ist, eigentlich, was du da schreibst.
den. Und vor allem mit diesen unterschiedlichen Charakteren, die du da zusammenbringst, ist das bei dir so ein bisschen wie Backen. Also dass du sagst, okay jetzt brauche ich noch einen der lustig ist und da brauche ich einmal den Arroganten und da brauche ich noch den seriösen oder da brauche ich noch den Schönling oder wie machst du das?
Anna (1:11:23) Also ich freue mich schon auch, wenn ich das das nächste Mal mache, weil ich habe mal wieder richtig Lust darauf. Also wenn ich die nächsten Projekte nicht mehr vorgenommen fertig habe, wird es auch wieder so eine Reihe geben mit ein Bromance. Ich schreibe das auch wirklich sehr gerne und mir macht das gerade dieses zwischenmenschliche Zwischen Freunden auch wirklich viel Spaß. ja, wie machen
Ich keine Ahnung, ich setze mich meistens irgendwie hin mit denen an einen Tisch. Ich habe das ja auch schon so veröffentlicht. Also ich schreibe runter, wie ein Dialog geführt wird. Entweder mache ich das manchmal auch nur zwischen denen. Also ich setze die in eine Situation rein, wo die miteinander agieren müssen und schreibe das einfach mal runter, was passiert. Oder ich setze mich mit rein und so habe ich dann auch irgendwann mal gepostet. Die Leute finden das dann auch witzig, aber das sind tatsächlich so Schreib- oder Warmwerdübungen, um die Protas ein bisschen kennen zu lernen. Also einfach mal reden lassen.
Jennifer Rolle (1:12:09) Aha, okay.
Anna (1:12:10) Und
meistens entwickelt sich da schon was draus. Zum Beispiel hier gerade bei der Becoming Bad Guys Reihe. Da hab ich mir wieder den Tisch gesetzt. Ich mir klar, Ryan kenn ich schon aus dem Buch seiner Schwester. Dann Riker sofort klar, das ist ein blonder, schwer tätowierter Typ, der einfach ein Clown ist. Und ähm, wen hat man noch? Dann war Preston hier, der hat sich schon bei diesem Gespräch ständig an die Kravatte gefasst. Und dann wusste ich, ah der hat einen Stock im Arsch, der ist Anwalt.
Jennifer Rolle (1:12:35) Dann Ethan
Ja. Ich sag gar nichts.
↑ Zurück nach oben01:09:22 Bromance und Dynamiken zwischen Männern
Anna (1:12:37) Und Ethan war so bisschen geheimnisvoll
beim ersten Gespräch. Er war so noch ganz nebel und das hat dann auch ein bisschen seinen Charakter gemacht. Über den hat man nicht so viel erfahren, hat viel für sich behalten. Hat versucht für die anderen da zu sein, aber nicht so viel von sich preiszugeben. Und so geht es dann auch meistens schon los. Dann habe ich die so grob und das Miteinander passiert dann einfach. Was hat auch immer passiert, ich habe immer einen Clown natürlich dabei.
Jennifer Rolle (1:13:01) Mhm.
Anna (1:13:01) Ich kann nicht ohne.
Jennifer Rolle (1:13:01) Mhm. Mhm.
Anna (1:13:02) Und natürlich wird man wahrscheinlich, wenn man sich all meine Bromance rein hier so anguckt, gewisse Charakterähnlichkeiten zwischen denen finden, weil so viel Charakter gibt es auch nicht auf der Welt, dass man da immer spezifisch einen macht. Also ich habe immer einen lustigen und immer garantierten Ernsten dabei. Aber es macht mir halt auch Spaß, die gerade auch mal zusammenknallen zu lassen. Und mir macht es auch Spaß, wenn sich dann zwei davon vielleicht noch mal extra ein bisschen stärker anfreunden als die anderen.
Jennifer Rolle (1:13:18) Mhm. Mhm.
Mhm.
Anna (1:13:29) Also ich stell mir die dann wirklich so vor wie Personen die es echt gibt und wie die miteinander umgehen würden und wie die Konstellation wäre und das macht einfach Spaß.
Jennifer Rolle (1:13:33) Es
macht super Spaß, das zu lesen, ehrlicherweise wirkt es nicht ganz so realistisch, wenn ich mir die Männer in meinem Freundeskreis so angucke. Da gibt es sowas nicht.
Anna (1:13:53) Ja, ich glaube, es gibt nicht viele solche Männerfreundschaften. Aber Männer miteinander umgehen, ich ja recht ganz gut erlebt. Und auch als Frau immer dabei war, gingen die teilweise noch ganz anders miteinander ⁓ Also ich glaube, wenn ich wirklich erzählen würde, was ich schon bei Männern gesehen habe, wie die miteinander umgehen, dann würden mir erst recht alle vorwerfen, wie unrealistisch das alles ist. Also das geht noch ganz anders. Aber genauso wie es ja auch bei Frauen ist. Es gibt ja auch...
Jennifer Rolle (1:14:02) Stimmt, hast ja... Ja, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, ja, ja, stimmt.
Okay.
Anna (1:14:19) Frauen freuen sich über die Gruppen, die machen Zeug. Das würdest du niemals in einem Buch erzählen wollen, weil dann alles für unrealistisch halten. Ich meine, da gibt es ja auch viel Blödsinn.
Jennifer Rolle (1:14:28) Aber stimmt, da hast du glaube ich echt einen Vorteil, dass du dich in diesem Soldatenbereich wahrscheinlich mit sehr vielen Männern auch unter sehr vielen Männern bewegt hast.
