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Liz Tomforde

Mile High (Windy City-Reihe 1)

Mile High (Windy City-Reihe 1)

Mein Gesamteindruck:

Arroganter Eishockey-Profi und eine Stewardess – spannende Themen, die leider sehr klischeehaft und oberflächlich behandelt werden

 

Reihe: Windy City-Reihe
Band/von Anzahl Bände zum Zeitpunkt der Rezension: Band 1/5
Abgeschlossenheit des Buches: In sich abgeschlossen


Klappentext

Als der Hockey-Playboy Zanders der taffen Flugbegleiterin Stevie begegnet, fliegen die Funken – doch mit der Affäre riskieren sie nicht nur ihre Jobs, sondern auch ihre Herzen! Der TikTok-Hype endlich auf Deutsch!

Frauenheld und Badboy Zanders lebt seinen Traum: Er spielt in der National Hockey League für Chicago, reist mit seinem Team durchs Land und nimmt fast jeden Abend eine andere Frau mit ins Bett. Für die neue Saison gibt es erstmals eine feste Crew für den Privatjet und damit eine goldene Regel: Finger weg von den Flugbegleiterinnen! Doch das ist hart: Crewmitglied Stevie ist schlagfertig, anders, ihre Art zieht Zanders an und vor allem ihre Kurven bekommt er nicht mehr aus dem Kopf …

Schon bald kann auch Stevie sich nicht mehr gegen die Anziehung wehren, doch sie weiß, dass sie nicht nur ihren Job, sondern auch ihr Herz riskiert, wenn sie sich auf Zanders einlässt …


Rezension

Ich muss gestehen, dass ich den Reiz dieses Hype-Buches nicht ganz nachvollziehen kann. Aber es scheint ja bei vielen einen Nerv getroffen zu haben. Vielleicht liegt es an den Themen, die in dem Buch angesprochen werden, wie z.B. Body Shaming, Online-Hass, Umgang mit Verlassen werden oder dem Wunsch, um seiner selbst willen geliebt zu werden. Diese Themen sind ja auch spannend. Aber trotz der vielen Worte, wurden sie irgendwie nur oberflächlich und teilweise, selbst für mein Empfinden, etwas zu schnulzig bearbeitet. Aber ich schätze das genau das, ein tiefes Bedürfnis vor allem bei Frauen befriedigt hat. Und wenn’s der Sache dient…

Auch die Erzählmuster, die der Reihe nach abgeklappert werden, wurden für mein Empfinden zu erwartbar und klischeehaft umgesetzt, so dass ich wenig mitfühlen konnte. Dennoch sind manche Szenen ganz witzig gewesen. Und ich mochte manch schlagfertige Entgegnung von Stevie (freu dich z.B. auf die Erklärung, warum sie letztendlich einwilligt, eine Nacht mit Zanders zu verbringen). Nett sind auch die Nebencharaktere, die immer hilfreich zur Seite stehen oder auch mal frotzeln.

Außerdem hat’s mir an der ein oder anderen Stelle etwas an Glaubwürdigkeit gefehlt: Die Eishockey-Jungs müssen immer nur zum Spiel, haben ansonsten Freizeit und nie Training. Zanders, der offenbar als Verteidiger/Enforcer auf dem Eis steht, der körperlich härtesten Position, trägt offenbar nie die obligatorischen Prellungen, Brüche, Zahnverluste und Gehirnerschütterungen davon… Und dann geht er 10 Jahre zur Therapie und hat immer noch nicht sein Verhältnis zu seiner Mutter und zu seinem Vater geklärt oder seine Unfähigkeit, sich lieben zu lassen, bearbeitet? Also entweder er hat die Therapie nie richtig mitgemacht oder der Therapeut ist unfähig…

Tja, und dann basiert der Plot sehr stark auf der Idee, dass Zanders zusammen mit seinem Agenten ein Badboy-Image für die Medien aufgebaut hat – das er angeblich nur spielt. Das konnte ich bis zum Ende nicht verstehen. Ja, er hat eine verletzliche, verspielte und empathische Seite, aber er ist definitiv gleichzeitig der respektlose, aggressive, arrogante Playboy, als der er sich in den Medien verkauft. So demütigt und provoziert er Stevie in den ersten Monaten durchgehend und hat für jede Stadt eine Liste mit Frauen und ihren Vorzügen, aus der er sich bedient, wenn sich nichts Besseres auftut. Also was ist die Lüge an dem Image? Es ist einseitig, ja, und er verändert sich, ja, und es ist nur fair, dann auch das Image weiterzuentwickeln. Aber es ist in der ersten Hälfte keine Lüge, wie es die ganze Zeit diskutiert wird!

Gut geeignet als leichte Sommerlektüre. Es hat definitiv Unterhaltungswert, man darf es aber nicht zu genau nehmen und sich trotz der tiefgründigen Themen nicht zu tiefgründige Reflexionen versprechen.


Kategorisierung

📚 Romance-Sub-Genre: Contemporary
👥 Altersgruppe der Hauptfiguren: Adult
Plot-Trope: Afraid to commit, Break up to save him / her, Bully, Celebrity, Emotional scars, Enemies to lovers, Forbidden love, Found family, Golden Retriever, Good girl-bad boy, Millionaire, Neighbour, One-night-stand, Playboy, Sworn off a relationship, Ugly duckling – beautiful all along
🌎 Setting-Trope: Sports, Upper class
Geschlechterkonstellation: Hetero
💞 Beziehungsstruktur: Monogam
🔪 Spannung: Medium
🖤 Darkness: Unbedrohlich
💓 Emotionalität: Medium
🧠 Psychologische Tiefe: Medium
🧐 Glaubwürdigkeit: Unglaubwürdig
❤️ Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathie wächst
😆 Humor: Teils teils
👫 Klassisches Rollenmodell: Ja
💋 Anzahl Spicy Szenen: 5
🔗 Spielart Spicy Szenen: Vanilla, Vanilla plus, Soft BDSM
🔥 Explizitheit Spicy Szenen: Medium
🎨 Originalität der Erzählweise: Viele Floskeln und szenische Muster
👀 Erzählperspektive: Wechselnde Ich-Erzähler:innen
📏 Länge des Buchs: Extra lang


Quelle

🖼️ Konsumiertes Format: Kindle
📅 Erscheinungsdatum: 01.04.2024
🔄 Übersetzer:innen: Maike Hallmann
🏢 Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
🎙️ Vorleser:innen: -


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✍️ Rezension verfasst am: 11.11.2025

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