Claudia Tallian
Weihnachtlich verliebt (Verliebt in Schottland 1/6)
Weihnachtlich verliebt (Verliebt in Schottland 1/6)
Mein Gesamteindruck

Erfolgloser Hochstapler trifft erfolglose Automechanikerin – sehr leichte, cleane Weihnachtsromance mit Charakteren, die erst im Laufe des Buches sympathisch werden
Am besten du liest den Klappentext und die Rezension erst, wenn du die vorherigen Bände schon gelesen hast, um dir nicht den ganzen Spaß des Rätselns zu nehmen.
Ich empfehle, weder Klappentext noch Rezension oder Kategorisierung zu lesen, dann ist es um so überraschender und macht gleich noch mal so viel Spaß.
Klappentext
Täglich öffnet Lindsay die Tore zur Werkstatt ihres geliebten Großvaters, die sie seit dessen Tod allein betreibt und leitet. Die Auftragslage ist schlecht und die Geldsorgen wachsen ihr über den Kopf – genauso wie die Planung der diesjährigen Aberlochry Highland Christmas-Games. Dennoch ist sie drauf und dran, den arroganten Kerl aus ihrer Werkstatt zu schmeißen, der gerade vor ihr steht. Bis sie seinen Oldtimer bemerkt, dessen Reparatur einiges an Geld einbringen dürfte.
Colin ist Immobilienmakler und war gerade im nördlichen Schottland unterwegs, um neue Objekte für sein Immobilien-Portfolio zu finden, bis er gezwungen war, eine Werkstatt aufzusuchen. Er genießt ein extravagantes Leben und das, obwohl er in Wahrheit pleite ist – was er jedoch für sich behält.
Da ist der Ärger vorprogrammiert! Doch nach und nach erkennt Colin, dass sich hinter der kratzbürstigen Mechanikerin eine verletzliche und liebevolle Frau verbirgt. Und ehe er sich versieht, repariert Lindsay nicht nur seinen Wagen, sondern auch sein Herz.
Rezension
Lindsay kämpft darum, die Werkstatt ihres verstorbenen Großvaters am Laufen zu halten, während Colin mit seinem schicken Oldtimer in Aberlochry strandet. Dummerweise hat der selbst ernannte Luxus-Immobilienmakler seine Finanzen längst nicht so gut im Griff, wie er nach außen vorgibt. Und so geraten die beiden ziemlich schnell aneinander. Ausgerechnet die gemeinsame Arbeit an seinem Wagen und die Vorbereitungen für die Highland Christmas-Games sorgen schließlich dafür, dass sie sich trotz aller Unterschiede immer näherkommen.
Gerade am Anfang hatte ich mit beiden Hauptfiguren ein bisschen meine Schwierigkeiten. Colin lebt ziemlich über seine Verhältnisse und versucht, mit Luxus und großen Sprüchen Eindruck zu machen, während Lindsay angesichts ihrer finanziellen Probleme eher den Kopf in den Sand steckt, statt wirklich etwas zu verändern. Dadurch waren mir beide zunächst nicht unbedingt sympathisch.
Aber genau daraus entwickelt sich die Geschichte. Beide müssen erkennen, dass ihre bisherigen Strategien nicht funktionieren, und Colin zeigt nach und nach eine ganz andere Seite von sich. Auch Lindsay beginnt, Hilfe anzunehmen und mehr für sich und ihre Werkstatt einzustehen. Besonders die Unterstützung durch ihre beste Freundin und die kleine Gemeinschaft in Aberlochry sorgen dabei für eine schöne Cozy-Atmosphäre.
Was ich bei Claudia Tallian immer wieder beeindruckend finde, ist die Detailtiefe ihrer Recherche. Gerade bei den Werkstattszenen merkt man, wie intensiv sie sich mit dem Thema beschäftigt hat: Die Autorin baut echte Fachbegriffe und nachvollziehbare Werkstattabläufe ein, aber ohne dass es wie eine Lehrstunde wirkt. Man merkt einfach, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt – diese Details geben ihren Geschichten eine besondere Lebensechtheit.
Das Buch lebt ansonsten stark von seinem Kleinstadt- und Weihnachtssetting. Die Werkstatt, das kleine schottische Dorf, die Christmas-Games und die Menschen, die dort zusammengehören, ergeben eine typische Wohlfühlkulisse für eine leichte Weihnachtsromance. Und nebenbei erfährt man noch eine Menge über Schottland. Die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei eher ruhig und ohne große emotionale Dramen.
Ganz so viel Spannung oder emotionale Tiefe sollte man allerdings nicht erwarten. Auch Colins Sinneswandel kam mir persönlich etwas plötzlich, und manche Entwicklungen waren für mich eher vorhersehbar. Damit trifft das Buch jedoch das Leseversprechen einer Love and Landscape Romance.
Empfehlen würde ich das Buch vor allem Lesenden, die unkomplizierte, cosy Weihnachtsromanzen zum Wegschmökern mögen und dabei lieber Wohlfühlatmosphäre als große Spannung oder emotionale Tiefe suchen.
Passion and Words Vodcast
Du möchtest mehr über die Autorin erfahren? Hier geht’s zum Interview mit Claudia Tallian:
Kategorisierung
📚 Romance-Sub-Genre: Christmas/Winter Romance, Contemporary Romance, Love and Landscape Romance, Romcom, Small Town / Cozy Romance
🎂 Altersgruppe der Hauptfiguren: Adult
🎭 Character: Morally Grey, Red Flag, Strong Female Main Character
➿ Trope: Enemies to Lovers, Found Family, Redemption Arc, Slow Burn
🌍 Ort der Handlung: Schottland
💞 Beziehungsform: Paarbeziehung
⚤ Geschlechterkonstellation: hetero (F/M)
💋 Anzahl spicy Szenen: 0
🔗 Spicedynamik: -
🔥 Explizitheit spicy Szenen: -
🔪 Spannung: leicht
🖤 Darkness: unbedrohlich
💓 Emotionalität: wenig emotional
🤿 Tiefgang: leicht
👀 Erzählperspektive / POV: Ich-Perspektive, Dual POV
📏 Länge des Buchs: lang
✔️ Abgeschlossenheit des Buches: in sich abgeschlossen
Quelle
🖼️ Konsumiertes Format: eBook – kostenloses Rezensionsexemplar. Vielen Dank! Mein Urteil wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.
📅 Erscheinungsdatum: 02.10.2026
🔄 Übersetzer:innen: -
🏢 Verlag: Empire Verlag
🎙️ Sprecher:innen: -
✍️ Rezension verfasst am: 24.09.2026
Share