Anna (1:14:29) Also
Ja, da hat man
sehr viel davon kennengelernt und auch was miteinander machen. deswegen, nee, wenn jemand sagt, es ist unrealistisch, was ich da teilweise zwischen denen geschrieben habe, nee, nee, unrealistisch ist, dass ich nicht nur mehr geschrieben habe.
Jennifer Rolle (1:14:51) Verstehe, das ist auch eine interessante Information.
↑ Zurück nach oben01:13:49 Abschlussgespräche mit Protagonisten
Du machst das ja häufiger mal, das hast du eben auch schon gesagt, Ende eines Buches oder einer Reihe gerne noch mal die ProtagonistInnen einlädst, ⁓ ihnen so ein kleines Abschlussgespräch zu führen, wie so ein kleines Debriefing. Was für eine Funktion hat das für dich?
Anna (1:15:14) Nein.
Ich fange ja meistens damit an, dass ich mit denen quasi Prota- Gespräche führe und dann ist es auch nochmal ein Ende. Außerdem habe ich ja meistens so bisschen Probleme mit dem Ende, weil ich es immer schade finde, es dann noch rum ist. Ich mag das ja sehr gerne, mich damit zu beschäftigen. Und dann habe ich so nochmal die Chance, sie nochmal zu treffen, nochmal was von ihnen zu zeigen.
Dass es ins Nachwort kommt, eigentlich dem geschuldet, weil ich nicht wusste, was ich in so Nachwort reinschreiben soll, außer Dankeschön. Aber wer will denn nur ein Dankeschön und Namen lesen? Also ich gedacht, okay, dann mach ich doch das, was schon mal jemand lustig fand, ich mach das jetzt dann auch rein, lass die noch mal zu Wort kommen, kann vielleicht dann da noch mal was erklären oder was aufkreisen. Und anscheinend mögen das wirklich tatsächlich sehr viele Leser. Manche lesen anscheinend sogar zuerst, aber das sollen sie nicht machen, weil da ist ein Spoiler drin oft.
Jennifer Rolle (1:16:07) Okay, verstehe. Jetzt haben wir aus der Community noch so ein paar Fragen. Wer ist dein Lieblingscharakter aus deinen Büchern oder welches Pärchen magst du am liebsten oder welcher Bookboyfriend ist dir am liebsten? Kannst du das fest nageln?
Anna (1:16:27) Ja, da ist jetzt die Frage wofür, Welches so ein Pärchen? Soll ich mit denen mal ins Kino gehen? Zusammen auf den Ball? Oder einen Dreier haben? Was ist der Plan,
Jennifer Rolle (1:16:34) Jetzt wird's aber speziell. Du hast
nicht einfach nur so ein Lieblingspärchen, sondern immer nur ein gut für. Die sind geeignet, das zu tun, und die sind geeignet, das zu tun.
Anna (1:16:42) Nein, also...
Nein, also am liebsten ist mir immer das Pärchen, an dem ich gerade arbeite. Oder die Charaktere. Also da bin ich am nächsten dran, das sind einfach in dem Moment meine
Jennifer Rolle (1:16:48) Okay.
Gibt's denn auch manchmal Figuren, dich total nerven?
Anna (1:16:56) Nee. Aber auch selbst die nervigsten Figuren, das ist ja das Spaßige. Man darf einfach mal einen anderen Charakter schlüpfen, mal so vollkommen außerhalb von dem agieren, wie man eigentlich selbst ist. Und es macht Spaß. Und wenn er eine nervige Persönlichkeit ist, macht es mal Spaß, eine nervige Persönlichkeit zu sein und niederzuschreiben. Oder auch hier mit Clara von der Dilogie davor. Die hat ja teilweise sehr Fremdscham
Jennifer Rolle (1:16:57) Oder schreibst du die erst gar nicht.
Anna (1:17:23) ...mäßige Sachen gemacht, also wo man wirklich so eigentlich schon lesen muss. Und genauso habe ich auch geschrieben. Das war der Hart-Fremdscham. Aber es hat mal Spaß gemacht, so ein Mensch zu sein, der es gut meint und dann voll daneben greift und das ist dann auch wirklich zum Schämen ist auch. Und das wird mir nie passieren. Was ihr passiert, wird mir niemals passieren, weil ich vorher so viel drüber nachdenken würde, dass ich es niemals tun würde wahrscheinlich, was sie tut. Und ja, deswegen kann da niemand nerven.
Jennifer Rolle (1:17:50) Okay, ne, spannend. Hier gibt noch eine andere Frage zu deinem Charakter von Moona Liest. Sie fragt, welches Buch oder welcher Charakter enthält am meisten von dir?
Anna (1:18:03) Das ist eine sehr gute Frage. Also grundsätzlich hat jeder Charakter was von mir. Also ich gebe meinen Protagonisten immer was von mir ein bisschen mit, vermische das dann mit dem Charakter, ich mir quasi ausgedacht habe und dann vergesse ich aber, dass ich denen das gegeben habe. Dann gehört das für mich zu denen. Dann weiß ich nicht mehr, dass es von mir ist ursprünglich. Aber jetzt bei z. B. bei Jackson und Victoria weiß ich es noch. Die haben ja diesen Hygiene-Fimmel ein bisschen. Also er hat immer seine Desinfektionstücher dabei und sie ihr Gel und ich beides immer dabei.
Ja und so verteile ich dann wirklich die... es hat jeder was mitbekommen. Aber wie gesagt, hinterher weiß ich es dann nicht mehr.
