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Ali Hazelwood

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe (Bride 2)

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe (Bride 2)

Mein Gesamteindruck:

Eine selbstironische Halbwerwölfin und ein Grumpy Alpha – gute Laune trotz dramatischer Themen und trotz der klassischen Tropes gar nicht abgegriffen

Reihe: Bride
Band/von Anzahl Bände zum Zeitpunkt der Rezension: Band 2/2
Abgeschlossenheit des Buches: In sich abgeschlossen


Klappentext

Düster, heiß – und sehnsüchtig erwartet: der Nachfolger zu Ali Hazelwoods fulminanter Paranormal Romance »Bride«: Eine wölfisch-wilde Paranormal Romance um Serena, Miserys vermisste Ziehschwester, und den Alphawolf Koen

Serena Paris ist die Einzige ihrer Art: Als erste Mensch-Werwolf-Hybride der Geschichte steht sie im Kreuzfeuer des Konflikts zwischen den Wölfen, Vampiren und Menschen. Bald ist ihr eine ganze Horde blutrünstiger Feinde auf den Fersen, und ihr bleibt nur ein einziger Verbündeter – mit dem sie jedoch eine mehr als schwierige Beziehung hat: Alpha-Werwolf Koen hat in ihr seine Gefährtin erkannt. Ohne dass Serena diese Bindung erwidern würde ... Doch als die Rätsel ihrer Herkunft sie einzuholen drohen, steht allein Koen zwischen ihr und einer tödlichen Katastrophe.


Rezension

Jetzt denkt man, dass man schon häufig solche Geschichten gelesen hat, mit der biologischen Gefährt:innenbindung, gegen die sich die Beteiligten nicht wehren können. Ali Hazelwood schafft es jedoch dieses Muster mit ganz anderen Umständen zu kombinieren, so dass daraus etwas ganz Neues wird.

Mir haben die beiden Charaktere total gut gefallen. Serena gelingt es gut mit ihrer Selbstironie und ihrem absurden Humor die dramatischen Umstände ihres Lebens abzuspalten, rational damit umzugehen, ganz ohne Selbstmitleid und Sentimentalität. Koen ist der Grumpy in der Beziehung. Auch seinen Charakter habe ich geliebt, wie er ebenfalls sehr nüchtern auf Situationen schaut. Er ist nicht nur sehr direkt und übellaunig zu anderen, sondern auch sehr selbstreflektiert und steht zu seinen schlechten Eigenschaften. Das gepaart mit seiner paradoxen Eigenschaft des Alphas, dem Beschützerinstinkt, macht ihn zu einem unwiderstehlichen Menschen, äh Werwolf. Und zusammen ergeben Serena und Koen eine explosive Mischung, die sich gegenseitig nichts schenken. Superlustige Wortgefechte, auch mit ihrer Schwester in Crime, Misery. Und gut gefallen hat mir auch, dass Serena keine Jungfrau in Nöten ist, sondern mutig und selbstbewusst ihren Weg geht – auch gegen den grumpy Alpha.

Was anfänglich etwas verwirrend ist, sind die vielen zeitlichen Ebenen und Perspektiven, die auch nicht ganz eindeutig im Text signalisiert werden: Das Buch ist im Wesentlichen aus der Ich-Perspektive von Serena geschrieben. Zu Beginn wird viel zwischen Gegenwart und Rückblick gewechselt, innerhalb der Kapitel gibt es weitere Rückblicke. Und dann gibt es vor jedem Kapitel eine kurze Sicht aus der 3. Person, die man anfänglich nicht ganz eingeordnet bekommt – weder über wen da etwas erzählt wird, noch in welchem Zusammenhang das zum Rest steht. Nach und nach stellt man fest, dass das dazu dienen soll, Sichtweisen mitzuteilen, die die Autorin aus der Ich-Perspektive nicht liefern kann. Das Problem ist, dass alles immer kursiv geschrieben ist, zusammen noch mit den Gedanken von Serena, so dass man manchmal gar nicht weiß, was das Kursive nun zu bedeuten hat. Die Komplexität lässt nach ein paar Kapitel aber etwas nach, wenn die längsten Rückblicke überstanden sind, und man findet sich langsam ein.

Mehr im Zentrum stehen die Fragen, wie Serena gerettet werden kann (diese Irrwege haben mich nicht ganz überzeugt), wo sie her kommt und was Koens Rudel in der Vergangenheit zugestoßen ist. Dabei gibt es immer mal wieder Ansätze gesellschaftliche Themen, wie Fremdenfeindlichkeit, Machtstreben, Fanatismus, Genozid oder das Festhalten an überkommenen Traditionen differenziert zu diskutieren. Diese werden dann aber leider sehr schnell wieder in oberflächlichere Gefilde und ins klassische Gut-Böse-Schema zurückgeführt – mit Fokus auf Action und die Liebesgeschichte zwischen Serena und Koen.

Das Buch macht gute Laune, ist spannend, mit überraschenden Wendungen und im Mittelteil durchaus sehr sinnlich. Wir befinden uns trotz des Anschneidens komplexer Themen in einer recht leichten Geschichte. Sehr gute Unterhaltung – ich habe mich zumindest sehr gut amüsiert!


Kategorisierung

📚 Romance-Sub-Genre: Contemporary, Paranormal, Romcom
👥 Altersgruppe der Hauptfiguren: Adult
Plot-Trope: Afraid to commit, Age gap, Break up to save him / her, Damsel in distress, Dark secret, Dude in distress, Fated mates, Forbidden love, Grumpy-sunshine, Roommates to lovers, Slow burn, Strong female main character, Sworn off a relationship
🌎 Setting-Trope: Lovescape
Geschlechterkonstellation: Hetero
💞 Beziehungsstruktur: Monogam
🔪 Spannung: Medium
🖤 Darkness: Grau
💓 Emotionalität: Medium
🧠 Psychologische Tiefe: Medium
🧐 Glaubwürdigkeit: Teils teils
❤️ Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathisch
😆 Humor: Amüsant
👫 Klassisches Rollenmodell: Teils teils
💋 Anzahl Spicy Szenen: 4
🔗 Spielart Spicy Szenen: Vanilla
🔥 Explizitheit Spicy Szenen: Medium
🎨 Originalität der Erzählweise: Teils teils
👀 Erzählperspektive: Wechselnde Ich-Erzähler:innen
📏 Länge des Buchs: Extra lang


Quelle

🖼️ Konsumiertes Format: Kindle
📅 Erscheinungsdatum: 07.10.2025
🔄 Übersetzer:innen: Anna Julia Strüh
🏢 Verlag: Aufbau Digital
🎙️ Vorleser:innen: -


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✍️ Rezension verfasst am: 05.12.2025

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