Jennifer Rolle (1:18:36) Wo wir jetzt hier beide gerade so vertraut zusammensitzen, würde ich gerne mal deine Meinung hören zu Dasel-In-Distress-Geschichten. Wie du dazu stehst. Ja, genau.
Anna (1:18:44) Die Jungfrau in Nöten. Ich hab
↑ Zurück nach oben01:14:55 Lieblingscharaktere und persönliche Identifikation
übrigens alles an, aber schon nie eine Jungfrau geschrieben. Soll ich das mal machen? Vielleicht.
Jennifer Rolle (1:18:51) Hast du noch nie? Ich überleg grad. Wahrscheinlich. Ne. Es gibt ja manche Autorinnen, die sich darauf spezialisiert haben.
Anna (1:18:53) Ne.
Ja, ja. Wird ja anscheinend
auch gerne gelesen. Ist ja auch mal eine spannende Sache, das erste Mal. Das ist immer mit viel Emotion verbunden und Körperlichkeit. ja.
Jennifer Rolle (1:19:08) Ja.
Absolut. es
ist auch eine schöne Geschichte. Ich lese sowas auch gerne durchaus. Aber mit der Jungfrau in Nöten ist ja noch mal bisschen was anderes gemeint. Dann wird diese Rettergeschichte durch und die Frau, die sich nicht alleine helfen kann und den starken Mann braucht, der sie da irgendwie aus der Situation rausholt und ihr zu einem besseren Leben verhilft. Das finde ich so in deinen Büchern. Kann ich mich nicht so richtig. Also es gibt so Bücher, da ist dann der Mann derjenige, der Bescheid weiß und
Anna (1:19:16) Ich weiß. Ja, natürlich.
Jennifer Rolle (1:19:38) und sie so bisschen an die Hand nimmt, das schon, aber so richtig Damsel und Distress scheint eher nicht so dein Thema zu sein.
Anna (1:19:39) Also
Also grundsätzlich finde ich das eine tolle Sache. Das ist eine wundervolle Fantasie und ein richtiger Stoff zum Träumen. Gerade weil wir ja gerade im Alltag oft so viel Last auch auf den Schultern tragen, so viele Dinge kümmern müssen. Was ist dann ein schönerer Traum als ein heißer Kerl, reinmarschiert, einem die Kittelschürze vom Leib reißt und sagt, ey Baby, ich hab mich all deine Probleme gekümmert. Ab sofort existierst du nur noch glücklich zu sein. Das ist ja schon ein schöner Traum. Deswegen finde ich die Bücher haben voll ihre Existenzberechtigung. Ich mag das...
Jennifer Rolle (1:20:09) Das ist ein Traum, ja, in der Tat, ja.
Anna (1:20:16) Nur nicht, wenn die Frauen nur gerettet werden, diese Stärke und Macht des männlichen Protagonisten zu beweisen. Sonst ist die Frau keine Rolle. Das mag ich dann nicht so gerne. Aber sonst
Jennifer Rolle (1:20:27) Also zumindest schreibst du sehr viel auf starke Protagonistinnen, die sehr selbstbewusst sind und ihren eigenen Weg gehen und wissen, was Sache ist.
Anna (1:20:30) Ja.
Das mag ich auch, ja. Ich möchte dieses starke
Frauenbild nach außen tragen.
Jennifer Rolle (1:20:40) Sag mal, wie lange schreibst du eigentlich an so einem Buch?
Anna (1:20:44) Ja, ist eine sehr gute Frage. Manchmal nur wenige Monate, manchmal auch mal Jahre. Aber ich schreibe ja nicht nur ein Buch. Also ich habe echt... Ja, ich meine, wenn man fertig geschrieben hat und so die erste Überarbeitungsrunde, dann tut es dem Buch ja auch mal gut, es einfach liegen bleibt, bevor man sich wieder ransetzt. Das mache ich. Oder wenn ich an einem einen Buch jetzt gerade nicht weiß, wie ich weitermachen möchte, schreibe ich aber anderen weiter. Also zwei habe ich meistens eigentlich, die ein bisschen parallel laufen. Und wenn es nur ist, dass ich eins schreibe und eins überarbeite.
↑ Zurück nach oben01:17:28 Damsel-in-Distress - was hältst du davon?
Jennifer Rolle (1:20:50) ⁓ okay. Schreibst du parallel immer gleich mehrere?
Anna (1:21:14) Und so kommt es halt mal, dass es eine schneller fertig ist das andere bisschen länger braucht. Aber ich würde sagen, so im Schnitt brauche ich ein Jahr für ein Buch von der Planung, bis es dann wirklich fertig ist, dass man es veröffentlichen könnte.
Jennifer Rolle (1:21:28) Okay, aber du schreibst ja dann dieses Jahr nicht nur an diesem einen Buch, du parallelisierst dann den Prozess irgendwann.
Anna (1:21:29) Anpearling. Ja, genau.
Deswegen kann ich dir auch nicht sagen,
wie lang das tatsächlich ist.
Jennifer Rolle (1:21:39) Also die Nettozeit noch, ja, okay. Die Andrea K. sagt, dass sie das total eine tolle Idee fand, die Kinder von den Protagonisten jetzt auch eine eigene Geschichte zu geben und sie fragt...
Anna (1:21:41) Ja.
Jennifer Rolle (1:21:56) Hast du bei anderen Büchern zuerst die Tropes, die Protagonisten oder das Thema? Zum Beispiel so was wie Bad Boys in Love oder Reha Klinik im Kopf oder auch vielleicht den Plot Twist sozusagen. Was ist da zuerst da?
Anna (1:22:10) Ja, darüber
kann ich jetzt stundenlang erzählen. Also holt euch noch was zu trinken.
Jennifer Rolle (1:22:14) Okay, wir sind jetzt schon eineinhalb Stunden
hier auf der Uhr, also sorry auch dafür, ich bin zu neugierig.
Anna (1:22:21) Nee, ich... Es fängt nie gleich irgendwie an. Also manchmal habe ich einen Protagonisten im Kopf, der jetzt eine Geschichte hat, oder eine Protagonistin natürlich auch, oder eine Szene, oder ein Konflikt, oder eine Wendung, oder ein Ende, oder sonst irgendwas. Zum Beispiel bei der Reha-Klinik, das war eigentlich ganz anders gedacht auch. Also sie sollte vorkommen und zwar ursprünglich war gedacht, dass der Kerl Pascal von Band 2 zuerst dran ist.
der ja schon mal eine Nebenrolle hatte in einem anderen Buch, wo das dann auch thematisiert wurde, dass er mal Boss war und dann durch Burnout jetzt keine Verantwortung mehr beruflich wollte, sondern sich auf sich selbst und sein Privatleben konzentrieren. Und dann okay, der kriegt ein Buch und dann gucken wir mal, dass wir den auch eine Frau beschaffen, damit er glücklich wird. So, und dann habe ich das geschrieben und es sollte dann die Reihe nach der Reha-Klinikaufenthalt sein. Das sollte halt auf der Suche nach, wie er glücklich wird privat, auch seine Freunde kennenlernen.
Jennifer Rolle (1:22:52) Okay?
Ja.
Anna (1:23:21) Und dann ist mir aber irgendwie so eine Eingebung gekommen. hat mich irgendwie so ein Typ in der Kirche unter einer Dusche über die Schulterbüse anguckt. Ich was ist das jetzt schon wieder für ein Blödsinn, ein Einfall. Aber dann einen Tag später hatte ich dann Kain von Band ein grob skizziert und so. Alles klar, natürlich. Wir machen diesen Rehaaufenthalt gleich in ein Band mit rein. Der kommt dann den zweiten dran. Aber wir wollten dann lernen, die sich dort kennen und ...
So ändert sich manchmal das dann auch noch von den ersten Impulsen, dass dann ein besserer Impuls oder eine bessere Idee kommt. ja, es gibt auch Bücher, da habe ich es zuerst Zum Beispiel bei Violet ein Spin-Off zu der Becoming Bad Guys Reihe, da habe ich zuerst eine Szene vom Ende geschrieben und dann wusste ich, wo ich mich hinbewegen muss, was sich da noch verändern muss und was ich ja,
Ja, also es ist immer was anderes.
↑ Zurück nach oben01:19:55 Der Schreibprozess und seine Herausforderungen
Jennifer Rolle (1:24:11) Es ist
immer ein bisschen anders, aber das klingt auch so, als ob du nicht unbedingt chronologisch schreibst, sondern auch mal zwischen den Szenen hin und her springst. Das heißt, aber dann müsstest du ja im Prinzip deine Bücher auch gut geplottet haben vorher, oder? Wie ist das?
Anna (1:24:26) Nee, ich plotte nicht. Wenn ich jetzt wirklich detailliert plotten würde, ich glaube, dann würde ich mich mal schreien. Total langweilig. Ich möchte selber noch ein bisschen rausfinden.
Jennifer Rolle (1:24:26) Nee?
Das finde ich total interessant, also
gerade von dir hätte ich gedacht, du bist die Plotterin vor dem Herrn.
Anna (1:24:38) Ja, hab, bevor ich so richtig geschrieben habe, gesagt, ich bin der unkreativste Mensch der Welt, ne? Ja, ne. Ich hab das probiert mit diesem Perfing. Aber ich sag, es langweilt mich dann, wenn ich dann schon alles genau weiß. Ich möchte so ein paar Punkte, ich möchte vor allem die Charaktere gut kennen. Und dann kann ich eigentlich alles passieren lassen. Und die müssen nur noch drauf reagieren, ne?
Jennifer Rolle (1:25:01) Okay, okay. Aber ist es da nicht total schwierig, vorher schon Szenen zu schreiben, wenn du gar nicht weißt, ob man da wirklich dann ankommt hinterher bei dieser Szene?
Anna (1:25:10) Ich habe auch schon Szenen löschen müssen, Oder komplett vergeblich im Voraus schon geschrieben. Aber... Also, ja, da fliegt auch mal immer wieder was raus. Aber es gibt mir dann einfach... Wenn ich das Gefühl habe, habe diese Szene quasi vor Augen, auch wenn ich jetzt noch nicht dort bin, dann will ich sie nieder schreiben, dann habe ich sie quasi gesichert. Hab dann wieder einen Weg für mich gemacht, wo ich mich hinschreiben kann, fühle mich damit sicherer. Und meistens weiß ich was das Große...
Jennifer Rolle (1:25:17) Okay, das beruhigt mich.
Ja, ja, ja.
Anna (1:25:37) dass es Wendung sein wird oder das große Drama oder so. hab ich dann schon eine Ahnung. Manchmal ändert sich's aber auch.
Jennifer Rolle (1:25:40) Das ist... Das habe ich mir nämlich auch gefra...
Weil das habe ich mich nämlich auch gefragt, weil ich habe selten so geniale Plottwists gelesen wie bei dir.
Anna (1:25:52) Ne,
danke.
Jennifer Rolle (1:25:53) Dafür ist es immer hilfreich.
Empfehlung nach da draußen, lest niemals die Klappentexte, manchmal wird da schon was gespoilert. Es ist immer besser, einfach drauf loszulesen und sich überraschen zu lassen, was in diesem Buch passiert. Weil es ist teilweise so unerwartet. Und ich frage mich, muss man das nicht planen? Weil du musst ja vorher schon die Hinweise einbauen, in welche Richtung das gehen soll, damit du schon mal neugierig machst oder auch die falschen Fährte lockst oder so.
Anna (1:26:21) Wie gesagt, so grob worauf es hinauslaufen sollte, weiß ich ja dann. Dann kann ich das alles schon gut einbauen. Manchmal hab ich dann halt Pech und dann entwickeln sich die Charaktere so anders, dass dieser Plottwist dann nicht mehr funktioniert. Dann muss ich halt einen anderen machen und die Hinweise dann darauf löschen oder umdeuten. Aber das macht mir dann auch nichts aus, weil mir macht das ja dann Spaß. Also ich hab mich natürlich auch schon geärgert, wenn ich dann hier 10.000 Worte löschen musste. Aber ja, ich mag das ein bisschen zu überrascht zu werden.
Jennifer Rolle (1:26:37) Okay. Krass.
↑ Zurück nach oben01:23:30 Der kreative Schreibprozess
⁓
Ja.
Anna (1:26:51) Und im schlimmsten Fall kann man hinterher alles noch bisschen anteasern. Aber meistens ergibt es sich und ich bin auch oft überrascht. Also ich habe da mittlerweile das Gefühl, dass mein Unterbewusstsein mir sehr stark zuarbeitet, weil das präsentiert mir manchmal einfach Lösungen. Auf die habe ich das Gefühl, wäre ich mit meinem Bewusstsein gar nicht gekommen. Aber die ergeben dann so viel Sinn, als hätte ich schon vorher gewusst, dass das da noch kommt.
Jennifer Rolle (1:27:15) Was spannend.
Hast du auch mal Schreibblockaden?
Anna (1:27:19) Ich hatte noch nie so eine Richtung, wo manche so erzählen, dass sie wochenlang gar nichts schreiben konnten. Aber ich hatte auch schon Phasen, mir es so bisschen schwer gefallen, dass man nicht viel rauskam. Und mir hat da geholfen, einfach was anderes zu schreiben. Also entweder ein anderes Buch und wenn ich nichts anderes habe, dann auch mal einfach eine blöde Schreibübung aus dem Internet. Oder irgendeine Kurzgeschichte anfangen oder eine neue Perspektive ausprobieren, irgendetwas, wo man mit dem Kopf ganz wegkommt.
Jennifer Rolle (1:27:34) Mhm.
Mhm.
Anna (1:27:45) Und
meistens funktioniert es danach einfach wieder. Und im allerschlimmsten Fall hilft mir immer sehr gut, mal was anderes, also auch als Stubenhocker mal rauszugehen, was ein bisschen zu erleben, das fördert sofort die Kreativität bei mir voll krass. Aber sonst habe ich das Glück, dass es noch nicht länger da fest hängen muss.
Jennifer Rolle (1:27:55) Mhm. Mhm.
Das ist gut, MinasThoughts wollte noch mal wissen, wie das ist, mit anderen zusammenzuschreiben. Also du hast jetzt zum Beispiel mit Mia Rosé auch zusammen geschrieben und ja, wie organisiert ihr euch da? Wie läuft das ab? Wie macht ihr das?
Anna (1:28:16) Ja!
Also ich habe ja mit Mia Rosé und mit Hazel Wells zusammen geschrieben und im Prinzip war es ähnlich. Wir haben hier ein Google Docs Dokument angelegt und dann haben wir die Protagonisten verteilt und mit Mia war es so, dass ich den älteren CEO bekommen habe, mit dem Stock in Popöchen, passt ja dann zu meinen anderen, und sie hat den jungen Problemtyp gehabt. Das hat dann super gepasst. Mit der Hazel haben wir es so gelöst, ich kriege die Männer, weil sie sagt, sie schreibt die Frau in eh viel, lieber und ich würde die Männer gut schreiben, also haben wir das dann so verteilt.
Jennifer Rolle (1:28:33) Okay.
Anna (1:28:52) Das hat dann auch gut Spaß gemacht, konnte man es auch gut ergänzen fand ich. Interessant fand ich ja, dass viele nicht mal gemerkt haben, wer wen geschrieben hat. Das ist ein gutes Zeichen, dass man dann auch harmoniert. Und sonst ja mit Mia war es dann tatsächlich so, wir haben gesagt, wir machen das so nebenher und so ein bisschen, das macht bestimmt Spaß. Die Idee hat man schon Jahr oder länger mit uns herumgetragen, wir haben mal so einen Spaß mit einer Chat mit einer Freundin noch so.
Sie gesagt, wir sollen das unbedingt mal machen und dann haben wir da angefangen, Dinge setzten, Nebenprojekt, wenn wir Bock haben. Ja, und dann waren wir irgendwie total in dem Rausch gefangen. Wir haben uns gegenseitig beim Schreiben zugeguckt, haben mitgefiebert, haben uns danach quasi schon halt beschimpft. Was denkst du denn jetzt, was man da jetzt machen sollte? Wie hast du vorgestellt, dass es weitergeht? Das ist doch jetzt dein Problem. Also wenn man es... Ja. Ja.
Jennifer Rolle (1:29:38) Das heißt, ihr habt euch gegenseitig in die Sackgassen geschrieben, wo der andere dann gucken musste, wie er das wieder rauskriegt.
Anna (1:29:46) mit beiden, wir uns gegenseitig gelobt, gefeiert und ab und zu mal ein bisschen gehasst. Es hat unglaublich Spaß gemacht, es ist so motivierend, immer quasi sein Kapitel abgeschlossen hat, so gedanklich, dass es beendet hat. Und dann geht das einfach von alleine weiter, die Geschichte. Und man muss nur noch drauf reagieren, noch mal so. Und teilweise haben wir es so gemacht, wenn der eine geschrieben hat, hat man selber schon mal vorgeschrieben seinen nächsten Teil und hat gebetet, dass es noch irgendwie passt. Also voll on fire. Und mit... Ja.
Jennifer Rolle (1:30:12) Es war eher so ein Ping-Pong-Spiel.
↑ Zurück nach oben01:27:17 Schreibgewohnheiten und -blockaden
Jetzt hast du ja schon gesagt, dass du nicht die Plotterin bist. ihr habt nicht vorher die Geschichte durchgeplant, einer hat angefangen und dann habt ihr euch die Bälle zugespielt und immer darauf reagiert, was der andere gemacht hat, wie im wahren Leben auch.
Anna (1:30:28) Genau, also mit beiden, mit Mia wie auch mit Hazel, haben wir grob festgestellt, worum es geht, er auch so hier da einen Wendepunkt Wir möchten gerne, dass das und das passiert. Haben uns dann quasi geeinigt und dann haben wir losgelegt. Und dann immer abwechselnd hin und her. Und dann natürlich hat jeder auch ein Vetorecht hier. Also ich möchte nicht, dass mein Charakter sowas sagt oder ich finde, das ist keine gute Idee, weil es könnte falsch verstanden werden oder es wird zu kompliziert. Also man hat immer ein Vetorecht, man muss nichts hinnehmen, aber im Prinzip war es zu wird sagen zu
99 % fanden wir immer toll, was er gemacht hat, auch wenn wir uns darüber aufgeregt haben. Also das ist wirklich eine Wahnsinns-
Jennifer Rolle (1:31:03) Ja, es kann ja sein, dass da plötzlich was
ganz anderes bei rumkommt, als man sich gewünscht hätte, worauf man dann reagieren soll. Das kann ja auch sein.
Anna (1:31:12) Ja, und das hat es dann so aufregend gemacht auch. es ist unglaublich motivierend, es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich werde es auch garantiert irgendwann mal wieder tun. Im Moment passt es nicht ganz rein, weil ich noch so bisschen in der, ich werde jetzt wieder richtig gesund Phase bin und kümmere mich viel mich selbst und sowas. Das ist mir dann zu viel Last gerade quasi, auch wenn es Spaß macht, aber es ist halt was, was man wieder organisieren muss und einplanen.
Jennifer Rolle (1:31:32) Okay.
Anna (1:31:34) Aber
das ist wirklich unglaublich motivierend und macht so viel Spaß. ich glaube, alle, mal zusammen geschrieben haben mit jemandem, wo es dann halt auch gevibe, wissen, was ich meine. Das ist wie eine Droge ein bisschen.
Jennifer Rolle (1:31:44) Sag mal, sehe ich das eigentlich richtig, dass du überzeugtes Self-Publisherin bist oder ist es eher so, dass deine Bücher nicht verlagstauglich sind?
Anna (1:31:52) Ich weiß nicht ob meine Bücher tagstauglich sind. Ich hab keine Ahnung. Aber wahrscheinlich nicht so, weil sie auch meistens bisschen zu lang sind für Romance. Ich hab aber auch noch nie so richtig probiert mich bei einem zu bewerben. Das war ja irgendwie von Anfang an klar. Kam aus der Selbstständigkeit und dass wir dann das dann auch selbst verkaufen werden dieses Produkt, ich da schaffe. Und ja, ich hab's nicht bereut.
Jennifer Rolle (1:31:54) Nie versucht.
Anna (1:32:19) Wäre aber auch jetzt nicht abgeneigt mit irgendeinem Verlag, der sagt, ich kann dich voll gut bekannt machen, wir machen dir wunderschöne Bücher und wir möchten gerne nicht als Autorin haben, da bin ich nicht grundsätzlich abgeneigt, aber ich mag schon die Freiheit des Selbstpublishing sehr, sehr gerne, dass man da wirklich alles in Hand hat und auch jeder Fehler, passiert, dann kann ich nur mir übel nehmen, niemandem anderen. Außerdem bin ich sehr komisch bei manchen Sachen.
Jennifer Rolle (1:32:24) Mhm.
Anna (1:32:46) Weil ich dann... manche Sachen sind mir unglaublich wichtig, dass es nach was ist bei anderen ist mir wieder egal und wenn dann halt irgendwas bei mir, was mir unglaublich wichtig ist, dass da nicht funktioniert, dann ärgere ich mich da drüber, während ich bei allen anderen einfach Schulter zucken kann und... ja, das... die Freiheit ist schon schön.
Jennifer Rolle (1:33:03) Ja, verstehe.
Man hat alles selber in Hand und... Genau. Nachvollziehbar. So, wenn einem jetzt dieses Buch, über das wir heute hier am meisten gesprochen Dangerous Attraction. Das war der letzte Band, über den wir gesprochen haben. Wenn einem dieses Buch von dir gefallen hat, welches...
Andere Buchs würdest du noch aus deinem Portfolio dann den Leserinnen empfehlen.
Ich finde Jackson schon sehr präsent in dem Buch. Vielleicht, wir uns darauf mal konzentrieren. ein Arschlochtyp, der sich weiterentwickelt. Was würdest du da empfehlen?
Anna (1:33:39) Dann vielleicht
↑ Zurück nach oben01:30:36 Selbstpublishing vs. Verlagswesen
mein aller dickstes Buch hier. The Story of Cole and Luke Archer. Cole ist doch auch so ein fiese Bösewicht, der sein Herz erst finden muss. Er hat ein sehr großes Herz, aber da hat er nur Platz für seinen Bruder und seine Freunde. Bis jemand da noch reinkrabbelt.
Jennifer Rolle (1:34:00) Also gut, dann wisst ihr Bescheid, was ihr als nächstes lesen könnt. Gibt es denn sonst noch andere Genres, in denen du dich mal ausprobieren möchtest, mal jenseits von Romance, vielleicht dann auch unter einem anderen Pseudonym, keine Frage, klar, aber gibt es da noch was oder bist du komplett happy mit dem Genre, in dem du dich gerade bewegst?
Anna (1:34:20) Also, ich darf nicht mehr sagen, dass ich irgendwas nie schreiben werde, weil das habe ich jetzt schon ein paar Mal dagegen verstoßen. Deswegen, also im Grundsinn bin ich alles offen. Ich bin mir auch sicher, dass ich im Laufe meines Lebens noch Bock bekomme auf verschiedene Sachen. Aber ich glaube, es wird überall mit Romance drin sein. Weil das ist dann nicht unbedingt der Hauptbestand, obwohl mir das halt schon viel Spaß macht, dieses Zwischenmenschliche mit Verlieben und so. Aber ich würde auch gerne mal eine richtig gute Science-Fiction-Geschichte schreiben, aber dann halt auch mit einer Love-Story mit drin oder sowas.
Also ich kann mir schon vorstellen, da noch in alle Untergenres von Romance mal reinzurutschen. So nach und nach. Ja, ist... Ja, ich hab auch noch drei Fantasy-Bücher in der Schublade. es gibt... hab Ideen, ich genug für alles Mögliche, aber sich zu entscheiden, was man dann zuerst schreiben will, ist immer ein bisschen schwierig.
Jennifer Rolle (1:34:51) Vielleicht auch mal was mit Werwölfen oder Vampiren? Das wäre mal was ganz anderes für dich, ne?
Ui!
Inspiration ist da, nur allein, das dann zu entscheiden, was mache ich als nächstes. Verstehe. Oder magst uns denn schon sagen, was wir als nächstes so von dir erwarten dürfen? Was wird da rauskommen?
Anna (1:35:18) Ja.
Also im Moment habe ich jetzt gerade was fast fertig geschrieben. Da fehlt noch eine Kleinigkeit. Das wird zum Herbst geben. Das ist Geschichte, die rund Silvester spielt und zwar zwischen einer Schreinerin und Hobby-Diebin und einem Kunst-Investor. Und es wird wirklich sehr lustig mit den beiden. Also ich habe mich beim Schreiten wieder mal so über sie amüsiert. Vielleicht habe ich es auch als Gegenmittel gebraucht nach Jackson und Victoria. Und wieder jemand, der total locker und leicht ist. Also zumindest sie ist die lockere Leichte.
mit ihrer Art dann auch sein Herz gewinnt. Mit denen hatte ich sehr viel Spaß und ich glaube, wird vielleicht gerade, wenn es so bisschen dunkel und gemütlich wird, das so das richtige Buch, das man zu Hause auf der Couch liest und so bisschen vorsichtigen kichert Und dann habe ich noch eins, das habe ich schon 2024 in der Selfpublisher Vorschau von Annie Stone damals vorgestellt und es sollte 25 erscheinen und mittlerweile haben mir ein paar Leute gefragt, wann denn es jetzt endlich kommt, weil es immer noch direkt da ist.
Jennifer Rolle (1:36:06) Wut?
Anna (1:36:21) Ja, ist Buch, das hab ich schon früher geschrieben gehabt. dann allerdings, das muss nochmal komplett überarbeitet werden, ist jetzt auch wirklich alt, mittlerweile hab ich mich weiterentwickelt und dann hab ich mittendrin die Lust dann auch irgendwann an diesem Buch Dann dachte ich mir schon, okay, das ist so ein bisschen schlechtes Zeichen, lass es erstmal liegen. Hab's mir nochmal vorgenommen und dann meinte, nee, das geht so nicht. Dann hab ich nochmal angefangen neu zu schreiben und dann war sofort wieder voll der Kitzel da und...
voll der Flow und das weiß ich, okay, ist mein Unterbewusstsein hat mich einfach davor gewarnt, diese Geschichte so zu lassen, dann schreibe ich es nochmal neu und voll gut. Also gefällt mir jetzt richtig gut so und die wird, ist das nächste, was ich fertig bekommen würde, was auch als nächste erscheinen soll und das soll dann als Band 2 quasi von Ella und Elias in die Reihe kommen, weil das auch so ein bisschen Verlust und sowas geht und
Jennifer Rolle (1:37:05) ⁓
Anna (1:37:11) Passt für mich da dazu, ist auf dem gleichen Setting und die tauchen auch nochmal auf.
Jennifer Rolle (1:37:16) Ella und Elias habe ich so geliebt. Ich fand das so fantastisch, dieses Buch. Kann man dich denn, hier, Lavendel 41 197 fragt, ob man dich auch mal auf einer Messe treffen kann oder was du sonst so machst? Wo findet man dich?
Anna (1:37:34) meistens hier zu Hause.
Jennifer Rolle (1:37:36) Nöööö
Anna (1:37:37) Ja, also ich bin tatsächlich ab und zu mal auf einer Messe, aber dann meistens als Besucher dort. In eigener Stand ist mir einfach noch zu viel. Ich weiß auch gar nicht, ob sich das lohnen würde, aber...
Jennifer Rolle (1:37:52) Kannst ja mal fragen, weil
↑ Zurück nach oben01:31:52 Empfehlung für weitere Bücher aus Annas Portfolio
die Kolleginnen und Kollegen, jetzt gerade auf der Leipziger Buchmesse waren, ich glaube, die waren alle ganz zufrieden.
Anna (1:38:02) Ja,
ja, ja, ja, ja, ja, ich habe auch gesehen, das war ja wahnsinnig voll auch schon wieder, habe ich gesehen und
Jennifer Rolle (1:38:08) Schon am
Donnerstag, Wahnsinn!
Anna (1:38:10) Ja, und dass man auch alles ausverkauft hat. Ich meine, was eine Tageskasse war, schon verrückt, wie viel wieder gelesen wird.
Jennifer Rolle (1:38:17) Absolut verrückt, absolut verrückt. Aber jetzt weiß man ja wenigstens wie du aussiehst, das heißt wenn du als Besucherin auf der Messe bist, dann kann man dich ja wenigstens jetzt identifizieren.
Anna (1:38:26) Ja, ich hab's dann auch, wenn ich als Besucher irgendwo war, noch mal auf Social Media hier. bin da, wenn jemand ein Hallo sagen will, können wir uns gerne irgendwo treffen. Das ist dann zwar nicht so, dass ihr Leute einfach hinlaufen könnt, aber das ist wenigstens vielleicht ein Angebot, wenn jemand mal unbedingt Hallo sagen will. Ich freue mich ja auch, Leser oder Leserinnen mal zu sehen irgendwo. Das finde ich auch ganz toll. Ja, können.
Jennifer Rolle (1:38:34) Sehr gut.
Man darf dich ansprechen.
Die Leserin das
ominöse Wesen, ja. Ja, und ansonsten kann man dir wahrscheinlich folgen auf Instagram. Wo noch? Wie ist mit TikTok?
Anna (1:39:00) Ja,
am besten nicht, wenn ich mit dem Hundgasse gehe. Das finde ich immer beide gruselig. Aber sonst ja Instagram, Facebook und Newsletters, ich, sind die größten. TikTok ist eher so stiefkindlich.
Jennifer Rolle (1:39:09) Ja.
Stiefkind, okay, okay,
ich sehe schon, wir haben schon knapp zwei Stunden gequatscht. Das ist mir noch nie passiert mit jemandem. Vielen, vielen, Dank. Nee, ich konnte ja auch kein Ende finden mit meinen Fragen. Vielen, Dank für deine Zeit und für die Bereitschaft, dich so ausquetschen zu lassen jetzt von mir.
Anna (1:39:18) Na!
Entschuldigung! Ich rede von Ihnen,
Ich danke dir die Einladung, dass ich
↑ Zurück nach oben01:33:23 Zukünftige Projekte und Genre-Experimentierung
bei dir sein durfte und wäre Mia Rosé nicht mein Vorbild bei dir gewesen, hätte ich es vielleicht auch gar nicht gemacht, aber das sah so lässig aus, wie ihr das gemacht habt und dachte ich dann probiere ich das doch auch mal.
Jennifer Rolle (1:39:48) bin sehr dankbar, dass Mia Rosé mich da auch empfohlen hat und dass das so gut bei ihr rübergekommen ist. Denn mir hat das Gespräch jetzt hier sehr viel Freude gemacht und ich fand es total toll, dich mal zu erleben und zu sehen, wer hinter diesen wundervollen Büchern steckt, die mich so mitnehmen, amüsieren, inspirieren, zum Nachdenken bringen und alles eigentlich.
Anna (1:40:05) Danke.
Alles hör auf!
Ja, danke.
Jennifer Rolle (1:40:18) Ja und ich
hoffe ihr da draußen habt auch ganz viel Spaß mit Annas Büchern und dann würde ich sagen wünsche ich dir noch dass du jetzt den restlichen erholen kannst von diesem anstrengenden Gespräch mit einem anderen Menschen geht schon okay geht schon das ist nicht
Anna (1:40:35) Das geht schon,
sehr schön mit dir. Hat mir viel Spaß gemacht.
Du machst es sehr schön locker und so. was, ich bei dir überhaupt keine Beklemmungen oder irgendwas.
Jennifer Rolle (1:40:45) Das freut mich.
Ja, und wie gesagt, euch da draußen wünsche ich fröhliches Lesen in Annas
Tschüss!
Jennifer Rolle (1:40:55) Ihr da draußen abonniert gerne diesen Kanal, dann bekommt ihr immer einen Ping, wenn die nächste Folge online ist. Der Vodcast hier erscheint alle zwei Wochen an einem Mittwochmorgen. ja, und insbesondere wenn dir diese Folge hier heute gefallen hat, dann hinterlasst gerne einen Daumen hoch oder auch eine Sternbewertung, je nachdem, was dein Anbieter da vorsieht an Bewertungssystemen. Ich freue mich auf jeden Fall riesig, da mehr von euch zu hören.
hinterlasst auch gerne einen Kommentar, Vorschläge, Feedbacks. Das hilft mir enorm, ⁓ hier weitermachen zu können. Und dann wünsche ich euch allen gute zwei Wochen, zum nächsten
Also,
↑ Zurück nach oben01:36:04 Wie kann man dir folgen?
↑ Zurück nach oben